Ende des 19. Jahrhunderts als uneheliche Tochter eines
Dienstmädchens geboren, arbeitet auch Guste zunächst als solches.
Auf die Heirat mit dem Arbeiter Paul folgen zwei Kinder und ein
bescheidenes Glück. Während des Ersten Weltkriegs arbeitet sie in
einer Munitionsfabrik, nach ihrer sozialistischen Erweckung schlägt
sie sich als Fensterputzerin durch. Auf Pauls Rückkehr aus dem
Krieg folgen karge Jahre mit Wirtschaftskrise und aufkommendem
Faschismus. Paul wird arbeitslos und stirbt. Nach dem Tod ihres
Sohnes im Zweiten Weltkrieg bleibt Guste nur die Enkelin Christel,
für die sie nach Kriegsende zum Studienbeginn ein Kleid näht - aus
ihrer buntkarierten Bettwäsche, dem Standessymbol der einfachen
Leute.
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Erzählt wird die Chronik einer deutschen Arbeiterfamilie über drei
Generationen: 1884 kommt Guste als uneheliches Kind eines
Dienstmädchens zur Welt. Ihr Lebensweg scheint vorgezeichnet. Sie
geht ebenfalls in Stellung, lernt jedoch den Arbeiter Paul
Schmiedecke kennen und heiratet ihn. Mit ihren zwei Kindern
verbringt die junge Familie einige glückliche Jahre - dann kommt
der Erste Weltkrieg. Paul wird eingezogen und Guste muss allein für
die Kinder sorgen. Während der täglichen Straßenbahnfahrt zur
Munitionsfabrik lernt sie einen Landsturmmann kennen, der ihr die
Augen öffnet über die Zusammenhänge von Krieg und Kapital. Sie legt
die Arbeit nieder und schlägt sich als Fensterputzerin durch, bis
Paul aus dem Krieg zurückkehrt. Doch nun machen ihnen
Weltwirtschaftskrise und aufkommender Faschismus zu schaffen.
Gewerkschafter Paul, als politisch unzuverlässig eingestuft,
verliert seine Arbeit und stirbt bald danach. Im Zweiten Weltkrieg
verliert Guste bei einem Bombenangriff auch ihren Sohn. Ihr ist nur
die Enkelin Christel geblieben. Als das Mädchen nach Ende des
Krieges im demokratischen Deutschland einen Studienplatz bekommt,
erfährt Guste ein spätes Glück. Sie holt die sorgsam gehütete
buntkarierte Bettwäsche, Standessymbol der einfachen Leute, aus dem
Schrank und näht Christel ein Kleid daraus, damit sie hübsch
angezogen zur Universität gehen kann
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