Andorra - Frisch, Max

Max Frisch 

Andorra

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  • Verlag: Suhrkamp
  • 1975
  • 1975.
  • Ausstattung/Bilder: 126 S.
  • Seitenzahl: 144
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.277
  • Best.Nr. des Verlages: 36777
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 109mm x 12mm
  • Gewicht: 100g
  • ISBN-13: 9783518367773
  • ISBN-10: 3518367773
  • Best.Nr.: 01024681
'"Andorra" ist eine der stärksten Herausforderungen, die seit Jahr und Tag von der deutschen Bühne ausgegangen sind.'
(Friedrich Torberg)

Das Modell Andorra Andorra ist bei Frisch ein fiktiver Staat, der an das ebenso fiktive Nachbarland der Schwarzen grenzt. Die Andorraner sind ein kleinbürgerliches, patriotisches, in Klischeevorstellungen verharrendes Volk, das sich vor einem möglichen Angriff der ihnen verhassten, weil überlegenen Schwarzen fürchtet. Die Schwarzen verfolgen alle Juden – und Andri wird von seinem Vater, einem Lehrer in Andorra, als ein vor den Schwarzen gerettetes Judenkind ausgegeben. Unter diesem Stigma und den Vorurteilen der Andorraner leidet Andris Selbstbewusstsein erheblich. Als seine leibliche Mutter erscheint – keine Jüdin, sondern eine Schwarze –, kann er die Wahrheit nicht anerkennen, da er sich tatsächlich schon als der Jude fühlt, als den ihn seine intoleranten Landsleute sehen. Wenig später fallen die Schwarzen in Andorra ein und die Bürger sehen während einer „Judenschau“ zu, wie der unschuldige Andri hingerichtet wird. Das 1961 uraufgeführte Bühnenstück von Max Frisch zeigt viele Parallelen zur Situation der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Auch dort war Antisemitismus weit verbreitet, und eine große Zahl aus Deutschland flüchtender Juden wurde an der Grenze abgewiesen. Frischs Andorra ist gleichwohl als Modell zu verstehen: Jedes Land kann zu einem Andorra werden. Das Stück war ein großer Erfolg und wurde auf allen wichtigen deutsprachigen Bühnen gespielt.
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Max Frisch, 15. Mai 1911- 4. April 1991, studierte Germanistik an der Universität Zürich (1930-34) und Architektur an der ETH Zürich (1936-40). Ab 1931 arbeitete er als Journalist, später als freier Schriftsteller. Seine zahlreichen Auslandsreisen führten ihn u.a. 1951/52 für einen längeren Aufenthalt in die USA. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem 1958 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1976 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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Durchschnittliche Kundenbewertung 4.8 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 8 Bewertungen)
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Bewertung von Annika aus Schwerin am 15.07.2011 ***** ausgezeichnet
Andri ist ein junger Mann, von dem sein Vater erzählt, dass Andri Jude wäre. Der Grund dafür ist, dass das Kind nicht von seiner Mutter, einer Bewohnerin Andorras ist. Damit das nicht auffällt, erzählt Andis vater, dass sie denn Jungen als Säugling aufgenommen haben. Als Andri älter wird,m uss er feststellen, dass die Andorraner Vorurteile gegen Juden haben. Der Tischler denkt z.B. dass sie alle faul wären. Dadurch kommt es natürlich öfter zu Konflikten, der sich nicht nur auf einzelne Personen beschränkt. Es kommt soweit, dass die Andorraner sich vor Schwarzen, so nennen die Andorraner alle Ausländer, verstecken und letzendlich verschleiern müssen. Die Schwarzen finden heraus, dass Andri kein Jude ist, sondern Sohn einer Schwarzen. Was jetzt wohl aus ihm wird? Auch wenn der Vater jetzt die Wahrheit erzählt, nützt es nicht mehr viel.
Auch wennAndorra ein Ort ist, den es gar nicht gibt, sieht man gleich, dass es sich um ein aktuelles Thema handelt. Ausgrenzung von Menschen, die anders sind. Das ist ein ganz interessantes Buch, auch wenn es sich nicht so ganz leicht lesen lässt.

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Bewertung von Daniel.Hubbe aus Bad Schönborn am 06.07.2011 ***** sehr gut
In diesem Buch geht es um ein Dorf, welches sich selbst als "unschuldiges, freies" Land sieht - Andorra. Der Junge ANDRI ist laut der Andorraner auf Grund seines Judentums ANDERS.
Das Nachbarland, wo die "Schwarzen" leben kommt immer mal wieder um alle Juden aus dem Land zu schaffen. Andri, der in Wirklichkeit gar kein Jude ist, wird verschleppt und ermordet. Keiner der Andorrander bis auf den Pater bekennen sich schuldig..
Obgleich alle Bürger schuldig sind, da sie Andri als "Juden" missachten und benachteiligen. Keiner leistet Widerstand gegen die Abführund Andris..
Das Buch hat mir mittelmäßig gefallen, weil es ganz spannend ist, bis zur Judenschau, aber ab dann nur noch an Spannung verliert..

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Bewertung von doro aus Rheinberg am 06.12.2010 ***** ausgezeichnet
Super Schullektüre für einen guten Preis!

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Bewertung von Jule aus Halle am 26.05.2010 ***** ausgezeichnet
Max Frisch beschreibt mit diesem Drama, seinem Klassiker "Andorra" eine Modellvorstellung und nicht den Stadtstadt in Südeuropa. Es ist eine erfundene Stadt, die aber auf jede zutreffen könnte. Protagonist Andri ist ein adoptiertes, jüdisches Kind, er hat Adoptiveltern und eine Adoptivschwester Barblin. Doch Andri hat es schwer mit seiner Herkunft, denn allerorts und von fast jedem EInwohner Andorras wird er gedemütigt und für minderwertig empfunden. Ständig versucht man, ihn in das Muster eines Judens hineinzuzwingen und jegliche Versuche auf seiten Andris sich zu intefrieren scheitern an den Vorurteilen der Bewohner. Im großen Finlale wird Andri ermordet, das eigentlich spannende dabei ist jedoch, wer nun daran die Schuld trägt. Waren es die Intrigen, die Vorurteile, die Lügen oder doch ganz spezielle Personen? Wer ist der Sündenbock? Dieser Frage stellen sich Andorras stolze Bürger...
Dieses Drama zerreist einen förmlich. DIe so gut geschilderten Qualen Andris, die Problematik an sich, all das macht das Drama zu einer blendenden Geschichte mit großer Aussagekraft. Auf jeden Fall im Unterricht zu empfehlen und auch, wennman ein Dramenfan ist!

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Bewertung von Irgendjemand aus Oldenburg am 21.05.2010 ***** ausgezeichnet
In diesem Roman, er spielt während des 2.Weltkrieges geht es um den 20 jährigne Andri, welcher als jüdischer Abstammung ist und vom Lehrer von Andora als Pflegekind erzogen wird. dieser führt ein halbwegs normales Leben als Aussenseiter, gegen den alle Vorurteile haben. Als der Lehrer aber nicht einer Eheschließung zwischen ihm und Barblin, der Tochter des Lehrers, zustimmt, glaubt Andri das dies an seiner Abstammung läge. Dabei ist er aber ein unehelicher Sohn des Lehrers, welcher diese Tatsache zwar Andri zu erklären zu versucht, Andri aber nicht zuhört. Als dann aber plötzlich eine Fremde, Andri´s Mutter, in Andorra auftaucht, bekommen es die Bewohner von Andora mit der Angst zu tun da sie sich aus dem krieg nur aufgrund ihres Rufes vor den Schwarzen schützen konnen. Doch dann wird die Fremde ermordet. Andris ist in den Augen aller sofort der schuldige. Aufgrund des Mordes marschiren dann aber doch die Schwarzen in Andora ein und wollen alle personen jüdischer Abstammung pfählen. Wegen der Volksmeinung das andri ein Jude sei wird dieser getötet. Später stellt sich aber heraus das Andri weder ein Mörder noch jüdischer Abstammung ist. Die nur mäßige Betroffenheit der Andorrer wird durch einige kommentare dieser Dargestellt.
Ich fand, dass dieser Roman zum nachdenken anregt, da er die Vorurteile gegen "andersartige" beschriebt und die mitverantwortlichkeit der "zuschauer" am Holokaust. Auch zeigt er das die Wahrheit (manchmal) über Leben und Tod entscheiden kann. Das Buch ist absolut empfehlenswert.

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Bewertung von chris aus Bad Honnef am 21.05.2010 ***** sehr gut
Das Buch Andorra beginnt am Sanktgeorgstag andem ein Mädchne namens Bablin ihr Haus in der Farbe der Unschuld färbt in " Weiß". Es kommt ein Soldat daher und beobachtet sie zuerst und fängt dann langsam an sie mit witzen zu belästigen. Ein Küchejunge namens Andri verliebt sich beim ersten Anblick als er Bablin sah. Der Vater von Bablin der Lehrer ist verhielft Andri zu einer Lehre als Tischler bei der er ungerecht behandelt wird. Eines Nachts liegt Andri vor Bablins Tür. Der Soldat vergewaltigt sie und Andri verliert den glauben an Bablin weil er denkt, dass sie es wollte. Eines Tages marschieren die "Schwarzen" in Andorra ein und richten ein regelrechtes Chaos an. Sie veranstallten eine Judenschau und erschießen Juden an einem Pfahl. Andri wird ebenfalls erschossen. Bablin leidet unter seinem Tod
Das Buch ist Abwechslungsreich geschrieben und es ist ein Klassiker von Frisch. Es tretten viele verschiedene Personen auf, bei dem jeder eine Rolle spielt die entscheiden ist.

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Bewertung von alex ander aus Halle am 11.05.2010 ***** ausgezeichnet
Das nahezu zeitlose Szenario, das Max Frisch in seinem Klassiker "Andorra" beschreibt, ist eine Modellvorstellung des Autors, der Ort des Geschehens spiegelt nicht das Fürstentum in den Pyrenäen wieder. Dennoch ist es möglich, die Geschichte auf nahezu jede Gesellschaft anzuwenden.
Die Hauptperson Andri ist jüdischer Herkunft, adoptiert, und lebt in dem Ort Andorra.
Schon immer erfährt Andri Nachteile, weil er jüdisch ist, er darf erst kein richtiger Tischler werden, sondern nur Verkäufer, um das Image des "Bösen Judens" zu erfüllen. Im Laufe der 12. Bilder wird klar, dass Andri nicht jüdisch, sondern der Sohn einer Feindin der Andorraner ist. Dennoch ist, als diese ermordet wird, die Frage nach der Schuld direkt klar: der Jude Andri, der sich mittlerweile selber als Jude identifiziert.
Eindrucksvoll unterstützt wird die Geschichte durch Zeugenschranken, in denen die Protagonisten mit zeitlicher Distanz ihr Urteil über das Geschehen abgeben.

Frisch beweist mit diesem Beispiel einer Gesellschaft, dass Vorurteile (hier Antisemitismus), deren Auswirkungen und Mitläufer schnell ausarten können und sich Menschen völlig falsch identifizieren.
Nachdem ich dieses Buch im Laufe des Deutschunterrichtes erst einmal gelesen hatte, erschien es mir langweilig, schlecht und veraltet.
Doch beim genaueren Analysieren der Symbole und Textinhalte merkte ich, welche schwerwiegende Aussage in diesem Buch liegt. Fast schockierte es mich, wie weit Vorurteile und Stereotypen führen können.
Dieses Drama ist geschrieben für jeden, denn niemand ist frei von Vorurteilen.

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Bewertung von Lady Luci aus Offenbach an der Queich am 18.03.2009 ***** ausgezeichnet
Bas Buch ist an sich sehr schön aber auch sehr traurig.
Hin und wider sollte man sich Texte noch mal durchlesen um den Sinn auch gut zu verstehen.
Man kann sichteilweise auch wirklich richtig iin die Rolle versetzen und fühlt regelrecht mit den Personen mit.
Das Buch ist wirklich sehr schön, aber eben auch sehr traurig.
Ich kann es nur empfelen es einmal gelesen zu haben!

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  • Verlag: Suhrkamp
  • 1975
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  • Best.Nr. des Verlages: 36777
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  • ISBN-10: 3518367773
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Kundenbewertungen zu "Andorra" von "Max Frisch"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 8 Bewertungen):
4.8 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen *****
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Bewertung von Annika aus Schwerin am 15.07.2011
*****
ausgezeichnet
Andri ist ein junger Mann, von dem sein Vater erzählt, dass Andri Jude wäre. Der Grund dafür ist, dass das Kind nicht von seiner Mutter, einer Bewohnerin Andorras ist. Damit das nicht auffällt, erzählt Andis vater, dass sie denn Jungen als Säugling aufgenommen haben. Als Andri älter wird,m uss er feststellen, dass die Andorraner Vorurteile gegen Juden haben. Der Tischler denkt z.B. dass sie alle faul wären. Dadurch kommt es natürlich öfter zu Konflikten, der sich nicht nur auf einzelne Personen beschränkt. Es kommt soweit, dass die Andorraner sich vor Schwarzen, so nennen die Andorraner alle Ausländer, verstecken und letzendlich verschleiern müssen. Die Schwarzen finden heraus, dass Andri kein Jude ist, sondern Sohn einer Schwarzen. Was jetzt wohl aus ihm wird? Auch wenn der Vater jetzt die Wahrheit erzählt, nützt es nicht mehr viel.
Auch wennAndorra ein Ort ist, den es gar nicht gibt, sieht man gleich, dass es sich um ein aktuelles Thema handelt. Ausgrenzung von Menschen, die anders sind. Das ist ein ganz interessantes Buch, auch wenn es sich nicht so ganz leicht lesen lässt.
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Bewertung von Daniel.Hubbe aus Bad Schönborn am 06.07.2011
*****
sehr gut
In diesem Buch geht es um ein Dorf, welches sich selbst als "unschuldiges, freies" Land sieht - Andorra. Der Junge ANDRI ist laut der Andorraner auf Grund seines Judentums ANDERS.
Das Nachbarland, wo die "Schwarzen" leben kommt immer mal wieder um alle Juden aus dem Land zu schaffen. Andri, der in Wirklichkeit gar kein Jude ist, wird verschleppt und ermordet. Keiner der Andorrander bis auf den Pater bekennen sich schuldig..
Obgleich alle Bürger schuldig sind, da sie Andri als "Juden" missachten und benachteiligen. Keiner leistet Widerstand gegen die Abführund Andris..
Das Buch hat mir mittelmäßig gefallen, weil es ganz spannend ist, bis zur Judenschau, aber ab dann nur noch an Spannung verliert..
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Bewertung von doro aus Rheinberg am 06.12.2010
*****
ausgezeichnet
Super Schullektüre für einen guten Preis!
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Bewertung von Jule aus Halle am 26.05.2010
*****
ausgezeichnet
Max Frisch beschreibt mit diesem Drama, seinem Klassiker "Andorra" eine Modellvorstellung und nicht den Stadtstadt in Südeuropa. Es ist eine erfundene Stadt, die aber auf jede zutreffen könnte. Protagonist Andri ist ein adoptiertes, jüdisches Kind, er hat Adoptiveltern und eine Adoptivschwester Barblin. Doch Andri hat es schwer mit seiner Herkunft, denn allerorts und von fast jedem EInwohner Andorras wird er gedemütigt und für minderwertig empfunden. Ständig versucht man, ihn in das Muster eines Judens hineinzuzwingen und jegliche Versuche auf seiten Andris sich zu intefrieren scheitern an den Vorurteilen der Bewohner. Im großen Finlale wird Andri ermordet, das eigentlich spannende dabei ist jedoch, wer nun daran die Schuld trägt. Waren es die Intrigen, die Vorurteile, die Lügen oder doch ganz spezielle Personen? Wer ist der Sündenbock? Dieser Frage stellen sich Andorras stolze Bürger...
Dieses Drama zerreist einen förmlich. DIe so gut geschilderten Qualen Andris, die Problematik an sich, all das macht das Drama zu einer blendenden Geschichte mit großer Aussagekraft. Auf jeden Fall im Unterricht zu empfehlen und auch, wennman ein Dramenfan ist!
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Bewertung von Irgendjemand aus Oldenburg am 21.05.2010
*****
ausgezeichnet
In diesem Roman, er spielt während des 2.Weltkrieges geht es um den 20 jährigne Andri, welcher als jüdischer Abstammung ist und vom Lehrer von Andora als Pflegekind erzogen wird. dieser führt ein halbwegs normales Leben als Aussenseiter, gegen den alle Vorurteile haben. Als der Lehrer aber nicht einer Eheschließung zwischen ihm und Barblin, der Tochter des Lehrers, zustimmt, glaubt Andri das dies an seiner Abstammung läge. Dabei ist er aber ein unehelicher Sohn des Lehrers, welcher diese Tatsache zwar Andri zu erklären zu versucht, Andri aber nicht zuhört. Als dann aber plötzlich eine Fremde, Andri´s Mutter, in Andorra auftaucht, bekommen es die Bewohner von Andora mit der Angst zu tun da sie sich aus dem krieg nur aufgrund ihres Rufes vor den Schwarzen schützen konnen. Doch dann wird die Fremde ermordet. Andris ist in den Augen aller sofort der schuldige. Aufgrund des Mordes marschiren dann aber doch die Schwarzen in Andora ein und wollen alle personen jüdischer Abstammung pfählen. Wegen der Volksmeinung das andri ein Jude sei wird dieser getötet. Später stellt sich aber heraus das Andri weder ein Mörder noch jüdischer Abstammung ist. Die nur mäßige Betroffenheit der Andorrer wird durch einige kommentare dieser Dargestellt.
Ich fand, dass dieser Roman zum nachdenken anregt, da er die Vorurteile gegen "andersartige" beschriebt und die mitverantwortlichkeit der "zuschauer" am Holokaust. Auch zeigt er das die Wahrheit (manchmal) über Leben und Tod entscheiden kann. Das Buch ist absolut empfehlenswert.
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Bewertung von chris aus Bad Honnef am 21.05.2010
*****
sehr gut
Das Buch Andorra beginnt am Sanktgeorgstag andem ein Mädchne namens Bablin ihr Haus in der Farbe der Unschuld färbt in " Weiß". Es kommt ein Soldat daher und beobachtet sie zuerst und fängt dann langsam an sie mit witzen zu belästigen. Ein Küchejunge namens Andri verliebt sich beim ersten Anblick als er Bablin sah. Der Vater von Bablin der Lehrer ist verhielft Andri zu einer Lehre als Tischler bei der er ungerecht behandelt wird. Eines Nachts liegt Andri vor Bablins Tür. Der Soldat vergewaltigt sie und Andri verliert den glauben an Bablin weil er denkt, dass sie es wollte. Eines Tages marschieren die "Schwarzen" in Andorra ein und richten ein regelrechtes Chaos an. Sie veranstallten eine Judenschau und erschießen Juden an einem Pfahl. Andri wird ebenfalls erschossen. Bablin leidet unter seinem Tod
Das Buch ist Abwechslungsreich geschrieben und es ist ein Klassiker von Frisch. Es tretten viele verschiedene Personen auf, bei dem jeder eine Rolle spielt die entscheiden ist.
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Bewertung von alex ander aus Halle am 11.05.2010
*****
ausgezeichnet
Das nahezu zeitlose Szenario, das Max Frisch in seinem Klassiker "Andorra" beschreibt, ist eine Modellvorstellung des Autors, der Ort des Geschehens spiegelt nicht das Fürstentum in den Pyrenäen wieder. Dennoch ist es möglich, die Geschichte auf nahezu jede Gesellschaft anzuwenden.
Die Hauptperson Andri ist jüdischer Herkunft, adoptiert, und lebt in dem Ort Andorra.
Schon immer erfährt Andri Nachteile, weil er jüdisch ist, er darf erst kein richtiger Tischler werden, sondern nur Verkäufer, um das Image des "Bösen Judens" zu erfüllen. Im Laufe der 12. Bilder wird klar, dass Andri nicht jüdisch, sondern der Sohn einer Feindin der Andorraner ist. Dennoch ist, als diese ermordet wird, die Frage nach der Schuld direkt klar: der Jude Andri, der sich mittlerweile selber als Jude identifiziert.
Eindrucksvoll unterstützt wird die Geschichte durch Zeugenschranken, in denen die Protagonisten mit zeitlicher Distanz ihr Urteil über das Geschehen abgeben.

Frisch beweist mit diesem Beispiel einer Gesellschaft, dass Vorurteile (hier Antisemitismus), deren Auswirkungen und Mitläufer schnell ausarten können und sich Menschen völlig falsch identifizieren.
Nachdem ich dieses Buch im Laufe des Deutschunterrichtes erst einmal gelesen hatte, erschien es mir langweilig, schlecht und veraltet.
Doch beim genaueren Analysieren der Symbole und Textinhalte merkte ich, welche schwerwiegende Aussage in diesem Buch liegt. Fast schockierte es mich, wie weit Vorurteile und Stereotypen führen können.
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Bewertung von Lady Luci aus Offenbach an der Queich am 18.03.2009
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Bas Buch ist an sich sehr schön aber auch sehr traurig.
Hin und wider sollte man sich Texte noch mal durchlesen um den Sinn auch gut zu verstehen.
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Das Buch ist wirklich sehr schön, aber eben auch sehr traurig.
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Das Modell Andorra Andorra ist bei Frisch ein fiktiver Staat, der an das ebenso fiktive Nachbarland der Schwarzen grenzt. Die Andorraner sind ein kleinbürgerliches, patriotisches, in Klischeevorstellungen verharrendes Volk, das sich vor einem möglichen Angriff der ihnen verhassten, weil überlegenen Schwarzen fürchtet. Die Schwarzen verfolgen alle Juden – und Andri wird von seinem Vater, einem Lehrer in Andorra, als ein vor den Schwarzen gerettetes Judenkind ausgegeben. Unter diesem Stigma und den Vorurteilen der Andorraner leidet Andris Selbstbewusstsein erheblich. Als seine leibliche Mutter erscheint – keine Jüdin, sondern eine Schwarze –, kann er die Wahrheit nicht anerkennen, da er sich tatsächlich schon als der Jude fühlt, als den ihn seine intoleranten Landsleute sehen. Wenig später fallen die Schwarzen in Andorra ein und die Bürger sehen während einer „Judenschau“ zu, wie der unschuldige Andri hingerichtet wird. Das 1961 uraufgeführte Bühnenstück von Max Frisch zeigt viele Parallelen zur Situation der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Auch dort war Antisemitismus weit verbreitet, und eine große Zahl aus Deutschland flüchtender Juden wurde an der Grenze abgewiesen. Frischs Andorra ist gleichwohl als Modell zu verstehen: Jedes Land kann zu einem Andorra werden. Das Stück war ein großer Erfolg und wurde auf allen wichtigen deutsprachigen Bühnen gespielt.


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Autorenporträt zu "Max Frisch"

Max Frisch, 15. Mai 1911- 4. April 1991, studierte Germanistik an der Universität Zürich (1930-34) und Architektur an der ETH Zürich (1936-40). Ab 1931 arbeitete er als Journalist, später als freier Schriftsteller. Seine zahlreichen Auslandsreisen führten ihn u.a. 1951/52 für einen längeren Aufenthalt in die USA. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem 1958 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1976 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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