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Franziska Drohsel 

Was ist heute links?

Was ist heute links? - Drohsel, Franziska

Thesen für eine Politik der Zukunft

Hrsg. v. Franziska Drohsel

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
  • Broschiertes Buch 
 
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SZ-Rezension Perlentaucher-Notizen
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Produktinformation
  • Verlag: Campus Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 250 S.
  • Seitenzahl: 250
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 144mm x 24mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783593389288
  • ISBN-10: 3593389282
  • Best.Nr.: 25671853

Leseprobe zu "Was ist heute links?"

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Produktbeschreibung zu "Was ist heute links?"

Kurzbeschreibung

Links ist mehr als ein Lebensgefühl

Beschreibung

Franziska Drohsel versammelt 63 Thesen für eine Linke der Zukunft, die die Jusos im Herbst 2008 verabschiedet haben. Bekannte Personen aus Politik, Journalismus, Wissenschaft, Gewerkschaften, Ökologiebewegung und neuem Feminismus wie Wilhelm Heitmeyer, Michael Sommer oder Meredith Haaf ergänzen die Thesen mit eigenen Beiträgen zu einer linken Politik der Zukunft. In Zeiten der erstarkenden Kapitalismuskritik ist das Buch eine brandaktuelle politische Standortbestimmung und Wegbeschreibung für alle, die sich fragen: Was ist heute links?

Leseprobe zu "Was ist heute links?" von Franziska Drohsel

Der organisierte Aufschub (S. 173-175)

Über den Konservatismus der institutionalisierten Linken Jennifer Stange Die Sozialdemokratie Deutschlands war über Jahrzehnte hinweg Sinnbild kompromissbereiter Bemühungen um das kleinere Übel auf nationalem Terrain und für das Lavieren zwischen »Reformismus « und »revolutionärem Sozialismus«. Derlei Debatten erübrigten sich spätestens mit der Agenda-2010-SPD unter Schröder genauso schnell, wie auch ihre Wählerschaft, das traditionelle sozialdemokratische Milieu, verschwand. Die Frage, was links ist, wurde zugunsten der vollkommenen Unterwerfung unter die Realität der kapitalistischen Erscheinungsebene suspendiert.

Verwendet man den Begriff »links« politisch in seiner relationalen Bedeutung, lässt sich die jungsozialistische Politik ohne Weiteres links der Mutterpartei SPD verorten, sofern die Jusos programmatisch entschlossen und betont an der Notwendigkeit der Überwindung des Kapitalismus durch den »demokratischen Sozialismus« festhalten. Anders als die SPD wähnen sich die Jusos offenbar immer noch im Spagat zwischen dem elementaren Auftrag, die Verbesserung realer Lebensbedingungen …

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27.04.2009

Wind im Gesicht
Eine Auseinandersetzung mit den Juso-Thesen
Nicht weniger als 19 Autoren und der Juso-Bundesvorstand stellen sich die Frage „Was ist heute links?”. Unter ihnen sind Politiker (Franz Müntefering, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Andrea Nahles), Wissenschaftler (Ulrich Brand, Wilhelm Heitmeyer), aber auch Intellektuelle, Journalisten und Richter. Der kleinste gemeinsame Nenner aller Antworten bildet jedoch keine tragfähige politische Grundlage: „Diese Welt ist von Menschen gemacht und von Menschen veränderbar.” Dieser Feststellung können außer den Neo-Liberalen fast alle zustimmen.
Das Kernstück des Buches sind 63 Thesen „Für eine Linke der Zukunft”, die der Juso-Bundeskongress im Oktober verabschiedet hat. Die Ausgangsposition ist eindeutig: „Zentral bleibt für uns die Kritik am Kapitalismus. (. . .) Es ist unsere Überzeugung, dass eine Gesellschaft in Freiheit und Gleichheit nur jenseits einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung zu realisieren ist.” Sympathischerweise räumen die Autoren ein, dass für den Weg zu dieser Gesellschaft kein „Schaltplan” existiert, sondern nur „im demokratischen Prozess …

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Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

27.04.2009

Anregend, auch zum Widerspruch, findet Rudolf Walther den von Franziska Drohsel herausgegebenen Sammelband, der sich mit der Zukunft der Linken und mit einer linken Zukunft befasst. Was die 19 Autoren, Politiker wie Franz Müntefering und Wissenschaftler wie Ulrich Brand, aber auch Intellektuelle und Richter zum Thema zu sagen haben, hat laut Walther allerdings einen kleinsten gemeinsamen Nenner (die Veränderbarkeit der Welt durch den Menschen), der kaum als stabile politische Grundlage taugt. Wenn die Autoren für die angepeilte Entwicklung auf den demokratischen Prozess bauen und nicht auf einen "Schaltplan", findet Walther das sympathisch. Gefallen findet er auch an der selbstkritischen Haltung der Jusos, die aller Programmatik und gelegentlichen Holzschnittartigkeit der formulierten Thesen zum Trotz, wie Walther feststellt, nüchtern und analytisch präzis argumentieren.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Franziska Drohsel"

Franziska Drohsel ist die Bundesvorsitzende der Jusos. Sie promoviert in Jura und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität Berlin.

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