Das Drachentor - Nuyen, Jenny-Mai
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Jenny-Mai Nuyen 

Das Drachentor

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Das Drachentor

"Jenny-Mai Nuyen gehört in die oberste Riege deutscher Fantasy-Autoren." Bild am Sonntag

"Nach Eragon wieder ein Buch einer noch sehr jungen Autorin mit dem Potenzial zum Bestseller." Buchmarkt

"Herausragend!" Kurier

Wer Drachen liebt, muss Nuyen lesen
Seit uralten Zeiten zwingen die Menschen die Drachen zu Gehorsam und setzen sie in ihren blutigen Schlachten ein. Doch ein unheilvoller Zauber hat von den Tieren Besitz ergriffen - immer mehr von ihnen verschwinden aus der Welt, lösen sich in Nebeltoren auf oder stürzen sich in den Tod. Nur Revyn kann sie retten: der Junge mit dem Herz eines Drachen. Gemeinsam mit der Elfe Yelanah kämpft er darum, den Untergang der magischen Wesen aufzuhalten.
? Das große Drachen-Epos von Shooting-Star Jenny-Mai Nuyen
? Für alle Fans von "Eragon" und "Nijura"!


Produktinformation

  • Verlag: Cbt
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 572 S. m. Übers.-Kte.
  • Seitenzahl: 576
  • cbt Taschenbücher Bd.30597
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 126mm x 58mm
  • Gewicht: 605g
  • ISBN-13: 9783570305973
  • ISBN-10: 357030597X
  • Best.Nr.: 25576273
"Ein packender Fantasyroman." Kölner Stadt-Anzeiger

"Ein packender Fantasyroman."
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Leseprobe zu "Das Drachentor" von Jenny-Mai Nuyen

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Leseprobe zu "Das Drachentor" von Jenny-Mai Nuyen

Es hatte viel geregnet. Woche für Woche war das Wasser gefallen, hatte die Gräser platt gedrückt und den Boden weich getrommelt. Von allen Felsen plätscherten Rinnsale und bildeten schlammige Pfützen. Die Krieger versanken bis zu den Knöcheln im Morast.

Erst heute war der Regen versiegt. Noch war der Himmel bedeckt, schwere Wolkentürme standen am Horizont und Dunst stieg aus der Erde auf. Der Wind jagte über das Land und heulte in den Reihen der Krieger. Hunderte waren es - Hunderte Reihen von Tausenden Kriegern.

Sie alle standen still. Bunte Banner flatterten. Die Nebel kräuselten sich zwischen den Fronten.

Zwei Wagen lösten sich aus beiden Kriegerscharen, gezogen von stattlichen Drachen. Die Wagenräder rollten durch den Schlamm, bis die Ornamente auf den Radkappen, glorreiche Schlachten und strahlende Sonnenkönige, darunter verschwanden. In der Mitte des Schlachtfeldes trafen die Wagen aufeinander und die Fahrer zügelten ihre Drachen einen Lanzenwurf voneinander entfernt. Unruhig tänzelten die Tiere vor den Wagen auf der Stelle. Aus ihren Nüstern drang warmer Atem. Die lederartigen Flügel waren fest an ihre schlanken Körper gebunden, damit sie nicht auf den Gedanken kamen, davonzufliegen. Nur die Spitzen der gefalteten Flügel zuckten und bewegten sich unter den Lederriemen.

Einer der Wagenlenker zog den Helm ab. Im Nebel konnte der andere sein Gesicht kaum erkennen, nur die Haare, die ihm um die Schultern fielen, leuchteten durch den Dunst wie ein Lichtkranz. Auch der zweite Fahrer nahm den Helm vom Kopf. Sein dunkles Haar war in unordentlichen Strähnen zurückgeflochten, sodass man die kantigen Gesichtszüge, die braune Haut, die tiefe Narbe auf der rechten Wange sehen konnte.

"Zieh deine Krieger aus unserem Land zurück!", forderte er. Sein Ruf verhallte im unheimlichen Nebel. Der Drache vor seinem Wagen schnaubte und schlug mit dem Schwanz. Der König der Myrdhaner nahm die Zügel fester, kniff die Augen zusammen und horchte nach einer Antwort.

"Ihr habt uns herausgefordert!", schrie der Blonde. Es war die Stimme eines Mannes in der Blüte seiner Jahre, dröhnend und entschlossen. "Nun ist Schluss mit eurer Dreistigkeit, wir beenden es heute, hier und jetzt!" Dumpfer Jubel schwoll hinter ihm an. "Haradonen gegen Myrdhaner, ein für alle Mal! Meine Krieger gegen die deinen, unser Mut gegen euren, Haradons Schwerter gegen eure Steine!"

"Wir erwarten eure Schwerter mit Grimm. Doch nicht Steine, sondern die Kraft von ganz Myrdhan richten wir gegen euch!"

Die Luft erzitterte von Jubelgeschrei, als beide Könige kehrtmachten und zu ihren Heeren zurückfuhren, um hinter Mauern aus Eisen und Fleisch zu verschwinden.

Schrille Schlachthörner verschlangen mit einem Mal die grölenden Rufe. Kurz dröhnte der Klang der Hörner in den Ohren der Krieger, ehe er so abrupt abriss, wie er begonnen hatte. Wieder trat Stille ein. Erwartungsvoll starrten die Männer in den Himmel, doch nur die Banner flatterten im Wind.

Dann tauchten über beiden Heeren Schatten auf. Erst zeichneten sich die Flügel ab, die die Nebel durchschnitten wie schwarze Klingen - dann erkannte man die Drachen. Sie mussten schwer darum kämpfen, in der Luft zu bleiben, und sanken auf und ab, als würden sie über unsichtbare Wellen reiten. Denn auf ihren Rücken saßen Menschen.

Kaum war das feindliche Heer in Schussweite gekommen, glühten hoch oben bei den Drachen Funken auf. Einen Augenblick später senkte sich ein Regen brennender Pfeile auf die Kriegermassen, als hätten die Drachen selbst Feuer gespuckt.

Befehle erklangen, die Schilde wurden in einer einzigen großen Bewegung erhoben. Grauenvolle Schreie zerrissen die Stille, als die Geschosse auf das Schutzdach der Scheune prallten. Auf dem Schlachtfeld zogen nun die Drachen beider Königreiche Kreise in der Luft. Es war einzig ein Gefecht der Windgarden - erst danach würde die siegende Armee über die Feinde herfallen.

Pfeilsalven sirrten durch den Nebel und bohrten sich in die Leiber von Tier und Mensch. Die Luft erzitterte von ihren schweren Flügelschlägen und dem Stöhnen der Tiere. Pfeile trafen auch die Windreiter und rissen sie von ihren Drachen. War der Himmel über dem Schlachtfeld zuvor von den Tieren verdunkelt gewesen, so lichtete er sich nun wieder mit jedem Drachen, der auf die Erde niederfiel.

Dann erklang von beiden Bodentruppen Kampfgebrüll. Die Krieger begannen, ihre Speere im Takt gegen die Schilde zu schlagen, schneller und schneller, heftiger und immer heftiger, bis die Erde vibrierte, und im ohrenbetäubenden Trommelklang ihrer Waffen stürmten sie aufeinander zu. In den vordersten Reihen galoppierten Krieger auf Drachen mit gefesselten Flügeln. Schreiend und mit kurzen Peitschen trieben sie ihre Tiere zu Sprüngen an, die ein rennender Mann nicht halb so schnell zurücklegen konnte. Feuerpfeile hagelten auf die Heere herab, die herunterstürzenden Drachen fielen wie Schatten aus dem weißen Himmel.

Dann stießen beide Heere aufeinander, Myrdhaner gegen Haradonen, überspülten und vereinten sich wie tosende Fluten in Gebrüll, Metall und Blut.

Es waren die Haradonen, die am Abend des Tages den Sieg davontrugen.

Der Krieg Aufbruch Der Morgen graute. Schwere Wolken hingen über den Hügelländern, denn zu dieser Jahreszeit regnete es viel. Die Nordwinde trugen bereits den Geruch von Schnee mit sich und erinnerten Alasar daran, dass der Winter kurz bevorstand. Er fröstelte und zog sich die Fellweste enger um die Brust. Für gewöhnlich reisten im Herbst die Händler von Dorf zu Dorf, um Brennholz zu verkaufen, das man weiter nördlich in den Wäldern fand. Wagenkolonnen, über und über beladen mit Holzscheiten, hielten in den Dörfern Einzug. Dann kamen ihnen die Kinder aus den Hütten entgegen und tanzten um das duftende Holz herum, sangen den Händlern ihre Lieder vor, baten um kleine Holzstückchen, aus denen sie Puppen und Drachen schnitzen wollten, und bestaunten die echten Drachen, die die schweren Wagen zogen. So war es bis jetzt vor jedem Winter gewesen, solange Alasar zurückdenken konnte.

Er blickte zum Horizont. Nur allmählich wich die Dunkelheit dem trüben Tageslicht. Ihm war kalt, trotzdem blieb er auf seinem Aussichtsposten stehen und spähte in die Ferne. So hatte er jeden Morgen der vergangenen zwölf Tage verbracht, hoch oben auf dem Felsen, und die langsam voranschreitende Dämmerung abgewartet.

Alasar blähte die Nasenflügel und witterte die Luft wie die Steppenwölfe, die nachts um sein Dorf schlichen.

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Kundenbewertungen zu "Das Drachentor" von "Jenny-Mai Nuyen"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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***** sehr gut
 
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Bewertung von the best aus Neustadt wied am 09.01.2013 ***** sehr gut
Es geht um einen Jungen, der in einem kleinen Dorf wohnt. Seine gesamte Familie ist tot und er erbte das kleine Haus seiner Eltern. Zur Zeit in einem Drachenstall. Ihm wurde angeboten in die Armee zu gehen, lehnte jedoch ab. Eines Tageskam ein Mann ins Dorf der wollte Freiwillige suchen die mit ihm in den Kampf gehen. Der Junge rettete bei der Auswahl der Drachen einen Lehrling. Kurz danach tötete er 2 Kinder die das Grab seiner Mutter ausrauben wollten. Er wusste er konnte nicht bleiben nahm den Dachen den er aufgehelten hatte und floh. Um dem Mann zu folgen. Auf seiner Reise bemerkte er das er die Gabe besaß mit drachen zu reden.
Dieses Buch ist nur was für Leute die sich lange an ein Buch setzen können, es ist nämlich sehr lang, fand es aber trotzdem gut.

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Bewertung von Happy aus Leipzig am 20.08.2010 ***** ausgezeichnet
Schon seit uralten Zeiten zwingen die Menschen die Drachen zu Gehorsam. Und setzen sie in ihren Schlachten ein. Doch ein Zauber ergreift von den Tieren Besitz. Nur Revyn, der Junge mit dem Herz eines Drachen kann die Tiere noch retten. Zusammen mit der Elfe Yelanah versucht er die Drachen zu retten.
Ich finde Jenny-Mai Nuyen ist eine der besten Autoren, die es je gegeben hat. Sie beschreibt das Land so, dass man glaubt sie wäre dort gewesen. Außerdem ist das Buch sehr spannend geschrieben. Wer Drachen und Fantasy-Bücher gerne liest, sollte dieses Buch unbedingt auch gelesen haben.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Mede aus Winnenden am 22.06.2010 ***** sehr gut
Seit uralten Zeiten zwingen die Menschen die Drachen zu Gehorsam und setzen sie in ihren blutigen Schlachten ein. Doch ein unheilvoller Zauber hat von den Tieren Besitz ergriffen- immer mehr lösen sich in Nebeltoren auf oder stürzen sich in den Tod. Nur Revyn kann sie retten: der Junge mit dem Herz eines Drachen. Gemeinsam mit der Elfe Yelanah kämpt er darum, den Untergang der magischen Wesen aufzuhalten...
Revyens Herz schlug im gleichen Takt wie das des Drachen. Er schmiegte sich an das mächtige Tier, als könne er in ihm versinken, bis sie eins waren und er selbst nicht mehr exsistierte. Danke, dass du bei mir bist flüsterte er in Gendanken. Und ihm war, als kehrten die Worte von diesem fremden und doch vertrauten Geschöpf zu ihm zurück.
Ich finde dieses Buch gut, weil man da auch erfährt wie das Leben früher war. Es geht um Kampf, Leben und Tod. So zeigen diese Menschen viel Willenskraft und Mut. Und man auch sieht, dass sich Tiere schlecht fühlen, wenn man sie nicht richtig behandelt.

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Bewertung von Eule am 21.06.2010 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist im wahrsten sinne des Wortes fantastisch. Man kann es wenn man einmal anfängt einfach nicht mehr zu klappen, so spannend ist es.

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Dem Autor für die Bewertung danken
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Bewertung von Paddy2.0 aus Gerolstein am 27.04.2010 ***** sehr gut
Der Menschenjunge Revyn kann mit Drachen umgehen wie niemand sonst. Und aus diesem Grund kommt er auch zu den Zähmern, die wilde Drachen fangen und zureiten, so dass sie für die Armee im Krieg zu verwenden sind. Doch immer mehr Drachen verschwinden einfach über Nacht aus ihren Ställen. Sie lösen sich in Nichts auf. Man macht die Elfe Yelanah, die kleine Göttin, dafür verantwortlich. Sie befreit die Drachen aus ihrer Gefangenschaft und flieht mit ihnen. Revyn und "sein" Drache Palagrin schließen sich ihr an, denn so wie Yelanah die letzte kleine Göttin ist, die von den Elfen verehrt wird,ist Revyn der letzte kleine Gott, denn Palagrin gab ihm sein Herz. Sie rufen alle noch wild lebenden Drachen-die Dar´hana, wie sie die Elfen nennen- zusammen, um in einem letzten Kampf alles zu riskieren.
Das Buch ist sehr spannend und läuft in einem Handlungsgang fort, was es macht schwer macht, es aus der Hand zu legen. Leider gibt es, wie bei fast allen Büchern dieser Autorin, kein Happy End, denn die beiden mehr oder weniger menschlichen Hauptfiguren Revyn und Yelanah überleben nicht. Sie gehen zusammen mit den Drachen und allen anderen magischen Wesen dieser Welt in eine Art Zwischendimension. Das Ende zieht daher meine Bewertung leider etwas nach unten. Trotzdem ist es empfehlenswert für Mädchen und Jungen ab etwa zehn Jahren, da es einfach so spannend und mitreißend ist.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von manera aus Parchim am 30.10.2009 ***** ausgezeichnet
Mein Sohn (11) hat das Buch schon drei mal gelesen und es ist in den Fantasybüchern sein absolutes Lieblingsbuch, spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

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Dem Autor für die Bewertung danken
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