Interpretation: Eichendorff, Mondnacht (eBook) - Wolfgang Frühwald
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie

Wolfgang Frühwald 

Interpretation: Eichendorff, Mondnacht (eBook)

eBook
 
Formate: OL, PDF
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
3 ebmiles sammeln
EUR 2,60
Sofort per Download lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Interpretation: Eichendorff, Mondnacht (eBook)

Pressestimmen

Endlich, endlich, endlich! Kein verzweifeltes Hin- und Herpauken mehr vor der Deutsch-Klausur, keine Ohnmachtsanfälle mehr, weil man die eigene Schrift im Schulheft nicht mehr entzfiffern kann, den Lehrer nicht verstanden hat oder - Spaß muss sein - die Hälfte des Unterrichts in der Schul-Cafeteria abgehangen hat. Reclam macht´s möglich, deutlich entspannter zu lernen: "Lektüreschlüssel für Schüler" heißt die neue Reihe des Verlages, in der Klassiker der deutschen Literatur genau so aufgearbeitet werden, wie man´s braucht für eine Prüfung. (...) Der Lektüreschlüssel ist fast zu gut, um ihn den Schülern zu überlassen. Da dürften auch Lehrer zugreifen. Clever! Generalanzeiger



Produktinformation

  • Verlag: Reclam
  • 2003
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 18
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9500730000000
  • ISBN-10: 9500730000
  • Best.Nr.: 25752452

Leseprobe zu "Interpretation: Eichendorff, Mondnacht (eBook)"

S. 5

In Eichendorffs lyrischem Text überwiegt die Bewegung der Umarmung die der Strophenvariation des lyrischen Augenblicks. Zwei auffällig vom Konjunktiv geprägte Strophen, mit der korrespondierenden ›als ob‹-Figur, umschließen eine von Verben im Indikativ getragene Mittelstrophe. Die sprachliche Bewegung führt dabei in der ersten Strophe von oben nach unten, vom Himmel zur Erde, in der letzten Strophe aber wechselt die Perspektive, es ist, als ob die Seele aus der dunklen Welt auf zum Himmel flöge. In der zweiten Strophe begegnen sich die beiden gegenläufigen Bewegungen im Bild des Nachtwindes: Der Blick des impliziten Betrachters führt über die wogenden Felder, die Ähren, die rauschenden Bäume des Waldes hinauf zum Himmel einer sternklaren Nacht, weil aber »je zwei Verse metaphorisch aufeinander bezogen [sind], der durch die Felder gehenden Luft [. . .] das Wogen der Ähren [entspricht], das Rauschen der Wälder [. . .] die Antwort auf die Sternenklarheit der Nacht [ist]« (Schwarz, S. 87), scheint der Wind aus den Weiten des Himmels herabzukommen.

Er bewegt die Dinge der Natur und bildet darin die Sehnsuchtsbewegung der menschlichen Seele ab. Das inhaltlich tragende Bild der – ehelichen – Umarmung spiegelt sich demnach in der Form, wie auch die ›als ob‹-Figur formale Entsprechungen zeitigt. Reim- und Assonanzmischungen sind in Eichendorffs Gedichten stets genau bedacht. In dem ursprünglichen Eröffnungsgedicht des Zyklus Auf den Tod meines Kindes, das wie die Mondnacht in den dreißiger Jahren entstanden ist (vermutlich um 1832, Erstdruck 1835) und mit dieser die betonte Schlussformel teilt, ist allein die Zuversicht des Wiedersehens in der letzten Strophe mit durchgehend reinen Reimen gekennzeichnet, den Schmerz des Todes umschreibt die schroffe, reimlose Verb- Adverb-Begegnung am Ende der Zeilen 1 und 3 der beiden ersten Strophen, das volle Bewusstsein der Trennung aber bricht in der dritten Strophe ein, in der die ›als ob‹- Figur nicht mehr mit Reimen, sondern mit Assonanzen gepaart wird, sodass die Wehmut der Erinnerung, der innige Wunsch einer Wiederkehr des toten Kindes und gleichzeitig die scharfe Gewissheit seines Verlustes in Klangbindung und Reimversagen ausgedrückt sind:

Inhaltsangabe

Joseph von Eichendorff: »Mondnacht« ... 2
Die Erneuerung des Mythos. Zu Eichendorffs Gedicht Mondnacht ... 3
Literaturhinweise ... 16
Zitierte Literatur ... 16
Weitere Literatur ... 17
Mehr von