Der Schlieffenplan - Ehlert, Hans / Epkenhans, Michael (Hgg.)

Hans Ehlert / Michael Epkenhans (Hgg.) 

Der Schlieffenplan

Analysen und Dokumente

Im Auftr. d. Militärgeschichtl. Forschungsamtes u. d. Otto-von-Bismarck-Stiftung v. Michael Epkenhans, Hans Ehlert u. Gerhard P. Groß
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Der Schlieffenplan

Der "Schlieffenplan" galt jahrzehntelang als Grundlage der deutschen Aufmarschplanungen im Vorfeld des Ersten Weltkrieges. Seit einigen Jahren wird diese Auffassung kontrovers diskutiert, bis hin zur provozierenden Frage, ob es überhaupt einen "Schlieffenplan" gegeben hat? Vor diesem Hintergrund beleuchten Historiker aus dem In- und Ausland die operativen und strategischen Planungen des Kaiserreichs und seiner späteren Gegner im Ersten Weltkrieg sowie das Verhältnis von Militär und Politik. Erstmals werden in diesem Band zudem die deutschen Aufmarschpläne von 1893/94 bis 1914/15 veröffentlicht, in deren Zentrum Schlieffens berühmte Denkschrift von 1905 steht.

Der »Schlieffenplan« galt jahrzehntelang als Grundlage der deutschen Aufmarschplanungen im Vorfeld des Ersten Weltkrieges. Seit einigen Jahren wird diese Auffassung kontrovers diskutiert, bis hin zur provozierenden Frage, ob es überhaupt einen »Schlieffenplan« gegeben hat?Vor diesem Hintergrund beleuchten Historiker aus dem In- und Ausland die operativen und strategischen Planungen des Kaiserreichs und seiner späteren Gegner im Ersten Weltkrieg sowie das Verhältnis von Militär und Politik. Erstmals werden in diesem Band zudem die deutschen Aufmarschpläne von 1893/94 bis 1914/15 veröffentlicht, in deren Zentrum Schlieffens berühmte Denkschrift von 1905 steht.


Produktinformation

  • Verlag: Schöningh
  • 2007
  • 2., durchges. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 495 S., Beil.: 2 Ktn.
  • Seitenzahl: 496
  • Zeitalter der Weltkriege Bd.2
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 169mm x 45mm
  • Gewicht: 1015g
  • ISBN-13: 9783506756299
  • ISBN-10: 350675629X
  • Best.Nr.: 20774371
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.10.2006

Kein Siegesrezept, eher eine Notlösung
Schlieffen wollte offensiv den gordischen Knoten des Zweifrontenkriegs durchschlagen / Von Eberhard Kolb

Hat es den Schlieffenplan nie gegeben? Ein Militärhistoriker behauptet, nach dem Ersten Weltkrieg hätten Schüler und Nachfolger des Generalstabschefs ihn erfunden, um von eigenem operativen Versagen abzulenken.

Der "Schlieffenplan" ist in die Geschichte eingegangen. Alfred Graf von Schlieffen, Chef des Großen Generalstabs von 1891 bis 1905, überreichte den Plan in Gestalt einer Denkschrift 1906 seinem Nachfolger, dem jüngeren Helmuth von Moltke, Neffe des Generalstabschefs im Zeitalter der Einigungskriege. Der Aufmarschplan sah vor, im Falle eines Zweifrontenkriegs gegen Frankreich und Rußland mit der Masse der deutschen Streitkräfte das französische Heer binnen weniger Wochen vernichtend zu schlagen. Um die starken Festungen an der französischen Ostgrenze zu umgehen, würde der rechte Flügel der deutschen Armeen unter Verletzung der belgischen Neutralität nach Nordfrankreich vorstoßen und dort den Franzosen ein "Cannae" bereiten. Erst nach Vernichtungsschlacht und Feldzugsentscheidung im …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als "ungemein spannende Lektüre" lobt Eberhard Kolb diesen Band mit zwölf Beiträgen über den "Schlieffenplan", der unter Historikern lange Zeit als Grundlage der deutschen Aufmarschplanungen im Vorfeld des Ersten Weltkrieges anerkannt war. Im Mittelpunkt des Bandes sieht Kolb die Debatte um Terence Zubers Behauptung, den "Schlieffenplan" habe es nie gegeben, er sei vielmehr eine Erfindung von seinen Nachfolgern, die vom eigenen operativen Versagen ablenken wollten. Mit großen Interesse verfolgt er die Diskussion dieser These. Dabei hebt er die Beiträge von Annika Mombauer, Robert T. Foley und Gerhard P. Groß hervor, die Zuber scharf kritisieren. Aber auch über die anderen Beiträge des Bandes äußert er sich lobend. Besonders Klaus Hildebrands Einleitungsessay über die Akteure und das System der europäischen Staatenwelt vor 1914 hat ihn beeindruckt. Die im Editionsteil des Bandes abgedruckte Zusammenstellung der Aufmarschpläne von 1893 bis 1915 scheint ihm dann allerdings eher für die Spezialisten gedacht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Hans Ehlert. Jahrgang 1947, Eintritt in die Bundeswehr 1967, Ausbildung zum Offizier, seit 1974 Studium der Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Politikwissenschaft und Völkerrecht in Bonn, 1981 Promotion.

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