Kap der Finsternis - Smith, Roger

Roger Smith 

Kap der Finsternis

Thriller. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010

Aus d. Amerikan. v. Bürger , Jürgen u. Torberg, Peter
Broschiertes Buch
 
34 Kundenbewertungen
**** sehr gut
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Kap der Finsternis

Für manche ist Kapstadt ein Paradies. Für andere die Hölle. Ein Amerikaner mit zwielichtiger Vergangenheit ist mit Frau und Sohn in der südafrikanischen Metropole untergetaucht. Als die drei einem willkürlichen Gewaltverbrechen zum Opfer fallen, beginnt eine atemlose Hetzjagd durch die riesigen labyrinthischen Ghettos. Ein hochtouriger Thriller, der in die Abgründe des heutigen Südafrika führt.

"Beeindruckend!" -- Thomas Wörtche, Plärrer

"Ein beängstigendes Opus, inklusive blutigem Show-Down und überraschender Wendung." -- Ingeborg Sperl, Der Standard

"Roger Smith hat einen drastischen, furiosen Krimi geschrieben. ... Die Wucht von "Kap der Finsternis" spürte man in der aktuellen Krimiszene schon lange nicht mehr." -- Die Zeit online


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 358 S.
  • Seitenzahl: 356
  • Heyne Bücher Nr.43486
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 120mm x 30mm
  • Gewicht: 304g
  • ISBN-13: 9783453434868
  • ISBN-10: 3453434862
  • Best.Nr.: 27947335

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ein wenig dick aufgetragen findet Rezensentin Katharina Granzin die Brutalitäten in diesem Romandebüt des Drehbuchautors Roger Smith. Schon gleich zu Beginn seiner Story ziehe er sämtliche "Register des Schreckens". Und es werde immer heftiger: Brutal entführte Babys, durchgeschnittenen Babysitter-Kehlen, abgeschlachtete Jugendliche - Smith dreht die "Emotional-Effects-Maschine" immer höher, was bei der Rezensentin schließlich zu einem "Sättigungsgrad" führt, bis sie die Brutalitäten nicht mehr ernst nehmen kann. Auch von einem Panorama des heutigen Südafrikas - wie im Klappentext behauptet - fand sie hier nichts. Das Happy-End dieser "tiefschwarzen Genrestory" erscheint Granzin schließlich derart "unangemessen hollywoodesk", dass es den Roman am Ende auch noch aus " der Umlaufbahn seiner eigenen Erzähllogik" herauskatalputiere.

© Perlentaucher Medien GmbH

Bester Krimi 2009 - KrimiWelt-Jury Deutscher Krimi Preis 2010 Auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste im Mai 2009 Aus den Begründungen (www.arte.tv): »Smith schreibt nüchtern, mit Hang zur Grotekse und zu bizarren, realistischen Details. Sein nackter filmischer Stil bannt eine Welt, in der nichts feststeht, am wenigsten die Regeln des Zusammenlebens. Stark.« Tobias Gohlis (Arte, 27.3.2009) »... ein Buch über Scheußlichkeiten. Begangen von scheußlichen Menschen, in einer scheußlichen, ungerechten und menschenfeindlichen Umgebung, die doch nur Menschenwerk ist. Ekel und Abscheu sind da sehr probate Kategorien. Beeindruckend!« Thomas Wörtche (Plärrer, 02/2009) »Das rabenschwarze Drama "Kap der Finsternis" ist nichts für zarte Gemüter. Roger Smith, bislang im Filmgeschäft tätig, zeigt in seinem ersten Krimi die dunklen Seiten seiner zweigeteilten Stadt. ... das alles sind beinahe modellhafte Figuren und dennoch kreiert Smith daraus ein beängstigendes Opus, inklusive blutigem Show-Down und überraschender Wendung.« Ingeborg Sperl (Der Standard, 03/2009) Weitere Pressestimmen »Roger Smith hat einen tiefschwarzen Roman geschrieben, der bisweilen schwer zu ertragen ist. Und trotzdem ist es ein Buch, das jeder Südafrikareisende lesen sollte, um zu begreifen, dass die Idylle am Tafelberg und den Stränden Kapstadts trügerisch ist. Denn das wahre Leben in Südafrika, das findet anderswo statt.« (NDR Info-Programm, 11.06.2009) »Es geht mithin um einen überaus empfehlenswerten literarischen Albtraum« (Literarische Welt, 30.05.2009) »Ein Buch so doppelgesichtig wie Kapstadt zwischen Zuckerbäckerhäuschen und brutalen Slums« David Signer (NZZ am Sonntag, 10.05.2009) »Roger Smith hat einen drastischen, furiosen Krimi geschrieben. ... Roger Smith' neuer Roman ist wie ein Schlag in die Magengrube. Die Wucht von "Kap der Finsternis" spürte man in der aktuellen Krimiszene schon lange nicht mehr. ... Roger Smith inszeniert ein gnadenloses Jagen und Gejagtwerden rund um den Tafelberg. Die grellen Bilder, ihre Wucht und Härte, suchen in der derzeitigen internationalen Krimiszene zweifellos ihresgleichen. Es sind Bilder, in denen sich die Stimme jener zum Untergang Verurteilten artikuliert, die mit dem Ende der Apartheid auf ein besseres, sinnvolleres Leben gehofft hatten.« (Zeit-online, 11.05.2009) »Roger Smith, der als Regisseur und Drehbuchautor in Kapstadt lebt, hat mit "Kap der Finsternis" einen ebenfalls hochtourigen, harten, nüchtern erzählenden Thriller geschrieben.« (Frankfurter Rundschau, 05.05.2009, www.fr-online.de) »Vor dem realen Hintergrund des Verbrechens und der Korruption in seinem Land entfaltet der Südafrikaner sein Drama in bester Noir-Tradition. Politische Korrektheit ... wären an diesem Kap fehl am Platz gewesen. Und wir hoffen darauf, bald mehr von Roger Smith zu lesen. « (Focus online (focus.de), 07.04.09) »... Smith ... zeigt schonungslos, wie wenig von den Visionen einer Nach-Apartheidsgesellschaft übrig geblieben ist.« (Stuttgarter Zeitung, 25.03.09) »Es ist unmöglich dieses Buch nicht zu Ende zu lesen!« (Starnews, 01.05.2009) »Ein hoch spannender, tiefschwarzer Thriller, der die Gegensätze und Widersprüche des schönen, schrecklichen Landes am Kap auf den Punkt bringt. Arm und reich. Schwarz und Weiß, die Schönheit der Natur und die entsetzlichen Zustände in den Elendsvierteln. Roger Smith stellt das "beautiful life" dem Elend, der Gewalt und der Korruption entgegen. Eine explosive Mischung, ein ebenso herausragender wie desillusionierender Krimi, ein niederschmetternd klarsichtiges Buch über den Zustand Südafrikas heute: an den sozialen Ungerechtigkeiten, dem Erbe der Apartheid, hat sich wenig geändert. Dafür blüht die Korruption bis in höchste Regierungskreise. Schlecht in der Realität, aber gut für den Kriminalroman. Dieser hier ist jedenfalls brillant. Obwohl man von Anfang an weiß, dass die Geschichte nur übel ausgehen kann, ist es unmöglich, dieses Buch nicht zu Ende zu lesen.« (WDR 2 Bücher, 09.03.2009, www.wdr.de) »Roger Smith erzählt in hohem Tempo, aus wechselnden Perspektiven und mit harten Dialogen. sein Roman ist nicht nur plausible, sondern auch konsequent: Hier ist kein Platz für ein Happy End, nur für Gewalt.« Sven Boedecker, Sonntagszeitung, 24.05.2009 Leserstimmen aus vorablesen.de  »Hervorragend aufgebaut entführt der Autor seine Leser in die Geschichte und lässt sie nicht mehr los .« Adhara » Wer Krimis mag wird "Kap der Finsternis" lieben .« Jamie » Nichts für schwache Nerven!« Christoph » Super Buch, Lust auf mehr!« Wibbchen1 » Ein Buch, das schlaflose Nächte verspricht.« Levia » Rasant und spannend geschrieben - unbedingt lesen !« buecherliebe » In der außerordentlich spannenden Leseprobe des Romans "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse .« oli2807 » Dieses überaus spannende Buch lässt den Leser nicht mehr los. Keine langen Einführungen und Beschreibungen, er ist sofort mitten im Geschehen .« Hoffmanns » Sehr brillant gemacht, wie die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten ineinander fließen. « Tiramisu » Es ist wohl kein Buch, das man kurz vor dem Einschlafen lesen sollte, sondern vielleicht lieber bei gut geschlossenen Haustüren vor dem Kamin .« alandatorb » Roger Smith gelingt es sehr gut, Kapstadt - die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate der Welt - und seine Figuren zum Leben zu erwecken .« annajo » Jedes Wort sitzt, wenn es darum geht, die Protagonisten vorzustellen, knapp geschieht das, sachlich, nüchtern, emotionslos und erzeugt dennoch beim Leser Mitleid, Ablehnung, Ekel.« Christoph » Geradezu unglaublich, wie es dem Autor gelingt, den Spannungsbogen immer wieder aufs Neue von einem Höhepunkt zum anderen zu schlagen; die Entspannung währt nur kurz, bevor unerwartete Details und Wendungen den Leser kalt erwischen .« Christoph » Ein Cover, das polarisiert - ein Debüt, das Aufsehen erregt !« AdAbsurda » Etwas Familiendrama, ein geschundener schwarzer Wachmann mit treuem Hund, ein korrupter Polizist, diverse Prostituierte und das alles in Afrikas Drogenhochburg können nur Spannung aufwerfen .« kassandra10 » Dies ist kein Buch, welches bei mir Gänsehaut sondern lautes Herzklopfen verursacht .« Suse9 » Durch den klaren Schreibstil, die Beschreibung der Protagonisten und die gewählte, teils brutale Ausdrucksweise muss ich meine Phantasie nicht bemühen, sondern habe das Geschehen und den Handlungsort sehr real vor Augen .« Palpita » Möchte am liebsten sofort das Buch in einem Rutsch durchlesen. Habe selten einen Thriller gelesen, der schon auf den ersten Seiten dermaßen gefesselt hat .« Bluemahjongg » "Kap der Finsternis" ist zweifellos erschreckend fesselnd, direkt und atemberaubend. « Wirbelwind » Die Geschichte ist schonungslos brutal und gnadenlos spannend, keine Lesestoff für zart Besaitete, aber Suchtstoff für alle Fans von kernigen Thrillern !« Lakai » Smith gelingt auf eine wunderbare Weise, den Leser in die Gegenwart einer unfairen Welt zu entführen, ohne moralisierend zu sein .« Mia M. » Prädikat: Empfehlenswert!« Draky » Ein echter Weltklasse-Thriller.« Sumpfmeise » Bisher kannte ich den Autor dieses Buches nicht. Das wird sich zukünftig ganz sicher ändern .« Idgie » Ein realistischer und spannender Thriller, dessen häufige Perspektivenwechsel die Spannung aufrechterhalten und noch erhöhen.« Albel » Die Leseprobe liest sich spannend wie das Drehbuch zu einem rasanten Film .« Sassenach » "Kap der Finsternis" verspricht jedenfalls einige Stunden atemraubender Spannung; ein Buch, in dem nichts so ist, wie es scheint und in dem sogar der Hauptcharakter etwas verbirgt .« Sabine008 Roger Smith wählt für diesen Thriller eine brutale deutliche, aber für den Spielort echte Sprache, die einem eine Gänsehaut über den Körper fließen lässt .« JAppelt » Die Handlung fesselt, der Schreibstil ist klar und sehr direkt - auf jeden Fall lesenswert. Bücherwurm86 » Für Schwarzweißmalerei ist hierbei mit Sicherheit kein Platz und das verspricht eine wohltuende Abwechslung zu sonstigen Büchern zu werden, in denen der Kriminelle ausschließlich kriminell und das Opfer tugendhaft und gut ist .« Cyan Kali » Selten hat mich der Anfang eines Buches bereits so gefesselt und war gleichzeitig schon so komplex und von Handlungssträngen "durchwoben" .« Njolbrauting Noch mehr Stimmen von Leserinnen und Lesern finden Sie unter: www.vorablesen.de

"Das Hörbuch zu dem gleichnamigen Erfolgsroman, der u.a. mit dem Deutschen Krimi-Preis 2010 ausgezeichnet wurde, wird von dem Schauspieler Matthias Brandt überzeugend gelesen. Brandt, der 2010 für seine Lesung von Edwardsons 'Der Himmel auf Erden' den Deutschen Hörbuchpreis bekam, schafft es stimmlich, sowohl die Rasanz des an Leichen reichen Romans wie auch den z.T. brutalen, z.T. unterkühlten Sprachduktus auszudrücken." ekz. Bibliotheksservice

Bester Krimi 2009 - KrimiWelt-Jury Deutscher Krimi Preis 2010 Auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste im Mai 2009 Aus den Begründungen (www.arte.tv): »Smith schreibt nüchtern, mit Hang zur Grotekse und zu bizarren, realistischen Details. Sein nackter filmischer Stil bannt eine Welt, in der nichts feststeht, am wenigsten die Regeln des Zusammenlebens. Stark.« Tobias Gohlis (Arte, 27.3.2009) »... ein Buch über Scheußlichkeiten. Begangen von scheußlichen Menschen, in einer scheußlichen, ungerechten und menschenfeindlichen Umgebung, die doch nur Menschenwerk ist. Ekel und Abscheu sind da sehr probate Kategorien. Beeindruckend!« Thomas Wörtche (Plärrer, 02/2009) »Das rabenschwarze Drama "Kap der Finsternis" ist nichts für zarte Gemüter. Roger Smith, bislang im Filmgeschäft tätig, zeigt in seinem ersten Krimi die dunklen Seiten seiner zweigeteilten Stadt. ... das alles sind beinahe modellhafte Figuren und dennoch kreiert Smith daraus ein beängstigendes Opus, inklusive blutigem Show-Down und überraschender Wendung.« Ingeborg Sperl (Der Standard, 03/2009) Weitere Pressestimmen »Roger Smith hat einen tiefschwarzen Roman geschrieben, der bisweilen schwer zu ertragen ist. Und trotzdem ist es ein Buch, das jeder Südafrikareisende lesen sollte, um zu begreifen, dass die Idylle am Tafelberg und den Stränden Kapstadts trügerisch ist. Denn das wahre Leben in Südafrika, das findet anderswo statt.« (NDR Info-Programm, 11.06.2009) »Es geht mithin um einen überaus empfehlenswerten literarischen Albtraum« (Literarische Welt, 30.05.2009) »Ein Buch so doppelgesichtig wie Kapstadt zwischen Zuckerbäckerhäuschen und brutalen Slums« David Signer (NZZ am Sonntag, 10.05.2009) »Roger Smith hat einen drastischen, furiosen Krimi geschrieben. ... Roger Smith' neuer Roman ist wie ein Schlag in die Magengrube. Die Wucht von "Kap der Finsternis" spürte man in der aktuellen Krimiszene schon lange nicht mehr. ... Roger Smith inszeniert ein gnadenloses Jagen und Gejagtwerden rund um den Tafelberg. Die grellen Bilder, ihre Wucht und Härte, suchen in der derzeitigen internationalen Krimiszene zweifellos ihresgleichen. Es sind Bilder, in denen sich die Stimme jener zum Untergang Verurteilten artikuliert, die mit dem Ende der Apartheid auf ein besseres, sinnvolleres Leben gehofft hatten.« (Zeit-online, 11.05.2009) »Roger Smith, der als Regisseur und Drehbuchautor in Kapstadt lebt, hat mit "Kap der Finsternis" einen ebenfalls hochtourigen, harten, nüchtern erzählenden Thriller geschrieben.« (Frankfurter Rundschau, 05.05.2009, www.fr-online.de) »Vor dem realen Hintergrund des Verbrechens und der Korruption in seinem Land entfaltet der Südafrikaner sein Drama in bester Noir-Tradition. Politische Korrektheit ... wären an diesem Kap fehl am Platz gewesen. Und wir hoffen darauf, bald mehr von Roger Smith zu lesen. « (Focus online (focus.de), 07.04.09) »... Smith ... zeigt schonungslos, wie wenig von den Visionen einer Nach-Apartheidsgesellschaft übrig geblieben ist.« (Stuttgarter Zeitung, 25.03.09) »Es ist unmöglich dieses Buch nicht zu Ende zu lesen!« (Starnews, 01.05.2009) »Ein hoch spannender, tiefschwarzer Thriller, der die Gegensätze und Widersprüche des schönen, schrecklichen Landes am Kap auf den Punkt bringt. Arm und reich. Schwarz und Weiß, die Schönheit der Natur und die entsetzlichen Zustände in den Elendsvierteln. Roger Smith stellt das "beautiful life" dem Elend, der Gewalt und der Korruption entgegen. Eine explosive Mischung, ein ebenso herausragender wie desillusionierender Krimi, ein niederschmetternd klarsichtiges Buch über den Zustand Südafrikas heute: an den sozialen Ungerechtigkeiten, dem Erbe der Apartheid, hat sich wenig geändert. Dafür blüht die Korruption bis in höchste Regierungskreise. Schlecht in der Realität, aber gut für den Kriminalroman. Dieser hier ist jedenfalls brillant. Obwohl man von Anfang an weiß, dass die Geschichte nur übel ausgehen kann, ist es unmöglich, dieses Buch nicht zu Ende zu lesen.« (WDR 2 Bücher, 09.03.2009, www.wdr.de) »Roger Smith erzählt in hohem Tempo, aus wechselnden Perspektiven und mit harten Dialogen. sein Roman ist nicht nur plausible, sondern auch konsequent: Hier ist kein Platz für ein Happy End, nur für Gewalt.« Sven Boedecker, Sonntagszeitung, 24.05.2009 Leserstimmen aus vorablesen.de  »Hervorragend aufgebaut entführt der Autor seine Leser in die Geschichte und lässt sie nicht mehr los .« Adhara » Wer Krimis mag wird "Kap der Finsternis" lieben .« Jamie » Nichts für schwache Nerven!« Christoph » Super Buch, Lust auf mehr!« Wibbchen1 » Ein Buch, das schlaflose Nächte verspricht.« Levia » Rasant und spannend geschrieben - unbedingt lesen !« buecherliebe » In der außerordentlich spannenden Leseprobe des Romans "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse .« oli2807 » Dieses überaus spannende Buch lässt den Leser nicht mehr los. Keine langen Einführungen und Beschreibungen, er ist sofort mitten im Geschehen .« Hoffmanns » Sehr brillant gemacht, wie die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten ineinander fließen. « Tiramisu » Es ist wohl kein Buch, das man kurz vor dem Einschlafen lesen sollte, sondern vielleicht lieber bei gut geschlossenen Haustüren vor dem Kamin .« alandatorb » Roger Smith gelingt es sehr gut, Kapstadt - die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate der Welt - und seine Figuren zum Leben zu erwecken .« annajo » Jedes Wort sitzt, wenn es darum geht, die Protagonisten vorzustellen, knapp geschieht das, sachlich, nüchtern, emotionslos und erzeugt dennoch beim Leser Mitleid, Ablehnung, Ekel.« Christoph » Geradezu unglaublich, wie es dem Autor gelingt, den Spannungsbogen immer wieder aufs Neue von einem Höhepunkt zum anderen zu schlagen; die Entspannung währt nur kurz, bevor unerwartete Details und Wendungen den Leser kalt erwischen .« Christoph » Ein Cover, das polarisiert - ein Debüt, das Aufsehen erregt !« AdAbsurda » Etwas Familiendrama, ein geschundener schwarzer Wachmann mit treuem Hund, ein korrupter Polizist, diverse Prostituierte und das alles in Afrikas Drogenhochburg können nur Spannung aufwerfen .« kassandra10 » Dies ist kein Buch, welches bei mir Gänsehaut sondern lautes Herzklopfen verursacht .« Suse9 » Durch den klaren Schreibstil, die Beschreibung der Protagonisten und die gewählte, teils brutale Ausdrucksweise muss ich meine Phantasie nicht bemühen, sondern habe das Geschehen und den Handlungsort sehr real vor Augen .« Palpita » Möchte am liebsten sofort das Buch in einem Rutsch durchlesen. Habe selten einen Thriller gelesen, der schon auf den ersten Seiten dermaßen gefesselt hat .« Bluemahjongg » "Kap der Finsternis" ist zweifellos erschreckend fesselnd, direkt und atemberaubend. « Wirbelwind » Die Geschichte ist schonungslos brutal und gnadenlos spannend, keine Lesestoff für zart Besaitete, aber Suchtstoff für alle Fans von kernigen Thrillern !« Lakai » Smith gelingt auf eine wunderbare Weise, den Leser in die Gegenwart einer unfairen Welt zu entführen, ohne moralisierend zu sein .« Mia M. » Prädikat: Empfehlenswert!« Draky » Ein echter Weltklasse-Thriller.« Sumpfmeise » Bisher kannte ich den Autor dieses Buches nicht. Das wird sich zukünftig ganz sicher ändern .« Idgie » Ein realistischer und spannender Thriller, dessen häufige Perspektivenwechsel die Spannung aufrechterhalten und noch erhöhen.« Albel » Die Leseprobe liest sich spannend wie das Drehbuch zu einem rasanten Film .« Sassenach » "Kap der Finsternis" verspricht jedenfalls einige Stunden atemraubender Spannung; ein Buch, in dem nichts so ist, wie es scheint und in dem sogar der Hauptcharakter etwas verbirgt .« Sabine008 Roger Smith wählt für diesen Thriller eine brutale deutliche, aber für den Spielort echte Sprache, die einem eine Gänsehaut über den Körper fließen lässt .« JAppelt » Die Handlung fesselt, der Schreibstil ist klar und sehr direkt - auf jeden Fall lesenswert. Bücherwurm86 » Für Schwarzweißmalerei ist hierbei mit Sicherheit kein Platz und das verspricht eine wohltuende Abwechslung zu sonstigen Büchern zu werden, in denen der Kriminelle ausschließlich kriminell und das Opfer tugendhaft und gut ist .« Cyan Kali » Selten hat mich der Anfang eines Buches bereits so gefesselt und war gleichzeitig schon so komplex und von Handlungssträngen "durchwoben" .« Njolbrauting Noch mehr Stimmen von Leserinnen und Lesern finden Sie unter: www.vorablesen.de
Roger Smith, 1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen.

Leseprobe zu "Kap der Finsternis" von Roger Smith

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Leseprobe zu "Kap der Finsternis" von Roger Smith

KAPITEL 1

Jack Burn stand auf der Terrasse des Hauses hoch über Kapstadt und schaute zu, wie die Sonne sich im Meer ertränkte. Der Wind, dieser Südostwind, der Burn an die Santa Anas zuhause erinnerte, wehte wieder stärker. Ein Wind, der die Nacht in ein Treibhaus verwandelte, der die Menschen angespannt und gereizt werden ließ, der Cops und Notärzte in falsche Entscheidungen verwickelte.

Burn hörte das Röhren des Autos ohne Schalldämpfer, das langsam ausrollte und schließlich stehen blieb. Das Wummern von Bassboxen, die Gangsta-Rap hinauspulsten. Nicht gerade der übliche Soundtrack in diesem vornehmen weißen Viertel an den Hängen des Signal Hill. Der Wagen setzte in hohem Tempo zurück und hielt ganz in der Nähe wieder an. Der Motor wurde ausgemacht, der Rap verstummte mitten in einem muthafuckah . Burn schaute zur Straße hinunter, konnte aus seiner Position den Wagen aber nicht sehen.

Susan beobachtete ihn aus dem Haus. Die Verandatüren standen offen. "Komm essen ." Sie drehte sich um und verschwand im Halbdunkel.

Burn ging hinein und schaltete das Licht an. Das moderne Haus hatte klare, harte Linien. Ganz ähnlich dem reichen, jungen Deutschen, der es ihnen für sechs Monate vermietet hatte,

während er nach Hause zurückkehrte, um in Stuttgart am Sterbebett seines Vater zu sitzen.

Susan brachte das Filet aus der Küche, bewegte sich in diesem für Hochschwangere typischen, nach hinten gebeugten Watschelgang mit nach außen gestellten Füßen. Sie war wunderschön. Klein, blond, mit einem Gesicht, das sich hartnäckig weigerte zuzugeben, bereits achtundzwanzig zu sein. Abgesehen von dem riesigen Bauch sah sie immer noch exakt so aus wie vor sieben Jahren. Burn erinnerte sich noch genau an diesen Augenblick, als er sie das erste Mal gesehen hatte, an dieses Gefühl, wie ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde, wie ihm ganz schwindlig geworden war bei dem plötzlichen Wissen, dass er diese Frau heiraten würde. Und so kam es dann auch, keine sechs Monate später, und er tat ihren Altersunterschied mit einem Lachen ab.

Susan sah zwar immer noch genauso aus, war aber nicht mehr dieselbe. Ihre Leichtigkeit war verschwunden, ihr unbefangenes Lachen nur noch eine Erinnerung. In letzter Zeit schien sie in ständiger Zwiesprache mit ihrem ungeborenen Kind zu stehen. So sprach sie davon, von ihrem Kind. Ihrer Tochter. Als gehörten Burn und Matt einer anderen Spezies an, als stünden sie außerhalb dieses exklusiven Zweierklubs.

Burn schnitt das Filet mit einem Tranchiermesser auf, Blut sammelte sich auf dem Holzbrett. Perfekt. Englisch, so wie sie es alle am liebsten mochten. Matt lag auf dem Bauch vor dem Plasma-Fernseher und sah eine Sendung im Cartoon Network . Genau wie zuhause.

"Hey, komm rüber und iss mit uns", sagte Burn.

Matt, nur mit ausgebeulten Shorts bekleidet, wollte schon protestieren, überlegte es sich dann jedoch anders und kam zum Tisch. Er war vier, blond wie seine Mutter, wobei allerdings die Statur seines Vaters bereits zu erahnen war.

Susan hatte sich schon hingesetzt und verteilte Salat auf ihren Tellern. Sie schaute Matt nicht an. "Geh die Hände waschen ."

"Die sind doch gar nicht schmutzig", meinte er, während er auf einen Stuhl kletterte. Er streckte ihr die Hände zur Kontrolle hin. Sie beachtete ihn nicht. Das war keine bewusste Handlung, es war vielmehr, als sei sie nicht mehr auf seine Frequenz eingestellt. Als erinnerte ihr Sohn sie zu sehr an seinen Vater.

Burn versuchte, Susans Aufmerksamkeit zu gewinnen, sie irgendwie zu ihnen zurückzuholen. Doch sie starrte nur auf ihren Teller.

"Hör auf deine Mutter", sagte er sanft, und Matt verschwand auf nackten Füßen schlitternd Richtung Bad.

Burn schnitt gerade das Fleisch, als die zwei braunhäutigen Männer von der Terrasse hereinkamen. Beide trugen Waffen, die sie wie in einem Actionfilm im rechten Winkel vor sich hielten. Aus ihrem Lachen schloss er, dass beide bis zum Anschlag voll mit Speed waren.

An dem Abend, als der Ärger begann, beobachtete Benny Mongrel sie, die amerikanische Familie, auf der Terrasse des Hauses nebenan. Der Mann trank Wein, immer wieder mal tauchte kurz die blonde Frau auf, der Junge rannte zwischen Haus und Terrasse hin und her, die Schiebetür stand offen an diesem heißen Sommerabend. Die Momentaufnahme einer Welt, die Benny Mongrel nie kennengelernt hatte.

Seit seinem vierzehnten Lebensjahr hatte er immer mal wieder im Gefängnis gesessen. Sicher war er nicht, schätzte aber, dass er demnächst vierzig wurde. So stand es jedenfalls in seinem Ausweis. Als er im Jahr zuvor nach einer sechzehnjährigen Haftstrafe auf Bewährung aus dem Pollsmoor Prison entlassen worden war, hatte er sich geschworen, nie wieder zurückzugehen. Unter gar keinen Umständen.

Und deshalb schob er jetzt Nachtschicht als Baustellenwächter. Die Bezahlung war ein Witz, aber mit seinem Gesicht und den primitiven in seinen ausgezehrten braunen Körper geschnittenen Knast-Tätowierungen konnte er froh sein, überhaupt einen Job gefunden zu haben. Sie drückten ihm einen Gummiknüppel in die Hand und steckten ihn in eine viel zu große schwarze Uniform. Und sie gaben ihm einen Hund. Bessie. Halb Rottweiler, halb Schäferhund, ein Mischling wie er selbst. Sie war schon alt, sie stank, ihre Hüfte war hinüber und sie schlief die meiste Zeit, aber sie war das Einzige, was Benny Mongrel je geliebt hatte.

Benny Mongrel und Bessie befanden sich auf der obersten Etage des Neubaus, das Dach noch offen zu den Sternen, als er das Auto hörte. Es war auf laut frisiert, so wie es draußen auf den Cape Flats gern gemacht wurde. Mongrel ging an den Rand des Balkons und schaute nach unten. Ein roter 3er BMW kam viel zu schnell die Straße herunter auf ihn zugerast. Der Fahrer trat genau unterhalb der Stelle auf die Bremse, an der Benny Mongrel stand. Die fetten, breiten Reifen gerieten auf Baustellensand, und das Heck des Wagens brach seitlich aus, bevor er zum Stehen kam. Der BMW setzte zurück, bis er sich auf einer Höhe mit der Baustellenzufahrt befand. Der Fahrer machte den Motor aus, und der Hiphop erstarb.

Alles wurde völlig still. Benny Mongrel hörte das keuchende Atmen der schlafenden Bessie. Er hörte das leise Knacken des abkühlenden Motors. Er war angespannt. Er war sich dieses alten Gefühls bewusst, das er nur zu gut kannte.

Unsichtbar stand Benny Mongrel da und schaute zu, wie die beiden Männer aus dem Wagen stiegen. Im Licht der Straßenbeleuchtung sah er genug, Baseballmützen mit nach hinten gedrehtem Schirm, weite, ausgebeulte Klamotten, die Stars and Stripes hinten auf der Jacke des großen Mannes, um sie als Mitglieder der Americans zu identifizieren , der größten Gang auf den Cape Flats .

Seine natürlichen Feinde.

Er war bereit für sie. Er legte den Gummiknüppel zur Seite und zog das wartende Messer aus der Tasche. Behutsam öffnete er die Klinge. Falls sie hier heraufkamen, würden sie ihren Müttern begegnen.

Aber sie gingen zum Haus nebenan. Benny Mongrel beobachtete, wie der Größere seinen Kumpel hochwuchtete und der Kleine sich wie ein Affe auf die Terrasse hinaufzog. Von dort beugte er sich vor und streckte dem anderen Burschen die Hand hin. Von seinem momentanen Standort aus konnte Benny Mongrel die amerikanische Familie nicht sehen, aber er wusste, dass sie jetzt bei geöffneter Schiebetür beim Abendbrot am Tisch saßen.

Er klappte das Messer zu und ließ es zurück in die Tasche gleiten. Willkommen in Kapstadt.

Susan saß mit dem Rücken zu den Männern. Sie sah den Ausdruck auf Burns Gesicht und drehte sich um. Sie hatte nicht die Zeit zu schreien. Der ihr am nächsten war, der Kleinere, legte ihr eine Hand über den Mund und hielt ihr eine Kanone an den Kopf.

"Ach, Scheiße, Schlampe, halt's Maul, oder ich knall dich ab ." Ein harter, kehliger Akzent. Die mageren Arme des Mannes waren mit Gang-Tätowierungen überzogen.

Der große Mann war um den Tisch getreten und wedelte mit seiner Kanone vor Burns Nase.

Burn legte das Tranchiermesser hin und hob deutlich sichtbar die Hände vom Tisch. Er versuchte, eine ruhige Stimme zu behalten. "Okay, wir wollen keinen Ärger. Wir geben euch, was ihr wollt ."

"Genau, Mann. Wo kommt ihr her ? ", fragte der Typ, der auf Burn zukam. Er war schlaksig wie ein Basketballspieler.

"Wir sind Amerikaner", antwortete Burn .

Der Kleinere lachte. "Hey, wir auch."

" Jepp , wir sind hier alle Amerikaner. Americans , Mann. Wie eine große verdammt glückliche Familie, hey ." Der große Mann stupste Burn mit der Mündung seiner Kanone, postierte sich rechts von Burn hinter seinem Stuhl.

Der Kleinere zog Susan auf die Füße. "Oh, wir haben hier eine Mama ."

Burn sah, wie der Mann seine Hand unter Susans Rock schob, ihr zwischen die Beine packte und zudrückte. Er sah, wie sie die Augen schloss.

Es war reiner Zufall.

Irgendwer hatte Faried Adams erzählt, dass seine Freundin Bonita in Sea Point ihren Arsch verkaufte, wo sie doch angeblich ihre Mama im Krankenhaus besuchen sollte. Faried hatte kein Pro blem damit, dass sie wieder anschaffen ging, aber es machte ihn sauer, dass sie ihm nichts von der Kohle ablieferte. Er wollte die Schlampe bei der Arbeit erwischen.

Also zog der schlaksige Faried los und hämmerte an die Tür von seinem zu klein geratenen Kumpel Ricardo Fortune. Rikki wohnte in einem dieser Ghettoblocks in Paradise Park, wo die Wäsche an über die Fußwege gespannten Leinen hing und die Treppenhäuser nach Pisse stanken. Rikki hatte ein Auto. Aber er hatte auch eine Frau, Carmen, die permanent wegen allem meckerte und maulte. Weswegen Rikki ihr ständig was aufs Maul gab. Was Faried im Übrigen ganz genauso machen würde; Bonita , das Dreckstück, würde heute Abend ebenfalls ein blaues Auge bekommen. Wenn sie Glück hatte.

Faried und Rikki fuhren mit dem BMW raus nach Sea Point, nachdem Faried Rikki ein paar Scheine in die Hand gedrückt hatte. Sie cruisten den Straßenstrich rauf und runter und zogen sich dabei Tupac rein. Auf der Straße arbeiteten ein paar braune Mädchen, alle mit fett aufgetragenem Make-up und Röcken, die gerade mal ihre Pussys bedeckten, aber weit und breit keine Spur von Bonita .

" Ey , ich hab jetzt keinen scheiß Bock mehr, Mann", meinte Rikki . "Verpissen wir uns ."

"Okay, ich sag dir was. Wir fahren rüber nach Bo-Kaap . Mein Cousin Achmat ist da. Wir können ja später noch mal herkommen, und vielleicht erwisch ich Bonnie dann, wie sie einem Weißbrot den Schwanz lutscht ."

Rikki schüttelte den Kopf. "Ich hab aber keinen Bock auf Bo-Kaap , Mann. Ich will lieber nach Hause ." "Wir können uns ' nen Globe reinziehen. Und dann kommen wir später noch mal zurück ."

"Wie ? Achmat hat 'n Globe für uns ?"

"Nee, den hab ich dabei ."

" Ey , und war um erzählst du Arsch das erst jetzt ?" Rikki riss das Steuer her um, wendete und ignorierte dabei das Minibus-Taxi, dessen Fahrer voll in die Eisen gehen musste.

Rikki raste die Glengariff Road hin auf, wollte links nach High Level abbiegen, den schnellsten Weg nach Bo-Kaap . Aber dann plärrten aus seinem Mobiltelefon, einem winzigen Nokia, das er kürzlich einem Touristen an der Waterfront abgenommen hatte, die ersten Takte von Tupacs " Me against the World". Rikki fischte das Ding aus seiner Cargo-Hose, sah, wer ihn sprechen wollte, und drückte den Anruf weg. Der scheiß Gatsby . Der fette Bulle wollte Kohle. Kohle, die Rikki nicht mehr hatte.

So abgelenkt verpasste er die Abzweigung und landete stattdessen am Signal Hill.

"Du hast die High Level verpasst", sagte Faried .

"Weiß ich selbst. Ich fahr 'ne Abkürzung."

Rikki jagte den Wagen eine schma le Straße hinunter. Schicke Häuser schmiegten sich an den Bergrücken. Dann trat er voll auf die Bremse, und das Auto kam schlingernd zum Stehen. "Hey, du Arsch, was soll der Scheiß ? ", schimpfte der lange Faried , der sich den Kopf am Dach gestoßen hatte. Inzwischen hatte Rikki den Rückwärtsgang eingelegt und fuhr zurück die Straße hin auf. "Hast du deine Kanone dabei ?" "Hat deine Mami 'n Schlüpfer an ?" Faried tätschelte den Colt, der unter seinem Hosenbund her ausragte. "War um ?"

Rikki hielt an und schaltete die Musik aus. "Wir steigen in das Haus da vorne ein ." Er deutete auf ein Haus, dessen Terrasse über die Garage hin ausragte.

Faried starrte ihn an. "Bist du jetzt scheiß durchgeknallt, Bruder, oder was ?"

"Schnell rein und raus. Diese Hütten sind voll mit Krempel und Zeugs. Vielleicht geht was ." Rikki grinste breit und zeigte dabei seine faulen Zähne. "Komm, wir ziehen jetzt den Globe rein und dann los ."

Faried dachte kurz nach, dann zuckte er die Achseln. "Hey, scheiß drauf, war um nicht ?"

Er kramte die Tüte mit Tik Meth und eine von der Elektrik befreite Glühlampe aus seiner Jackentasche. Mit geübtem Geschick füllte er das Tik in die Glasbirne, den Globe , und streckte dann die Hand aus. Rikki hielt sein Feuerzeug dar unter, und Sekunden später saugte Faried gierig eine große Lunge voll Meth ein. Aus der Glaskugel war ein tick-tickendes Geräusch zu hören, der Klang, der der Droge auf den Cape Flats zu ihrem Spitznamen verholfen hatte: Tik . Er hielt den Rauch des Tik in seiner Lunge und reichte die Glaskugel an Rikki weiter, der sofort dar an saugte. Rikki stieß eine dicke Rauchwolke aus.

Es gibt nichts Besseres als Hitlers Lieblingsdroge, wenn man in Partylaune kommen will. Der kleine Mann, der mit der Hand unter Susans Rock, schlängelte sich obszön, rieb seine Hüften an ihr. Seine Lippen öffneten sich leicht, und Burn sah die schwarzen Vorderzähne. Susan öffnete die Augen und sah Burn direkt an.

Der Kerl hinter Burn lachte. "Hey, wir kriegen noch mächtig Spaß heute Abend ."

Und genau in diesem Moment kam Matt zurück ins Zimmer gelaufen. Die Blicke der beiden Männer wurden wie ma gnetisch von dem Jungen angezogen, der schlitternd stehen blieb und sie mit großen Augen anstarrte.

Das gab Burn den Sekundenbruchteil, den er brauchte. Während er sich blitzschnell auf seinem Stuhl umdrehte, schnappte er sich das Tranchiermesser vom Tisch und vergrub es bis zum Heft in der Brust des größeren Mannes. In einer Fontäne schoss das Blut aus dessen perforiertem Herzen. Burn sprang auf, packte ihn, bevor er zu Boden ging, und benutzte den Körper als Schild. Er spürte, wie der schlaksige Mann die Kugel abbekam, die der kleinere Typ jetzt abfeuerte. Dann stieß Burn ihn beiseite, machte einen Satz nach vorn und packte den Schussarm des kleinen Kerls. Durch die Wucht des Aufpralls holte er ihn von den Füßen. Gemeinsam stürzten sie zu Boden. Burn riss den Arm des Mannes nach hinten und hörte den Knochen brechen. Die Kanone fl og scheppernd über die Fliesen.

Susan wich zurück. Burn rammte dem kleinen Burschen ein Knie in die Eier, der sich dar aufhin wie ein Wurm krümmte. Er warf einen kurzen Blick über seine Schulter. Der große Kerl war tot. Das sich schnell auf dem Boden ausbreitende Blut hatte bereits fast Matts nackte Zehen erreicht. Mit weit aufgerissenen Augen stand sein Sohn da.

Burn griff hinter sich nach einem Steakmesser auf dem Tisch.

"Bring Matt hier raus", befahl er Susan.

"Jack ..."

"Schaff ihn raus !"

Susan lief über den gefliesten Boden, schnappte sich den Jungen und verschwand den Flur hinunter zu den Schlafzimmern.

Mit dem Steakmesser in der Hand kniete Burn über dem kleinen Mann, der ihn jetzt anstarrte. "Mister, wir wollten doch gar nichts tun ..."

Burn zögerte nur einen winzigen Moment, dann senkte er die Hand und schnitt dem kleinen Mann die Kehle durch.

Kundenbewertungen zu "Kap der Finsternis" von "Roger Smith"

34 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 34 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 19.05.2010 ***** ausgezeichnet
Ein Zufall zerstört eine Familie

Jack Burn ist mit seiner kleinen Familie aus den USA nach Kapstadt geflohen. Dort lebt er mit falscher Identität zurückgezogen ein sorgenfreies Leben. Bis zu dem Tag als zwei Gangmitglieder sich seine Wohnung für einen Einbruch aussuchen. Damit seine wahre Identität, die ihn in den USA eine lebenslange Gefängnisstrafe einbringen würde, nicht auffliegt, ermordet er die beiden Gangster. Dies wird durch Zufall von einem farbigen Wachmann beobachtet und ruft einen korrupten fetten Polizisten auf den Plan. Und von dem Moment an läuft das Leben von Jack und das seiner kleinen Familie komplett aus dem Ruder.

Ohne Zweifel wurde in den letzten Jahren viel für die Sicherheit in Kapstadt getan, bedingt auch einfach aus der Notwendigkeit heraus, den Tourismus im Land zu halten und noch zu fördern. Allerdings zeigt uns der in Kapstadt aufgewachsene Südafrikaner Roger Smith in seinem Debütroman auch eine andere Seite von Kapstadt. Die der Cape Flats, wo ein Menschenleben nichts zählt und er weiß wovon er schreibt. Schließlich lebt er mit einer Frau aus den Cape Flats zusammen. So muss man also davon ausgehen, dass seine gewalttätigen Szenen in Bezug auf Drogen, Vergewaltigung und Mord durchaus der Realität entsprechen.

Die Sprache von Roger Smith ist durchweg direkt und stellenweise sehr brutal, aber sie passt einfach perfekt zur Story. Die Spannung ist praktisch von der ersten Seite vorhanden, da der Plot direkt mit dem Einbruch der Gangster beginnt und hält sich mühelos bis zum extrem fesselnden Showdown. Immer wieder lässt der Autor den Leser einen Blick in das brutale Leben auf den Cape Flats werfen, allerdings zeigt er auch einige – wenn auch sehr wenige – gute Seiten, sodass dieser Blick durchaus nicht einseitig gezeichnet ist.

Seine Charaktere sind durchweg sehr komplex. Sein Protagonist Jack Burn, ein Mann Mitte Vierzig, Vatereines kleinen Sohnes und mit hochschwangerer Frau hat im Golfkrieg gekämpft und ist ein hoffnungsloser Glückspieler. Während des kompletten Thrillers hat er eigentlich keine Chance, auch mal selbst zu agieren, sondern ist ständig gezwungen, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu reagieren. Der zweite Hauptakteur ist der überaus fette, korrupte und bigotte Bure und Inspektor Rudi Barnard, der ohne Skrupel erpresst und mordet. Dann gibt es noch den Farbigen Wachmann Benny „Niemand“ Mongrel, der den Großteil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat; die Farbige Carmen Fortune, eine Tik-Hure, die eine Schlüsselrolle in dem Thriller spielt und zum Schluss noch der Sonderermittler vom Stamm der Zulu Disaster Zondi aus Johannisburg. Dieser wurde beauftragt, der Korruption in der Polizei-Hierarchie in Kapstadt den Kampf anzusagen und er ist zwar absolut nicht bestechlich, jedoch eindeutig emotional gestört.

Die Geschichte an sich ist zwar stellenweise voraussehbar, jedoch von der ersten bis zur letzten Seite logisch und durchaus nachvollziehbar umgesetzt. Besonders das Ende ist meiner Meinung sehr passend für die komplette Story. Überraschend ist auch, dass es in diesem Thriller wirklich nicht einen Charakter gibt, der sympathisch ist bzw. in den man sich hineinversetzen könnte. Und trotzdem gelingt es dem Autor mühelos, einen von Anfang an an seinen Thriller zu fesseln.

Alles in allem ist Roger Smith mit seinem Debütroman ein exzellenter, äußerst realer und brutaler Thriller gelungen, der einem die andere, düstere Seite von Kapstadt zeigt.

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Bewertung von Chiara aus Kornwestheim am 07.04.2010 ***** gut
Die Geschichte handelt von einer amerikanischen Familie die aufgrund eines Verbrechens in den Staaten sich ausgerechnet Kapstadt als Zuflucht und Unterschlupf ausgesucht hat. Als Sie eines Abends von Junkies überfallen werden, gerät ihr Leben vollends aus den Fugen. Susan verliert die Nerven und möchte sich stellen. Während Jack wieder in seine Spielsucht verfällt wird sein Sohn entführt und eine Hetzjagd beginnt. Spannend, brutal, nichts für zarte Gemüter und schwache Nerven.

Brutal und schonungslos beschreibt der Autor Roger Smith die dunkle Seite Südafrikas. Das Leben wird beherrscht von Drogen und roher Gewalt. In den Cape Flats zählt ein Menschenleben weniger als ein Stück Vieh. Ohne mit der Wimpern zu zucken wird hier nicht nur gemordet sondern regelrecht geschlachtet, zerstört und verstümmelt. Auch die Polizei hat kein großes Interesse der Gewalt entgegenzuwirken sondern bereichert sich durch Korruption und mordet munter mit. Ich musste das Buch einige Male zu Seite legen weil es so extrem brutal und an vielen Stellen auch recht vulgär ist.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 28.03.2010 ***** sehr gut
Eine amerikanische Familie wird in Kapstadt Opfer eines Überfalls, der aber mit dem Tod der beiden Räuber endet. Damit beginnt ein Spießrutenlauf für Familienoberhaupt Jack Burn, ebenso wie für den Nctwächter auf der gegenüberliegenden Baustelle, der die Morde quasi beobachtet hat, aber auch für den ekelhaften Zivilpolizisten Gatsby, der in den Elendsvierteln von Kapstadt mit brutaler Hand das Regime führt.
Das Buch ist voller Gewalt und Verzweiflung. Die Handlung zeigt deutlich die Spuren, die die Apartheid und die nachfolgenden politischen Unruhen in Südafrika hinterlassen haben. Ein Nährboden für Kriminalität, Raub, Drogen und Morde. Deutlich zeigt der Autor die traurige Seite dieses eigentlich aufstrebenden Landes. Mit harter, teils brutaler Sprache, die der Handlung absolut angemessen ist, erzählt er von dem verzweifelten Überlebenswillen der handelnden Personen. Die Schicksale der einzelnen Personen, aus deren Perspektive jeweils berichtet wird, sind geschickt zu einer großen Tragödie verwebt. Die Geschichte folgt ihrer inneren Logik bis hin zu einem klaren Ende. Dieses versöhnt etwas mit dem harten Verlauf.
Leider kann man sich nur zu gut vorstellen, dass dieses Buch nicht nur Fiktion ist, sondern bestimmt so oder ähnlich wirklich hätte passieren können. Eine aufwühlende, beunruhigende Geschichte. Auch wenn das Buch fast volle Sternzahl bekommt, brauche ich solch bedrückende Geschichten nicht häufiger.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 ***** ausgezeichnet
Kapstadt – abseits der Touristenmetropole.

Hier haben unter falscher Identität Jack Burn, seine schwangere Frau Susan und sein kleiner Sohn Matt vorübergehend Unterschlupf gefunden. Sie bewohnen im noblen Viertel Signal Hill ein großes Haus, doch das Glück währt nicht lange. Sie werden von zwei Mitgliedern einer berüchtigten Straßengang überfallen. Teils aus Notwehr, teils um seine wahre Identität zu schützen gelingt es Jack die beiden Männer zu töten. Doch die Gewaltspirale nimmt damit erst ihren Anfang. Die beiden Verbrecher wurden beim Betreten des Hauses von Benny Mongrel, Nachtwächter und Ex-Mitglied einer befeindeten Gang, beobachtet. Auch der brutale überaus korrupte Polizist „Gatsby“ hat noch eine Rechnung mit einem der Getöteten offen und macht sich ebenfalls auf die Suche nach deren Verbleib. Bei dem Versuch seine Familie zu schützen verstrickt sich Jack immer mehr in ein Netz aus Lügen, Gewalt und Tod.

Roger Smith zeichnet das Leben in Kapstadt abseits der Postkartenidylle. Seine Protagonisten gehen mit äußersten Gewalt und Brutalität gegeneinander vor. Auch das Leben vor und nach dem Apartheitsregime wird schonungslos skizziert.

Sicherlich kein Thriller für schwache Nerven, aber ein perfekt gelungenes Erstlingswerk. Die Geschichte wird flüssig, klar, hart erzählt und verfängt sich nicht in Nebensächlichkeiten.
Absolut lesenswert.

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Bewertung von goldfisch am 27.09.2009 ***** gut
Die finstere Realität des Lebens in Kapstadt

Jack Burn lebt mit seiner Familie auf der Sonnenseite von Kapstadt, in einem gemieteten Haus am Berg. Seine schwangere Frau, ihr gemeinsamer Sohn und er sind erst vor kurzem von den USA umgezogen und sie haben ein dunkles Geheimnis mitgebracht. Auch der Nachtwächter auf der Baustelle neben ihrem Haus hat eine dunkle Vergangenheit. Benny Mongrel war in seinem Leben nie auf der Sonnenseite und ist erst vor kurzem aus dem Gefängnis freigekommen. Als er eines Abends beobachtet, wie zwei junge schwarze Männer die Familie Burn überfallen, will er damit nicht zu tun haben. Doch der weiße, korrupte Polizist "Gatsby" Barnard lässt ihm keine Wahl. Barnard hat selbst Dreck an Stecken und ihm ist schon ein Ermittler namens Disaster Zondi auf den Fersen....

Der südafrikanische Drehbuchschreiber Roger Smith legt mit "Kap der Finsternis" seinen ersten Roman vor. Ein Buch, das Südafrika von seiner unschönen Seite zeigt und für meinen Geschmack stellenweise zuviel Realität vermittelte. Manche Dinge möchte ich lieber nicht sooo genau wissen und muss nicht genau wissen, wie extrem brutal es zugehen kann. Roger Smith zeigt nicht nur das Leben in den so genannten Flats vor dem Tafelberg, den Wohnvierteln der nicht-weißen Bevölkerung, sondern auch wie rau es in den Gefängnissen zugeht und wie derbe der alltägliche Sprachgebrauch ist.

Jack Burn und seine Familie müssen schnell lernen, dass Kapstadt kein sicherer Zufluchtsort ist. Benny Mongrel, die jungen Straftäter und Distaster Zondi wissen, wie es sich anfühlt, ganz unten zu stehen. Barnard hingegen steht seit Jahrzehnten am anderen Ende, er ist ein durch und durch korrupter Mensch. So klischeehaft sich manches anfangs las, so zutreffend scheint es trotzdem leider zu sein. Die Spuren der langen Zeit der Apartheid sind immer noch deutlich sichtbar und werden Südafrika vermutlich noch lange zu schaffen machen. Das macht Roger Smith sehr deutlich. Die 360 Seiten lesen sich schnell und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen - wären das nicht die brutalen Szenen gewesen, die mich zwangen, etwas anderes zu tun und mich ein wenig abzulenken.

"Kap der Finsternis" ist kein durchschnittlicher Thriller, sondern ein Buch, das einem eine andere Welt zeigt, die es wirklich gibt und genau deshalb noch eine Weile nachwirkt. Aber Vorsicht: Wer keine starken Nerven hat, sollte es lieber nicht lesen.

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Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 10.09.2009 ***** sehr gut
Kap des Mordens

Jack Burn flieht vor seiner Vergangenheit in den USA nach Südafrika. In Kapstadt will er mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn ein neues Leben anfangen. Anfangs verläuft alles nach Plan, bis sie das zufällige Opfern eines Überfalls werden. Jacks heftige Reaktion darauf, bringt den Stein ins Rollen und alsbald steckt er in den größten Schwierigkeiten.

Ich war verwundert, dass ich diesen Thriller in allerkürzester Zeit gelesen habe. Von Anfang an war mir die Geschichte zu brutal und es kommt immer noch schlimmer. Andererseits ist der Schreibstil so mitreißend, dass man dran bleibt und von dem Buch nicht lassen kann. Außerdem hat man das Gefühl, dass ein sehr realistisches Bild von Kapstadt gezeichnet wird und mir will nicht in den Kopf, wie man freiwillig dort hinfahren kann um Urlaub zu machen. Das Stadtporträt steht auch wirklich im Mittelpunkt, denn für die Hauptperson Jack Burn kann man keine Sympathie empfinden und auch seine Taten nicht gutheißen.

Empfehlenswert für alle, die ein zu schöngefärbtes Bild von Kapstadt haben und denen es nichts ausmacht wenn es brutal und blutig zugeht.

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Bewertung von sabatayn76 am 09.09.2009 ***** ausgezeichnet
Hintergrund:
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt:
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt.

Mein Eindruck:
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden – kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt.

Mein Resümee:
„Kap der Finsternis“ ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!

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Bewertung von jcschmid1 aus München am 27.07.2009 ***** ausgezeichnet
Absolut empfehlenswert!

Ich bin keine Leseratte und benötige normalerweise ein halbes Jahr für knapp 400 Seiten! Kap der Finsternis hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es innerhalb von einem Wochenende regelrecht verschlungen habe.

Unbedingt lesen!

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Bewertung von sasto19 aus Euskirchen am 11.06.2009 ***** sehr gut
Dies ist die Geschichte von Jack Burn, der sich mit seiner schwangeren Frau und kleinem Sohn auf der Flucht aus USA in Kapstadt niederlässt, da er einen Menschen umgebracht hat. Die Familie wird in ihrem Haus von zwei Gangstern überfallen und Burn erschießt beide. Da er seinen Aufenthalt geheim halten muss, erledigt er sich der Leichen, ohne die Polizei einzuschalten...

Hier beginnt der rasend schnell erzählte Thriller, man wird mitten ins Zentrum des Geschehens hinein katapultiert. Die weiteren Personen, die in die Sache verwickelt werden, sind Rudi Bernard, ein übler und korrupte Polizist, der Burn aus Zufall auf die Spur kommt und versucht, sein Wissen für seine Zwecke zu nutzen, selbst aber von dem Ermittler Disaster Zondi der Anti-Korruptions-Einheit gejagt wird und zum Schluss noch Mongrel, ein Ex-Häftling, welcher den Ausgang des Überfalls auf Burn erahnt und mit ins Geschehen gesogen wird...

Kap der Finsternis ist ein passender Titel. Das Buch lebt von der Schnelligkeit der Ereignisse, dem düsteren und sehr brutal beschriebenem Umfeld, welches in Ausdrucksweise und Schreibstil gekonnt vermittelt wird und die annähernden Beziehungen der Personen untereinander. Und so rasand wie es beginnt - endet es auch. Und Morde scheinen hier eine Selbstverständlichkeit zu sein, sie passieren mal ab und zu nebenbei und bestreiten den normalen Alltag.

Wer Kapstadt in Ansätzen kennt, kann die Stimmung im Buch gut nachvollziehen. Eine Stadt, die gegensätzlicher kaum sein kann. Man erschrickt zwar während des Buches über die geballte Brutalität und Kriminalität, aber ich denke, es ist sehr authentisch, leider...es regt auf jeden Fall sehr zum Nachdenken an.

Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber sehr empfehlenswert für alle Thrillerliebhaber.

Und: Falls Sie planen, demnächst in Südafrika Urlaub zu machen - lesen Sie das Buch erst hinterher...

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Bewertung von Thorsten Kneuer [thorlac] aus Franken am 07.06.2009 ***** ausgezeichnet
Geradezu unglaublich, welch eine atemberaubende Spannung Roger Smith bereits in den ersten Kapiteln seines Thrillers heraufbeschwört. Aus den Perspektiven verschiedener Menschen verdichtet sich eine temporeiche Geschichte: Ex-Marine Jack Burn ist auf der Flucht. Seine Spielschulden haben ihn in einen Bankraub verwickelt, der schief ging und einem Cop in Milwaukee das Leben kostete. Zusammen mit seiner jungen, schwangeren Frau Susan und seinem kleinen Sohn verlässt er die Vereinigten Staaten und beginnt in Südafrika in einem ruhigen, wohlhabenden Vorort Kapstadts ein neues Leben. Die Idylle wird jedoch jäh zerstört, als zwei Männer in das Haus der Familie eindringen und Jack beide überwältigt und tötet. Natürlich kann er sich nicht an die Polizei wenden. So entledigt er sich selbst des Problems und entsorgt die Leichen auf den Deponien der Velds vor der Stadt. Doch sein eigentliches Problem hat jetzt gerade erst begonnen. Eine Baustelle in der Straße wird von Benny Mongrel, einem entlassenen Sträfling, und dessen alternden Wachhund Bessie bewacht. Benny war von Anfang an auf die Verliererseite des Lebens abonniert. Karriere steil bergab. Dass das Leben ihn hart gemacht hat, ist dabei noch weit untertrieben. Seine einzige Sorge und Liebe gilt seiner alten Bessie. Und er hat sich vorgenommen, sauber und ehrlich zu bleiben. Wäre da nicht der fette Polizist, der ihm Fragen stellt über den auf der Straße zurückgelassenen BMW der Einbrecher. Er entfacht in ihm neu kalten Hass, als dieser seine Bessie bedroht und verletzt. Inspector Rudi Barnard, in den Cape Flats bekannt als Gatsby, regiert seinen Bezirk mit eiserner Faust. Ungestraft mordet und terrorisiert der bigotte Polizist dort schon seit Jahren. Jetzt aber hat er Wind bekommen von einer Säuberungsaktion, bei der korrupte Beamte ins Visier genommen werden sollen. Barnard kannte die Männer, deren BMW vor Jack Burn's Haus zurückblieb, und sein Interesse an der eingewanderten Amerikanerfamilie wird nun zunehmend geweckt. Barnard hat nur ein Ziel im Kopf: möglichst viel Geld machen. Und genau dieses wittert er! Disaster Zondi ist der von Johannesburg nach Kapstadt entsandte Sonderermittler, um Barnard unter die Lupe zu nehmen. Obwohl sich der fette Inspector immer wieder geschickt aus der Schlinge rettet, bleibt Zondi ihm dicht auf den Fersen, und gerät dabei in die Fronten zwischen dem korrupten Polizisten und dem flüchtigen Amerikaner. Das Drama entfaltet sich rund um diese vier Männer und ein paar anderen tragischen Figuren, wechselt immer wieder von Person zu Person und spitzt die Situation so zu. Barnards scheußlicher und durchtriebener Charakter lässt einen zeitweise das Buch erschrocken aus der Hand legen. Die Geschichte ist aber derart packend, dass man gar nicht anders kann, als weiterzulesen. Ein Thriller mit Tempo und Vollgas! ACHTUNG: Durchatmen können Sie erst wieder, wenn das Buch beendet ist!

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