Moby Dick - Hurt,William/Hawke,Ethan
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William Hurt / Ethan Hawke 

Moby Dick

Regie: Mike Barker. Nach e. Roman v. Herman Melville; Mit William Hurt, Ethan Hawke, Charlie Cox u. a.
DVD
 
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Moby Dick

Bildformat: 16:9 (1.78:1)
Sprache / Tonformat: Deutsch (DTS/Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Ländercode: 2

William Hurt ist der Star dieser für RTL eher ungewöhnlichen, aber sehenswerten Neuverfilmung des Klassikers "Moby Dick".

Interessanterweise wirkt die neue Fernsehverfilmung über weite Strecken wie eine Reminiszenz an John Hustons Klassiker aus dem Jahr 1956. Der Wal stammt zwar aus dem Computer, wurde aber gewissermaßen altmodisch gestaltet und ist dem Titeltier aus den Fünfzigern daher näher als den modernen digital animierten Leinwandmonstern aus Hollywood-Produktionen wie "Avatar". Gedreht wurde zudem tatsächlich auf offener See und nicht etwa im Studio, was enorm zur Authentizität beiträgt. Regisseur Mike Barker hat Erfahrung mit dem Sujet: Gemeinsam mit Kameramann Richard Greatrex hat er zuletzt ebenfalls im Auftrag von Herbert Kloiber "Der Seewolf" verfilmt (Drehbuch hier wie dort: Nigel Williams). Entscheidender aber ist gerade in diesem Fall die Besetzung der Hauptrolle. Im Unterschied nicht nur zu Gregory Peck, sondern auch zu dem Ahab, wie ihn Patrick Stewart vor 13 Jahren in einem TV-Film verkörpert hat, wirkt der Kapitän dank William Hurt diesmal nahbarer. Natürlich grenzt seine Besessenheit, den weißen Wal zur Strecke zu bringen, nach wie vor an Wahnsinn. Aber Autor Williams ergänzt Melvilles Prolog um ein entscheidendes Element. In früheren Adaptionen blieb Captain Ahab stets entrückt; seine Präsenz wurde zunächst allein auf das Pochen der Beinprothese reduziert, wenn er nachts ruhelos übers Deck ging. Williams und Barker aber führen Ahab nicht nur als Ehemann ein (Gillian Anderson spielt seine Frau), sie berauben ihn von Anfang seiner Aura der Unnahbarkeit, als er gleich zu Beginn ausrutscht und stürzt. Melvilles Ausführungen zu Religion und Philosophie sind nur ein Randaspekt, nehmen aber dennoch genug Raum ein, um den ebenso gottlosen wie bibelfesten Ahab zu einer faszinierend widersprüchlichen Figur zu machen.
Natürlich ist "Moby Dick" ein Ausstattungswerk, und dank der wiederholten Konfrontation zwischen Mensch und Kreatur kommt es immer wieder zu packenden Szenen. Doch es gibt ebenso Sequenzen, die die Eintönigkeit an Bord illustrieren. Der ebenfalls von TMG produzierte Zweiteiler "Der Seewolf" ist vor zwei Jahren im ZDF gelaufen. Dort wäre auch "Moby Dick" womöglich besser aufgehoben. Im RTL-Programm wirkt der 120 Minuten lange Film mit seiner gesetzten Erzählweise und den betont fahlen Farben eher ungewöhnlich. Es hätte auch eine zweiteilige Version gegeben, aber das war dem Privatsender angesichts der eher mageren "Seewolf"-Quoten (im Schnitt bloß rund 3,5 Millionen Zuschauer) wohl zu riskant. tpg.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Trailer


Produktinformation

  • Hersteller: Concorde
  • EAN: 4010324028792
  • Best.Nr.: 34206166
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 28. November 2011
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 00
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1 ...
  • Gesamtlaufzeit: 121 Min.
Herman Melville (1819-91) stammte aus einer verarmten New Yorker Familie. Er ging früh zur See und verdingte sich als Matrose, unter anderem auch auf Walfängern. Seine Reisen führten ihn bis in die Südsee. 1844 kehrte er in die USA zurück, lebte als freier Schriftsteller und war von 1866-85 als Zollinspektor in New York tätig. Der Romancier und Autor von Kurzgeschichten und Lyrik gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller. Sein Meisterwerk 'Moby Dick' zählt zu den Klassikern der Weltliteratur.

Kundenbewertungen zu "Moby Dick" von "William Hurt / Ethan Hawke"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 08.01.2012 ***** sehr gut
Ismael heuert, trotz der Warnungen des wahnsinnigen Propheten Elijah, zusammen mit dem Harpunier Queequeg, einem tätowierten Kannibalen, als Matrose auf dem Wahlfänger Pequot an. Die Mannschaft glaubt an einen normale Walfangfahrt, Kapitän Ahab jedoch hat andere Pläne: Er will sich an Moby Dick, einem Albinowal rächen, der ihn sein Bein kostete. Der erste Maat versucht alles, um immer wieder moderierend einzugreifen und Ahab auf Kurs zu halten, aber auch ihm sind Grenzen gesetzt.
Zunächst scheint alles nach Plan zu verlaufen. Die Mannschaft sichtet eine Walschule und fängt diese. Aber auch Moby Dick war hinter den Weibchen her und ist alles andere als erfreut, dass Ahab seinen Werbungen so ein abruptes Ende setzt.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Klassiker aus dem Jahr 1851 von Herman Melville. Das Buch wird immer wieder hoch gelobt, aber ich muss zugeben, es gehört zu den wenigen Büchern, die ich mehrfach abgebrochen habe, weil ich es einfach nur grauenvoll langweilig fand. Seefahrtserzählungen, Männer auf einem Kahn mit Lagerkoller, das kann mich einfach nicht fesseln, schon gar nicht, wenn der Autor zu unzähligen philosophischen Exkursen neigt und so die letzte verbliebene Spannung tötet, der eigentlich schon ganz zu Anfang von Elijah der Gar aus gemacht wird. Prinzipiell braucht man nach Elijahs Prophezeiungen gar nicht mehr weiterlesen, man weiß wie es weiter – und ausgehen wird.
Der Film bricht das Buch auf die eigentliche Abenteuergeschichte herunter und lässt das langweilige philosophieren einfach weg. Liebhaber des Buches werden daher wohl schwer enttäuscht sein. Wer das Buch langweilig fand, wird den Film jedoch mögen.
William Hurt ist ein durchaus gelungener Ahab, nicht wirklich verrückt, aber durchaus besessen und launisch. Eher ein Mann in der Midlifecrisis, der es sich noch einmal beweisen will. Ethan Hawke als Starbuck ist durchaus ein Hingucker und Charlie Cox ein schnuckliger, sauberer Matrose Ismael. Ich bezweifle zwar schwer, dass die Herren damals wirklich so auf ihr Äußeres achteten, besonders nach 13 Monaten auf See und sicherlich war das Schiff nicht gar so sauber und aufgeräumt, aber sei’s drum.
Obwohl ich das Buch nur immer wieder angelesen habe und entnervt beiseite gelebt habe, wirkt dieser Film auf mich teilweise gehetzt. Man hat schwer das Gefühl, dass massiv gekürzt wurde, das ist unschön. Auch stellt sich mir eine weitere Frage: ist die Darstellung einer vom Aussterben bedrohten Spezies als böses Monster wirklich noch zeitgemäß? Ich hätte mir eine realistischere Darstellung des Wals gewünscht. Nicht was die Animationen angeht, die sind solide, wenn auch teilweise deutlich als Computeranimationen zu erkennen. Nein ich hätte mir gewünscht, dass man hinterfragt, wie so ein Wal und warum er so reagieren würde und könnte. Hier wird Moby Dick zu einem historischen Weißen Hai und das Abschlachten dieser intelligenten Tiere zum Selbstschutz, das klingt, als wenn die Japaner Werbung für den Walfang machen würden.

Ein Film für alle, die das Buch langweilig fanden

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Bewertung von Kianu Riefs, Event und Moderation aus Großraum Hannover-Leipzig-Kändler-Hameln-Bad Pyrmont-Stuttgart-Lissabon (Weltbürger, immer am Reisen) am 28.11.2011 ***** weniger gut
Ich hab den Film gestern im TV gesehen. Meine Empfehlung: Lieber das Original von 1956 sehen - das ist insgesamt straffer und spannender gefilmt, außerdem sind dort echte Charakterdarsteller (u.a. Gregory Peck) zu sehen. Und selbst die Tricks von damals wirken echter als die Computeranimation dieses Machwerks hier.

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