Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der Imbissbude (eBook) - Jon Flemming Olsen
Videoclip

Jon Flemming Olsen 

Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der Imbissbude (eBook)

eBook
 
Format: EPUB
2 Kundenbewertungen
***** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
8 ebmiles sammeln
Statt EUR 14,95*
EUR 7,99
Sofort per Download lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
*Preis der gedruckten Ausgabe
-47 %
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der Imbissbude (eBook)

Eine Entdeckungsreise durch die deutschen Frittenbuden

Als TV-Imbisswirt Ingo steht er in der legendären WDR-Serie "Dittsche - Das wirklich wahre Leben" hinter dem Tresen der Eppendorfer Grillsation in Hamburg und bietet seinem Stammgast Dittsche alias Olli Dittrich Paroli. Jetzt hat Jon Flemming Olsen die Perücke abgelegt und sich aufgemacht, das wahre Imbissleben zu erforschen. Einen Sommer lang war er unterwegs, um in jedem Bundesland einmal hinter dem Tresen zu stehen, Currywürste zu schneiden, Teller zu spülen und vor allem - den Befindlichkeiten der Menschen nachzuspüren. Denn ob bei "Alles Wurscht" in München oder dem "Glückauf-Grill" in Dorsten: zwischen Fritteuse und Flaschenbier lauert das wirkliche wahre Leben. So ist der Fritten-Humboldt nicht nur eine amüsante kulinarische Expedition, sondern auch ein Deutschlandporträt der ganz besonderen Art.



Produktinformation

  • Verlag: PeP eBooks
  • 2010
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 288
  • Best.Nr. des Verlages: 711/04354
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641043544
  • ISBN-10: 3641043549
  • Best.Nr.: 29823490
"Das Ergebnis seiner ,Reise ins Herz der Imbissbude' liegt nun als Buch vor, wobei angemerkt werden sollte, dass es sich keinesfalls um einen Bratwurst-Guide handelt, sondern vielmehr um ein ziemlich persönliches und mit viel Empathie geschriebenes Soziogramm diverser Imbissbudenbetreiber und ihrer Gäste. [...] Olsen ist ein feiner Beobachter; keiner, der auf die Leute herabschaut oder sich gar dazu hinreißen lässt, auf ihre Koste Witzchen zu reißen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.03.2010

Essen wie im wahren Leben

Als Imbisswirt serviert Jon Flemming Olsen "Dittsche" die Biere. Nun legt er ein Buch über deutsche Imbisse vor: das Soziogramm einer Welt, in der man keine Masken trägt.

VON ALEXANDER MARGUIER

Die kulinarische Kultur dieses Landes wird längst von oben nach unten definiert. Gutbürgerliche Restaurants arrangieren, dekorieren und benennen ihre Teller nach Art der Spitzenküche. Das derzeit meistverkaufte Kochbuch stammt vom Münchener Sternekoch Alfons Schuhbeck und widmet sich dem Thema Gewürze. Sogar die Deutsche Bahn hat ihr Bockwurst-Einerlei aufs Abstellgleis geschoben und serviert ihren Fahrgästen derzeit thailändische Kokos-Suppe oder "Frühlings-Lamm-Ragout mit Duftreis" nach Rezepturen eines Sternekochs aus Hamburg. Wenn umgekehrt einfache Gerichte wie "Himmel und Erde" einen Platz in höheren gastronomischen Sphären finden, dann als augenzwinkernde Interpretation (siehe "Hier spricht der Gast" auf dieser Seite). Aber entspricht das alles überhaupt dem "wirklich wahren Leben"? Oder anders gefragt: Wäre es nicht konsequent, in einem Land, das besessen ist von Hartz IV und den unteren Schichten der …

Weiter lesen

"Das Ergebnis seiner ,Reise ins Herz der Imbissbude' liegt nun als Buch vor, wobei angemerkt werden sollte, dass es sich keinesfalls um einen Bratwurst-Guide handelt, sondern vielmehr um ein ziemlich persönliches und mit viel Empathie geschriebenes Soziogramm diverser Imbissbudenbetreiber und ihrer Gäste. [...] Olsen ist ein feiner Beobachter; keiner, der auf die Leute herabschaut oder sich gar dazu hinreißen lässt, auf ihre Koste Witzchen zu reißen."
Jon Flemming Olsen ist Schauspieler, Musiker und Grafiker. Er ist Gründer der Countryband Texas Lightning , die Deutschland 2006 beim Eurovision Song Contest vertrat. Dem TV-Publikum ist er bekannt als Imbisswirt Ingo aus der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Kultserie Dittsche Das wirklich wahre Leben! Olsen lebt mit seiner Frau in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Leseprobe zu "Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der..."

Danke, Volker (S. 31-32)

Kennen Sie das flächenmäßig drittgrößte Dorf der Welt? Nein? Es ist gleichzeitig das flächenmäßig größte Dorf Deutschlands, aber diese kleine Sensation interessiert dort niemanden sonderlich. Spricht man den gemeinen Ortsansässigen darauf an, wird er maulfaul und mürrisch. »Tja«, murmelt er dann, »kann schon sein.« Oder: »Ja, das ist wohl so’n Schnack, nich?« Ich habe anderes erwartet, als ich nach Wagenfeld komme. Wo bleiben Spruchbänder à la: »Das flächenmäßig größte Dorf Deutschlands grüßt den Rest der Welt«? Wo überdimensionierte Fan-Textilien, bedruckt mit »Deutschlands flächenmäßig größtes T-Shirt«? Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits Autoaufkleber: »Wir sind nicht viele - aber dafür weit verstreut«. Oder: »Wagenfeld - die Fläche macht’s!« Aber nichts dergleichen. Überhaupt ist Wagenfeld ein Ort, an dem sich nur wenige meiner Erwartungen erfüllen.

So rechnete ich unter anderem fest damit, von zwei schwergewichtigen Wagenfelder Mädchen begrüßt zu werden. Mein Freund Volker hatte mir diesen Floh ins Ohr gesetzt. Als er von meiner Reise erfuhr, erzählte er meiner Mailbox von »Pohly’s Snack-Eck« und pries insbesondere »die wahrscheinlich dicksten Mädels hinterm Tresen« an. Zudem sei er mit dem gesamten Dorf verwandt. Es ist eigenartig: Jeden anderen erfolgversprechenden Tipp hatte ich akribisch recherchiert, ich hatte nach jedem nur erdenklichen Informationsfetzen im Internet geforscht und meine Informanten gelöchert. Vielleicht wollte ich mich nun nur ein einziges Mal selbst von der Leine lassen. Ich hatte der Volker’schen Botschaft geglaubt und war ihr bei meinem Bewerbungstelefonat nicht weiter auf den Grund gegangen.

Wie denn auch? »Hallo, Herr Pohl-Schäfer, ich rufe Sie wegen Ihrer beiden sehr dicken Verkäuferinnen an. Hätten Sie mal einen Moment Zeit für mich? Hallo? … Herr Pohl-Schäfer? Sind Sie noch dran? …«  ,»Komm mal ruhig schon gegen neun«, hatte Pohly, den ich bereits nach unserem zweiten Telefonat so nennen durfte, gesagt. »Da sitzt hier mein Rentnerclub rum, das is immer ganz witzig.« Es ist tatsächlich neun Uhr, als ich am Tresen sitzend noch etwas dämmerig in einem großen Becher Kaffee rühre. Pohly braucht seinen Kaffee nicht zu rühren, er trinkt ihn schwarz. Er trägt eine ebenso schwarze Brille und ein schwarzes T-Shirt mit Aufdruck. Vorne steht »Pohly kommt« und hinten »Pohly geht«. Im Moment sitzt Pohly, und zwar direkt neben mir.

Viel reden tun wir nicht. Pohly blinzelt durch seine Brille. Ab und an reibt er sich den ultrakurzen, graumelierten Vollbart oder schnaubt einen einzelnen Lacher durch die Nase. Der Rentnerclub besteht an diesem Morgen aus genau zwei Exemplaren, von denen eines ausführlich die Geschichte einer in Anspruch genommenen Reiserücktrittsversicherung ausbreitet. Das zweite, ebenfalls männliche Exemplar rührt wie ich seinen Kaffee um und hört mehr oder weniger zu. Von den beiden dicken Mädels ist noch keines aufgetaucht. Ich sehe nach draußen. Der Imbiss liegt an einer typischen Dorfdurchgangsstraße.

Gegenüber kann ich »Gardinen &, Polstermöbel Geisler« und »Konditorei &, Bäckerei Speckmann« entziffern. Für einen so kleinen Ort herrsche hier ziemlich viel Verkehr, bemerke ich, und Pohly pflichtet mir bei, vor allem vormittags müssten hier jede Menge LKWs durch. »Morgens kannst du da drüben eigentlich keine Brötchen mehr holen. Da kommst du gar nicht mehr über die Straße.« Während der lebhafte Pensionär seinen Kollegen weiter in den Kokon seiner Gruppenreisengeschichte einspinnt, führt Pohly mich durch den Laden. Das »Snack-Eck« ist ein architektonisch wild gewachsenes Gebilde. In den sieben Jahren, die er den Imbiss betreibe, so der Gastronom, habe er bereits einiges an- und umbauen lassen. Im neuesten Teil, dem Vorderbereich, verbreitet moderne Dunkelholzbestuhlung und dezente Beleuchtung hochwertig-zeitgemäßes Bistro-Ambiente.

Videoclip zu "Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der Imbissbude (eBook)"

Trailer lädt den Film

Kundenbewertungen zu "Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der..."

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
 
(1)
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der Imbissbude (eBook)" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Ecki aus Lüdinghausen am 26.02.2012 ***** gut
Die etwas andere Reise durch Deutschland.
Land und Leute durch die Imbissbuden besser kennen lernen.
Mit dieser Mission machst sich Jon Flemming Olsen, auch besser bekannt als Imbisswirt in der Serie Dittsche oder als Bandleader der Gruppe Texas Lightnig, auf den Weg.
Im nördlichsten Punkt Deutschlands startet er seine ungewöhnliche Reise und gastiert in jedem Bundland, für einen Ein-Tages- Job als Imbissgehilfe.

Man sollte meinen, dass jemand über die Jahre als Serienimbisswirt einige Erfahrung gesammelt hat, dem ist aber nicht so.

Als völlig unerfahrener blutiger Neuling startet er sein Pommesabenteur.
Es erinnert an die ersten Tage eines eingeschüchterten Azubis, doch tapfer kämpft er sich durch alle Absurditäten des Arbeitsalltages.

Das Buch liest sich wunderbar flüssig, sein Schreibstil kommt einem lockeren Gespräch mit Herrn Olsen gleich, mit dem man am Tresen steht.

“Meine Reise ins Herz der Imbissbude” so betitelt er selbst seinen Reisebericht.

Es lieber eine Reise ins Herz der Menschen heißen.
Hier stehen nicht der allgemeine Arbeitsalltag im Vordergrund, sondern die Besitzer und deren Gäste.
Schnell rutscht man immer tiefer in deren Leben, Sorgen, Wünsche und Hoffnungen.

Ich habe mich dabei selbst ertappt, wie ich mir absichtlich beim lesen des Buches Zeit gelassen habe, damit es nicht so schnell zu vorbei ist.

Dieses Buch kann ich allen Lesern nur ans Herz legen, die keine Lust auf hohe Literatur verspüren, sondern sich zurücklehnen möchten um von Herrn Olsen unterhalten zu werden.
Das schöne an dem Buch ist, das die Personen keine fiktiven Gestalten sind, sondern wirklich in diesem Land herumlaufen.

Einige möchte man am liebsten sofort treffen und andere lieber nicht.
Gerade das macht dieses Buch so lesenswert.

Herr Olsen bindet die einzelnen Dialekte auch wunderbar in den Kapiteln ein, so erhält man nebenher noch kostenlos einige Sprachkurse.

Als Manko empfand ich beim lesen des Fritten Humboldt, dass die Kapitel sehr abrupt enden.
Leider gibt es kein sanftes ausgleiten aus den Lebensgeschichten der Menschen.

Ein weiterer Nachteil ist:

Man bekommt mit der Zeit einen regelrechten Heißhunger auf Pommes / Currywurst, dem ich nicht lange standhalten konnte.

Gute Unterhaltung beim Lesen
Euer Ecki

eckiswelt.blogspot.com

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von ChrischiD aus NRW am 12.04.2010 ***** ausgezeichnet
Ich muss ehrlich sagen, ich habe diesem Buch zunächst skeptisch gegenüber gestanden, denn die Leseprobe, die ich gelesen hatte war zwar recht witzig, jedoch hatte ich die Befürchtung, dass irgendwann nichts Neues mehr kommen würde und sich die Erlebnisse irgendwann wiederholen würden. Froh war ich daher, als ich dieses Buch gewonnen habe und mir somit eine Gesamtmeinung bilden konnte, welche ich im folgenden darlegen werde.

Aufgeteilt ist das Buch in 16 Kapitel, welche sich je einer Imbissbude widmen. Jon Flemming Olsen hat in jeder dieser Imbissbuden ein eintägiges Praktikum absolviert und berichtet nun über seine Erlebnisse, aber vor allem auch über die Menschen, die er auf seiner Reise kennen gelernt hat, seien es nun die Besitzer, die Angestellten oder auch die Kundschaft.

Sehr authentisch kommt die ganze Sache vor allem dadurch herüber, da Olsen immer wieder die Mundart einfängt, welche bestimmte Bereiche Deutschlands einfach kennzeichnen. So hat man zwar hin und wieder Schwierigkeiten beim Lesen und beim Verstehen, jedoch kann man sich dadurch auch viel besser in die Situationen hineinversetzen und bekommt ein noch besseres Bild der Menschen, denen er begegnet ist.

Man könnte meinen Imbissbude sei gleich Imbissbude, weshalb ich auch zu meiner Skepsis kam, dass sich irgendwann alles wiederholt. Im Laufe des Buches habe ich jedoch gemerkt, dass dem ganz und gar nicht so ist. Zwar ist der Grundablauf überall derselbe, aber darum geht es in diesem Buch nicht. Es geht darum die Personen hinter der Arbeit zu sehen und diese sind alle von Grund auf verschieden, somit sind auch die Geschichten, die Olsen erlebt alles andere als einheitlich. Es gibt oft viel zu lachen, aber genauso oft auch Momente, in denen man sehr nachdenklich wird, wenn man über manche Erlebnisse liest.

Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen, denn die richtige Brise Charme und Witz ist auch in die manchmal recht ernsten Geschichten hinein geflossen, so dass man zwar den Ernst der Lage erkennt, die Stimmung sich aber nicht trübt und man dadurch weiterhin Lust hat zu lesen wie es mit anderen Menschen in anderen Städten weiter geht.

Ich weiß nicht, ob ein solches Buch wirklich jedem zu empfehlen ist. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen und meine erste Vermutung glücklicherweise nicht bestätigt, aber natürlich kann es auch sein, dass es dem ein oder anderen einfach zu langweilig oder absurd erscheint.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Der Fritten-Humboldt - Meine Reise ins Herz der Imbissbude (eBook)" von Jon Flemming Olsen ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop
Mehr von