Les Morts de la Saint Jean\Mittsommermord, französische Ausgabe - Mankell, Henning

Henning Mankell 

Les Morts de la Saint Jean\Mittsommermord, französische Ausgabe

Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2001und dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2001. Roman

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Les Morts de la Saint Jean\Mittsommermord, französische Ausgabe

Grausame Überraschungen für Kommissar Wallander
In Kostümen des 18. Jahrhunderts feiern drei junge Menschen an einem geheimen Ort Mittsommer. Sie kehren nicht nach Hause zurück. Bald ist es grausige Gewissheit: Sie wurden Opfer eines Verbrechens. Ein neuer Fall für Kommissar Wallander. Fast zur gleichen Zeit wird sein Kollege Svedberg mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Gibt es Zusammenhänge zwischen beiden Fällen?

Kommissar Wallenders Spürsinn ist gefragt. Gleich acht Tote in einer Nacht. Einer davon sogar ein Kollege. Wer war Svedberg wirklich, dieser sympatische unauffällige Polizist, der kein anderes Hobby hatte, als die Sterne zu betrachten und Bücher über Indianer zu lesen? Wallander stürzt sich in die Ermittlungen. Dabei stellt er mit Schrecken fest, wie wenig er über einen Menschen weiß, mit dem er jahrelang zusammen gearbeitet hat. Seine Arbeit stellt ihn vor nahezu unlösbare Probleme und lässt ihn mehr als einmal die Beherrschung verlieren. Wallander macht sich Sorgen über die Unzulänglichkeit der Polizei, aber auch um sein Privatleben. Er müsste dringend sein Leben verändern, das meint jedenfalls sein Arzt. Auch sein privates Glück steht auf wackeligen Beinen, denn Baiba will von der Ehe vorerst nichts wissen.


Produktinformation

  • Verlag: Editions Du Seuil
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 563 S.
  • Points Nr.P971
  • Französisch
  • Abmessung: 180mm x 109mm x 24mm
  • Gewicht: 280g
  • ISBN-13: 9782020533607
  • ISBN-10: 202053360X
  • Best.Nr.: 10407744
"Was Henning Mankells Wallander-Kriminalromane so wohltuend auszeichnet, das sind die leisen Zwischentöne, die facettenreiche Bilder der jeweiligen Figuren entwickeln. Und es ist die gesellschaftskritische Grundhaltung, mit der Mankell seine Protagonisten agieren lässt." (Neue Westfälische)<br />

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Drei junge Menschen sitzen bei einem Picknick zusammen. Weingläser und Käse bilden ein genüssliches Stilleben an diesem schönen Sommertag. Die Idylle hat nur einen Haken: Die drei Jugendlichen sind tot, ermordet durch je einen Kopfschuss. Und Kurt Wallander hat nicht nur das aufzuklären, sondern erfährt auch einiges über seinen Kollegen Svedberg, das er lieber nicht gewusst hätte. Kult-Krimi-Autor Mankell tischt in seinem bis dato längsten Krimi eine bittere Pille nach der anderen auf. Eloquent und mit literarischem Spürsinn verhilft er Wallander zu neuen Einsichten über die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Und ganz nebenbei zeichnet er noch ein Bild seiner Heimat und deren starrsinnig-liebenswerten Bewohnern. Grandios, düster und absolut fesselnd. (bl)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.03.2000

Der Glücksmörder
Krimi mit Moral: Henning Mankells „Mittsommermord”
Henning Mankell ist der gute Mensch, der die Geschichten böser Menschen erzählt. Sein Medium ist der Zweifler Wallander. Und das ist Mankells Trick. Kommissar Wallander protzt nicht, er gibt nicht den Bizepsmann, sondern zottelt, von seiner Frau verlassen, melancholisch und arbeitsbesessen durch sein Leben. Wallander ist sterblich, obwohl er nach dem Gesetz der Krimiserie überlebt. Wallander ist ein übergewichtiges Durchschnittswrack, sein Herz ist angegriffen, er ist permanent übermüdet, trinkt Wasser wie ein Pferd, muss fortwährend pinkeln, ernährt sich falsch und hat Angst. Angst davor, dass das Leben mit Fünfzig fast vorbei sei und der „Abpfiff” jeden Augenblick bevorstehen könnte.
Henning Mankell schleppt diesen knapp fünfzig Jahre alten diabetes- und herzinfarktgefährdeten Kommissar nun schon seit neun Büchern mit sich herum und verdient mit ihm ein Vermögen, denn Wallander macht Bestseller. Wallander ist Henning Mankells Mrs. Marple. Doch dieser schwedische Kommissar ist weder komisch noch skurril, sondern mit seinen vielen Fehlern, seinen einfachen Fragen, …

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Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.

Leseprobe zu "Les Morts de la Saint Jean\Mittsommermord,..."

"... Einen kurzen Moment verharrten sie. Wallander hörte Martinsson hinter sich stoßweise atmen. Dann näherten sie sich dem Wohnzimmer. In der Türöffnung fuhr Wallander so heftig zurück, dass er gegen Martinsson prallte. Dieser beugte sich vor, um sehen zu können, was Wallander gesehen hatte.
Hinterher sollte Wallander sich an Martinssons Reaktion als an ein Wimmern erinnern. Er würde es nie vergessen. Martinsson, der wimmerte wie ein Kind angesichts des Unfassbaren, das er vor sich auf dem Fußboden sah.
Da lag Svedberg. Ein Bein hing über der zerbrochenen Lehne eines umgestürzten Stuhls. Der Körper war eigentümlich verdreht, als habe Svedberg kein Rückgrat.
Wallander stand vollkommen unbeweglich in der Türöffnung, von Entsetzen gelähmt. In dem Augenblick gab es keine Unklarheit. Der da lag, war Svedberg. Und er war tot.
Der Mann, mit dem er so viele Jahre hindurch zusammengearbeitet hatte, lag tot in verdrehter Stellung am Fußboden. Svedberg existierte nicht mehr ..."

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