Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung - Grebing, Helga

Helga Grebing 

Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

Von der Revolution 1848 bis ins 21. Jahrhundert

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Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

In Deutschland ist Arbeit ein knappes Gut geworden. Die Arbeitslosigkeit dominiert seit Jahren die Tagespolitik, und politischer Erfolg steht und fällt mit der Fähigkeit der Parteien, Vertrauen in ihre Arbeitsmarktkonzepte zu erwecken. Was bislang fehlt ist ein tragfähiges Modell für eine zukünftige Gesellschaft jenseits der klassischen Erwerbsarbeit. Denn der Mensch muss "tätig" sein, um überhaupt eine würdige Existenz führen zu können. Wie kann also ein nachindustrielles Deutschland - mit genug Arbeit für alle - aussehen? Und welche Aufgabe kommt darin der Arbeiterbewegung zu und ihrer Partei, der SPD?

Die bekannte Historikerin Helga Grebing legt hier eine komplett neue Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung vor, die sie diesmal bis ins Jahr 2000 fortgeschrieben hat. Sie zeigt, dass seit der Mitte des 19. Jahrhunderts die Organisationen und Parteien der arbeitenden Bevölkerung deren Bedürfnisse und Belange mit der Absicht vertraten, ihnen durch ihre Arbeit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen - und die dabei in der Lage waren, sich immer wieder neu auf wechselnde politische und gesellschaftliche Systeme einzustellen.


Produktinformation

  • Verlag: Vorwärts Buch
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 326 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 326
  • Geschichte
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 177mm x 24mm
  • Gewicht: 670g
  • ISBN-13: 9783866022881
  • ISBN-10: 3866022883
  • Best.Nr.: 22499210

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Höchst zufrieden äußert sich Rezensent Eberhard Kolb über diese "Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung", die Helga Grebings vorgelegt hat. Er erinnert an den Klassiker der Autorin von 1966 mit demselben Titel und unterstreicht, dass es sich bei vorliegendem Werk um einen völlig neuen Text mit anderer inhaltlicher Gewichtung handelt. Die ältere Geschichte scheint ihm freilich nach wie vor recht lesenswert, zumal die Geschichte der Arbeiterbewegung bis 1933 dort wesentlich eingehender behandelt wird. Doch auch das neue Werk hält er für überaus gelungen. Neben einem guten Überblick über Arbeiterbewegungsgeschichte von der 1848er Revolution bis zum Ende der NS-Diktatur findet er hier eine ausführliche Darstellung der Arbeiterbewegung nach 1945 bis in die Gegenwart. Im Blick auf die häufig diskutierte Frage nach der Haltung der Arbeiterschaft im "Dritten Reich" attestiert er der Autorin ein ausgewogenes, differenziertes Urteil. Er unterstreicht zudem das "innere Engagement" der Autorin, das sich seines Erachtens verstärkt, je näher die Darstellung der Gegenwart rückt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.06.2007

Prägende Kraft sozialer Ideen
Helga Grebings neue Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

Im Jahr 1966 veröffentlichte Helga Grebing ihre "Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung". Es war die erste derartige Überblicksdarstellung, die zahlreiche Auflagen erlebte und auch ins Englische übersetzt wurde. Vierzig Jahre später lässt sie ein Werk gleichen Titels erscheinen und erwähnt seltsamerweise ihr früheres Erfolgsbuch mit keinem Wort. Lediglich im Klappentext ist vage vom "längst vergriffenen Klassiker" die Rede. Tatsächlich handelt es sich beim vorliegenden Werk um einen völlig neuen Text, und auch die inhaltliche Gewichtung ist deutlich verändert: Etwa die Hälfte der Darlegungen gilt nun der Entwicklung von Sozialdemokratie und Gewerkschaften seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, eine Entwicklung, die Frau Grebing selbst aktiv miterlebt und durch zahlreiche Wortmeldungen zu beeinflussen versucht hat.

In der Ausgabe von 1966 blieb der Zeit von 1945 bis 1965 nur ein Fünftel des Textes vorbehalten. Für die Arbeiterbewegungsgeschichte bis 1933 ist die ältere Darstellung wesentlich detaillierter, dank ihres Informationsreichtums …

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Prof. Dr. Helga Grebing ist Historikerin. Nach Studium an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin und Promotion arbeitete sie zunächst als Redakteurin und Verlagslektorin in München, bevor sie 1961 Referentin bei der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung wurde, danach Habilitation in Frankfurt/Main, Lehrstuhl in Göttingen und Bochum, wo sie bis zu ihrer Emeritierung 1995 lehrte. Zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zur politischen Ideengeschichte.

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