Die Sehnsucht der Atome - Reichlin, Linus

Linus Reichlin 

Die Sehnsucht der Atome

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie National 2009

Broschiertes Buch
 
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Die Sehnsucht der Atome

"Ein fulminantes Debüt!" Ulrich Noller, WDRKommissar Jensen beschäftigt ein höchst rätselhafter Fall: Ein amerikanischer Tourist hatte um Hilfe gebeten, weil er sich bedroht fühlte. Am nächsten Tag findet man ihn tot auf der Straße. Seine Obduktion deutet auf einen Mord, der menschliche Fähigkeiten übersteigt. Was haben seine zehnjährigen Zwillingssöhne damit zu tun, die spurlos verschwunden sind? Oder deren mysteriöse Kinderfrau, der seherische Fähigkeiten nachgesagt werden? Und wie soll Jensen das herausfinden, wenn ihm eine mysteriöse Blinde immer wieder dazwischenfunkt?

»Ein fulminantes Debüt!« Ulrich Noller, WDR
Kommissar Jensen beschäftigt ein höchst rätselhafter Fall: Ein amerikanischer Tourist hatte um Hilfe gebeten, weil er sich bedroht fühlte. Am nächsten Tag findet man ihn tot auf der Straße. Seine Obduktion deutet auf einen Mord, der menschliche Fähigkeiten übersteigt. Was haben seine zehnjährigen Zwillingssöhne damit zu tun, die spurlos verschwunden sind? Oder deren mysteriöse Kinderfrau, der seherische Fähigkeiten nachgesagt werden? Und wie soll Jensen das herausfinden, wenn ihm eine mysteriöse Blinde immer wieder dazwischenfunkt?


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 377 S.
  • Seitenzahl: 384
  • Goldmann Taschenbücher Bd.47068
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 135mm x 28mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783442470686
  • ISBN-10: 3442470684
  • Best.Nr.: 26254297
"Ein Mensch kann auf drei Arten sterben: durch Krankheit, Unfall oder Mord. Aber wenn ich diesen Mann hier anschaue, frage ich mich, ob es nicht noch eine vierte Art gibt. Linus Reichlin

"Das packende Buch ist weit mehr als ein Krimi. Intelligent und überzeugend geschrieben, voller lebenspraller Figuren und mit origineller Handlung, verfasst in klarer, brillanter Sprache - das ist höhere Literatur."

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Linus Reichlin ist ein komischer Kauz. Eine Kolumnensammlung von ihm heißt "Kampf dem Orgasmus!", er trägt hässliche Kunststoffbrillen, und angeblich hat er mal als Werbetexter für Kinderbadezubehör gearbeitet. Aha. Nun erscheint sein erste Roman, eine Kriminalgeschichte. Der belgische Inspektor Hannes Jensen wird kurz vor seiner Frühpensionierung in einen kniffligen Fall verwickelt: Ein alkoholsüchtiger Amerikaner kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben, seine zehnjährigen Söhne verschwinden spurlos, angeblich wurden sie von einer religiösen Fanatikerin nach Mexiko entführt. Jensen reist den Kindern hinterher, gemeinsam mit der blinden Schönheit O'Hara, die der Entführerin aus persönlichen Gründen auf den Fersen ist. Reichlin gelingt es nicht, einen spannenden Krimiplot zu entwickeln - dafür ist er zu unkonkret, zu plakativ geheimnisvoll. Liest man "Die Sehnsucht der Atome" allerdings als skurrile Abenteuergeschichte, ist das Debüt durchaus ein Volltreffer. Dann gehen nämlich auch die vielen Überzeichnungen sowie die beiden Hauptfiguren okay - der Inspektor, dessen Hobby die Quantenphysik ist und der unter einem schweren Kindheitstrauma leidet; die Blinde, die redet wie ein Feldwebel und zwecks Informationserhalt bevorzugt mit Idioten ins Bett steigt. (jul)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ehrlich gesagt ist nicht ganz nachvollziehbar, warum ein Buch, das den Rezensenten so lau lässt, auf der prominentesten Literaturseite der FAZ am Samstag mit solcher Ausführlichkeit verrissen werden muss. Ulf von Rauchhaupt, Wissenschaftsredakteur bei der FAZ, zählt zunächst mal das Personal des Romans auf, das er drehbuch- aber nicht unbedingt romangeeignet findet - und tatsächlich kann ihn der in seiner Rezension nur angedeutete Plot auch nicht überzeugen. Schlimmer ist aber, dass Reichlin seinen Roman offenbar auch noch reichlich mit Exkursen zur Quantenphysik würzt, die dem Rezensenten weder besonders aufschlussreich noch besonders sinnvoll im Zusammenhang mit der Handlung erscheinen. Tja, dieses Romandebüt hat bei der FAZ jedenfalls nicht reüssiert...

© Perlentaucher Medien GmbH

"Brügge/Arizona/Mexiko: Ein Tourist stirbt ohne erklärbare Ursache. Kommissar Jensen sucht Kinder. Gerät an die Grenzen des Wahrscheinlichen. Spannung aus dem Reich der Quantenphysik."<br />(Die Welt, 23. Februar 2008)<br/><br/>"Hannes Jensen heißt der Mann, der den staunenden Leser durch den mutmaßlich originellsten deutschsprachigen Krimi dieses Frühjahrs führt. […] Plakative Effekthascherei ist Reichlin trotz seines Faibles für Grenzphänomene angenehm fremd. Stattdessen verwendet er seine Energie auf die psychologisch stimmige Zeichnung der Figuren. […] Die Haltbarkeit der Erinnerungen an die Lektüre dieses grandiosen Krimis  dagegen wird diesen Frühling, wenn nicht gar das ganze Jahr überdauern."<br />(Die Welt, 8. März 2008)<br/><br/>"Reichlin kann famos erzählen, Atmosphäre heraufbeschwören, einen verzwickten Plot aushecken und Romanfiguren aufbauen, die einen nicht kalt lassen."<br />(NZZ am Sonntag, 30. März 2008)<br/><br/>"Ein bisschen Reise- und ein sehr schräger Liebes-Roman […] eine kleine Physik-Stunde, eine philosophische Betrachtung über die Macht der Gedanken. […] Reichlins philosophische Salti haben Witz und Charme, und fürs Übersinnliche öffnet er immer ein rationales Hintertürchen."<br />(Frankfurter Rundschau, 6. Februar 2008)<br/><br/>"…verwendet er zur Beschreibung des Undurchsichtigen eine klare, nüchterne, unverschnörkelte, ihrem Tonfall nach also auf die Benennbarkeit der Welt vertrauende Sprache."<br />(Tagesanzeiger, 9. April 2008)<br/><br/>"Packend erzählt Reichlin von den Selbsterkenntnissen seines Protagonisten, der zudem wie der Leser gegenüber der Begleiterin eine Mischung von Irritation und erotischer Attraktion verspürt. Es gelingt ihm, eine atmosphärische Story mit einer aufregenden psychologischen und wissenschaftlichen Reise zu verbinden."<br />(Der Bund, 4. März 2008)<br/><br/>"…ein Kriminalroman-Debüt von besonderer Güte."<br />(Hamburger Abendblatt, 23. April 2008)<br/><br/>"Skurril, liebenswert, intelligent, spannend — best of Krimi mit beigeschlossenem Grundkurs der (Meta-) Physik."<br />(Buchkultur, Juni/Juli 2008)<br/><br/>"In seinem Debütroman verwendet Reichlin viel Energie auf die psychologisch stimmige Zeichnung der Figuren: Charaktere wie Jensen und OHara, die von ihren ganz persönlichen Dämonen getrieben werden, haben Seltenheitswert im deutschen Krimi."<br />(Berliner Morgenpost, 20. März 2008)<br/><br/>"Das ist Kriminalliteratur, die zwar mit der Realität nicht viel zu tun hat — die aber der Wahrheit der Realität auf den Grund zu gehen sucht, und das auf charmante, komische und höchst versierte Art und Weise. Der Schweizer Linus Reichlin […] legt mit die Sehnsucht der Atome ein fulminantes Debüt hin. Wer Krimi als Kunst lesen mag, erlebt mit diesem Buch einen gedanklichen Höhepunkt."<br />(Funkhaus Europa, 5. März 2008)<br/><br/>"…eine spannende Geschichte um seltsame Menschen, die sich mit ihrem Denken nicht gegen das Ungemach und die Fehler isolieren können, mit denen es bodenständigere Krimihelden zu tun bekommen."<br />(Stuttgarter Zeitung, 7. März 2008)<br/><br/>"…ein Kriminalroman der besonderen Art, dem das Kunststück gelingt, in einer entlegenen Landschaft physikalische Grenzfälle mit philosophischer Eloquenz und spannender Unterhaltung zu verknüpfen."<br />(Badische Neueste Nachrichten, 3. März 2008)<br/><br/>"Reichlin schafft es auf sehr nüchterne Art, über metaphysische Erscheinungen zu spekulieren, über die Sehnsucht der Atome, sich zu vereinen, über die Entropie, einem Gesetz der Physik, nach dem alles dem Chaos zustrebt."<br />(Märkische Allgemeine, 1. März. 2008)<br/><br/>"Linus Reichlins spannender Krimi "Die Sehnsucht der Atome" verquickt intelligent die Physik mit dem Leben."<br />(Aargauer Zeitung, 3. Februar 2008)<br/><br/>"Ein Krimi? Auch. Originell? Ja. Eine ziemlich gewagte Story? Bestimmt."<br />(Hellweger Anzeiger, 1. März 2008)<br/><br/>”Linus Reichlin hält den Spannungsbogen in seinem verzwickten Plot über 360 Seiten mühelos durch und wechselt dabei gekonnt zwischen actionreichen Szenen, intelligenten Dialogen und geradezu philosophischen Passsagen. Die Spannung lässt nicht einmal nach, als der Physik-Freak Jensen einem mexikanischen Kneipenwirt in verständlichen Worten  erklärt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Der Wirt schläft darob ein, nicht aber der geneigte Leser, der am Ende in dem gelungenen Roman nicht nur Annäherungen an die großen Welträtsel, sondern tatsächlich auch eine plausible Erklärung für das unterhaltsame, interkontinentale Verwirrspiel geboten bekommt.“<br />(Basler Zeitung, Andrea Bollinger, 9. Mai 2008)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.07.2008

Die Natur macht keine Faxen

Hinter lauter Quanten keine Welt: Linus Reichlin reichert seinen Kriminalroman mit theoretischer Physik an. Und wer ist der Mörder? Das Atom!

Von Ulf von Rauchhaupt

Kriminalinspektor Henning Jensen ist einsam und entsprechend schlechter Dinge. Seine Wohnung ist verwahrlost, sein Vorgesetzter ein Rassist, und kurz vor der ersehnten Frühpensionierung bekommt er es mit dem reichen, alkoholabhängigen amerikanischen Touristen Brian Ritter und dessen zehnjährigen Zwillingssöhnen zu tun. Kurz darauf stirbt Ritter auf unerklärliche Weise, und die Zwillinge setzen sich nach Mexiko ab. Weiter treten auf: ein Pathologe mit Migrationshintergrund, ein adipöser Sheriff, ein geiler Zwerg, eine mexikanische Gesundbeterin und eine schöne Blinde.

Mit dem Personal in Linus Reichlins Romandebüt "Die Sehnsucht der Atome" hätte sich ein passabler Fernsehkrimi bestreiten lassen - ein Drehbuch schreibt sich damit ja fast von selbst; ein Krimi zum Lesen aber nicht unbedingt. Zumal dann, wenn der Autor so offensichtlich mehr will, als bloß eine spannende Geschichte zu erzählen. Reichlin, der Schweizer Kolumnist und …

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Linus Reichlin, geboren 1957, begann nach längeren Aufenthalten in Südfrankreich, Italien und Kanada Reportagen zu schreiben, für die er 1996 den Ben-Witter-Preis der ZEIT erhielt.

Leseprobe zu "Die Sehnsucht der Atome" von Linus Reichlin

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Leseprobe zu "Die Sehnsucht der Atome" von Linus Reichlin

Am ersten seiner fünf letzten Tage saß Jensen an seinem Pult, und draußen stand eine Kutsche im Regen. Der Kutscher, eingewickelt in eine schwarze Pelerine, saß vornübergebeugt auf dem Bock. Der Hut war ihm ins Gesicht gerutscht, er schien zu schlafen. Die Pferde schüttelten sich, sie waren unruhig, sie stießen kleine Nebelwolken aus ihren Nüstern.

Etwas stimmt nicht, dachte Jensen.

Er schaute auf die Wanduhr. Seit acht Minuten beobachtete er den Kutscher, und während dieser Zeit hatte sich dessen Oberkörper zusehends stärker nach vorn geneigt, bald würde dem Mann der Hut vom Kopf fallen. Jensen konnte sich nicht erklären, weshalb der Kutscher ausgerechnet vor dem Polizeigebäude auf Touristen wartete. Es war das hässlichste Gebäude von Brügge, die Touristen kamen in diese Gegend nur, um den Diebstahl ihrer Handtasche zu melden. Davon abgesehen regnete es seit drei Wochen, das musste dem Kutscher doch aufgefallen sein. Es gab keine Touristen in diesem August, allerdings auch keine Wespen. Dieser Kutscher musste ein Optimist sein, ein unvernünftiger Mensch. Einer, der auf dem Kutschbock im Regen schlief, weil er an glückliche Wendungen glaubte, an einen unvermuteten Wetterumsturz, plötzlichen Sonnenschein, der Touristen aus dem Boden sprießen ließ und mit ihnen die Kleinkriminellen, die ihnen die Handtasche entrissen, sodass die Touristen gezwungen sein würden, hierher zur Polizeistation zu kommen, wo er auf seinem Bock auf sie wartete, nass, aber ausgeschlafen.

So stellt er sich das wahrscheinlich vor, dachte Jensen verärgert.

Er wandte seinen Blick von dem Kutscher ab, er schaute auf die Wanduhr: Weitere siebeneinhalb Stunden galt es zu erschlagen.

Die anderen, die Kollegen, beugten sich über unerledigte Akten, manche stützten mit den Händen ihren Kopf, der vor Langeweile schwer geworden war. Die Bürosessel knackten, wenn die Kollegen ihr Gewicht verlagerten. Man konnte nicht immer in derselben Stellung sitzen, das wäre Yoga gewesen, und die Kollegen waren Bewegungsmenschen. Sie wären gern über Hecken gesprungen oder zur nächsten Deckung, ein Spurt über das Brügger Kopfsteinpflaster, einem Taschendieb auf den Fersen, dafür waren ihre Körper weit besser geeignet als für das Sesselfurzen. Sie nannten es so, weil sie tatsächlich,wenn sie zu längerem Herumsitzen gezwungen waren, unter erhöhter Flatulenz litten.

Jensen schaute wieder aus dem Fenster. Der Kutscher hatte seinen Hut noch auf, wenngleich dessen Schräglage sich verstärkt hatte.

Wenn er ihm vom Kopf rutscht, dachte Jensen, gehe ich runter und schaue nach, ob er wirklich nur schläft.

Ein Kollege räusperte sich. Dann war es wieder still.

Stassen, der am Pult vor Jensen saß, kratzte sich mit einem Bleistift am Rücken. Mit der Bleistiftspitze, wohlbemerkt. Er verkritzelte sein blaues Uniformhemd.

Bleistift geht schwer raus, dachte Jensen. Als jemand, der selber wusch, wusste er das.

Noch fünf Tage, immer noch. Da die Zeit mit dem Raum untrennbar verbunden war, hätte gemäß der Speziellen Relativitätstheorie einzig eine sehr schnelle Bewegung durch den Raum diese fünf Tage auf ein erträgliches Maß schrumpfen lassen, aber eben gerade nicht für den, der sich schnell bewegte, das war die Crux an der Sache. Es war hoffnungslos. Jensen musste die Zeit auf andere Weise als durch Raumflüge bewältigen; er entschied sich für müßige Gedanken. Er dachte an die kleine Glasplatte, die er sich hatte anfertigen lassen, als Trennwand für das Doppelspaltexperiment. Dieses Experiment war sein einziges Projekt für die Zeit nach der Frühpensionierung. Der Physiker Richard Feynman hatte einmal gesagt, das Experiment beinhalte das ganze Geheimnis der Quantenphysik und damit das der Beschaffenheit der Welt schlechthin. Es im eigenen Keller durchzuführen war also eine lohnende Aufgabe, fand Jensen, für jemanden, der im Alter von fünfzig Jahren den Dienst quittiert hatte.

Nur musste zuvor noch die Verabschiedungsrede überstanden werden. Stassen skizzierte sie mit seinem Bleistift wahrscheinlich soeben auf einem Blatt Papier.

Jensen schloss die Augen.

Er stellte sich vor, was Stassen nach Ablauf der fünf Tage sagen würde, wenn es soweit war, wenn die Kollegen sich im Halbrund um Jensen versammelten, jeder mit einem Glas Orangensaft in der Hand: die Verabschiedungsrede.Inspecteur Hannes Jensen, würde Stassen sagen. Geboren und aufgewachsen in Konstanz. Das ist eine Stadt in Deutschland, wie ihr vielleicht wisst. Ja, er ist Deutscher, aber inzwischen spricht er besser Flämisch als manch einer von uns. Wenn man einmal von seinem Akzent absieht und den Wörtern, die ihm manchmal fehlen, und die er dann durch deutsche Wörter ersetzt, weil er natürlich weiß, dass wir alle sehr gut Deutsch sprechen, im Grunde unseres Herzens. Wenn vielleicht der Krieg nicht gewesen, wenn der von uns allen geschätzte Großvater von Hoofdcommissaris Dupont nicht von den Deutschen aufgehängt worden wäre, ja dann. Dann wäre ich womöglich nicht der einzige Kollege, dem es ein Anliegen ist, diese Rede überhaupt zu halten. Einige von euch werden jetzt denken: Kein Wunder, Stassen ist ja selbst ein halber Deutscher, man braucht sich nur einmal seine Mutter anzusehen. Denen kann ich nur sagen: Leckt mich am Arsch! Es war die Liebe, die meine Mutter nach Flandern gebracht hat, und nichts anderes als die Liebe hat auch unseren Kollegen vor fünfzehn Jahren nach Brügge geführt. Die Liebe zu Margarete Streuper, der Tochter des uns noch allen wohlbekannten Stadtrates Jan Streuper, durch dessen Protektion unser Kollege zu seinem Posten als Inspecteur gekommen ist. Ich nenne es Protektion, um es nicht Mauschelei nennen zu müssen, Vetternwirtschaft oder gar Korruption. Und nun möchte ich dich fragen, lieber Freund Hannes: Wovon wirst du nach deinem ungewöhnlich frühzeitigen Ausscheiden aus dem Dienst leben? Von Margaretes nicht unerheblichem Erbe? Sehe ich das richtig? Wäre es nicht an der Zeit, dass du aussprichst, was hier alle denken?

Kundenbewertungen zu "Die Sehnsucht der Atome" von "Linus Reichlin"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Noczynski aus Wiesbaden am 17.03.2009 ***** ausgezeichnet
Ein grandioser Plot! Boileau-Narcejac haben einen würdigen Nachfolger gefunden.

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Bewertung von Jutta aus Köln am 18.03.2008 ***** sehr gut
Lesenswert, kurios, klug, überraschend, spannend !
Ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung !

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