Das Vermächtnis der Drachenreiter / Eragon Bd.1 - Paolini, Christopher

Christopher Paolini 

Das Vermächtnis der Drachenreiter / Eragon Bd.1

Ausgezeichnet mit dem Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser (Literaturhaus Wien) 2005

Übersetzer: Stefanidis, Joannis
Broschiertes Buch
 
185 Kundenbewertungen
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Produktbeschreibung zu Das Vermächtnis der Drachenreiter / Eragon Bd.1

"Christopher Paolinis Erstling blitzt aus den Schwert- und Zauberei-Büchern hervor wie Eragons Schwert Zar'roc aus einem Berg gewöhnlicher Waffen." -- DIE ZEIT

"Man möchte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören." -- Gala

"Wie kann einem 15-Jährigen das gelingen?" -- Der Spiegel

Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn aus dem Stein schlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt. Über Nacht wird er in eine schicksalhafte Welt voller Magie und dunkler Mächte geworfen, die regiert wird von einem Herrscher, dessen Grausamkeit keine Grenzen kennt. Mit nichts als einem Schwert bewaffnet, stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse, an seiner Seite seine treue Gefährtin, der blaue Drache Saphira.

Produktinformation


  • Verlag: Cbt
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 733 S.
  • Seitenzahl: 736
  • cbt bei Omnibus Bd.30333
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 125mm x 51mm
  • Gewicht: 598g
  • ISBN-13: 9783570303337
  • ISBN-10: 3570303330
  • Best.Nr.: 20765391
"Wie kann einem 15-Jährigen das gelingen?"

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Christopher Paolinis erster Roman "blitzt" aus den Reihen der Zauberbücher hervor, wie ein magisches Schwert aus einem "Berg gewöhnlicher Waffen", schwärmt Rezensentin Nina May. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Freundschaft zwischen einem Drachen und seinem menschlichen Gefährten, eine "rührende Verbindung" nicht zuletzt deshalb, weil das Fabelwesen - "ungewöhnlich genug" - ein Weibchen ist. Paolini hat die Rezensentin durch Wälder und Wüsten geführt und ihr eine Welt gezeigt, die sie nicht selten an "des Meisters Tolkien" Werk erinnert: bei der Kreation einer eigenen Sprache, der nicht endenden Reise und der "originellen Zeichnung" der Figuren bleibt der Autor jedoch nicht stehen. Er schildert vielmehr den manchmal schwierigen Schritt von der Kindheit in die Erwachsenenwelt und macht so seinen Protagonisten "zur idealen Identifikationsfigur" für jugendliche Leser, versichert die hingerisssene May.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2005

Magische Familienbande
Die neuere Phantastik für Kinder entdeckt die Verwandtschaft

Da Joanne K. Rowling sich zwischen den einzelnen Bänden von Harry Potter Zeit läßt, können Kinder und Jugendliche ihren nach wie vor kräftigen Appetit auf Phantastisches auch mal bei anderen Köchen stillen. Die Autoren richten sich nach dem Erfolgsmodell und schreiben selten weniger als 350 Seiten, oft das Doppelte. Die meisten Geschichten sind als Trilogien angelegt - die magische Drei dominierte schon im Märchen. Seit der rührenden Geschichte von der schreibenden Mutter im Café gehören mehr denn je die Lebensumstände der Autoren zum Marketing-Konzept der phantastischen Jugendliteratur. Eine Mutter hat sich zusammen mit der Tochter "Lionboy" ausgedacht, und Christopher Paolini schrieb "Eragon" mit 15 Jahren. Solche Storys suggerieren den Fans, daß sie mit ihrer phantastischen Trilogie die nächsten sein könnten.

Rezepte und Zutaten für die Handlung gib's kostenlos in Mythen, Märchen und den Arbeiten der Kollegen. Man nehme eine Waise oder ein von seinen Eltern verlassenes Kind. Zur Kompensation seiner Einsamkeit muß es über wunderbare …

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´´Was den Erfolg von ´´Eragon´´ ausmacht, darüber lässt sich nur spekulieren. Er mag sich der Direktheit des Buches verdanken, der Ungefiltertheit seiner fantastischen Vision, ihrer völligen Ironiefreiheit. ´´Eragon´´ ist selbst im Alphabet nur einen Schritt weit entfernt von seinem Ursprung, dem ´´dragon´´ nämlich, den ´´gigantischen, majestätischen Flugdrachen´´, von denen der junge Christopher im abgelegenen Paradise Valley so hartnäckig träumte.
Wieland Freund, WELT

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.11.2004

Der blaue Drache
„Eragon”, der große Fantasy-Roman des 15-jährigen Christopher Paolini
Bis zu der geheimnisvollen Explosion war Eragons Leben ähnlich wie das anderer Jungen in Alagaesia, dem Reich des brutalen Königs Galbatorix. Doch als sich der Rauch auf den Hügeln des Buckelgebirges lichtet, findet Eragon zwischen verkohlten Wurzeln einen saphirblauen, glatten Stein mit kleinen, weißen Äderchen. Dieser mysteriöse Stein wird Eragons Leben grundlegend verändern. Noch ahnt er nicht, dass dem Stein bald ein tollpatschiger, blauer Drache entschlüpfen wird - der letzte seiner Art.
Bis zu dem gewaltigen Erfolg seines Erstlingswerks Eragon war auch Christopher Paolinis Leben so wie das anderer Jungen in Montana. Vielleicht nicht ganz, denn er ging nie in eine Schule. Seine Mutter unterrichtete ihn. Den mehr als 600 Seiten dicken Roman Eragon, sein Erstlingswerk, schrieb er mit knapp 15 Jahren. Offenbar hat ihm also die Mutter neben dem Schulwissen auch die Freude am Erzählen nahe gebracht.
Auch die Menschen in Eragons verschlafenem Heimatdorf erzählen gern - phantastische Geschichten über mächtige Elfen, geheimnisvolle Zwerge und kampfbereite …

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"Ein großartiges Werk ... Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen ..."
(Liz Rosenberg, New York Times)

"Ein verheißungsvoller Auftakt, sowohl für die Karriere des Autors als auch für die Trilogie."
(Publishers Weekly)

"Ein mitreißendes Fantasy-Epos."
(Kirkus Reviews)

"Ein großartiges Werk ... Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen ..." Liz Rosenberg, New York Times

"Ein großartiges Werk ... Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen ..." Liz Rosenberg, New York Times

"Fantasy jenseits aller Klischees (...) voller Kraft und Spannung und frei von Kitsch."
Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen - und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana.

Leseprobe zu "Das Vermächtnis der Drachenreiter / Eragon Bd.1"

PROLOG

SCHATTEN DER ANGST

Der Wind heulte durch die Nacht und trug einen Duft heran, der die Welt verändern sollte. Ein hoch aufragender Schatten hob den Kopf und schnüffelte. Bis auf sein blutrotes Haar und seine gelb glühenden Augen sah er aus wie ein Mensch.

Er blinzelte überrascht. Die Botschaft war eindeutig: Sie kamen. Oder war es eine Falle? Er überlegte kurz, dann sagte er eisig: "Verteilt euch. Versteckt euch hinter den Bäumen und Büschen. Haltet jeden auf, der kommt ... oder ihr sterbt."

Um ihn scharten sich zwölf groß gewachsene Urgals mit Kurzschwertern und runden Eisenschilden, die mit schwarzen Symbolen bemalt waren. Die Urgals ähnelten Menschen mit krummen Beinen und muskelbepackten Armen, die zum Zuschlagen wie geschaffen schienen. Über ihren kleinen Ohren sprossen lange, knorrige Hörnerpaare. Die Ungeheuer huschten grunzend ins Unterholz und versteckten sich. Kurz darauf verstummte das Geraschel und der Wald war wieder still.

Der Schatten spähte um einen dicken Baum und schaute den Pfad hinauf. Ein Mensch hätte in der Dunkelheit nichts mehr erkennen können, aber für ihn war das schwache Mondlicht wie Sonnenschein, der zwischen den Bäumen hindurchfiel. Scharf und deutlich nahm sein suchender Blick jede Einzelheit wahr. Er war unnatürlich ruhig, in seiner Hand hielt er ein langes blankes Schwert. Eine Scharte, fein wie ein Haar, verlief über die gesamte Länge der Klinge bis hinab zur Spitze. Das Blatt war dünn genug, um zwischen zwei Rippen hindurchgleiten zu können, und dennoch so stabil, dass es selbst die härteste Rüstung durchdrang.

Die Urgals sahen nicht so gut wie der Schatten. Sie kauerten am Boden wie blinde Bettler und griffen dabei unruhig nach ihren Waffen. Ein Eulenschrei durchschnitt die Stille. Keiner der Urgals entspannte sich, bis der Vogel vorbeigeflogen war. Dann fröstelten die Ungeheuer in der kalten Nacht; eins von ihnen trat mit seinem schweren Stiefel auf einen Zweig. Der Schatten zischte wütend und die Urgals zogen erschrocken die Köpfe ein. Er unterdrückte seine Abscheu - sie stanken wie ranziges Fleisch - und wandte sich ab. Sie waren Werkzeuge, nichts weiter.

Der Schatten rang mit seiner wachsenden Ungeduld, während aus Minuten Stunden wurden. Der Duft musste seinen Besitzern weit vorausgeeilt sein. Der Schatten erlaubte es nicht, dass die Urgals aufstanden und sich wärmten. Auch sich selbst versagte er diese Annehmlichkeit, blieb hinter dem Baum stehen und beobachtete den Pfad. Ein weiterer Windstoß fegte durch den Wald. Dieses Mal war der Duft stärker. Er verzog die schmalen Lippen und knurrte aufgeregt.

"Haltet euch bereit", flüsterte er. Sein ganzer Körper vibrierte. Die Spitze seines Schwertes zog kleine Kreise. Es hatte ihn viel Hinterlist und große Anstrengung gekostet, an diesen Punkt zu gelangen. Es wäre töricht gewesen, jetzt die Selbstbeherrschung zu verlieren.

Unter den dichten Brauen der Urgals begannen ihre Augen zu schimmern und die Kreaturen verstärkten den Griff um die Waffen. Vor ihnen hörte der Schatten ein Klirren, als etwas Hartes an einen losen Stein stieß. Undeutliche Schemen lösten sich aus der Dunkelheit und kamen den Pfad hinab.

Drei weiße Pferde galoppierten auf den Hinterhalt zu. Die Reiter hielten ihre Häupter stolz erhoben und ihre Umhänge kräuselten sich wie flüssiges Silber im Mondschein.

Auf dem ersten Pferd saß ein Elf mit spitzen Ohren und elegant geschwungenen Augenbrauen. Sein Körper war gertenschlank, aber kräftig wie ein Degen. Ein mächtiger Bogen war auf seinem Rücken befestigt. An einer Seite hing ein Schwert, an der anderen ein Köcher voller weiß gefiederter Pfeile.

Der hintere Reiter hatte dieselbe helle Haut und dieselben länglichen Gesichtszüge wie der andere. In der rechten Hand hielt er einen Langspeer und in seinem Gürtel steckte ein weißer Dolch. Auf dem Kopf trug er einen außergewöhnlich kunstvollen, mit Gold und Bernstein beschlagenen Helm.

Zwischen den beiden ritt eine Elfe mit rabenschwarzem Haar, die aufmerksam ihre Umgebung beobachtete. Ihre von langen dunklen Wimpern umrahmten Augen blickten entschlossen. Ihre Kleidung war schlicht, was jedoch ihre Schönheit nicht minderte. An ihrer Seite hing ein Schwert, auf dem Rücken ein langer Bogen mit einem Köcher. Auf ihrem Schoß lag ein Beutel, auf den sie immer wieder hinabsah, als wollte sie sich vergewissern, dass er noch da war.

Einer der Elfenmänner sagte etwas, aber so leise, dass der Schatten die Worte nicht verstehen konnte. Die Elfenfrau antwortete mit offenkundiger Autorität, woraufhin ihre Wachen die Plätze tauschten. Der mit dem Helm übernahm die Führung und hielt den Langspeer nun so, dass er ihn sofort einsetzen konnte. Sie ritten am Versteck des Schattens und an den ersten Urgals vorbei, ohne Verdacht zu schöpfen.

Der Schatten schwelgte bereits im Siegestaumel, als der vom Gestank der Urgals durchdrungene Wind die Richtung änderte und den Elfen entgegenschlug. Die Pferde schnaubten aufgeregt und warfen die Köpfe herum. Die Reiter erstarrten, ihre Blicke schossen umher, dann rissen sie ihre Rösser herum und galoppierten davon.

Das Pferd der Elfe stob vorwärts und ließ ihre Begleiter weit hinter sich. Die Urgals sprangen aus ihren Verstecken, erhoben sich und schickten ihnen einen Hagel schwarzer Pfeile hinterher. Der Schatten trat hinter dem Baum hervor, hob die rechte Hand und rief: "Garjzla!" Ein roter Blitz schoss aus seiner Handfläche auf die Elfe zu und tauchte die Bäume in blutiges Licht. Er traf ihr Pferd, das mit einem schrillen Schrei zusammenbrach und mit dem Brustkorb in den Boden pflügte. Sie sprang mit übermenschlicher Schnelligkeit von dem Tier herab, landete leichtfüßig und schaute sich nach ihren Begleitern um.

Die tödlichen Pfeile der Urgals prasselten auf die beiden Elfenkrieger nieder. Sie fielen von ihren edlen Rössern in die Blutlachen, die sich rasch auf dem Boden ausbreiteten. Als die Urgals auf die Gefallenen zurannten, brüllte der Schatten: "Ihr nach! Sie ist es, die ich haben will!" Die Ungeheuer stürmten grunzend den Pfad hinauf.

Der Elfe entfuhr ein Schrei, als sie ihre toten Begleiter sah. Sie ging einen Schritt auf sie zu, dann verfluchte sie ihre Feinde und schlüpfte mit einem geschmeidigen Satz in den Wald.

Während die Urgals ihr zwischen den Bäumen hindurch nachstürmten, kletterte der Schatten auf einen Granitfelsen, der die Baumkronen überragte. Von dort konnte er das gesamte umliegende Gebiet überblicken. Er hob eine Hand und murmelte: "Böetq Istalri!", woraufhin etwa dreihundert Quadratmeter Wald in Flammen aufging. Grimmig setzte er ein Stück nach dem anderen in Brand, bis ein riesiger Feuerring die Stätte des Hinterhalts umgab. Die Flammen sahen aus wie eine geschmolzene, auf den Wald niedergefallene Krone. Mit zufriedenem Gesicht beobachtete er aufmerksam den Ring, für den Fall, dass das Feuer frühzeitig erlosch.

Doch der Ring verdichtete sich und konzentrierte sich auf den Bereich, in dem sich die Urgals befanden. Plötzlich hörte der Schatten Rufe und einen Aufschrei. Zwischen den Bäumen sah er drei seiner Handlanger tödlich verwundet übereinander fallen. Er erhaschte einen kurzen Blick auf die Elfe, die vor den übrigen Urgals floh.

Sie rannte mit unglaublicher Geschwindigkeit auf den Granitfelsen zu. Der Schatten blickte prüfend auf den Waldboden zwanzig Fuß unter ihm, dann sprang er und landete direkt vor ihren Füßen. Sie wirbelte herum und rannte zum Pfad zurück. Schwarzes Urgal-Blut tropfte von ihrem Schwert und beschmutzte den Beutel in ihrer Hand.

Die gehörnten Ungeheuer stürmten aus dem Wald, umstellten sie und versperrten ihr den einzigen Fluchtweg. Sie sah sich in alle Richtungen nach einem Ausweg um. Als sie keinen entdeckte, straffte sie in vornehmer Verachtung den Rücken. Der Schatten trat mit erhobener Hand auf sie zu und weidete sich an ihrer Hilflosigkeit.

"Schnappt sie euch."

Als die Urgals losstürmten, öffnete die Elfe den Beutel, griff hinein und ließ ihn dann zu Boden fallen. In ihren Händen lag ein großer Saphir, in dem sich das grimmige Licht des Feuers spiegelte. Sie hob ihn über den Kopf, während ihre Lippen fieberhaft Worte formten. Verzweifelt brüllte der Schatten: "Garjzla!"

Ein roter Feuerball entsprang seiner Hand und schoss pfeilschnell auf die Elfe zu. Aber der Schatten kam zu spät. Einen Moment lang erhellte ein grüner Lichtblitz den ganzen Wald - und dann war der Stein aus ihren Händen verschwunden. Im nächsten Augenblick traf sie der rot glühende Feuerball und sie brach zusammen.

Der Schatten stieß einen wütenden Schrei aus und marschierte auf sie zu, dabei hieb er sein Schwert gegen einen Baum. Die Klinge fuhr durch den halben Stamm und blieb zitternd stecken. Neun weitere Energieblitze schossen aus seiner Handfläche und töteten die Urgals in Sekundenschnelle. Dann zog der Schatten das Schwert wieder aus dem Baum und ging zu der Elfe hinüber.

Racheschwüre, gesprochen in einer grässlichen Sprache, die nur er verstand, rollten über seine Zunge. Er ballte die hageren Hände zu Fäusten und starrte zum Himmel empor. Die kalten Sterne starrten ungerührt zurück wie Zuschauer aus einer anderen Welt. Wütend verzog er die Lippen, bevor er sich der bewusstlosen Elfenmaid zuwandte. Ihre Schönheit, die jeden sterblichen Mann verzaubert hätte, ließ ihn kalt. Er vergewisserte sich, dass der Stein tatsächlich verschwunden war, dann holte er sein Pferd aus dem Versteck zwischen den Bäumen. Nachdem er die Elfe an den Sattel gefesselt hatte, saß er auf und ritt aus dem Wald.

Er löschte die Feuer, die ihm im Weg waren, ließ die übrigen aber brennen.

Die Entdeckung

Eragon kniete im zertrampelten Schilfgras und musterte mit geübtem Auge die Fährte. Die Abdrücke verrieten ihm, dass die Hirsche erst vor einer halben Stunde auf der Lichtung gewesen waren. Bald würden sie sich zur Nacht hinlegen. Sein Ziel, eine kleine Hirschkuh, die stark auf dem linken Vorderlauf lahmte, war noch bei der Herde. Es erstaunte ihn, dass sie es so weit geschafft hatte, ohne von einem Wolf oder einem Bären gerissen zu werden.

Der Himmel war klar und dunkel und es wehte ein leichter Wind. Eine silbrige Wolke trieb über die umliegenden Berge, deren Ränder im Lichtschein des zwischen zwei Gipfeln hängenden Herbstmonds rötlich schimmerten. An den Berghängen flossen aus trägen Gletschern und glitzernden Schneemassen entstandene Bäche hinab. Ein zäher Nebel kroch über den Talboden, so dicht, dass er fast Eragons Füße zu verschlucken schien.

Eragon war fünfzehn, nur noch ein knappes Jahr vom Mannesalter entfernt. Dunkle Brauen überspannten seine eindringlichen braunen Augen. Die Kleider waren von der Arbeit abgenutzt. Ein Jagdmesser mit Knochengriff steckte in einer Scheide an seinem Gürtel und ein wildledernes Futteral schützte den Eibenholzbogen vor der Feuchtigkeit. Auf dem Rücken trug er einen holzgerahmten Rucksack.

Die Hirsche hatten ihn tief in einen unzugänglichen Gebirgszug geführt, der Buckel genannt wurde und das Land Alagaësia von Norden nach Süden durchzog. Aus diesen Bergen kamen oft sonderbare Geschichten und eigenartige Menschen und meistens verhießen sie nichts Gutes. Trotzdem fürchtete Eragon diese raue Gegend nicht - er war der einzige Jäger in der Umgebung von Carvahall, der es wagte, das Wild bis in den Buckel zu verfolgen.

Er war bereits die dritte Nacht auf der Jagd und sein Proviant war zur Hälfte verbraucht. Wenn er die Hirschkuh nicht erlegte, war er gezwungen, mit leeren Händen heimzukehren. Seine Familie brauchte Fleisch wegen des in Kürze anbrechenden Winters, und sie konnten es sich nicht leisten, es in Carvahall zu kaufen.

Eragon stand voll stiller Zuversicht im fahlen Mondlicht, dann ging er in den Wald und marschierte auf eine Lichtung zu, auf der er die Hirsche vermutete. Die Bäume versperrten den Blick zum Himmel und warfen federförmige Schatten auf den Boden. Er schaute nur gelegentlich auf die Spuren; er kannte ja den Weg.

Am Rande der Lichtung zog er den Bogen aus dem Futteral, nahm drei Pfeile und legte einen an die Sehne, während er die anderen in der linken Hand bereithielt. Im Mondlicht waren etwa zwanzig reglose Schatten zu erkennen - die im Gras liegenden Hirsche. Die Hirschkuh, auf die er es abgesehen hatte, lag etwas abseits des Rudels und hatte ihr linkes Vorderbein unbeholfen ausgestreckt.

Eragon schlich langsam näher und spannte den Bogen. Die ganze Mühsal der letzten drei Tage war auf diesen Augenblick gerichtet gewesen. Er atmete ein letztes Mal tief durch und - eine Explosion erschütterte die Nacht.

Das Rudel sprang auf. Eragon stürmte los, und während er durchs Gras rannte, streifte ein heftiger Windstoß seine Wange. Schlitternd kam er zum Stehen und schoss auf die umherspringende Hirschkuh. Der Pfeil verfehlte sie um Fingerbreite und verschwand zischend in der Dunkelheit. Fluchend wirbelte Eragon herum und legte instinktiv den nächsten Pfeil an.

Hinter ihm, wo eben noch die Hirsche gewesen waren, schwelten Gras und Bäume in einem kreisrunden Areal. Viele der Kiefern waren nackt, hatten all ihre Nadeln verloren. Das Gras, das die verkohlte Stelle umgab, war platt gedrückt. Kleine Rauchfahnen stiegen in die Höhe und verströmten einen brenzligen Geruch. Im Zentrum des Explosionsherds lag ein polierter blauer Stein. Nebelschwaden schlängelten auf dem verkohlten Boden und ließen substanzlose Ranken über den Stein gleiten.

Eragon hielt mehrere Minuten nach Gefahr Ausschau, aber das Einzige, was sich rührte, waren die Nebelschwaden. Vorsichtig ließ er den Bogen sinken und ging los. Der Mondschein warf sein mattes silbriges Licht auf ihn, als er vor dem Stein stehen blieb. Er stieß ihn mit dem Pfeil an, dann sprang er zurück. Als nichts geschah, hob er ihn vorsichtig auf.

Nie hatte die Natur einen Stein so glatt poliert wie diesen. Seine makellose Oberfläche war dunkelblau, bis auf die feinen weißen Adern, die ihn wie ein Spinnennetz überzogen. Der Stein war kühl und Eragons Finger spürten nicht die geringste Unebenheit. Die Oberfläche fühlte sich an wie gehärtete Seide. Oval und etwa einen Fuß lang, wog der Stein mehrere Pfund, obwohl das Gewicht dem Jungen bei weitem nicht so schwer erschien.

Der Stein gefiel ihm, aber gleichzeitig machte er ihm auch Angst. Wo kommt er her? Hat er irgendeinen Zweck? Dann kam ihm ein beunruhigender Gedanke: Ist er zufällig hier gelandet oder sollte ich ihn finden? Wenn Eragon irgendetwas aus den alten Geschichten gelernt hatte, dann die Tatsache, dass man der Magie und jenen, die sie ausübten, mit Vorsicht begegnen musste.

Aber was soll ich mit dem Stein anfangen? Es wäre eine Mühsal, ihn mitzuschleppen, und es bestand nach wie vor die Möglichkeit, dass er gefährlich war. Vermutlich wäre es am klügsten gewesen, ihn einfach liegen zu lassen. Ein Anflug von Unentschlossenheit überkam ihn, und beinahe hätte er ihn wieder fallen gelassen, aber irgendetwas schien seine Hand zurückzuhalten. Zumindest kann man ihn bestimmt gegen ein paar Lebensmittel eintauschen, dachte er und schob den Stein achselzuckend in den Rucksack.

Die Lichtung war zu ungeschützt, um ein sicheres Nachtlager zu bieten, und so ging er in den Wald zurück und breitete unter den herausgerissenen Wurzeln eines umgestürzten Baumes sein Schlafzeug aus. Nach einem kalten Abendessen aus Brot und Käse kuschelte er sich in seine Wolldecke und schlief ein, während er darüber nachgrübelte, was er gerade erlebt hatte.

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"
Der Wind heulte durch die Nacht und trug einen Duft heran, der die Welt verändern sollte. Ein hoch aufragender Schatten hob den Kopf und schnüffelte. Bis auf sein blutrotes Haar und seine gelb glühenden Augen sah er aus wie ein Mensch.
Er blinzelte überrascht. Die Botschaft war eindeutig: Sie kamen. Oder war es eine Falle? Er überlegte kurz, dann sagte er eisig: "Verteilt euch. Versteckt euch hinter den Bäumen und Büschen. Haltet jeden auf, der kommt... oder ihr sterbt."
Um ihn scharten sich zwölf groß gewachsene Urgals mit Kurzschwertern und runden Eisenschilden, die mit schwarzen Symbolen bemalt waren. Die Urgals ähnelten Menschen mit krummen Beinen und muskelbepackten Armen, die zum Zuschlagen wie geschaffenen schienen. Über ihren kleinen Ohren sprossen lange, knorrige Hörnerpaare. Die Ungeheuer huschten grunzend ins Unterholz und versteckten sich. Kurz darauf verstummte das Geraschel und der Wald war wieder still.
Der Schatten spähte um einen dicken Baum und schaute den Pfad hinauf. Ein Mensch hätte in der Dunkelheit nichts mehr erkennen können, aber für ihn war das schwache Mondlicht wie Sonnenschein, der zwischen den Bäumen hindurchfiel. Scharf und deutlich nahm sein suchender Blick jede Einzelheit wahr. Er war unnatürlich ruhig, in seiner Hand hielt er ein langes blankes Schwert. Eine Scharte, fein wie ein Haar, verlief über die gesamte Länge der Klinge bis hinab zur Spitze. Das Blatt war dünn genug, um zwischen zwei Rippen hindurchgleiten zu können, und dennoch so stabil, dass es selbst die härteste Rüstung durchdrang.
Die Urgals sahen nicht so gut wie der Schatten. Sie kauerten am Boden wie blinde Bettler und griffen dabei unruhig nach ihren Waffen. Ein Eulenschrei durchschnitt die Stille. Keiner der Urgals entspannte sich, bis der Vogel vorbeigeflogen war. Dann fröstelten die Ungeheuer in der kalten Nacht; eins von ihnen trat mit seinem schweren Stiefel auf einen Zweig. Der Schatten zischte wütend und die Urgals zogen erschrocken die Köpfe ein. Er unterdrückte seine Abscheu - sie stanken wie ranziges Fleisch - und wandte sich ab. Sie waren Werkzeuge, nichts weiter.
Der Schatten rang mit seiner wachsenden Ungeduld, während aus Minuten Stunden wurden. Der Duft musste seinen Besitzern weit vorausgeeilt sein. Der Schatten erlaubte es nicht, dass die Urgals aufstanden und sich wärmten. Auch sich selbst versagte er diese Annehmlichkeit, blieb hinter dem Baum stehen und beobachtete den Pfad. Ein weiterer Windstoß fegte durch den Wald. Dieses Mal war der Duft stärker. E r verzog die schmalen Lippen und knurrte aufgeregt.
"Haltet euch bereit", flüsterte er. Sein ganzer Körper vibrierte. Die Spitze seines Schwertes zog kleine Kreise. Es hatte ihn viel Hinterlist und große Anstrengung gekostet, an diesen Punkt zu gelangen. Es wäre töricht gewesen, jetzt die Selbstbeherrschung zu verlieren.
Unter den dichten Brauen der Urgals begannen ihre Augen zu schimmern und die Kreaturen verstärkten den Griff um die Waffen. Vor ihnen hörte der Schatten ein Klirren, als etwas Hartes an einen losen Stein stieß. Undeutliche Schemen lösten sich aus der Dunkelheit und kamen den Pfad hinab.
Drei weiße Pferde galoppierten auf den Hinterhalt zu. Die Reiter hielten ihre Häupter stolz erhoben und ihre Umhänge kräuselten sich wie flüssiges Silber im Mondschein.
Auf dem ersten Pferd saß ein Elf mit spitzen Ohren und elegant geschwungenen Augenbrauen. Sein Körper war gertenschlank, aber kräftig wie ein Degen. Ein mächtiger Bogen war auf seinem Rücken befestigt. An einer Seite hing ein Schwert, an der anderen ein Köcher voller weiß gefiederter Pfeile.
Der hintere Reiter hatte dieselbe helle Haut und dieselben länglichen Gesichtszüge wie der andere. In der rechten Hand hielt er einen Langspeer und in seinem Gürtel steckte ein weißer Dolch. Auf dem Kopf trug er einen außergewöhnlich kunstvollen, mit Gold und Bernstein beschlagenen Helm...."

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Kundenbewertungen zu "Das Vermächtnis der Drachenreiter / Eragon Bd.1"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.7 von 5 Sterne bei 185 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 185 Bewertungen)
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Bewertung von Saphira aus Altusried am 11.02.2012 ***** ausgezeichnet
In dem Buch geht es um den Drachenreiter Eragon. Bei der Jagd findet er im Buckel einen blauen Stein, aus dem ein blauer Drache schlüpft. Das Drachenbaby heißt Saphira. Gemeinsam machen sich der junge Drachenreiter und sein Drache auf die Fährte der Razak, die seinen Onkel Garrow getötet haben, um sich an den Kreaturen zu rächen.Der Geshichtenerzähler Brom begleitet sie auf ihrer Reise. Durch einen Hinterhalt der Razak kommt Brom ums leben. Gemeinsam mit Murthag befreien Eragon und Saphira die Elfe Aria aus Geliard. Der Schatten Dursa hat sie vergiftet und sie müssen sie so schnell wie möglcih zu den Varden bringen, da nur sie das passende Heilmittel haben. Als sie bei den Varden ankommen müssen sich Eragon und Saphira auf ihre erste Schlacht vorbereiten.Werden sie als Sieger aus der Schlacht hervorgehen?
Ein sehr spannendes Buch.

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Bewertung von Y.B. am 17.01.2012 ***** ausgezeichnet
Spannend, mitreißend und ideal um der realen Welt für einen Augenblick zu entfliehen. Man möchte einfach nicht aufhören zu lesen - es macht wirklich süchtig. In dem Buch kann man viel mehr mit Eragon erleben als im Film. Ein tolles Buch.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Dem Autor für die Bewertung danken
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Bewertung von Stupsi aus Berlin am 28.12.2011 ***** schlecht
Das ist ein Fantasy-Buch.
Auf der Jagt findet der 15 Jähriger Eragon einen blauen Stein, den er in der Hoffnung, ihn gegen etwas Essbares eintauschen zu können mitnimmt. Aber plötzlich schlüpft ein kleines Drachenmädchen aus dem Ei und die beiden werden Freunde...
Ehrlich gesagt bin ich auf das Buch nur durch das interessante Coveraufmerksam geworden. Aber ich habe den Kauf nicht bereut und mir auch gleich die anderen Bände geholt.

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Bewertung von Meikii aus Annaburg am 24.11.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch handelt von dem Jungen Eragon, der beim Jagen einen blauen Stein findet. Mit der Zeit findet er heraus, das der Stein eigentlich gar kein Stein ist: Aus dem vermeintlichen Stein schlüpft ein kleines Drachenbaby. Eragon nennt das Drachenmädchen saphira. zu dieser Zeit findet Eragon auch durch den weisen Brom etwas über das Vermächtnis der Drachenreiter heraus und begibt sich mit dem alten Mann und seinem Drachen auf eine gefährliche Reise...
Das Buch ist total schön geschrieben, sehr detalliert, schade, dass im Film so viel davon verloren geht.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Saphira aus Altusried am 19.11.2011 ***** ausgezeichnet
In dem ersten Band der Eagon Saga, geht es um den Drachenreiter Eragon. Als er auf der Jagd im Buckel ist, findet er einen blauen Stein, aus dem ein blaue Drache schlüpft. Sein name ist Saphira. Gemeinsam mit Saphira macht sich Eragon auf eine gefährliche Reise durch das Imperium bis er schließlich bei den Varden ankommt. Dort muss er sich auch gleich in einer Schlacht unter Bweis stellen. Wird er die Schlacht überleben?
Ein tolles Buch. Ich empfehle es auf jeden fall weiter.

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Bewertung von Saphira aus Altusried am 17.11.2011 ***** ausgezeichnet
In dem Buch geht es um den Bauernjungen eragon. Als er bei einem seiner jagdzüge im Buckel einen blauen Stein findet verändert sich sein leben im Palankatal enorm. Denn aus dem Ei, dass Eragon für einen stein gehalten hatte, schlüpft ein junger Drache. Sein Name ist Saphira. Gemeinsam macht sich Eragon mit Brom und Saphira auf die Suche nach den Warden, denn nur dort sind eragon und die blaue Drachin for Galbatorix und den Rasack in sicherheit. Doch bis dahin ist es noch ein langer und gefährlicher weg mitten durch das Imperium. Ein spannendes abenteuer beginnt...
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend ist und so lebendig verfasst wurde, dass man garnicht mehr mit dem lesen auffhören kann.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von Kirsche am 01.11.2011 ***** sehr gut
Ich bin fasziniert, wie gut es gelingen kann, aus althergebrachten Fantasy Elementen eine wirklich unterhaltsame Lektüre zu zaubern. Dem erfahrenen Fantasy-Leser wird sofort auffallen, dass die Geschichte keine wirklich neuen oder innovativen Ideen bietet.

Es geht um den verwaisten Bauernjungen, der einen magischen Gegenstand findet und zum Helden wird. All das spielt sich in einer Welt voller Elfen, Zwerge, Ungeheuer und Menschen ab, die mehr oder weniger verfeindet sind. Es gibt einen bösen Herrscher, Magie und natürlich die Drachen.

Trotzdem weiß das Buch schon nach wenigen Seiten den Leser zu fesseln. Es ist einfach gehalten und dadurch wirklich schnell und flüssig zu lesen. Trotzdem weißt es genug überraschende Wendungen auf, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Das gleiche gilt für die Charaktere. Sie sind zwar relativ weit in Gut und Böse kategorisiert, doch haben sie genug Hintergrund und Tiefe, um sie zu mögen und nicht als oberflächlich zu empfinden.

Der Plot ist straff strukturiert. Es gibt keine Längen, so werden zum Beispiel Reisetage an denen nichts geschieht, auch nicht näher beschrieben. Die nötigen Informationen über die Welt Alagaesia werden nach und nach geliefert, ohne langweilig zu wirken. Da man die Welt aus Eragons Sicht kennen lernt, weiß auch er anfangs nicht viel mehr, da er in einem abgeschiedenen Dorf aufgewachsen ist.

Ich habe erst nach dem Lesen erfahren, das Christopher Paolini erst 15 Jahre alt war, als er dieses Buch schrieb. Ich muss sagen, mir ist das beim Lesen nicht aufgefallen. Es erklärt aber, warum Eragons Gedanken teils wirklich wirken, wie die eines sechszehnjährigen.
Mir hat dieses Buch einige vergnügliche Lesestunden beschert und ich würde es immer gern empfehlen.

FAZIT:
Wer eine klassische Fantasy Geschichte lesen will, ist mit Eragon gut beraten. Man sollte sich allerdings nicht an zahlreichen Parallelen zu anderen Werken des Genres stören oder etwas grundlegend Neues erwarten. Christopher Paolini hat mit bekannten Elementen ein wirklich unterhaltsames Buch für nebenbei geschaffen, das einen in eine detaillierte und fantasievolle Welt abtauchen lässt.
4,5 von 5 Punkten

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Bewertung von Lalapeja aus Münster am 27.09.2011 ***** sehr gut
Der junge Eragon, ein einfacher Bauernjunge, findet bei einer Jagd einen merkwürdigen blauen Stein. Zunächst will er diesen Stein verkaufen, um dafür Fleisch für seine Familie zu kaufen und sie zu ernähren. Aber niemand will ihm den Stein abnehmen. Dass er sehr ungewöhnlich ist, merkt Eragon sofort. Eines Nachts schlüpft aus dem Stein plötzlich ein Drachenbaby und der Stein war in Wahrheit ein Drachenei. Nur wie kommt ein Drachenei zu Eragon? Und was soll er nun mit einem Drachen anfangen?
In diesem ersten Band wird die Geschichte von Eragon erzählt, der zu einem Drachenreiter ausgebildet wird, und die Geschichte seines Drachenmädchens Saphira. An sich hat mir die Erzählung wirklich gut gefallen. Die Charaktere waren alle wunderschön herausgearbeitet, von Oberflächlichkeit keine Spur. Was mich nur gestört hat, waren die verschiedenen Sprachen. Zum Einen die Alte Sprache und dann die Sprache der Zwerge. Ich fand es irgendwann nervig immer umzublättern, um zu schauen, was die Personen nun sagten. Aber so etwas gehört wohl zur Fantasyliteratur dazu. ;)

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von dermannimmond aus Bad Berka am 28.07.2011 ***** sehr gut
Es geht um den jungen Eragon der ein Drachenei findet. Dadurch kann er nicht länger sein gewohntes Leben fortführen und muss flüchten. Auf seiner Reise mit seinem Drachen Saphira muss er viel lernen und sich zwischen gut und böse entscheiden. Zum Glcük steht ihm ein erfahrener Drachenkenner beiseite.
Der erste Band von Eragon war ein sehr tolles Buch. Ich mochte vorallem die Hauptfigur sehr gerne. Immer wieder habe ich mit den Erlebnissen mitgefiebert und so wurde es zu einem einmalig tollem Leseerlebnis. Egal ob Junge oder Mädchen, jeder sollte das Buch gelesen haben! Ich empfehle es weiter, denn an so ein tolles Fantasybuch kommt kein anderes so schnell heran.

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Bewertung von paul aus Bad Berka am 26.07.2011 ***** ausgezeichnet
Was wünschte sich Hagrid aus Harry Potter am meisten? Was braucht man, um Fantasybüchern, -filmen oder -computerspielen zum todsicheren Erfolg zu verhelfen? Und - letzte Frage - wasist meist groß, schuppig, spuckt Feuer und kann sprechen? Klar, ein Drache. Und um Drachen gehts auch in Christopher Paolinis Werk "Eragon". Aber von vorn: Eragon ist augenscheinlich ein ganz normaler Junge, der in einem Dorf, tief in den Bergen bei seinem Onkel ein ruhiges Leben führt. Alles Heil und Unheil nimmt seinen Anfang, als Eragon im Wald einen blauen Stein findet. Geheuer ist ihm die Sache nicht und so will er das Ding so schnell wie möglich loswerden, doch eines Nachts entpuppt sich der Stein als Ei. Und es kommt, wie es kommen musste: Ein Drache schlüpft. Eragon - in völliger Ahnungslosigkeit, was zu tun ist, wenn der Drache erst mal so groß ist, wie zwei Häuser - bekommt Hilfe vom Geschichtenerzähler Brom. Die kommt gerade recht, denn Schergen des Tyrannenkönigs Galbatorix töten Eragons Onkel. Die Reise, die Eragon nun mit seinem Drachen beginnt, führt ihn durch Wälder udn Wiesen, während er Kämpfen lernt, Magie entdeckt, eine Elfenprinzessin rettet und schließlich mit Zwergen eine Schlacht gewinnt.
Alles dabei also, in "Eragon". Das Buch entwickelt wirklich Spannung und Dynamik, sodass man über den etwas zähen Einstieg schnell hinwegsieht. mal wieder: empfehlenswert für die Hängematte.

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