Das Buch "Danebrog gegen Hakenkreuz" gibt dem an Dänemark
und an Geschichte interessierten Leser einen Überblick über den
dänischen Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht, der aus
der Bevölkerung heraus geleistet wurde. Dabei gilt die
Aufmerksamkeit des Autors vor allem den jungen Menschen, die sich
für Freiheit und Demokratie und gegen die Besetzung und
Fremdbestimmung ihres Landes einsetzten, lenkt der Autor seinen
Blick. Damit widmet sich die Publikation einem wichtigen Aspekt im
Verhältnis der beiden Nachbarländer. Denn während aus Sicht der
meisten Deutschen das deutsch-dänische Verhältnis inzwischen von
Tourismus und idealer Nachbarschaft geprägt ist, existiert in der
dänischen Landespsyche durchaus noch Angst vor dem Nachbarn im
Süden, der nicht nur größer und bevölkerungsreicher ist, sondern
zudem noch in den letzten drei Kriegen Dänemarks dessen Gegner war.
Über Ereignisse in Dänemark während des Zweiten Weltkrieges ist in
Deutschland bisher nur wenig bekannt. Wer verstehen will, wie tief
das Trauma der Besetzung eines Landes sitzt, das von den Deutschen
lediglich als Nebenschauplatz wahrgenommen wurde, findet in
"Danebrog gegen Hakenkreuz" gut recherchierten und
verständlich dargelegten Lesestoff.
Ausstattung/Bilder: 2011. 400 S. m. zahlr. Abb. 240 mm
Seitenzahl: 368
Deutsch
Abmessung: 249mm x 179mm x 29mm
Gewicht: 810g
ISBN-13: 9783529028175
ISBN-10: 3529028177
Best.Nr.: 33709755
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Rezensent Martin Kröger wähnt sich in einem Agententhriller. Matthias Baths Untersuchung ist allerdings ein vollkommen realer Teil dänischer und auch deutscher Geschichte: Die Rolle des dänischen Widerstands im Kampf gegen Hitler - bei uns eher wenig bekannt. Diesem Umstand wirkt der Autor laut Kröger mittels umfangreicher Literatursichtung und -aufbereitung entgegen, indem er nicht die sogenannte Musterbesatzung der Deutschen in den Mittelpunkt stellt, sondern die widerständische dänische Bevölkerung und ihre von Geheimdiensten unterstützten Sabotageakte.
Matthias Bath, geb.1956, 1975 Abitur, 1976-79 in der DDR als Fluchthelfer inhaftiert, ab 1979 Studium der Rechtswissenschaft und Geschichte an der Freien Universität Berlin, 1985-87 juristischer Vorbereitungsdienst, seit 1988 im Justizdienst des Landes Berlin, 1989 Promotion, von 1992 bis 2000 als Staatsanwalt Mitwirkung an der juristischen Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.