Die 35-jährige Literaturdozentin Julia steht vor den Scherben ihrer
Beziehung und kann die Vergangenheit nicht hinter sich lassen. Sie
zieht sich zurück und gibt sich ganz ihrem Schmerz hin. Ihr
schwuler Freund Hugo kann das nicht länger mit ansehen und
überzeugt Julia davon, mit ihm und seiner Bekannten Lisa aufs Land
zu ziehen. Dem Trio gelingt es nach einiger Zeit, sich aufeinander
einzustellen. Als Lisas lebensfrohe Cousine Helena eines Tages vor
der Tür steht, lässt sich Julia langsam aus der Reserve locken. Der
brasilianischen Regisseurin Malu di Martino ("Mulheres do
Brasil") geht es in ihrem zweiten Spielfilm nicht so sehr um
die Entdeckung der eigenen sexuellen Orientierung als um den Umgang
mit Verlust und Trauer durch einen radikalen Lebenseinschnitt. Mit
ihrem ruhig erzählten, einfühlsamen und lebensbejahenden Film zeigt
Malu di Martino schließlich auch, dass es sich lohnt, nach vorn zu
blicken und das eigene Leben in die Hand zu nehmen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bei den meisten Menschen schlägt das Ende einer großen Liebe früher
oder später um in Hass oder Gleichgültigkeit. Nicht so bei der
35-jährige Literaturdozentin Julia. Sie versinkt in tiefer Trauer
und quält sich mit Erinnerungen an glückliche Tage. Schluss mit dem
theatralischen Trübsinn, findet ihr schwuler Freund Hugo, und
überredet sie, mit ihm und Lisa aufs Land zu ziehen. Doch in der
neuen Bleibe prallen nicht nur Vorlieben für fliederfarbene Möbel
und leichenblasse Wände aufeinander, sondern auch der
unterschiedliche Umgang des Trios mit den Verlusten, die sie
jeweils kürzlich erlitten haben. Als sich eines Tages Lisas Cousine
Helena einquartiert, die ihrer Lebensfreude mit köstlichem Essen
Ausdruck verleiht und einem Flirt nicht abgeneigt scheint, wird es
Zeit für Julia, ihre rückwärtsgewandte Sicht aufs Leben zu
überdenken.