totgedacht - Baader, Roland

Roland Baader 

totgedacht

Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören

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totgedacht

Hat Roland Baader mit bisher zehn Büchern (darunter Meilensteine der Freiheitsliteratur wie Kreide für den Wolf, Fauler Zauber und Die belogene Generation) alle Spielarten des Sozialismus und Kollektivismus scharfsinnig entlarvt und widerlegt, so geht er diesmal der spannenden Frage nach, welche Motive einen Großteil der Intellektuellen dazu bewegen, vorzugsweise den falschen Ideen anzuhängen.

So zeigt Baader auf, dass seit Philosophen und Literaten über den Staat und die Gesellschaft nachdenken - also von der Antike bis heute -, sie von Utopien und kollektivistischen Gesellschaftsbildern fasziniert sind. Insbesondere die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts - Kommunismus, Sozialismus, Nationalsozialismus - waren zunächst Kopfgeburten von Intellektuellen.

Aber auch die "weicheren" Varianten eines latenten Totalitarismus - wie Wohlfahrtsstaat, Multikulturalismus und Political Correctness - wurden und werden aus dem Schoß der Intelligenzia geboren und sind mit Millionen von Schriften und Reden zu mächtigen Zeitgeistströmungen geworden. Fülle, Vielfalt und Konstanz der destruktiven Bewegungen - der alten wie der neuen - sind kein Zufall. Dahinter stecken Gesetzmäßigkeiten und psychologische Muster, die dem Denken und Fühlen vieler Intellektueller fast "milieuspezifisch" zuzuordnen sind. Sie herauszufinden und dem Licht der logischen Analyse auszusetzen, ist Aufgabe dieses Buches. Trotz der komplizierten und komplexen Zusammenhänge, gelingt es dem Autor, die Erkundung der Ursachen zu einer faszinierenden Reise werden zu lassen.



Produktinformation

  • Verlag: Resch, Gräfelfing
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 280 S.
  • Seitenzahl: 280
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 138mm x 30mm
  • Gewicht: 389g
  • ISBN-13: 9783935197267
  • ISBN-10: 3935197268
  • Best.Nr.: 10750358
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.12.2002

Bedrohung der arbeitsteiligen Welt
Eine Abrechnung mit den antiliberalen Intellektuellen

Roland Baader: Todgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören. Verlag Dr. Ingo Resch GmbH, Gräfelfing 2002, 280 Seiten, 22,80 Euro.

Zweifellos ist die moderne Welt der arbeitsteiligen Marktwirtschaft und der individuellen Freiheit mit ihren Segnungen neben den Unternehmern, Naturwissenschaftlern und Technikern auch den Intellektuellen (den Schöpfern und Vermittlern von Ideen) zu verdanken. Man denke nur an ihre Leistung in Renaissance und Aufklärung, von Erasmus von Rotterdam bis zur Schottischen Schule der Nationalökonomie mit Adam Smith und deren heutigen Nachfahren. Die Intellektuellen, ihre wichtigsten Konkurrenten und Vorgänger: die Priester, deuten - ob nun auf Wissenschaft oder Mythologie gegründet - die Welt. Sie sind unentbehrliche Sinnvermittler.

Andererseits sind sie es, die unter dem Einfluß von Ressentiment, Neid, Herrschsucht oder auch aus wissenschaftlichem Irrtum (zum Beispiel hinsichtlich der Planbarkeit der Evolution oder des Charakters moralischer Regeln einer komplexen Gesellschaft) die moderne Welt im zwanzigsten …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Dieses Buch über die Gefahren des "Linksintellektualismus" will keine "wissenschaftlich-neutrale" Analyse, sondern meinungsbildend sein, weiß Gerd Habermann. Baader, der sich selbst als liberaler Christ versteht, ziehe mit seiner "geistreichen Polemik" gegen die "antiliberale Intelligenz" zu Felde, die er als eine "Gefahr für Wohlstand und Recht" ansieht, fasst Habermann zusammen. Er lobt das Buch als "spannend", hätte sich aber durchaus gewünscht, das es neben den negativen Ausprägungen von Intellektualismus auch "positive Seiten" aufgezeigt hätte wie zum Beispiel das Entwickeln und Vermitteln neuer Ideen. Der Autor mache vor allem das staatliche Bildungswesen für "intellektuelle Fehlentwicklungen" verantwortlich und schlägt als Gegenmittel dessen Privatisierung vor, informiert der Rezensent. Bis sich auf diesem Gebiet etwas tut, meint Habermann skeptisch, wird allerdings noch lange dauern und noch einige schriftstellerische Anstrengung wie die vorliegende erfordern.

© Perlentaucher Medien GmbH

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