Die kleine Margarete, 1847 geboren, ist ein aufgewecktes und
optimistisches Kind. Aber sie leidet an den Folgen einer
Kinderlähmung, kann ihre Beine nicht bewegen, und auch die rechte
Hand ist nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen. Unterstützt von
ihrem Bruder Fritz, setzt sie trotzdem durch, die Näherinnenschule
zu besuchen, und steigt dort bald zur perfekten Schneiderin auf.
Als sie ein kleines Geschäft in der schwäbischen Provinz gründet,
ist ihr Unternehmergeist geweckt und der Grundstein für ihr
Stofftierimperium gelegt. Regisseur Xaver Schwarzenberger erzählt
die wahre Geschichte der Firmengründerin Margarete Steiff mit
Gefühl und Sympathie, aber ohne falsche Sentimentalität. Die
großartige Schauspielerriege um Heike Makatsch als Margarete und
Felix Eitner als deren Bruder Fritz lässt eine Zeit wiedererstehen,
in der berufliche Anerkennung für Frauen noch härter erkämpft
werden musste als heute, und bricht damit eine Lanze für
Selbstbewusstsein und Beharrlichkeit. Bewegendes Drama für alle,
die die TV-Ausstrahlung verpasst haben.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
MARGARETE STEIFF ist die Geschichte eines kleinen bezaubernden
Mädchens, dessen Glück durch die Folgen einer Kinderlähmung jäh
zerstört wird, das sich aber mit bewundernswerter Willensstärke und
Witz ihrem traurigen Schicksal widersetzt und nicht nur sein
eigenes Leben meistert, sondern darüber hinaus auch Millionen von
Menschen bis heute begeistert. Schon als junge Frau wurde sie allen
Widerständen zum Trotz zum größten und wichtigsten Arbeitgeber in
ihrer Region und hat mit visionären Ideen und der Erfindung des
Teddybärs ein Unternehmen geschaffen, das heute, über 125 Jahre
danach, weltweit bekannt ist.
Welch ein bewegtes Leben diese Margarethe Steiff doch führte und welch einen bewegenden Film Xaver Schwarzenberger und sein Autorenteam daraus gemacht haben.
Dem deutsch-österreichischen Produzentengespann Arno Ortmair und Dieter Pochlatko darf man allemal ein goldenes Händchen für große historische Filmstoffe attestieren. Und so steht "Maragarete Steiff" vorangegangenen Produktionen wie "Schwabenkinder" oder "Das ewige Lied" in keiner Weise nach. Schnörkellos wird die Geschichte der an Kinderlähmung erkrankten Margarete und ihres beschwerlichen Weges zur weltbekannten Stofftierfabrikantin nachgezeichnet. Schwarzenberger vertraut ganz auf die bemerkenswerte Lebensgeschichte und kommt in seiner Inszenierung ohne Dramatisierungen und Sentimentalitäten aus. Und gerade darin liegt der Schlüssel, weshalb einen der Film so sehr berührt. Natürlich bleibt die beste Geschichte ein Muster ohne Wert, wenn sie nicht von guten Darstellern mit Leben gefüllt wird. Und die Steiff-Verfilmung strotzt gerade zu von hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Heike Makatsch bewältigt die Rolle der unerschütterlichen Margarete mit Bravour. Wäre da nicht ihr Mund, man würde sie nie und nimmer wiedererkennen, selbst ihre markante Stimme tritt zugunsten eines kehligen Quasi-Schwäbisch in den Hintergrund. Auch Herbert Knaup und Suzanne von Borsody als Eltern Steiff gilt es Reverenz zu erweisen, machen sie doch das Wechselspiel der Emotionen zwischen Verzagen an der Last, die Margarete abgibt und zwischen letztlich unbeugsamer Liebe zum eigenen Kind so nachempfindbar. Und Felix Eitner war selten so gut besetzt wie hier als treue Seele von einem, selbstredend eifersüchtelnden Bruder. fra.
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Heike Makatsch, geboren 1971, ist heute eine profilierte Kino- und Fernsehschauspielerin. Mehrfache Auszeichnungen, u. a. 2004 den Bambi (Fernsehproduktion 'Das Wunder von Lengede'), den Grimme-Preis, die Goldene Kamera und den Bayerischen Fernsehpreis. In den vergangenen Jahren hat sie journalistische Beiträge für das "jetzt"-Magazin, "Neon" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" verfasst. Die Autorin lebt in Berlin.
Kundenbewertungen zu "Margarete Steiff" von "Diverse"
2 Kundenbewertungen
(Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen
ausgezeichnet)
Bewertung von Johann Sohler aus Lindenberg am 08.01.2007
ausgezeichnet
Ein schöner Film, geeignet für alle. Die Darsteller überzeugen ebenso, wie auch sonst jedes Detail im Film, der das Kunststück fertiggebracht hat, die Zeit in Süddeutschland vor 1900 realistisch darzustellen.
Dass sich die Handlung nicht immer am wirklichen Leben Margarethe Steiffs orientiert wird gerne verzeihen, denn nichts im Film wirkt unecht. So sind 90 Minuten gelungene Unterhaltung entstanden, die zudem Mut machen, vor Schwierigkeiten im eigenen Leben nicht zu kapitulieren.
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