Fragen Sie den Papagei / Parker-Romane Bd.1 - Stark, Richard

Richard Stark 

Fragen Sie den Papagei / Parker-Romane Bd.1

Krimialroman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2009

Übersetzung: Gunsteren, Dirk van
Broschiertes Buch
 
3 Kundenbewertungen
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Fragen Sie den Papagei / Parker-Romane Bd.1

Nach einem Millionenraub ist Parker auf der Flucht. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen ressentimentgeladenen Außenseiter, der ihm nicht nur Unterschlupf bietet, sondern auch eine profitable, wenngleich nicht ungefährliche Geschäftsidee. Das merkwürdige Paar fällt auf in dem tristen kleinen Ort in Massachusetts, wo Lindahl nur in Gesellschaft seines Papageis lebt. Doch bevor Parkers Tarnung als braver Bürger auffliegt, erweist er sich wieder einmal als der einzige Profi unter Stümpern.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 256 S. 191 mm
  • Seitenzahl: 256
  • dtv Taschenbücher Bd.21210
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 22mm
  • Gewicht: 248g
  • ISBN-13: 9783423212106
  • ISBN-10: 3423212101
  • Best.Nr.: 28014096
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2010

Im Schatten des Verbrechens

Es ist an der Zeit, die Parker-Romane von Richard Stark alias Donald Westlake endlich auch bei uns zu entdecken. Dieser einsame Jäger und Gejagte besitzt die Überwältigungskraft eines film noir und eines Comics.

Von Hanns Zischler

Ohne Vorankündigung geht es los. Ein Einbruch, eine Verfolgung, eine Hetzjagd, ein Ausbruch. Mit jedem neuen Parker-Roman von Richard Stark sieht der Leser sich umstellt, auf eine verschlagene Fährte gesetzt. Es gibt kein Zurück. Die Jagd hat immer schon begonnen, unabsehbar ist ihr Verlauf, und wenn sie mit der Erlegung der Beute endet, ist der Jäger erschöpft und neuen Gefahren ausgesetzt. Denn die Beute will gesichert, verwahrt und verteilt werden. Kaum vorhanden, weckt die Beute, Trophäe geworden, Begehrlichkeiten. Und der Jäger wird zum Gejagten.

Die Rede ist von Parker, ein Jäger im ausgewilderten Sinn des Wortes, ein Fährtenleser, Treiber und Wilddieb, ein unerkannter Gesetzloser. Habgier ist ein mächtiger Impuls, sie macht die tief vergrabenen, sicher verwahrten Reichtümer beweglich und reißt jene, die sich ihrer bemächtigen, in unabsehbare Verteilungskämpfe. …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Recht eingenommen zeigt sich Christoph Luzi für Richard Starks Roman "Fragen Sie den Papagei". Er würdigt den Autor - Stark ist eines der vielen Pseudonyme des kürzlich verstorbenen Donald E. Westlake - als einen der "erfolgreichsten Kriminalschriftsteller" überhaupt. Im Mittelpunkt von "Fragen Sie den Papagei" steht zu seiner Freude wieder der Kriminelle Parker, der nach einem gescheiterten Banküberfall auf der Flucht ist. Das Besondere des Buchs ist für ihn, dass Stark den Leser von Anfang an zum "intimen Beobachter im Gangsterleben" von Parker macht. Immer stärker nehme der Leser dabei die Perspektive Parkers ein. Dieser ist in Luzis Augen eine ganz außergewöhnliche Figur. Er beschreibt Parker als einen "durch und durch amoralischen", aber zugleich "sehr sympathischen" Menschen, der sich mehr als jede andere Figur in der Kriminalliteratur durch "Menschenverständnis" und "Feingefühl für die Reaktionen seines Gegenübers" auszeichnet.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.01.2009

Ein durch und durch amoralischer, sehr sympathischer Mensch
Grundkurs in Skrupellosigkeit: Der Roman „Fragen Sie den Papagei” des kürzlich verstorbenen Kriminalschriftstellers Donald E. Westlake alias Richard Stark
Ein Verbrecher, Parker heißt er, versucht einen Banküberfall. Er misslingt. Zu Fuß will er entkommen, durch einen Wald, einen Hügel hinauf. Doch die Polizei ist ihm mit Hunden auf den Fersen. Und schon sieht es so aus, als könnte die Flucht gelingen. Da taucht Tom Lindhal auf und hält den Lauf seines Gewehrs auf den Fliehenden, den er hier vermutet hatte. Dann nimmt er den Ganoven mit. Was folgt, ist eine rasante Räubergeschichte: „Der eine ist ein Bankräuber, der andere erschießt plötzlich einen Menschen – und einen Papagei –, und der Dritte, der sein Leben lang ein ganz normaler, unauffälliger Mensch war, ist auf einmal verschwunden.”
„Fragen Sie den Papagei” ist seit dreiunddreißig Jahren das erste ins Deutsche übersetzte Buch von Richard Stark. Das war eines der Pseudonyme des kürzlich verstorbenen Autors Donald E. Westlake, der 1933 in Brooklyn geboren wurde und einer der erfolgreichsten Kriminalschriftsteller …

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Richard Stark (Jahrgang 1933) ist eines von mehreren Pseudonymen des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Schriftstellers Donald E. Westlake, dem Grandseigneur des amerikanischen Noir-Krimis.
Donald E. Westlake ist am 31.12.2008 im Alter von 75 Jahren verstorben.

Kundenbewertungen zu "Fragen Sie den Papagei / Parker-Romane Bd.1"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 10.06.2010 ***** ausgezeichnet
Nach einem Bankraub ist Parker auf der Flucht. Er trifft dabei Lindahl, weil dieser das angeblich so geplant hatte.

Lindahl nimmt Parker in seinem Haus auf. Nicht nur aus Nächstenliebe, sondern weil er enttäuscht ist von den Menschen. Er hat auf einer Rennbahn gearbeitet und wurde entlassen. Als Arbeitsloser ist er zum Einsiedler geworden und hat der Rennbahn Rache geschworen.

Mit Parker zusammen will er die Rennbahn ausrauben. Nur er weiß wie man an das Geld im Keller kommt.

Dies ist endlich mal wieder ein Krimi mit vielen Wendungen und Überraschungen, selbst ein angeblich nicht sprechender Papagei kommt zu . . .

Richard Stark weiß eben wie Spannung aufgebaut und vor allem auch durchgehalten wird !

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

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Bewertung von Max aus Penzberg am 13.11.2009 ***** ausgezeichnet
Fragen Sie den Papagei war quasi meine Einstiegsdroge in Richard Starks Krimiserie, auch wenn der Band chronologisch gesehen nicht der erste ist. Aber so einen unmoralischen Gangster trifft man selten. Lapidar erzählt, als wäre es das normalste der Welt, dass ein Bankräuber unerkannt an seiner eigenen Suche teilnimmt - und schon fiebert man mit, was wohl der nächste Coup des Gangsters ist, den wohl nichts aus der Ruhe bringen kann.

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Bewertung von Polar aus Aachen am 21.08.2008 ***** ausgezeichnet
Wer weiß, wie schwer es ist, einem Papagei das Sprechen beizubringen, den verwundert es nicht, dass in Richard Starks Roman das Tier erst angesichts eines Gewehrlaufs, der auf ihn gerichtet ist, ein paar Wortfetzen nachahmt. Starks Humor gepaart mit knallhartem Suspense zeichnet diese Geschichte aus, in der einmal mehr Parker steht, dem der Autor bereits mehrere Bücher gewidmet hat. Er ist cool. Gefahren ausgesetzt, reagiert er nicht über, sondern entdeckt in seinem Gegenüber sogleich eine Schwäche, die er für sich ausnutzt. Er erinnert in seinem Lonesome-Cowboy Image an Garry Dishers Wyatt. Beide sind auf der Suche nach dem großen Coup und beide schlagen sich mit den Folgen menschlichen Versagens, wie Fehlplanungen herum. Stark gewinnt diesem allzu bekannten Plot durch überraschende Wendungen immer wieder neue Seiten ab. Die Idee den verfolgten Bankräuber in die eigene Suchtruppe einzuschleusen, ist ebenso famos wie der Einfall, dass Parker von einem Verbitterten aufgegriffen wird, der ihn zu einem Einbruch auf der Rennbahn zu verleiten versucht. Perspektivwechsel, wie gnadenlos kurze Kapitel setzt Stark geschickt ein, um die Handlung zum Höhepunkt voranzutreiben. Dabei entwirft er Miniaturbiographien jener Randfiguren, deren Leben Parker streift. Nicht zuletzt der eines schießwütigen Bürgerwehrteilnehmers. Ein gelungener, überaus spannender Thriller im Stile des Krimi Noirs.

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