Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe (eBook) - Bernd Völkl
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Bernd Völkl 

Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe (eBook)

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Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe (eBook)

Pressestimmen

Endlich, endlich, endlich! Kein verzweifeltes Hin- und Herpauken mehr vor der Deutsch-Klausur, keine Ohnmachtsanfälle mehr, weil man die eigene Schrift im Schulheft nicht mehr entzfiffern kann, den Lehrer nicht verstanden hat oder - Spaß muss sein - die Hälfte des Unterrichts in der Schul-Cafeteria abgehangen hat. Reclam macht´s möglich, deutlich entspannter zu lernen: "Lektüreschlüssel für Schüler" heißt die neue Reihe des Verlages, in der Klassiker der deutschen Literatur genau so aufgearbeitet werden, wie man´s braucht für eine Prüfung. (...) Der Lektüreschlüssel ist fast zu gut, um ihn den Schülern zu überlassen. Da dürften auch Lehrer zugreifen. Clever! Generalanzeiger


Produktinformation

  • Verlag: Reclam
  • 2004
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 69
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783159501253
  • ISBN-10: 9501250000
  • Best.Nr.: 25774930

Leseprobe zu "Lektüreschlüssel: Schiller, Kabale und Liebe (eBook)"

3. Personen (S. 16)

Fürst. Der Fürst des absolutistischen Staates wird als ein Herrscher dargestellt, dem das Wohl seiner Untertanen ziemlich gleichgültig ist. Er tritt nicht persönlich auf, doch seine Heiratspläne, sein Hofleben und sein Regierungshandeln haben Einfluss auf das Leben aller Dramenfiguren.

Präsident von Walter. Seine Stellung als Premierminister hat er sich durch einen Sprengstoffanschlag erworben, dem sein Vorgänger zum Opfer fiel. Diese verbrecherischen Machenschaften belasten sein Gewissen. Er setzt alles daran, sich die Gunst des Herzogs zu erhalten und seine Stellung am Hof zu festigen, stellt sich mit allen gut, die ihm dazu nützen können, sei es nun die Geliebte des Fürsten oder der Hofmarschall, den er eigentlich nicht ernst nimmt. Er will, dass sein Sohn den gleichen Weg einschlägt wie er. Dabei behandelt er ihn wie einen Unmündigen und will über seinen Kopf hinweg entscheiden.

Er soll Lady Milford, die bisherige Mätresse des Fürsten, heiraten. Dies würde auch ihm als Vater nützen, da er auf diese Weise seinen Einfluss auf den Regenten sichern könnte. Für ihn ist es ganz normal, dass Ehen aus dynastischen oder politischen Gründen geschlossen werden. Eine romantisch- schwärmerische Liebe, bei der zwei Menschen einander von Herzen zugetan sind, ist ihm völlig fremd. Als der Sohn sich weigert, die Lady Milford zu heiraten, glaubt der Vater sein Ziel mit Zwang erreichen zu können. Bewusst be- schimpft er Luise als Hure, um Ferdinand in seiner Offiziersehre zu treffen.

Inhaltsangabe

Inhalt ... 4
1. Erstinformation zum Werk ... 6
2. Inhalt ... 8
Erster Akt ... 8
Spannungen zwischen den Eltern wegen Luise ... 8
Wurm wird einmütig als Schwiegersohn abgelehnt ... 8
Ferdinand und Luise – bis über beide Ohren verliebt ... 8
Ferdinand soll Lady Milford heiraten ... 9
Zweiter Akt ... 10
Lady Milford liebt Ferdinand ... 10
Die Lady ist anders als ihr Bild in der Öffentlichkeit ... 10
Zusammenstoß des Präsidenten mit dem Vater ... 11
Ferdinand erzwingt die Freilassung Luises ... 11
Dritter Akt ... 12
Wurm plant eine teuflische Intrige ... 12
Ferdinands Misstrauen erwacht ... 13
Wurm diktiert Luise einen Liebesbrief ... 13
Vierter Akt ... 13
Ferdinand fordert den Hofmarschall zu einem Duell heraus ... 14
Selbstbewusstes Auftreten des bürgerlichen Mädchens bei der Lady ... 14
Flucht der Milford ins Ausland ... 15
Fünfter Akt ... 15
Selbstmordabsichten Luises ... 15
Mordpläne Ferdinands ... 15
Luise stirbt an Gift ... 16
Vergebung und weltliche Gerechtigkeit ... 16
3. Personen ... 17
Der Fürst – ein typischer Herrscher des Absolutismus ... 17
Präsident von Walter ... 17
Machterhaltung um jeden Preis ... 17
Scheitern der Kabale und Ende der Karriere ... 18
Ferdinand ... 18
Distanz zur Welt des Adels ... 18
Tod als scheinbarer Ausweg aus einer verzweifelten Situation ... 19
Hofmarschall von Kalb ... 19
Glanzvolles Hofleben als Lebensinhalt ... 20
Aus Feigheit fast alles verraten ... 20
Lady Milford ... 20
Exil und Armut ... 21
Sehnsucht nach echter Liebe ... 21
Einsatz für das Wohl des Landes ... 22
Kampf gegen eine mögliche öffentliche Demütigung ... 22
Die zur Schau getragene Überheblichkeit zerbricht ... 23
Verzicht auf Ferdinand und Abschied vom Herzog ... 23
Wurm ... 24
Handlanger des Präsidenten ... 24
Architekt der Kabale ... 24
Wurm will sich nicht zum Sündenbock machen lassen ... 25
Miller ... 25
Fest verankert im ständischen Denken ... 25
Bürgerliches Selbstbewusstsein ... 26
Kurze Freude über viel Geld ... 26
Frau Miller – Kleinbürgerliche Aufstiegshoffnungen ... 27
Luise ... 27
Feste Grundlagen geraten ins Wanken ... 27
Fremdbestimmt durch väterliche Autorität ... 28
Vergebung für das erlittene Unrecht ... 28
Personenkonstellation ... 29
4. Werkaufbau ... 30
5. Wort- und Sacherläuterungen ... 36
6. Interpretation ... 43
"Kabale und Liebe" als Spiegel zeitgeschichtlicher Zustände ... 43
Reale Vorbilder für den Fürsten, den Präsidenten und die Lady ... 43
Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen ... 44
Neue Rolle der Frau ... 44
Überlegenheitsgefühl des Adels nicht mehr zeitgemäß ... 44
"Kabale und Liebe" als gesellschaftskritisches Drama ... 45
Massive Kritik an absolutistischer Willkürherrschaft ... 45
Echte Werte werden den Machtinteressen geopfert ... 46
Standesschranken zerstören das Liebesglück ... 47
Differenziertes Bild von Adel und Bürgertum ... 47
Ferdinand – heimatlos zwischen den Ständen ... 48
"Kabale und Liebe" als Tragödie ... 48
Der Bürger wird zum tragischen Held ... 48
Gegensatz zur klassizistischen Tragödie ... 49
Merkmale des bürgerlichen Trauerspiels ... 49
Luise als tragische Heldin ... 49
Tragisches Missverständnis ... 50
Tragischer Höhepunkt ... 50
Die Rolle der Religion ... 51
Liebe zu Ferdinand wird als Sünde empfunden ... 51
Ferdinands Gottesglaube ist nicht mehr christlich ... 51
Am Ende siegt der Geist der Vergebung ... 52
7. Autor und Zeit ... 53
Kurzbiographie ... 53
Werktabelle ... 57
Einordnung des Autors und des Werks in die Literaturgeschichte ... 58
Epochenmerkmale des »Sturm und Drang« ... 59
Gefühl und Leidenschaft ... 59
Die Sprache des Dramas ... 60
8. Rezeption ... 61
Zensur und »Kollegenschelte« ... 61
Neue Wertschätzung durch den Naturalismus ... 61
Von Marxisten und Nationalsozialisten geschätzt ... 62
Sozialkritischer Interpretationsansatz ... 63
Betonung der privaten Konflikte ... 63
9. Checkliste ... 65
10. Lektüretipps/Medienempfehlungen ... 67
Weitere wichtige Werke des »Sturm und Drang« ... 67
Weitere Beispiele für das bürgerliche Trauerspiel in Deutschland: ... 67
"Kabale und Liebe" ... 67
Textausgabe ... 67
Zum Autor ... 68
Interpretierende Inhaltsangaben von Schillers Dramen ... 68
Zur vertieften Beschäftigung mit dem Werk ... 68
Empfehlenswerte wissenschaftliche Literatur ... 68
Als CD-ROM ... 69
Als Hörbuch ... 69
"Kabale und Liebe" als Oper ... 69
"Kabale und Liebe"-Verfilmungen ... 70
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