Der Besuch der alten Dame - Dürrenmatt, Friedrich

Friedrich Dürrenmatt 

Der Besuch der alten Dame

Eine tragische Komödie. Neufassung 1980

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Der Besuch der alten Dame

Claire Zachanassian, amerikanische Multimillionärin, kehrt in ihr Heimatdorf Güllen zurück, um sich zu rächen.

Im kleinen Städchen Güllen schwängerte vor vierzig Jahren Alfred Ill Kläri Wäscher, die er dann sitzen ließ. Mittlerweile ist aus Kläri Wäscher die Multimillionärin Claire Zachanassian geworden. Als solche erscheint sie jetzt wieder in Güllen, um sich zu rächen. Sie bietet der Stadt 1 Milliarde, falls jemand Alfred tötet... Eine spannende und fesselnde Handlung, die ein Bildnis für die menschlichen Laster Korruption, Versuchung und Gier ist.

Produktinformation


  • Verlag: DIOGENES
  • 1998
  • 1998.
  • Ausstattung/Bilder: 155 S.
  • detebe Diogenes Taschenbücher Nr.23045
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 116mm x 17mm
  • Gewicht: 184g
  • ISBN-13: 9783257230451
  • ISBN-10: 3257230451
  • Best.Nr.: 07386693
"Eines der anregendesten und fesselndsten aller Stücke, die seit dem Zweiten Weltkrieg geschrieben worden sind." The New York Times

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.12.2009

Auch Mord lässt sich kaufen
Manche Menschen bringen es im Ausland zu Ruhm und Reichtum, der ihnen zu Hause nie möglich gewesen wäre. Claire Zachanassian ist so ein Mensch. Reich geworden durch die Ehe mit einem Ölmilliardär, kehrt sie in hohem Alter in ihren Heimatort zurück. Güllen ist ein verarmtes kleines Städtchen, die Bürger verschuldet, es gibt nichts, das man noch pfänden könnte. Die Ankunft der reichen Mitbürgerin weckt deshalb große Hoffnungen und tatsächlich: Zachanassian verspricht eine Milliarde – eine Hälfte für die Stadt, die andere gleichmäßig aufzuteilen unter den Bürgern. Doch die alte Dame verlangt im Gegenzug einen Mord: Der Krämer Alfred Ill, in jungen Jahren ihr Geliebter, soll büßen, weil er sie einst hintergangen hatte. „Man kann alles kaufen, auch die Gerechtigkeit”, glaubt Zachanassian – und auch wenn die Gemeinde ihr Ansinnen erst entrüstet zurückweist; an den vielen neuen Dingen, die seine Nachbarn plötzlich auf Pump kaufen, erkennt Ill, dass sein Leben zu Ende geht.
Schlussendlich hat die alte Dame ihren Willen und Ill einen hübschen Sarg. Und die Stadt und ihre Bürger? Sie genießen den neuen Wohlstand ohne …

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Ein unmoralisches Angebot Es ist wahrlich keine nette alte Dame, die Friedrich Dürrenmatt in seinem wohl berühmtesten Drama im verlotterten Provinzkaff Güllen aussteigen lässt. Nein, die steinreiche Claire Zachanassian hat es faustdick hinter den Ohren. Den unterwürfigen Speichelleckern des heruntergewirtschafteten Städtchens macht sie ein unmoralisches Angebot: Im Austausch für eine Finanzspritze von einer Milliarde fordert sie den Tod ihres früheren Liebhabers Alfred Ill. Die anfängliche Entrüstung der Bewohner entpuppt sich rasch als überzogen - sie beginnen Gefallen an der heimtückischen Versuchung zu finden, die sich hinter die biedere, frömmelnde, humanistisch angehauchte Bürgerfassade geschlichen hat. Mehr und mehr verwandeln sich die Straßen von Güllen für Alfred Ill in ein heißes Pflaster. Die Konjunktur rauscht durch Ills Heimatstädtchen, und wie der alles fressende Moloch fordert sie ein Menschenopfer: sein Leben. Der Schweizer Dramatiker Friedrich Dürrenmatt, der in der "tragischen Komödie" seine ideale Ausdrucksform fand, lieferte mit dem Besuch der alten Dame eine groteske, rabenschwarze und beim Publikum höchst erfolgreiche Abrechnung mit der Scheinmoral des Bürgertums und den Verlockungen des Wirtschaftswunders. Amüsant, tiefgründig, genial.
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Friedrich Dürrenmatt wurde 1921 in Konolfingen bei Bern als Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte Philosophie in Bern und Zürich und lebte danach als Schriftsteller in Neuchâtel, wo er 1990 starb. Bekannt wurde er mit seinen Kriminalromanen und Erzählungen 'Der Richter und sein Henker', 'Der Verdacht', 'Die Panne' und 'Das Versprechen', weltberühmt mit den Komödien 'Der Besuch der alten Dame' und 'Die Physiker'. Den Abschluß seines umfassenden Werks schuf er mit den 'Stoffen', worin er Autobiographisches mit Essayistischem verband.

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Kundenbewertungen zu "Der Besuch der alten Dame" von "Friedrich Dürrenmatt"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.7 von 5 Sterne bei 12 Bewertungen **** sehr gut
(aus 12 Bewertungen)
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Bewertung von Hoppel aus Seesen am 27.12.2011 ***** gut
Ist ein interesantes Buch, was meine Tochter für die Schule lesen muß.

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Bewertung von Cherry am 06.12.2011 ***** schlecht
Ich kann nicht nachvollziehen dass dieses Buch hier anscheinend so beliebt ist.
Ich persönlich fand es doch sehr langweilig. Wir haben es in der Schule gelesen.
Trotzdem ist es nicht besonders schwer es zu lesen, weil es nicht so viel Text gibt und zwischendurch immer große Abstände sind - eben ein Theaterstück.
Es geht darum, dass die "alte Dame", Claire, in ihre Heimatstadt zurück kommt. Diese Stadt ist total pleite und die Menschen die dort wohnen, verzweifelt. Sie erhoffen sich durch den Besuch der Dame, Geld von ihr zu bekommen, da sie reich ist. Die Dame, ist dazu bereit, unter einer Bedingung: Die Bewohner sollen ihren einst geliebten Exfreund töten, der sie damals verraten hat. Viel mehr passiert auch nicht, es geht darum, wie sich die Bürger verhalten und der Exfreund, Ill. Der Schluss wird noch nicht verraten, wobei ich denke, dass er offensichtlich ist.
Mein Geschmack ist es nicht, aber es gibt sicher Leute, dennen dieses Buch gefallen könnte. Wer die Richtung Theaterliteratur mag, sollte dieses Buch auch mögen. Für Fantasy-Liebhaber und Co. ist dieses Buch aber ganz sicher nichts.

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Bewertung von MaLu aus Gebesee am 22.10.2010 ***** ausgezeichnet
Die beschauliche Kleinstadt Güllen, ein heruntergekommener Ort, in dem ein jeder den anderen leben lässt, wie es ihm beliebt. Bis zu dem Tag, als eine ehemalige Bewohnerin der Stadt wieder dort auftaucht - Claire Zachanassian, einst Klara Wäscher. Diese bietet der Stadt eine Milliarde, wenn jemand ihren ehemaligen Geliebten Alfred Ill tötet, da dieser Claire damals geschwängert und anschließend sitzen gelassen hat. Ein Kampf um Moral beginnt, die Stadtbewohner sind sich unschlüssig. Jedoch manipuliert Claire die Bewohner geschickt und Alfred Ill kann seinem Schicksal nicht entrinnen, als alles sich gegen ihn wendet und die Bewohner sich aufmachen ihn zu töten.
Das Drama um den Kampf innerhalb jedes einzelnen Menschen macht die Geschichte erst richtig spannend. Jeder ist vom Anblick des Geldes so fasziniert, das sich in ihm der unmoralische Gedanke breit macht Alfred Ill zu töten. Die Tatsache, dass dieser Gedanke sieht, zeigt, dass mit Geld einiges zu erreichen ist, sogar der Tod eines anderen.

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Bewertung von Lola aus Gebesee am 13.10.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch der besuch der alten Dame geht es um ein kleines Dorf Namens Güllen, dass verarmt ist und Hilfe von der Multimillionärin und selbst ehemalige Güllnerin Claire Zachanassian erhält. Sie bietet dem Dorf eine Milliarde DM, damit einer Alfred Ill tötet, denn Ill hatte sie damals Schwanger sitzen gelassen. Das Dorf antwortete mit entsetzen, dass sie Ill nicht töten werden, aber nach einiger Zeit wurden die Eine Milliarde doch verlockend und die Menschen beannen sich immer seltsamer gegenüber Alfred Ill zu verhalten und Ill bekam durch dieses Verhalten allmählig Angst und aus Angst verhielt er sich seiner Familie gegenüber auch immer seltsamer, bis er merkte, dass es so nicht weitergeht und auf bitten seiner Familie weglaufen wollte, es aber dann doch nicht übers Herz brachte. An dem Tag, als der Bürgermeister, der Presse verkündete, die von dem Angebot auch erfahren hatte, das lll nicht getötet wird sollte es geschehen. Als die Presse gegangen war, bildeten sie eine Gasse und trieben Ill da rein. Dann schlossen sie die Gasse und kamen ihn immer näher bis er zusammenbrach und starb. In der Zeitung stand, dass er aus Freude an der Stiftung, die von Claires Geld eröffnet werden sollte einen Herzschlag erlitten und gestorben sein sollte. Zufrieden überreichte Claire Güllen das Geld und verschwand.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wurde immer spannender, und war auch sehr gut geschrieben. Es ist daher sehr empfehlenswert.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von elme aus Horb a.N. am 27.09.2010 ***** sehr gut
In einer armen Stadt Güllen lebte einst eine Frau namens Karla Wäsche(Claire Zachanassian), sie und Alfred ill waren damals noch ein liebespaar, doch eines Tages verließ Alfred sie wegen einer reicheren Frau. Was er aber nicht wusste war das Klara Wäscher von ihm schwanger war, da Alfred die Vaterschaft abstrit verließ sie die Stadt und wurde zur Milliardärin, der Bürgermeister von Gülle bat sie um 1 Milliarde. Aber sie hatte ein angebot und zwar sie bekämen das Geld wenn jemand Alfred ill tötet. Doch der Bürgermeister lehnte ihr Angebot ab.
Wird sie die Bewohner doch dazu bringen können Alfred zu töten???
Ich fand das buch spannend und auch gut geschriben, toll war das die Geschichte in Dialogform geschrieben ist.

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Bewertung von dschulie aus Lippstadt am 28.06.2010 ***** schlecht
Die beschauliche Kleinstadt Güllen, ein heruntergekommener Ort, in dem ein jeder den anderen leben lässt, wie es ihm beliebt. Bis zu dem Tag, als eine ehemalige Bewohnerin der Stadt wieder dort auftaucht - Claire Zachanassian, einst Klara Wäscher. Diese bietet der Stadt eine Milliarde, wenn jemand ihren ehemaligen Geliebten Alfred Ill tötet, da dieser Claire damals geschwängert und anschließend sitzen gelassen hat.
Ein Kampf um Moral beginnt, die Stadtbewohner sind sich unschlüssig.
Jedoch manipuliert Claire die Bewohner geschickt und Alfred Ill kann seinem Schicksal nicht entrinnen, als alles sich gegen ihn wendet und die Bewohner sich aufmachen ihn zu töten.
Das Drama um den Kampf innerhalb jedes einzelnen Menschen macht die Geschichte erst richtig spannend. Jeder ist vom Anblick des Geldes so fasziniert, das sich in ihm der unmoralische Gedanke breit macht Alfred Ill zu töten. Die Tatsache, dass dieser Gedanke sieht, zeigt, dass mit Geld einiges zu erreichen ist, sogar der Tod eines anderen.

1 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von zündapp fans aus Petershagen am 26.04.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch der besuch der alten Dame geht es um ein kleines Dorf Namens Güllen, dass verarmt ist und Hilfe von der Multimillionärin und selbst ehemalige Güllnerin Claire Zachanassian erhält. Sie bietet dem Dorf eine Milliarde DM, damit einer Alfred Ill tötet, denn Ill hatte sie damals Schwanger sitzen gelassen. Das Dorf antwortete mit entsetzen, dass sie Ill nicht töten werden, aber nach einiger Zeit wurden die Eine Milliarde doch verlockend und die Menschen beannen sich immer seltsamer gegenüber alfred Ill zu verhalten und Ill bekam durch dieses Verhalten allmählig Angst und aus Angst verhielt er sich seiner Familie gegenüber auch immer seltsamer, bis er merkte, dass es so nicht weitergeht und auf bitten seiner Familie weglaufen wollte, es aber dann doch nicht übers Herz brachte. An dem Tag, als der Bürgermeister, der Presse verkündete, die von dem Angebot auch erfahren hatte, das lll nicht getötet wird sollte es geschehen. Als die Presse gegangen war, bildeten sie eine Gasse und trieben Ill da rein. Dann schlossen sie die gasse und kamen ihn immer näher bis er zusammen brac und starb.In der zeitung stand, dass er aus freude an der Stiftung, die von Clai res geld eröffnet werden sollte einen Herzschlag erlitten und gestorben sein sollte.Zufrieden überreichte Claire Güllen das geld und verschwand.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wurde immer spanender, undwar auch sehr gut geschrieben. es ist daher sehr empfelenswert.

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Bewertung von strandmuschel aus Allgäu am 11.07.2009 ***** ausgezeichnet
Eines meiner Lieblingsbücher! Es gelingt Dürrenmatt auf beeindruckende Weise aufzuzeigen, wie wir Menschen "gestrickt" sind, wie sehr die Aussicht auf viel GELD unser moralisches Verhalten beeinflussen kann. Hochaktuell - gerade auch heute in Zeiten der Wirtschaftskrise

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Dem Autor für die Bewertung danken
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Bewertung von DarkLady am 10.03.2009 ***** ausgezeichnet
Ich fand das Buch toll.

0 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Polar aus Aachen am 23.10.2008 ***** weniger gut
Es gibt Stücke, die verlieren mit den Jahren seit ihrer Ur-Aufführung an Brisanz, ohne dass man sicher sein darf, dass sie diese zu anderen Zeiten wiederfinden werden. Der Besuch der alten Dame mit der klaren Frage nach der Moral ist so klar in Schwarz Weiß geschieden, dem Rachdurst einer gekränkten Frau, dem Gewinnstreben einer zuvor schockierten Gemeinschaft ausgeliefert, dass man sich in unseren Zeiten, die sich in unzählige Bilder, Gründe, in eine Vielzahl an Informationen aufsplittert, zwar nach einer so simplen Wahrheit sehnt, sie jedoch im eigenen Alltag nicht wieder zu finden glaubt. Zwar ist es verwerflich, was die alte Dame unter liberalem Blickwinkel fordert, doch macht das den männlichen Frevel, eine Frau zu schwängern und sitzen zu lassen nicht ungeschehen. Das Dorf hat sich schon viel früher schuldig gemacht und beweist nur einmal mehr, dass Moral nur solange eine Rolle spielt, wie sie nicht eingefordert wird. Nicht erst seitdem sich die Bewohner zum Mord berufen fühlen. Gräbt man tief genug in Dürrenmatts Stück so findet man sicher Manches, was sich aufzuführen lohnt. Doch verstaubt, gefangen im Turm der modernen Klassik, den benotbaren Analysen von Deutschlehrern zum Abschuss freigegeben bleibt es schon.

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