Harriet kommt 1991 mit ihrem Mann, einem Ghanaer mit englischem
Pass, nach Deutschland, voller Hoffnung auf ein noch besseres
Leben, ein Studium zur Vollung ihrer IT-Kenntnisse, Wohlstand. Doch
schon bald muss sie vor seinen Gewalttätigkeiten flüchten. Allein,
ohne Sprachkenntnisse, schlägt sich die Programmiererin im
deutschen Behördschungel durch, sucht Arbeit - und landet als
Toilettenfrau bei der Düsseldorfer Messe. Ein Grund aufzugeben?
Never ever! Denn Harriet hat einen Traum. Sie will den Kindern in
Bukom, den Slums von Akkra, helfen. Und so macht sie eine einfache
Rechnung auf: Sie verdient 1000 Euro im Monat, die braucht sie, um
zu leben. Ihr Trinkgeld dagegen wird sie von nun an sparen: 50 Cent
pro Kunde, jeden Tag, jedes Mal. Das ist der Überschuss, von dem
sie ihren Traum verwirklichen kann. Am 15. September 2002 gründet
Harriet den Verein AFRICAN ANGEL e.V. In ihrem Buch erzählt sie von
ihrer Kindheit in Akkra, von ihrem lebenslangen Traum und wie er in
Erfüllung ging.