Artikelseite zu "Werner von Blomberg - Hitlers erster Feldmarschall" Drucken

Kirstin A. Schäfer 

Werner von Blomberg - Hitlers erster Feldmarschall

Werner von Blomberg - Hitlers erster Feldmarschall - Schäfer, Kirstin A.

Eine Biographie

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 32,90
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 32 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Produktinformation
  • Verlag: Schöningh
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 291 S., 16 Fototaf.
  • Seitenzahl: 304
  • Deutsch
  • Abmessung: 239mm x 167mm x 32mm
  • Gewicht: 657g
  • ISBN-13: 9783506713919
  • ISBN-10: 3506713914
  • Best.Nr.: 13479776

Leseprobe zu "Werner von Blomberg - Hitlers erster Feldmarschall"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Werner von Blomberg - Hitlers erster Feldmarschall" von "Schäfer, Kirstin A." zu blättern!

Produktbeschreibung zu "Werner von Blomberg - Hitlers erster Feldmarschall"

Beschreibung

Werner von Blomberg, 1936 von Hitler noch vor Göring zum ersten Generalfeldmarschall des Dritten Reiches ernannt, ist in der historisches Erinne-rung merkwürdig blaß geblieben, obwohl er doch als Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht seit 1935 die Integration der neuen Wehrmacht in das Herrschaftssystem des Nationalsozialismus an vorderster Stelle mitgestaltet hat. Blomberg haftet bis heute vor allem der Skandal an, der in der Doppelkrise der sog. Blomberg-Fritzsch-Affäre zu seiner abrupten Entlassung am 4. Februar 1938 führte: der Skandal um »den Marschall und die Hure«, um seine Mesalliance mit einer Frau, die er erst Wochen zuvor in zweiter Ehe geheiratet hatte, und die, wie sich dann herausstellte, in den Akten der Polizei als Prostituierte geführt wurde. Kirstin A. Schäfer legt nun die erste Biographie Blombergs vor. Sie zeigt den Mann, der schon 1934 nach Hindenburgs Tod die Vereidigung der Reichswehr auf die Person Hitlers durchgesetzt hat, in all seiner Widersprüchlichkeit zwischen militärischer Tradition, militärisch-politischem Gestaltungswillen und grenzenloser Verehrung Hitlers.

06.09.2007

Gummilöwe mit Feldmarschallin
Wie Werner von Blomberg die Wehrmacht an Hitler auslieferte

Manche hohe Offiziere nannten ihn hinter vorgehaltener Hand "Gummilöwe", weil er zwar optisch eine beeindruckende Gestalt abgab, in der Sache aber immer "einklappte", wenn es darum ging, die Interessen der Wehrmacht und vor allem des Heeres gegen die "nationalsozialistische Revolution" zu verteidigen. Kirstin A. Schäfer schildert nun Werner von Blombergs Aufstieg und Fall. Blomberg gehört in der Weimarer Republik zu den Gegnern der Schlieffen-Schule. Nicht im raumgreifenden Operieren sieht er das Heil, sondern in der positiven Annahme des industrialisierten Massenkrieges. Nicht irgendwelche Flügel stark zu machen bringe den Sieg im nächsten Krieg, sondern die richtige Moral der Truppe. Das schafft ihm in der Reichswehr wenig Freunde, denn Hans von Seeckt - bis Ende 1926 Chef der Heeresleitung - gehört zu den Schlieffen-Jüngern, und Blombergs Gönner Walther Reinhardt verliert schnell an Einfluss. Blomberg wird Chef der Heeresausbildungsabteilung, später Chef des Truppenamtes, also des getarnten Generalstabs des Heeres. Von dort aber wird er …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

06.09.2007

Zufrieden zeigt sich Winfried Heinemann mit Kirstin A. Schäfers Arbeit über Werner von Blomberg, Hitlers ersten Feldmarschall. Interessiert verfolgt er die Schilderung von Blombergs Aufstieg und Fall. Dabei macht die Autorin seines Erachtens deutlich, wie eifrig der 1933 zum Reichswehrminister gekürte General seiner Aufgabe nachging, Hitler die Wehrmacht unterzuordnen und sie zur tragenden Säule des Regimes zu machen. Auch Umstände und Gründe von Blombergs Demission Anfang 1938 kann sie in Heinemanns Augen überzeugend klären. Er unterstreicht, dass sich Schäfer als erste auf Blombergs zwischen 1945 und 1946 in der Nürnberger Haft entstandenen Memoiren stützen konnte. Hier hätte er sich allerdings bisweilen etwas mehr "kritische Distanz" zur Quelle gewünscht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Kirstin A. Schäfer"

Kirstin Anne Schäfer, Dr. phil., geb. 1973, ist z.Z. Stipendiatin des Deutschen Historischen Institutes in London. Sie bereitet ein Buch über den britischen Militärkult in der viktorianischen Ära vor.

nach oben