William Shakespeares Romeo & Julia
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William Shakespeares Romeo & Julia

Darsteller: DiCaprio, Leonardo; Bradford, Jesse; Mihok, Dash; Margolyes, Miriam; Curtis-Hall, Vondie; Pickles, Christina; Walsh, M. Emmet; Danes, Claire; Dennehy, Brian; Leguizamo, John; Postlethwaite, Pete; Sorvino, Paul; Venora, Diane; Perrineau, Harold; Rudd, Paul; Buchvorl.: Shakespeare, William; Musik: Hooper, Nellee; Armstrong, Craig; de Vries, Marius; Buch: Pearce, Craig;
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William Shakespeares Romeo & Julia

Verona Beach wird von zwei verfeindeten Familien beherrscht: den Capulets und den Montagues. Bei einem Maskenball verlieben sich deren jüngste Sprößlinge - Romeo und Julia - unsterblich ineinander. Obwohl Julia schon dem Geschäftsmann Dave Paris versprochen ist, heiratet sie Romeo Montague im geheimen. Als der junge Ehemann kurz darauf bei einer gezielten Provokation Tybalt Capulet tötet, muß er aus Verona Beach fliehen. Nur der geniale Plan des befreundeten Pater Laurence kann die beiden Liebenden wieder zusammenführen. Mit seiner spektakulären "Romeo und Julia"-Adaption unterstreicht der Australier Baz Luhrmann ("Strictly Ballroom") seinen Ruf als innovativer Filmemacher. Leonardo DiCaprio ("Gilbert Grape") brilliert als cool-lässiger Romeo und Claire Danes ("Ein amerikanischer Quilt") verzaubert als scheu-romantische Julia. Die schrillen, farbenfrohen Kostüme, der stets effektiv eingesetzte Crossover-Soundtrack und vor allem die rasant geschnittenen, opulenten Bilder machen dieses Ausnahme-Werk zu einem Leckerbissen nicht nur für die MTV-Generation. Die Top 3 ist in Reichweite!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Das von Angst, Gewalt und Verbrechen geprägte Verona Beach wird beherrscht von zwei rivalisierenden Familien, den Montagues und den Capulets. Inmitten dieser gnadenlosen, haßerfüllten Welt entfacht die grenzenlose Liebe zwischen Romeo (Leonardo DiCaprio) und Julia (Claire Danes), den einzigen beiden Kindern der verfeindeten Patriarchen. Die Situation eskaliert als Romeo im Affekt den kaltblütigen Mörder seines besten Freundes, den Capulet-Neffen Tybalt, erschießt. Er muß fliehen. Verzweifelt schmiedet Julia einen fatalen Plan, der sie für immer mit Romeo zusammenbringen soll ... Baz Luhrmanns gewagte, moderne Variante der größten Liebesgeschichte aller Zeiten ist ein faszinierendes und unvergeßliches Filmerlebnis.

Bonusmaterial

Audiokommentar, Bildergalerie


Produktinformation

  • Hersteller: Fox
  • EAN: 4010232046888
  • Best.Nr.: 26328293
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 21. August 2009
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 2.35:1, 16:9 (anamorph codiert), PAL
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1 ...
  • Gesamtlaufzeit: 113 Min.
Shakespeare wäre sicherlich erstaunt, bekäme er die neueste Adaption seines zeitlosen Romantikklassikers vor Augen. In Baz Luhrmanns ("Strictly Ballroom") superstylisierter Popkulturversion wurde die anrührendste Liebesgeschichte aller Zeiten in die Gegenwart verlegt, wo statt hoher Rösser und scharfer Schwerter, schnittige Cabriolets und abgefahrene Designer-Pistolen, unterlegt mit aggressiv-rockigen Rhythmen, die sonnig-schmuddelige Szenerie von Verona (Beach) beherrschen. Geblieben ist der Original-Dialog und die ergreifende Liebe des tragischen Titelpaares, die von Leonardo DiCaprio und Claire Danes zwar nicht makellos, aber doch ordentlich zu modernem Leben erweckt wird.

Die Ambivalenz der Tragödie, in der Jugend und Liebe mit Haß und Tod konfrontiert werden, überspitzt sich der bei Luhrmann'schen Inszenierung teilweise bis zur Farce, indem quasi jedem klassischen Element ein zeitgemäßes gegenüber gestellt wird. Die beinahe cartoonartige Zweischneidigkeit reicht von Äußerlichkeiten wie Accessoires (45er Colts werden mit der Eleganz eines Schwertes geführt), Kostümen (Hawaiihemden, schwarzer Straßendesperado-Look und fließende Roben) und Bauten (Wolkenkratzer neben stilvollen Palazzi) zu Versuchen, die starre Ernsthaftigkeit der Vorlage mit humorvollen, gar slapstickartigen Momenten aufzubrechen. Bewirkt wird diese wohl nicht jedermann ansprechende Komik mit an Stummfilmen erinnernder Beschleunigung der Filmgeschwindigkeit, der starken Verfremdung von Mercutio (Harald Perrineau), Romeos treuester Freund, der hier als extravangante Drag Queen über die Stränge schlägt, und der Darstellung von Julias Mutter als affektierter Zicke. Die Liebe zwischen Romeo und Julia hat auch in dieset bizarren Freakshow nichts von ihrer zeitlosen Wirkung verloren, so daß die unvergängliche Emotion im Gewand moderner Trendiness eine neue Generation von Teenagern (vor allem junge Mädchen) in den Bann ziehen wird. Bereits die Opening-Sequenz zeigt, daß hier kräftig entstaubt wurde: Der Prolog wird am Bildschirm von einer schwarzen TV-Nachrichtensprecherin angesagt, während mit hektisch schnellen Schnitten wird Dynamik erzeugt wird. Das wahnwitzige Editing und die atmosphärische Kameraarbeit unterstreichen den innovativen Look der Produktion. Der zeitgemäße Soundtrack fungiert als fortwährende Zelebrierung des omnipräsenten Anachronismus und sorgt überdies für eine köstliche Pointe, wenn ein Knabenchor in Vater Laurence (Pete Postlethwaite perfekt als tätowierter New-Age-Pastor) Princes "When Doves Cry" intoniert. Teenagerschwarm DiCaprio ("Gilbert Grape") legt seinen Romeo als charmanten James-Dean-Typ an, und Neuentdeckung Danes ("Betty und ihre Schwestern") strahlt genau das richtige Maß an Unschuld und Verträumtheit aus. Über gewisse, nicht übermäßig auffallende Ungelenk- und Unbeholfenheit beim Vortragen der Verse läßt sich daher auch geflissentlich hinwegsehen. Mit der Transparenz von Franco Zeffirellis spirituell-religiösen Meisterwerk aus dem Jahr 1968 kann Baz Luhrman nicht gleichziehen, doch das ist auch sicherlich nicht das erklärte Anliegen des Filmemachers. Vielmehr ist das Kunststück gelungen in der anhaltenden Flut von Shakespeare-Verfilmungen auch eine einfallsreiche und maßgeschneiderte Experimental-Aufbereitung für die MTV-Generation zu realisieren, bei der ein Höchstmaß an Konzentration nicht erforderlich ist. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist.