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Halbmond und Hakenkreuz
Das Dritte Reich, die Araber und Palästina
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
- 2006
- Ausstattung/Bilder: 2006. 287 S. m. 13 Fotos u. 1 Übers.-Kte.
- Seitenzahl: 287
- Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart Bd.8
- Deutsch
- Abmessung: 228mm x 154mm x 24mm
- Gewicht: 530g
- ISBN-13: 9783534197293
- ISBN-10: 3534197291
- Best.Nr.: 20851503
Produktbeschreibung zu "Halbmond und Hakenkreuz"
Beschreibung
01.12.2006
Teufelspakt mit dem Mufti von Jerusalem
Das "Dritte Reich" wollte 1941 die Judenverfolgung
auf den östlichen Mittelmeerraum ausdehnen
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war Palästina eine schwach
besiedelte osmanische Provinz mit weniger als einer halben Million
Menschen. Die große Mehrheit bildeten ethnische Araber, von denen
die meisten sunnitische Muslime waren. Als kleinere
Bevölkerungsgruppen lebten dort arabische Christen und etwa 25000
sephardische Juden. Daß der Anteil der jüdischen Bevölkerung seit
den 1880er Jahren kontinuierlich anstieg und es nach dem Zweiten
Weltkrieg schließlich zur Gründung des Staates Israel kam, hing mit
dem europäischen Antisemitismus, der Auflösung des Osmanischen
Reiches und dem nationalsozialistischen Massenmord an den Juden
zusammen. Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers beschreiben auf
breiter Aktenbasis, wie die Juden in der Vorgeschichte und während
des Zweiten Weltkriegs infolge der "Nähe zwischen
Nationalsozialismus und der arabischen Welt" in eine doppelte,
ihre Existenz bedrohende Frontstellung gerieten.
Der erste Einwanderungsschub noch vor 1914 war auf die Pogrome in
Rußland …
31.08.2006
Überaus gelungen erscheint Frank Bajohr diese Studie zur Verbindung
zwischen Nationalsozialisten und arabischen Nationalisten.
Gründlich und strukturiert untersuchen Klaus-Michael Mallmann und
Martin Cüppers demnach, wie der gemeinsame Antisemitismus beide
Gruppierungen verband und nur die außenpolitische Vernachlässigung
des Nahen Ostens durch Hitler eine engere Zusammenarbeit
verhinderte. Die vielen Beispiele und die üppige Quellenlage lassen
diese gegen Francis Nicosias Auffassung von der "ideologischen
Inkompatibilität" gerichtete These dem Rezensenten sehr
plausibel erscheinen. Bajohr hält es aufgrund der Ergebnisse sogar
für angebracht, die "traditionelle deutsch-arabische
Freundschaft" einmal auf ihre eventuell unrühmlichen Ursprünge
hin zu untersuchen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Klaus-Michael Mallmann; Martin Cüppers"
Prof. Dr. Klaus-Michael Mallmann, geb. 1948, seit 2001 wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart.






















