Liverpool Street - Voorhoeve, Anne Ch.

Anne Ch. Voorhoeve 

Liverpool Street

Ausgezeichnet mit dem Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle 2008

Broschiertes Buch
 
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Liverpool Street

Franziska ist 11 Jahre alt, als sie mit dem Kindertransport ihre Heimatstadt Berlin verlässt. In London findet sie ein neues Zuhause bei einer jüdisch-orthodoxen Familie. Im Rückblick erzählt sie von Krieg und Entfremdung, von Trennung und Neuanfang.


Produktinformation

  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 576 S.
  • Seitenzahl: 576
  • Ravensburger Taschenbücher Bd.58296
  • Best.Nr. des Verlages: 2014021
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 297mm x 210mm x 40mm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783473582969
  • ISBN-10: 3473582964
  • Best.Nr.: 25030009
Es gibt unzählige Bücher für Kinder und Jugendliche zum Holocaust, kein Blickwinkel blieb unbeleuchtet und doch finden sich immer wieder neue Geschichten, die die Leser in besonderer Weise fesseln. Ziska Mangold bleibt vieles erspart, was andere jüdische Kinder erleiden mussten, und vielleicht gerade deshalb, weil sie scheinbar Glück hatte, ist ihr Bericht für die Leser so eindrücklich, dass sie Ziska für immer mit in ihr eigenes Leben nehmen. Das kleine Mädchen, sie ist gerade elf Jahre alt, reist 1939 mit einem fast ganz normalen Zug nach England und doch ist gar nichts in Ordnung. Ziska wollte nicht verreisen und schon gar nicht ohne ihre Eltern und ohne ihre Freundin Bekka. Sie findet es gemein, dass sie ganz allein und sogar statt Bekka, die so gerne nach England wollte, weggeschickt wird in ein Land, wo sie niemanden kennt und sich zunächst absolut allein und unglücklich fühlt. Niemand kann dieses Buch heute lesen ohne das Wissen, was Ziska erspart blieb: die Viehtransporte in den Osten, in die KZs, in denen diejenigen, die nicht nach England reisen durften, ermordet wurden. Aber Ziska weiß davon noch nichts, sie erlebt ihre Rettung als Zumutung und begreift erst ganz langsam, dass wohlbehütet zu sein keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Frieden ganz leicht verloren gehen kann und dass ein Zuhause zu haben vor allem mit der Fähigkeit zu tun hat, die Menschen, die dabei helfen können, es zu finden, zu erkennen. Das alles hat viel mit Wahrnehmung zu tun und damit, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ziska muss das mühsam lernen, aber dieser Lernprozess ist eine Chance für sie selbst und für die Leser ihrer Entwicklungsgeschichte. Glück zu haben, ist eine Verantwortung für Ziska und für ihre Leser. Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)

Es gibt unzählige Bücher für Kinder und Jugendliche zum Holocaust, kein Blickwinkel blieb unbeleuchtet und doch finden sich immer wieder neue Geschichten, die die Leser in besonderer Weise fesseln. Ziska Mangold bleibt vieles erspart, was andere jüdische Kinder erleiden mussten, und vielleicht gerade deshalb, weil sie scheinbar Glück hatte, ist ihr Bericht für die Leser so eindrücklich, dass sie Ziska für immer mit in ihr eigenes Leben nehmen. Das kleine Mädchen, sie ist gerade elf Jahre alt, reist 1939 mit einem fast ganz normalen Zug nach England und doch ist gar nichts in Ordnung. Ziska wollte nicht verreisen und schon gar nicht ohne ihre Eltern und ohne ihre Freundin Bekka. Sie findet es gemein, dass sie ganz allein und sogar statt Bekka, die so gerne nach England wollte, weggeschickt wird in ein Land, wo sie niemanden kennt und sich zunächst absolut allein und unglücklich fühlt. Niemand kann dieses Buch heute lesen ohne das Wissen, was Ziska erspart blieb: die Viehtransporte in den Osten, in die KZs, in denen diejenigen, die nicht nach England reisen durften, ermordet wurden. Aber Ziska weiß davon noch nichts, sie erlebt ihre Rettung als Zumutung und begreift erst ganz langsam, dass wohlbehütet zu sein keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Frieden ganz leicht verloren gehen kann und dass ein Zuhause zu haben vor allem mit der Fähigkeit zu tun hat, die Menschen, die dabei helfen können, es zu finden, zu erkennen. Das alles hat viel mit Wahrnehmung zu tun und damit, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ziska muss das mühsam lernen, aber dieser Lernprozess ist eine Chance für sie selbst und für die Leser ihrer Entwicklungsgeschichte. Glück zu haben, ist eine Verantwortung für Ziska und für ihre Leser. Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)
Anne C. Voorhoeve, geboren am 19. Dezember 1963, schrieb ihre erste Geschichte mit sechs Jahren.

Sie studierte nach der Schule Politikwissenschaft, Amerikanistik und Alte Geschichte in Mainz und arbeitete unter anderem als Assistentin an der University of Maryland, als Verlagslektorin, Drehbuchautorin und in der Öffentlichkeitsarbeit eines evangelischen Klosters.

Anne C. Voorhoeve interessiert sich besonders dafür, jüngste Geschichte für ihre Leser erlebbar zu machen. Die TV-Berichte zum zehnten Jahrestag des Mauerfalls bewogen sie zum Beispiel dazu, ihr erstes Jugendbuch "Lilly unter den Linden" zu schreiben. Im Juli 2004 erschien der Roman im Ravensburger Buchverlag und verschaffte der Autorin große Aufmerksamkeit.

Auch Anne C. Voorhoeves weitere Romane "Liverpool Street" und "Einundzwanzigster Juli" setzen sich mit historischen Themen der Gegenwart auseinander und sind bei Lesern und Kritikern gleichermaßen hoch anerkannt. Für "Liverpool Street" erhielt sie 2008 den Buxtehuder Bullen.

Anne C. Voorhoeve lebt in Berlin.

Kundenbewertungen zu "Liverpool Street" von "Anne Ch. Voorhoeve"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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(5)
***** sehr gut
 
(1)
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***** weniger gut
***** schlecht
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Bewertung von Marie aus Koenigswinter am 29.05.2011 ***** ausgezeichnet
Ziska ist 11, lebt in Berlin und wird von Nationalsozialisten verfolgt, da sie jüdischer Herkunft ist. Kurz vor Kriegsbeginn wird Ziska nach London geschickt, wo sie in eine Notunterkunft und von da aus in ihre neue Pflegefamilie gelangt. ANfängliche Probleme machen es ihr in ihrer neuen Heimat sehr schwer, aber mit der Hilfe ihrer Freunde lebt sie sich ein. Erst nach dem Krieg gibt es für Ziska die Möglichkeit ihre Mutter zu sehen, aber möchte sie das überhaupt noch?
Liverpool Street ist eines meiner Lieblingsbücher. Ich finde den Schreibstil sehr gut, da er einen durch alle erdenklichen Emotionen gehen lässt. Auch die Geschichte bringt einen zum Lachen, Weinen oder Nachdenken. Bis zum Ende fesselt die Autorin einen geschickt, sodass man immer weiterlesen möchte.

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Bewertung von engelchen aus Burg am 29.10.2010 ***** ausgezeichnet
Ich stelle das Buch Liverpool Street von Anne C. Voorhoeve vor. Als Franziska Mangold reist ein 11-jähriges Mädchen am Anfang des 2. Weltkrieges aus Berlin in einem Kindertransport für jüdische Kinder nach England. Dort lebt sie in einer Pflegefamilie, die auch jüdisch ist und ihr zeigt, dass es kein Fluch ist jüdisch zu sein. Denn genauso empfindet Franziska als sie als einzige aus ihrer Familie aus Deutschland flieht. In England erhält sie einen neuen Namen: Frances Shepard Mangold und mit diesem Namen entwickelt sie auch eine neue Identität. Im weiteren Verlauf des Krieges muss sie noch mehrmals fliehen und erhält auf jeder Station ihrer Flucht einen anderen Namen. Diese ermöglichen ihr immer neue ICH-Perspektiven. Durch den Verlust mehrerer geliebter Menschen lernt sie viel dazu. Aus ihrer gewohnten sowie alten Umgebung sind mehrere Menschen plötzlich verschwunden. Ob sie untergetaucht oder tot sind, steht nicht fest. Durch schicksalshafte Figuren findet sie einige dieser Menschen wieder. Bei anderen Personen die nicht so viel Glück hatten, muss sie schließlich durch Nachforschungen feststellen, dass diese tot sind. So erfährt sie zum Beispiel, dass ihr geliebter Vater im KZ Sachsenhausen ums Leben kam. Immer wieder baut Franziska sich in den neuen Umgebungen ein neues Leben auf und jedes Mal wird ihre Mühe durch Schicksalsschläge zunichte gemacht.
Mir gefällt dieses Buch sehr gut, weil es anschaulich anhand eines Einzelschicksales über den 2. Weltkrieg und die Judenverfolgung berichtet. Dieses Thema ist nicht frei erfunden und meiner Meinung nach sollte jeder darüber Bescheid wissen. Ich würde es hauptsächlich Mädchen ab 12 Jahren empfehlen.

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Bewertung von Melli aus Frankfurt am 03.06.2010 ***** ausgezeichnet
Das Buch Liverpoolstreet von Anne Ch. Voorhoeve handelt von einem elfjährigen Mädchen namens Franziska Mangold.Desen Geschichte sich damals in wirklichkeit in der Hitlerzeit abgespielt hat.Doch alle nennen sie Ziska.Ziskas Familie stamt hauptsächlich von Juden ab,deswegen wird Ziska von der Schule geworfen,muss jeden Tag eine Stunde früher aufstehen um zur Jüdischenschule zu fahren und sie wird von Richards Gruppe immer verprügelt.Einestages erzählt Becka (Ihre beste Freundin)ihr das sie einen Platz im Kindertransport ergattert hat.Als ihre Eltern davon hören, will Margot(Ihre Mutter)ihr aus dem Geld das sie eigentlich für die fahrt nach Changhei gespart haben Ziska auch einen Platz im Kindertransport ergattern.Das gefällt Ziska gar nicht.Dann bekommt sie(Ziska)denn Platz anstelle ihrer Freundin Becka im Kindertransport,das zu Streit zwischen den beiden führt......Ziska ist ein liebes Mädchen das neidisch auf die schönheit und den Mut ihrer besten Freundin Becka ist.Und nicht sehr hilfreich ist um Pläne gegen Richard und seine Bande zuschmieden, sie ist aber eine sehr gute rennerin,Freundin die sehr gemocht wird.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen,weil man alles genau beschrieben hat,weil es spanend war und sehr traurieg zugleich.Ich empfehle es besonders Kindern die was über die Hitlerzeit erfahren wollen,sich dafür interesieren und spannende Bücher lieben.

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Bewertung von lilli aus Köln am 14.05.2010 ***** ausgezeichnet
Die 11jährige ziska lebt mit ihrer jüdischen familie in Neukölln.Dort lebt sie glücklich,bis Hitler an die Macht kommt!Das verändert ihr ganzes Leben.
Ihr Vater wird in ein Judenlager gebracht.Da entscheidet Ziskas Mutter das sie kurzerhand
nach England zu einer Gastfamilie soll.
In England wartet sie lange,bis sie wie zufällig
die perfekte gastfamilie findet.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es
sehr interessant ist und man sich gut hineinversetzen kann.Ich empfehle
das Buch gerne weiter weil es für jedes
Kind eine Freude ist es zu lesen.

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Bewertung von ajax aus Nürnberg am 02.05.2010 ***** ausgezeichnet
Als mir meine Mutter dieses Buch mitbrachte, dachte ich zuerst, dass es mir sicher nicht gefallen wird, weil mir das Thema - Leben im 3. Reich - zu grausam erschien. Gott sei Dank habe ich mich trotzdem herangetraut und es wirklich nicht bereut. Es geht um das 11jährige jüdische Mädchen Ziska, das wegen ihrer Herkunft aus ihrem ganz normalen Leben herausgerissen wird. Zuerst versteht sie die Welt nicht mehr, da sie doch eigentlich nicht auch nicht anders als ihre "deutschen" Altersgenossen ist. Ziska hat das Glück, mit einem Kindertransport nach England geschickt zu werden, wo sie in einer netten Gastfamilie aufgenommen wird. Hier muss sie mit der Trennung von ihren Eltern fertig werden, mit der Angst um ihre ferne Familie und ihre Freunde, die in Deutschland zurückbleiben mussten. Außerdem lernt sie in London durch ihre Gastfamilie den jüdischen Glauben kennen, von dem sie bis dahin nichts wusste, was auch zu allerhand Verwicklungen führt.
Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen, da es sehr realistisch ist und man dadurch einen guten Eindruck von dieser schlimmen Zeit bekommt, ohne dass die Greueltaten zum Hauptthema werden müssen. Man kann mit Ziska und ihren Freunden lachen und weinen. Dieses Buch müsst ihr unbedingt lesen!

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Bewertung von Juli8 aus Hamburg am 23.04.2010 ***** sehr gut
In dem Buch Liverpool Street geht es um ein jüdisches Mädchen, namens Ziska, dass im zweiten Weltkrieg per Kindertransport nach London gelangt. Dort soll sie fernab des Krieges in einer Gastfamilie unterkommen. Ihre Eltern sind noch in Berlin, genazso wie ihre ebenfalls jüdische Freundin. Aber auch nach England kommt irgendwann der Krieg, sodass Ziska den Krieg hautnah erleben muss. Nach Kriegsende trifft sie ihre völlig veränderte Mutter, die in einem Konzentrationslager war. Doch Ziska entscheidet sich für ein Leben in England und gründet dort auch eine Familie.
Mir gefiel das Buch gut, ich würde es weiter empfehlen. Das Kriegsleben ist sehr real beschrieben.

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