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Filmedition Suhrkamp-Fes 1 

Nachrichten aus der ideologischen Antike / Eisensteins Kapital (3 DVDs)

Nachrichten aus der ideologischen Antike / Eisensteins Kapital (3 DVDs) - Filmedition Suhrkamp-Fes 1

Alexander Kluge - Nachrichten aus der ideologischen Antike / Eisensteins Kapital

Regie: Kluge, Alexander;

  • DVD 
 
  • EUR 27,99
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Produktinformation
  • Hersteller: absolut Medien
  • EAN: 9783898488822
  • ISBN: 3898488829
  • Artikeltyp: Film
  • Best.Nr.: 24406813
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 28.11.2008
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 4:3
  • Gesamtlaufzeit: 570 Min.
Bonusmaterial

Booklet

Produktbeschreibung zu "Nachrichten aus der ideologischen Antike / Eisensteins Kapital (3 DVDs)"

Beschreibung

Eisenstein, der mit PANZERKREUZER POTEMKIN (1926) die Filmsprache revolutionierte, wollte Marx' Hauptwerk verfilmen, "kinofizieren". Die Herausforderung, die von einem solchen Werk ausgeht, so glaubte Eisenstein, würde die Filmkunst von Grund auf verändern. Ihm schwebte die Anwendung völlig neuer, von James Joyce' Ulysses abgeleiteter Formen vor: "faits divers", "emotionale Konvolute" und Reihen "dialektischer Bilder". 80 Jahre später kommentiert Alexander Kluge Eisensteins monumentalen Plan. Auf drei DVD sammelt er filmische Miniaturen zu Marx' Theorie, die uns so nah und so fern ist wie die Antike. Gespräche mit Peter Sloterdijk, Dietmar Dath, Oskar Negt, Boris Groys, Rainer Stollmann und anderen montieren ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Kapital. Mit Filmen wie ABSCHIED VON GESTERN (1966) und seiner Beteiligung an dem Kollektivfilm DEUTSCHLAND IM HERBST (1978) ist Alexander Kluge einer der wichtigsten Vertreter des Neuen deutschen Films. Im April 2008 wurde er beim Deutschen Filmpreis mit dem "Ehrenpreis" für hervorragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet.

12.11.2008

Die Menschheit muss unsterblich werden
Neun Stunden sind kein Tag: Alexander Kluges Interpretation des Marxismus

Alexander Kluge: "Nachrichten aus der ideologischen Antike".

Filmedition Suhrkamp, 3 DVDs. Zusammen 540 Minuten. Extras: Texte als Download.

Aller Anfang ist schwer, gilt in jeder Wissenschaft." So schreibt Karl Marx 1867 in seinem Vorwort zu "Das Kapital". Sein Satz gilt auch für jede Kunst, wie Sergei Eisenstein merken musste. Der fasste 1927 den Entschluss, "Das Kapital" zu verfilmen - und das hieß nicht, wie Oskar Negt völlig zu Recht anmerkt, einen Film über "Das Kapital", sondern die wissenschaftliche Studie selbst zur Grundlage einer Filmhandlung zu machen: Bilder zu finden, die jenen Prozess zeigen, den Marx beschreibt und der, wie gleichfalls Negt sagt, sich erst jetzt in der Globalisierung nicht als prophetisch, sondern vielmehr als genau analysiert zeige.

Das sagt Negt im Gespräch mit Alexander Kluge, der sich acht Jahrzehnte nach Eisenstein mit dessen Idee befasst und sie kurzentschlossen umgesetzt hat. Allerdings hat er "Das Kapital" nicht als Grundzug der Handlung seines Films (der am 19. November …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

12.11.2008

Das "summum opus" des Alexander Kluge erblickt Rezensent Ekkehard Knörer in diesem zehnstündigen Mammutwerk, mit dem der Suhrkamp Verlag seine neue Filmedition eröffnet und das alles in sich trägt, was Knörer an Kluge, diesem Person gewordenen "gallischen Fernsehdorf" bewundert. Wie gewohnt versammelt der Filmemacher all die Interviewpartner, die er auch in seinen Fernsehsendungen denken lässt: Oskar Negt und Dietmar Dath sind dabei, Hans Magnus Enzensberger und Durs Grünbein, auch Sophie Rois und Helge Schneider. Und wie gewohnt sucht der stets freundlich nachfragende Kluge dabei nie, wie Rezensent Knörer betont, die Konfrontation, sondern das Neue - ein Sokrates eben, aber ein mit allen Wassern der Dialektik gewaschener. Ausgangspunkt des Unternehmens ist dabei der Plan Sergej Eisensteins, das "Kapital" des Karl Marx in Joyce'scher Manier auf einen Tag begrenzt zu verfilmen. Was Kluge daraus macht, ist Knörer in seiner eindringlichen Besprechung beschreibt, ein "nach allen Seiten offenes artistisches Gesamtkunstwerk", eine Art "begehbare Installation".

© Perlentaucher Medien GmbH

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