Für Springreiterin Louise ist die Welt in Ordnung. Gerade hat sie
das letzte Turnier ihrer Karriere gewonnen: Sie soll mit Partner
Markus in Dubai die Leitung einer Pferdezucht übernehmen. Doch dann
überschlagen sich die Ereignisse: Der Sieg wird ihr aberkannt, weil
Markus ihren erkrankten Hengst gedopt hat; damit würde Louise ihre
Zuchtlizenz verlieren. Außerdem will Stiefmutter Marianne das
Gestüt ihres verstorbenen Gatten verkaufen. Und dann sorgt Axel,
ein Freund aus Kindertagen, auch noch für große Verwirrung ihrer
Gefühle. Nach bewährtem Muster präsentiert Christiane Sadlo alias
Inga Lindström wieder einen ihrer gefühlssatten Schwedenhappen.
Landschaft und Musik scheinen immergleich, die Darsteller sind
austauschbar, Figuren und Handlung gehorchen ohnehin einer
durchdeklinierten Dramaturgie: Die blonde junge Frau ist die
tapfere Heldin, die alle Herausforderungen mannhaft meistert, der
schmucke Kerl ist die Liebe ihres Lebens, und das Happy End ist so
garantiert wie die Auflösung aller Konflikte in Wohlgefallen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Die erfolgreiche Springreiterin Louise Stenfelt plant vom Reitsport
zurückzutreten, um mit ihrem Lebenspartner und Trainer Markus
Segerstadt die Leitung eines Gestüts in Dubai zu übernehmen. Mit
einem letzten Turnier in Stockholm will sie ihre Karriere beenden.
Kurz vor ihrem Aufruf trifft sie ihre Jugendliebe Axel Hasselroth
wieder, der als Tierarzt das Turnier betreut. Von Axel erfährt
Louise, dass ihre Stiefmutter Marianne das Gut
"Rosenfeldt", auf dem sie aufgewachsen ist, verkaufen
will. Nach dem Tod der Mutter wurde Louises Vater ihr engster
Vertrauter, bis er sich in Marianne verliebte und sie heiratete.
Louise - krank vor Eifersucht - fand keinen Zugang zu Marianne. Sie
verließ das Gut und brach jeden Kontakt ab. Axel ist es auch, der
Louise dazu überredet, vor ihrer Abreise nach Dubai noch einmal
nach "Rosenfeldt" zurückzukehren, um sich endgültig von
ihrer alten Heimat und ihrer Jugendzeit zu verabschieden. Trotz der
angespannten Situation genießt Louise die Zeit auf
"Rosenfeldt" und die gemeinsamen Stunden mit Axel, zu dem
sie sich mehr und mehr hingezogen fühlt. Doch dann geschehen Dinge,
die die neu aufkeimende Vertrautheit auf eine harte Probe
stellen...
Nach bewährtem Muster präsentiert Christiane Sadlo alias Inga Lindström wieder einen ihrer gefühlssatten Schwedenhappen. Landschaft und Musik scheinen immergleich, die Darsteller sind austauschbar, Figuren und Handlung gehorchen ohnehin einer durchdeklinierten Dramaturgie: Die blonde junge Frau (Doreen Dietel) ist die tapfere Heldin, die alle Herausforderungen mannhaft meistert, der schmucke Kerl (Erol Sander) ist die Liebe ihres Lebens, und das Happy End ist so garantiert wie die Auflösung aller Konflikte in Wohlgefallen. Am Schluss zeigt sogar die Gegenspielerin (Nicola Tiggeler) Größe, weil sich ausgerechnet ein Banker (Siegfried Rauch) als Mann mit Herz entpuppt. Andererseits: Wen wundert's, ist der Mann doch der Vater vom neuen Freund der Heldin. Während sich Doreen Dietel durchaus für Aufgaben empfiehlt, in denen sie mehr zu tun hat als Erol Sander anzuschmachten, gibt der einmal mehr den Frauenversteher. Aber genau das will die Zielgruppe (Romantikerinnen ab fünfzig) ja angeblich haben, und solche Aufgaben kosten Sander, der sich auch gern am Degeto-Freitag im "Ersten" tummelt, gerade mal ein Lächeln. All das ist zwar Fernsehen von gestern, doch solange die Lindström-Filme bis zu oder gar über acht Millionen Zuschauer(innen) haben, dürfte Claus Beling (Hauptredaktionsleiter Unterhaltung-Wort) beim ZDF Narrenfreiheit genießen. tpg.