Zum letzten Mal sehen Anna und Otto Quangel ihren einzigen Sohn,
als er 1940 einberufen wird. Kurz darauf fällt Otti "für
Führer, Volk und Vaterland". Für das Ehepaar bricht eine Welt
zusammen; Phrasen vom Heldentod für den Führer bieten keinen Trost.
Anna beginnt anonyme Feldpostkarten mit den Worten "Der Führer
hat mir meinen Sohn ermordet" zu verteilen. So hofft sie, die
Menschen wachzurütteln. Doch vor allem setzt sie die
Überwachungsmaschinerie des Nazistaates in Gang. Schon bald ist
ihnen die Gestapo auf den Fersen und sie gehören zu den
meistgesuchten Verbrechern des Vaterlandes... Ambitionierte
Literaturverfilmung und ein Stück deutscher Geschichte: Hans
Fallada verfasste den Roman kurz vor seinem Tod im Jahre 1946,
basierend auf Gestapo-Akten. Das Vermächtnis eines großen deutschen
Schriftstellers.
Rudolf Ditzen alias Hans Fallada , geb. 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten, besuchte ohne Abschluss das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Von 1915-25 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, von 1928-31 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt 'Der junge Goedeschal', seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman 'Kleiner Mann was nun?' (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als 'unerwünschter Autor' zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947. Weitere wichtige Werke: 'Bauern, Bonzen und Bomben' (1931), 'Wer einmal aus dem Blechnapf frißt' (1934), 'Wolf unter Wölfen' (1937), 'Der eiserne Gustav' (1938), 'Geschichten aus der Murkelei' (1938), 'Jeder stirbt für sich allein' (1947).
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