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Bewertung von JED aus Berlin am 29.05.2011 |
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Kurzinhalt: Wieder mal ein Buch, dessen Klappentext man nicht lesen wollte, denn es wird fast alles vorweggenommen, was in dem Buch passiert. Keine Sorge, ich verrate nichts: Tatsächlich beginnt das Buch mit mehreren, scheinbar nebeneinander laufenden Handlungssträngen. Hierbei lernt man folgende Figuren kennen: - Katharina, deren Schwester im Kindbett stirbt und dessen Mann sie nun heiraten soll. Dabei wollte sie nie etwas anderes, als der Heiligen Elisabeth nacheifern. - Burghard, ein junger Franziskanermönch, der mit seinem Mit-Bruder Servatius unterwegs ist. Leider lebt Servatius nichts von dem, was die Lehre des Heiligen Franz von Assisi beinhaltet. - Johann, Sohn eines reichen Bauern, der sich in die Magd Franziska verliebt - obwohl er genau weiß, dass niemand in seiner Familie diese Liebe billigen würde. - Anna, die einst einen Mann heiratete, der sie über den Tod ihrer Eltern hinwegtröstete, sich nun aber als Tyrann und Erbschleicher herausstellt. Die Figuren leben in unterschiedlichen Orten in Thüringen 1617, kurz vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Mal verfolgt der Leser die Entwicklungen bei dem einen, mal bei dem anderen - erst zum Ende des Buches hin laufen alle Handlungsstränge zusammen. Meine Meinung: Wer ein Buch über Hexenverbrennungen erwartet, lässt sich vom Titel täuschen. Keine Ahnung, wer den wieder verkaufswirksam auf das Buch gepappt hat. Tatsächlich ist die Geschichte um die Verfolgung von Hexen nur ein Handlungsstrang von vielen. Zinßmeister reißt mit ihren unterschiedlichen Figueren ganz verschiedene Probleme der Zeit an: Reformation, Rolle der Frau, Standesunterschiede, Aberglaube und beginnende Aufklärung. Gerade letzteres ist mir sehr possitiv aufgefallen: Mal nicht ein Buch, auf dem sich sofort alle auf eine vermeintliche Hexe stürzen, sondern es auch Menschen gibt, die nachdenken, hinterfragen, Einhalt gebieten. Das macht das Buch für mich sehr glaubwürdig und komplex. Auch wenn mal wieder auf den paradoxen Umstand hingewiesen wird, dass jeder, der eine Hexe verteidigte, nur von ihr verhext sein konnte. Eine scheinbar auswegslose Situation in dieser Zeit, die automatisch die Frage impliziert: Wie hätte ich gehandelt? Interessant fand ich auch, wie sich die Geschichten von einem zum anderen bewegen, in einem regelrechten Kreis, der sich buchstäblich immer enger zieht, bis alle aufeinandertreffen. Zinßmeister geht manchmal in ihren Beschreibungen auch nochmal eine Minute zurück, um das Geschehen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten, was ich so noch nicht gelesen habe, aber eine interessante Variante fand. Einen Punkt Abzug musste ich allerdings für die z.T. hölzerne Sprache geben, die manchmal seltsam emotionslos gewirkt hat. Hier werden Dialoge geführt, die manchmal sehr aufgesetzt schienen. Oder kommt mir das nur so vor? Inzwischen ist auch ein Nachfolgeband erschienen: Der Hexenturm, den ich mir auf jeden Fall auch noch holen werde. Fazit: Komplexes, gut recherchiertes Bild vom Vorabend des Dreißigjährigen Krieges. Hat mir wieder Lust auf mehr Historisches gemacht. |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Jürgen Hoops von Scheeßel aus Scheeßel am 28.02.2010 | |
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Ein spannender und mitreißender Roman!!! Dieser historischen Roman von Deana Zinßmeister beschreibt für den Leser sehr autentisch das Schicksal von fünf Menschen in einer der schwersten Zeiten der Menschen in Europa. Ich finde ihn sehr gelungen, denn beim Lesen bekommt man das Gefühl, einen Tatsachenbericht aus alter Zeit zu lesen. Die Karte des Eichsfeldes war Orientierung und ein wichtige Hilfsmittel zugleich. Den Roman las ich in drei Etappen und wollte ihn eigentlich gar nicht aus der Hand legen, weil ich ihn als sehr spannend empfand. Ein sehr empfehlenswerter Roman. gez. Jürgen Hoops von Scheeßel |
144 von 149 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Stanely aus Puderbach am 21.09.2009 | |
| Historische Romane sind meine Leidenschaft, weil ich gerne nachschlage um den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Das Hexenmal von Deana Zinßmeister fiel mir sofort auf, und machte mich Neugierig. Als ich die Kurzbeschreibung durchlas, und feststellte das diese Geschichte von 5 Charakteren handelte, wanderte das Buch sofort wieder im Regal. Solche Bücher sind mir zu kompliziert. Nach langen überlegen stellte ich mich der Herausforderung, und ich gönnte mir das Buch. Die ersten Seiten wollte ich kurz überfliegen, doch als ich das Buch zur Seite legte, war ich schon 20 Seiten weiter.Die Geschichte war so genial geschrieben, das ich keine Mühe hatte von der einen zur anderen Person überzugehen. Oft hielt ich inne und fühlte mit diesen 5 vom Leben gezeichneten Menschen mit. Ängste und Sorgen, Not und Elend, Damals und Heute, nichts hat sich geändert. Historisch gesehen ist das Buch mit sehr gut recherchierten Hintergrundwissen eine Meisterleistung. Ich ziehe den Hut, habe auch noch viel gelernt. Über die Geschichte selbst sage ich nichts. Am Ende der Geschichte hatte ich Tränen in den Augen...vor Freude oder vor Trauer..?? finde es heraus.. Mit freundlichen Grüßen Michael Kühn |
124 von 174 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Netha_Nethas Schmökerkiste aus Hamburg am 12.06.2009 | |
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Das Hexenmal war für mich das dritte Buch von Deana Zinßmeister. Da ich von den ersten beiden Büchern begeistert war, war meine Erwartungshaltung recht hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Hat sich Deana Zinßmeister doch eine schwierige ja fast schon grausame Zeit ausgesucht für ihre Geschichte um das Hexenmal. Die Menschen waren unzufrieden und voller Aberglaube, Hexenprozesse an der Tagesordnung, keiner war mehr sicher vor einer Anklage wegen Hexerei, aber zumeist waren dies Frauen. Sehr oft spielte wohl Neid oder Eifersucht eine tragende Rolle. In dieser Geschichte war es purer Hass. Die Selbstsucht eines Großbauern sollte einer jungen Frau das Leben kosten. Aber da spielten die Frau und auch der Sohn des Großbauern nicht mit. Der Leser bekommt zu Anfang Einblick in fünf Schicksale, die allein für sich schon recht tragisch sind. Und je weiter die Geschichte voran schreitet, desto weiter nähern sich diese Schicksale aneinander an. Ebenso bekommt der Leser einen sehr schön ausgearbeiteten Einblick in die Zeit, Detailtreue ist hier das Stichwort, der Landstrich des Eichsfeldes wird einem im laufe der Geschichte immer vertrauter. Eine schöne Landkarte zu Beginn des Buches erläutert einem sehr schön wo man sich gerade aufhält in der Geschichte. Diese fesselnde und flüssig zu lesende Geschichte ist mit viel Liebe geschrieben worden, dass es sich schon fast plastisch anfühlte. Das Kopfkino war auf vollen Touren bei mir. Der berühmte Rote Faden fand keine Ecken um hängen zu bleiben. Immer mehr lernte ich die Protagonisten kennen im laufe der Geschichte, das es mir leid tat nach 510 Seiten Abschied nehmen zu müssen. Hätte mich Deana Zinßmeister nicht schon mit den ersten beiden Büchern überzeugt, so hätte sie es mit diesem Buch ganz bestimmt geschafft. Eine klare Empfehlung von mir! |
14 von 32 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Tuppi am 10.06.2009 |
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Zur Zeit der Hexenhysterie wird das Schicksal von mehreren Personen beleuchtet: zum einen die junge Frau Katharina, die bei ihrem widerlichen Schwager die Stelle ihrer verstorbenen Schwester einnehmen soll. Außerdem Anna, die mit dem jähzornigen Wilhelm verheiratet ist. Dieser sucht nur seinen eigenen Vorteil und trachtet Annas Bruder Clemens nach dem Leben. Desweiteren Franziska, die als Hexe angeklagt werden soll, weil der Sohn des Großbauern in die junge Magd verliebt ist. Und Burghard, ein junger Mönch der seinen Weg sucht. Ein Buch, das sehr viel Recherche beinhaltet und auf wahren Begebenheiten beruht. Es war angenehm zu lesen. Das Leben der einzelnen Personen wird deutlich dargestellt und die damalige Denkens- und Vorgehensweise gut beschrieben. Ich konnte mir die Umgebung und die Handlungen bildlich vorstellen. Die Spannung war durchweg zu spüren und ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt. Die damalige Zeit wurde lebendig und die Handlungen gut beschrieben. Alles in allem ein wunderbares Erlebnis, das ich guten Gewissens empfehlen kann. |
5 von 23 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Jürgen aus Greifenstein am 12.05.2009 | |
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Ein wirklich von Anfang an packender, gut recherchierter und unterhaltender historischer Roman. Schön wie die Einzelschicksale sich im Buch zu einem gemeinsamen zusammen fügen. Das Buch "schreit" in meinen Augen danach fortgesetzt zu werden. Man ist am Ende des Buches und will eigentlich weiter lesen was aus den Romangestalten nun weiter wird...... hoffentlich gibt es hier noch Hoffnung auf Fortsetzung ! |
8 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Sillesoeren aus Hürth am 29.01.2009 | |
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Deana Zinßmeister versteht es, den Leser schon in den ersten Zeilen so nachhaltig in die Vergangenheit zu versetzen, dass es schwer fällt, das Buch beiseite zu legen und sich den alltäglichen Pflichten zu widmen. In ihrem dritten Roman versetzt sie uns in die Zeit der Hexenverfolgung kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg. Mit ihren sympatisch und detailliert gezeichneten Protagonisten erleben wir Aberglauben, Not, Liebe und Flucht im 17. Jahrhundert wie am eigenen Leibe. Die Magd Franziska zieht den Zorn des Bauern auf sich, als sein Sohn sich in sie verliebt. Darauf wird sie als Hexe verfolgt. Der Mönch Burkhard wird gezwungen, bei Hexenverbrennungen zuzuschauen und flieht vor diesen grauenhaften Bildern. Katharina flieht vor der Zwangsverheiratung mit dem Witwer ihrer verstorbenen Schwester. Auch die Geschwister Anna und Clemens werden von einem üblen Schicksal getroffen. All diese jungen Leute werden von Deana Zinßmeister mit so viel Liebe und Sorgfalt gezeichnet, dass man sie quasi vor sich sieht. Die Fluchtwege sind so spannend beschrieben, dass ich sofort meinen Rucksack packen und loswandern will. Unter den Autoren historischer Romane gehört Deana eindeutig zur Spitzengruppe. Ich kenne nun drei Romane aus ihrer Feder und warte bereits sehnsüchtig auf den nächsten. |
5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Nicole aus GE am 27.11.2008 | |
| tolles buch. aber nicht der beste, fesselnde historische roman. etwas seichte geschichte. |
2 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von M. Arnold aus Mannheim am 10.11.2008 | |
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Ich habe schon viele historische Romane gelesen und bin immer wieder auf Geschichten gestossen, die man auf 200 Seiten hätte reduzieren können. Doch Bei dem Roman Hexenmal hat Deana Zinßmeister dagegen einen detaillierten und sehr gut recharchierten und trotzdem nicht kurzweiligen Roman geschrieben. Besonders schön ist es natürlich, wenn man die Städte und Landstriche kennt und bekannte Bauwerke und Plätze im Buch wiederfindet. Fazit: Ein schönes Buch, welches nie langweilig wird. Schön ist,dass die übliche Love-Story, die man meist in solchen Büchern findet zwar fehlt, aber durch die Idee mit 5 verschiedenen Protagonisten verschiedene Lebens- und Liebesbeziehungen zu beschreiben dem Ganzen eine ganz neue Würze gibt. Ich kann das Buch jedem empfehlen der gerne historische Romane liest. |
3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Leseratte aus Horn am 30.08.2008 | |
| Klasse Roman, wer gerne historische Romane liest, darf diesen nicht verpassen.Ist am Anfang nicht ganz leicht reinzukommen weil er von mehren Personen gleichzeitig handelt, aber dann möchte man das Buch nicht mehr weglegen. Suchtgefahr! |
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
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