Oliver Twist
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Oliver Twist

Regie: Polanski, Roman; Darsteller: Clark, Barney; Curran, Jake; Lovibond, Ophelia; Cuka, Frances; Overton, Chris; Heath, Michael; Hanna, Gillian; Churcher, Teresa; Armstrong, Alun; McNeice, Ian; de la Tour, Andy; Kingsley, Ben; Copley, Peter; Smith, Liz; Finlay, Frank; Foreman, Jamie; Eden, Harry; Rowe, Leanne; Chase, Lewis; Hardwicke, Edward; Swift, Jeremy; Strong, Mark; Buchvorl.: Dickens, Charles;
DVD
 
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Oliver Twist

Der Waisenjunge Oliver Twist wächst in einem Armenhaus auf. Als billige Arbeitskraft soll er dem Leichenbestatter Sowerberry zu Hand gehen. Doch Oliver nimmt Reißaus und schließt sich einer Bande von Kindertaschendieben an, die für den Hehler Fagin arbeitet. Aber schon nach kurzer Zeit wird Oliver von Mr. Brownlow, einem reichen Gentleman, auf frischer Tat ertappt. Statt jedoch den kleinen Dieb der Polizei zu übergeben, beschließt er, ihn bei sich aufzunehmen. Doch ganz so leicht lässt Fagin seinen neuen Taschendieb nicht ziehen. Nach seinem Oscar-gekrönten Erfolg mit "Der Pianist" verblüfft Roman Polanski nun mit einer überaus realistischen Verfilmung des Charles-Dickens-Longsellers. Dabei bringt er auch eigene Erfahrungen aus seiner Kindheit als Waise im Warschauer Ghetto mit ein. Entstanden ist klassisches Erzählkino, gediegen, aufwändig und schwer. Trotz der düsteren Thematik überraschen dabei Humor und Wärme sowie ein Ben Kingsley, der seinem Fagin viele neue Facetten verleiht. Liebhaber anspruchsvoller Literaturadaptionen werden hier bestens bedient.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

England zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Den Heerscharen der Armen, die die beginnende Industrialisierung hervorbringt, begegnet der Staat mit unmenschlicher Härte. Auch der neunjährige Oliver wächst unter ärmlichsten Bedingungen in einem Arbeitshaus auf. Stundenlang verrichten die Kinder stupide Tätigkeiten und werden dafür mit karger Gefängniskost entlohnt. Als Oliver es eines Tages wagt, die Aufseher um mehr Essen zu bitten, wird er zur Strafe als Lehrling an einen Leichenbestatter verkauft. Zwar gelingt ihm die Flucht nach London, doch hier ist er ganz auf sich allein gestellt. So gerät der Junge schon bald in die Fänge des Bandenchefs Fagin und seines brutalen Helfers Bill Sykes. Die beiden zwingen elternlose Kinder, als Taschendiebe für sie zu arbeiten, und auch Oliver wird von ihnen in die Tricks und Kniffe ihres Gewerbes eingewiesen. Doch dann nimmt das Schicksal des Waisenjungen eine unerwartete Wende: Als er bei einem missglückten Raubüberfall Schmiere steht, lernt er den ebenso wohlhabenden wie warmherzigen Mr. Brownlow kennen. Der nimmt Oliver bei sich zu Hause auf und glaubt schon bald, in ihm den lange vermissten Sohn seiner Nichte wieder zu erkennen. Fagin und Sykes sehen das als Chance, an Brownlows Geld zu gelangen - und beschließen, Oliver zu entführen ...

Bonusmaterial

- Kapitel- / Szenenanwahl - Animiertes DVD-Menü - DVD-Menü mit Soundeffekten - Interview(s) - Trailershow - Starinfos


Produktinformation

  • Hersteller: Universum Film
  • EAN: 0828767842691
  • Best.Nr.: 20869094
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 18.09.2006
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 125 Min.
Da steht er mit seinem Bündel auf der Schulter, die Schuhe zerfetzt, die Kleider zerlumpt: Oliver Twist. Kein Geringerer als Meisterregisseur Roman Polanski wagte sich an eine frische Neuverfilmung des berühmten Romans von Charles Dickens aus dem 19. Jahrhundert. Und wie bei einem Regisseur seiner Güte nicht anders zu erwarten, gelingt Polanski nach seinem Oscar-Erfolg mit "Der Pianist" erneut ein einzigartig dichtes, stimmiges Meisterwerk, dessen Sog man sich nicht entziehen kann.

Seine großartigen Bilderwelten saugen den Zuschauer direkt ins schmutzig-schurkige London der damaligen Zeit. Zugleich trifft die auch heute noch gültige Geschichte mitten ins Herz.

Auf nach London

Als Neunjähriger landet Oliver Twist, der im Waisenhaus aufgewachsen ist, im Armenhaus, wo er wie alle anderen Kinder auch hart arbeiten muss. Als er es wagt, beim kargen Abendessen um Nachschlag zu bitten, wird er an einen Leichenbestatter vermietet und haut bei Nacht und Nebel ab - Richtung London, in die Freiheit.

Doch damit kommt er nur vom Regen in die Traufe. Er schließt sich einer Bande von Straßenkindern an, die für den kauzigen und geldgierigen Gauner Fagin die reichen Londoner um ihre gut gefüllten Geldbörsen bringen. Zwar findet Oliver bei Fagin und den Jungs so etwas wie ein Zuhause und genug zu essen, aber trotzdem träumt er weiter davon, zu einer richtigen Familie zu gehören und geliebt zu werden.

Oliver im Glück

Sein Traum scheint wahr zu werden, als er den netten Mr. Brownlow kennen lernt. Aber der gemeine Gangster Bill Sykes will Olivers Beziehung zu Brownlow ausnutzen und plant, den reichen Gentleman mit Olivers Hilfe auszurauben. Dem Jungen steht also noch so manch spannendes Abenteuer bevor, ehe er endlich sein Glück finden kann ...

Polanski konnte bei dieser atemberaubenden Verfilmung erneut mit seinem bewährten Team von "Der Pianist" zusammenarbeiten. Und so stimmt auch dieses Mal wieder alles - vom kleinsten Kostümdetail über die Rekonstruktion der Metropole mit ihren Gassen, Märkten und Pferdekutschen bis zu den exzellenten Schauspielern.

Newcomer Barney Clark überzeugt in der Rolle des Oliver genauso wie der kaum wiederzuerkennende Oscar-Preisträger Ben Kingsley als zwielichtiger Fagin - ein traumhaftes Gespann in einem mitreißenden Film, der Groß und Klein gleichermaßen begeistern wird.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Charles Dickens (1812-1870), geboren in Landport bei Portsea, wuchs in Chatham bei London auf. Als er elf Jahre alt war, musste sein Vater wegen nicht eingelöster Schuldscheine ins Schuldgefängnis; seine Mutter folgte ihm mit Charles' Geschwistern dorthin. Charles, das zweitälteste Kind, musste währenddessen in einer Schuhwichsfabrik arbeiten. Erst als der Vater nach einigen Monaten entlassen wurde, besuchte Charles wieder eine Schule. Mit fünfzehn begann er in einem Rechtsanwaltsbüro als Gehilfe zu arbeiten, später wurde er Zeitungsreporter.
Seine schriftstellerische Karriere begann er mit seinen Skizzen des Londoner Alltagslebens. Anschließend entstanden in rascher Folge die ersten Romane. Dickens wurde Herausgeber der liberalen Londoner Zeitung "Daily News", reiste in die USA und nach Italien und verfasste 1848/1849 "David Copperfield", der viel autobiographisches Material enthält.
Dickens' liebevolle Schilderungen menschlicher Schwächen, sein Kosmos skurriler und schrulliger englischer "Originale" und die satirische Anprangerung sozialer Missstände machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einem der beliebtesten Romanciers der Weltliteratur. Seine Bücher brachten ihm außerdem beträchtlichen Wohlstand ein. Seit 1860 lebte er auf seinem Landsitz Gad's Hill Place in Kent, wo er im Alter von nur 58 Jahren an einem Schlaganfall starb.

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Kundenbewertungen zu "Oliver Twist"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 21.08.2012 ***** sehr gut
Oliver Twist dürfte wohl Charles Dickens bekanntester (Jugend-)Roman sein, was möglicherweise an seiner häufigen Verfilmung liegt, bis heute an die 25 Mal. Das liegt vielleicht daran, dass Oliver Twist eher zu den dünneren Romanen von Dickens gehört und sich so zu Verfilmung anbietet, oder weil es einfach schon zu seiner Zeit sämtliche Hollywood Klischees bedient, bzw. erfunden hat und so die Literatur geprägt hat.
2005 war es dann soweit, es musste wieder eine neue Oliver Twist Verfilmung her. Diesmal hat sich Roman Polańskis die Geschichte, wie sie seit den 30er Jahren kolportiert wird (nicht den Roman) vorgenommen. Ich bezweifle, ob Polański das Buch gelesen hat, anders ist es nicht zu erklären, dass die Geschichte erneut auf die gleiche falsche Art erzählt wird. Aber beginnen wir mit dem Anfang des Films.
Die erste Hälfte setzt deutlich späte an als im Buch, Olivers Geburtsumstände, die Geschichte seiner Mutter, alles wird weggelassen, er ist einfach ein Waisenjunge, der zu einem Sargtischler in die Lehre gegeben wird, wegläuft und sich in London einer Bande von jungen Dieben unter den Hehler Fagin anschließt. Bis zur ersten Begegnung mit Brownlow bleibt man dabei erstaunlich nahe am Buch, Dialogen werden fast wortwörtlich übernommen insgesamt ist der Film bis zur Gerichtsverhandlung wegen Diebstahls extrem gelungen. Die Figuren entsprechen (bis auf den extrem entschärften Fagin), denen im Roman, die Kulissen sind wie man es auch von den BBC Verfilmungen kennt, tolle Schauspieler passende Kostüme und dann DAS: statt endlich einmal die Geschichte so zu erzählen, wie Dickens sie schrieb, wird ERNEUT die Variante verfilmt, in welcher Sikes bei Bronwlow einbricht (hier fehlt schon mal komplett, warum er dafür Oliver mitnimmt und nicht einen anderen jungen) statt bei der Witwe Maylie. Danach hat der Film nur noch einzelne Motive mit dem Buch gemeinsam und wird immer enttäuschender.
Mit ist schon klar, dass man für eine Verfilmung kürzen muss. Hier hat man alle Nebenhandlungsstränge, die teils spannender sind als die eigentliche Haupthandlung um Oliver, weggekürzt. Die Verschwörungsgeschichte mit Monks ist komplett weggefallen obwohl sie ja einen Hauptteil von Olivers Geschichte ist. Das Buch an sich ist schon ein kitschiges viktorianisches Rührstück, der Film jedoch, reduziert die Geschichte auf ihre Hauptmotive und schwenkt danach auf eine seit den 30er Jahren falsch erzählte Variante der Geschichte über, die mit den Buch nichts mehr gemeinsam hat. Wäre es nicht an der Zeit, die Geschichte endlich einmal so zu erzählen, wie Dickens sie veröffentlicht hat? Warum schon wieder ein Remake des David Lean Klassikers? Ganze Szenen und Kameraeinstellungen sind regelrecht identisch. Man bekommt das Gefühl der Regisseur hat nicht das Buch gelesen sondern nur den Film von 1940 gesehen.
Erstaunlicherweise, obwohl der Film das Buch derartig verhunzt, ist der Film für sich genommen sehr gut. Die Kulissen, Kostüme und Schauspieler sind so, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt habe. Die Interpretation der Figuren ist bis auf den deutlich entschärften Fagins, der fast schon zu einem Gutmenschen wird, durchaus gelungen. Wenn man das Buch nicht kennt, ist das sicherlich ein netter Kinder und Jugendfilm, als Literaturverfilmung jedoch ist er nicht zu empfehlen.

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Bewertung von Tinchen aus Bechhofen am 07.03.2009 ***** ausgezeichnet
Einfach ein klasse Film! Ich bin schon lange ein großer Fan von Charles Dickens.
Als ich ein Referat über ein Buch meiner Wahl halten sollte, habe ich mich sofort für Oliver Twist von Charles Dickens entschieden.
Um einen noch besseren Einblick in die Geschichte zu bekommen, wollte ich mir auch eine Verfilmung ansehen. Von Oliver Twist gitb es unzählige Verfilmungen. Doch keine ist so gut wie die von Roman Polanski. Die Schauspieler uns das Set sind einfach der Wahnsinn. Es ist wirklich jedem zu empfehlen, der das Buch gelesen hat sich auch die Verfilmung von Roman Polanski anzuschauen.
Zwar wird am Ende ein paar Aspekte aus dem Buch weggelassen, z.B. im Buch wird am Ende noch erklärt mit wem Oliver Twist genau verwandt ist, doch im Ganzen ist der Film wirklich sehenswert

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