Der Sonnenfürst - Röhrig, Tilman
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Tilman Röhrig 

Der Sonnenfürst

Historischer Roman

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Der Sonnenfürst

Sie nennen ihn den "Sonnenfürsten vom Rhein": Kurfürst Clemens August, feinsinniger Kunstmäzen und verschwenderischer Bauherr. Als er in einem Duell seinen engsten Freund verliert, sitzt der Stachel des Misstrauens tief. Denn seine Gegner haben ein tödliches Intrigenspiel begonnen. Nur zwei Menschen halten unbeirrbar zu ihm: der Hofzwerg Albert le Grand und die schöne Harfenspielerin Mechthild Brion
Brühl, vor dem Kölntor, 1733: Verängstigt kauert Margaretha im Gebüsch. Vor ihren Augen wurde gerade ein adliger Kavalier heimtückisch ermordet, und die Gänsemagd ahnt, dass sie besser nichts gesehen hätte. Zumal der Tote der Favorit des Kurfürsten Clemens August war, den fortan tiefe Trauer und Rachegedanken plagen. Doch wer agiert so infam gegen ihn und seine Vertrauten? Als die Augenzeugin eine Anstellung am Bonner Hof findet, gerät sie in ein Netz aus Eitelkeiten, Raffgier und Intrigen, denen auch der Kurfürst hilflos ausgeliefert scheint. Will er seine Stellung und sein Reich schützen, muss er rasch gegen die verdeckten Widersacher vorgehen. Doch die Feinde im Rheinland wie auch in Bayern haben längst einen perfiden Plan ausgeheckt, um die Magd zum Schweigen zu bringen und den Sonnenfürsten zu stürzen.


Produktinformation

  • Verlag: Pendo
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 440 S.
  • Seitenzahl: 440
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 148mm x 40mm
  • Gewicht: 707g
  • ISBN-13: 9783866123021
  • ISBN-10: 3866123027
  • Best.Nr.: 33350064
»Nach dem fesselnden Hunnenepos >Ein Sturm wird kommen von Mitternacht<, dem Künstlerroman >Riemenschneider< und dem biografischen Lesefutter >Caravaggios Geheimnis< hat Tilman Röhrig erneut einen lesenswerten historischen Roman vorgelegt ... Mit viel Einfühlungsvermögen und souveränem Sprachgefühl schildert der ... Autor, der sieben Jahre lang als Schauspieler den Städtischen Bühnen von Köln angehörte, eine der wichtigsten Phasen im Leben des letzten Wittelsbachers auf dem Thron der Kölner Erzbischöfe ... Röhrig inszeniert mit diesem prallen Sittengemälde ein erhellendes Schauspiel im Kopf des Lesers. Er landet damit erneut einen Volltreffer mitten ins Herz der Freunde historisch korrekter und fiktional phantasievoller Schmöker.« Kölner Stadt-Anzeiger »Röhrigs Roman versteht es vortrefflich, den Leser in diese Zeit zu entführen. Er malt stimmungsvolle Bilder und lässt die kurfürstliche Zeit mit ihrem Glanz und ihrer Pracht auferstehen.« histocouch.de »Der Sonnenfürst ist abermals ein strahlend-unterhaltsamer Historienroman. (...) ... Die Mischung aus historisch fundiertem Hintergrund und kurzweiliger Phantasie macht den Roman zu einer niveauvollen Lektüre. Und dass Tilman Röhrig zudem ein Meister des geschliffenen Wortes und der präzisen Formulierung ist, steigert das Lesevergnügen zudem sehr nachhaltig.« Westfalenpost »Ein spannender Roman, gut geschrieben und recherchiert. Für Fans historischer Romane ein Muss und für "Einsteiger" in dieses Genre ein wunderbarer Appetitmacher.« Ruhrnachrichten

"Nach dem fesselnden Hunnenepos Ein Sturm wird kommen von Mitternacht , dem Künstlerroman Riemenschneider und dem biografischen Lesefutter Caravaggios Geheimnis hat Tilman Röhrig erneut einen lesenswerten historischen Roman vorgelegt Mit viel Einfühlungsvermögen und souveränem Sprachgefühl schildert der Autor, der sieben Jahre lang als Schauspieler den Städtischen Bühnen von Köln angehörte, eine der wichtigsten Phasen im Leben des letzten Wittelsbachers auf dem Thron der Kölner Erzbischöfe Röhrig inszeniert mit diesem prallen Sittengemälde ein erhellendes Schauspiel im Kopf des Lesers. Er landet damit erneut einen Volltreffer mitten ins Herz der Freunde historisch korrekter und fiktional phantasievoller Schmöker." Kölner Stadt-Anzeiger
Tilman Röhrig, geboren 1945, lebt in der Nähe von Köln. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler und Engagements an mehreren deutschen Bühnen arbeitet er seit über drei Jahrzehnten als freier Schriftsteller. Die größten Erfolge feierte er mit seinen historischen Romanen. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Großen Kulturpreis NRW.
2005 erhielt er den 6. Voerder Jugendbuchpreis für sein Lebenswerk.

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Kundenbewertungen zu "Der Sonnenfürst" von "Tilman Röhrig"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Margot Klein aus Bad Neuenahr am 22.08.2011 ***** ausgezeichnet
Ein literarisches Glanzstück
„Der Sonnenfürst“ – ein außergewöhnlicher Roman über eine außergewöhnliche Zeit!
Schon im unvermittelten Anfang öffnet uns der Autor den Vorhang der Rokoko-Bühne in Brühl einen Spalt: Hinter der Kulisse lernen wir den überaus vorsichtigen Kurfürsten Clemens August und sorgsam ausgewählte Menschen seines Vertrauens kennen, denn überall „ lauern Gift, Mord und Intrigen“… Ruhelos wacht der sympathische Diener, der Zwerg Albert le Grand, Tag und Nacht wie ein Schutzengel über das gefährdete Leben seines Herrn. So werden wir direkt mit dem Menschen Clemens August vertraut, der als bedeutender Herrscher von politischen Ränkespielen umgarnend umworben wird. Seine abendliche Klage über die verlogene Hofetikette, über Schein und Sein der politischen Bühne, seine vehemente Ablehnung der Sprache der Galanterie und sein überzeugtes Bekenntnis zur Sprache des Herzens entfacht unsere Empathie. So können wir auch seine tiefe Freundschaft zu dem Adeligen Johann von Roll begreifen und mit Clemens August mitleiden, als sein Vertrauter in einem durch ein Komplott provozierten Duell heimtückisch ermordet wird. Kunstvoll hat der Autor den Tod Johanns in der eindrucksvollen Beschreibung der Falkenjagd, im „Federwirbel und Flügelschlagen“, vorausgedeutet. So gelingt es dem Autor, dass wir nach diesem dramatischen Anfang Clemens Augusts gefährdeten Lebensweg im Dickicht der politischen Lager achtsam begleiten wollen. Der tragische Verlust seines geliebten Freundes- das Unwiederbringliche- berührt unser Herz; die Hiobsbotschaft verkehrt sein Leben, der Blick auf sein Portrait als einst stolzer Herrscher spiegelt eindrucksvoll seinen Lebensbruch…Werden nun bittere Trauer, unerbittliche Verbrechensaufklärung und finstere Rachegedanken sein Leben ausschließlich prägen? Die Wahrheitssuche beginnt...… Um seinen Herrn aus dem Sog seiner zerstörerischen Trauer zu retten, führt Albert ihm die schöne Harfenistin, Mechthild von Brion, eine außergewöhnlich sympathische, selbstbewusste, begabte und „klare“ Frau, zu. Hier können wir uns auf besonders zarte „Textkompositionen“, wo Sprache und Musik im Wechselspiel synästhetisch verschmelzen, freuen und erleben, wie das Duo in der Stimmung der ergreifenden Musik-Texte von Händel und Bach sich gefühlvoll begegnet, sich schätzen und lieben lernt, erstarrte Gefühle erwachen, Gleichklang…Zwischen einer unvollendeten Kantate „schlängelt“ sich erwartungsvoll der Zug der kurfürstlichen Karawane nach Bayern: Von dem Klosterbesuch bei der verehrten Seherin Crescentia erwartet der barockreligiöse Clemens tröstliche Auskunft über Johanns Seele, und auf der Hofbühne in Bayern versucht sein ungleicher Bruder, Karl Albrecht, ihn durch honigsüße Schmeicheleien auf seine politische Seite zu locken…
Dabei wird der Leser zusammen mit Clemens in ein berauschendes Spektakelfeuerwerk an illustren bayrischen Schlössern „eingetaucht“… Hier lernen wir auch den teuflischen Rädelsführer Ignaz von Törring kennen, der als eiskalter Drahtzieher im politischen Intrigenspiel seine fast schachmatten Spione zu willenlos gefügigen Läufern beugt: Bayrisches Weiß und Blau: die Löwengrube der geheimen Spionagetreffen mit einem außergewöhnlichen Herrscherpaar: ein durchtriebener Macho und ein köstliches, aber auch bedauernswertes „Flintenweib“…
Amüsieren können wir uns auch auf einer Kahnpartie zweier verdeckter Spione- selbst Opfer und Täter im Intrigennetz- bei der die schillernde Rokoko-Lady Aloysia, die auch die Geheimsprache der Schönheitspflästerchen genau kennt und sie zu „sprechen“ pflegt, an einem verschwiegenen Ort durch verführerische Fußlümmelei ihrem Mit- und Gegenspieler seine Geheimnisse raffiniert zu entlocken weiß…
Wird sie auch Clemens August bei dem ausgeklügelten Spionageauftrag auf die falsche Fährte schmeicheln?
Der Leser kann gespannt sein, welche Schicksalswendungen die Protagonisten auf ihrer verstrickten Lebensbühne erfahren werden...Ein wunderbarer Roman!

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 17.08.2011 ***** ausgezeichnet
Dem Sonnenfürsten vom Rhein Kurfürst Clemens August hat Tilman Röhrig seinen neuen spannenden Roman gewidmet. Das Buch zeigt eindrucksvoll wie sich Lüge und Intrige um den Sonnenfürsten breit machen.

Mit dem tragischen Tod an seinem Freund Johann von Roll, der eigentlich ein Mord war, beginnt erst so richtig das gefährliche Ränkespiel bei Hofe. Von Roll wird in ein Duell hineingezogen und dort nach dem eigentlichen Ende des Duells brutalst getötet.

Schwer getroffen von diesem Tod fällt Clemens August in tiefe Trauer. Aber mit Hilfe von Nachforschungen erfährt er bald schon vom Mord an seinem Intimfreund.

Margaretha Contzen, ein armes Bauernmädchen, spielt dabei eine besondere Rolle. Sie war Brennesselblätter für ihr Federvieh rupfen, da wurde sie Zeugin des Duells und auch Zeugin des Mordes . . . Sie wird von den Gegnern des Sonnenfürsten bedroht. Die Unwahrheit soll sie sagen. Dann wird sie als Zeugin vom Sonnenfürsten ins Schloss gerufen . . .

Tilman Röhrig hat es wieder einmal geschafft mich mit seinem Roman zu begeistern. Seine behutsame und doch äußerst lebendige Art die Vergangenheit zu beschreiben, lässt sie gleichsam vor dem inneren Auge lebendig werden, ganz so als sähe man einen Film. Dies hat mich fasziniert und nach diesem Buch süchtig gemacht.

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

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