Wir retten Leben, sagt mein Vater - Ranst, Do van

Do van Ranst 

Wir retten Leben, sagt mein Vater

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007, Kategorie Jugendbuch

Übersetzung: Kluitmann, Andrea
Broschiertes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
12 ebmiles sammeln
EUR 12,00
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Wir retten Leben, sagt mein Vater

Vorsicht Kurve
Ein Mädchen, das von einem Jungen träumt, dessen Name mit B anfangen sollte. Ein Vater, der tagein, tagaus auf einem Sofa sitzt. Eine Mutter, die nicht mehr weiß, warum sie den Mann auf dem Sofa geheiratet hat. Eine Oma, die seit Opas Tod kein Wort mehr spricht. Und ein Haus in einer Kurve, an einer Straße, die zu einer halb fertigen Brücke führt. Stell dir vor, du wohnst in diesem Haus. Ein Haus in einer Kurve, die so scharf ist, dass regelmäßig Autos in das Haus knallen. Die Fahrer, die in diesen Autos sitzen, darfst du dann auf eurem Sofa gesund pflegen. Und vielleicht wird eines Tages ein Junge dabei sein, ein richtig netter Junge, der Benjamin, Bernie oder Brad heißt. Willkommen in meinem Leben!

Produktinformation


  • Verlag: Carlsen
  • 2007
  • Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2007. 140 S.
  • Seitenzahl: 160
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 147mm x 18mm
  • Gewicht: 237g
  • ISBN-13: 9783551581563
  • ISBN-10: 3551581568
  • Best.Nr.: 20841542
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.10.2006

Im Wartesaal
Jugend in der Pufferzone: Do van Ranst baut Brücken ins Leere

Es gibt sicher schönere Orte zum Großwerden als ausgerechnet ein Häuschen dicht am Straßenrand, das man nicht einmal ganz bewohnen darf. Denn die Familie, die der junge belgische Jugendbuchautor Do van Ranst porträtiert, drängt sich in einem kleinen Teil des Gebäudes zusammen, der Rest dient als Pufferzone für Autofahrer, die die Kurve nicht kriegen. Sieben haben das Haus schon erwischt, doch nur die Nummer eins blieb hängen: der wenig geliebte Vater der fünfzehn Jahre alten Ich-Erzählerin.

Lakonisch und mit viel Humor erzählt Do van Ranst eine tragikomische Geschichte vom Erwachsenwerden. Dafür benötigt er kaum mehr als 140 Seiten, die in sehr kurze Kapitel unterteilt sind. Durch diese knappe, passagenhafte Form erscheint die Story wie skizziert. In überwiegend dialogischer Form und in kurzen Gesprächen, die einzelne Szenen oft nur anreißen oder in sie hineinblenden, zoomt man sich also durch die Handlung. Und die wirkt zwar ungewöhnlich und auch ein bißchen hingehuscht, ein atmosphärisch klar konturiertes Bild stellt sich trotzdem ein. Das liegt …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Auch wenn einiges an diesem lakonischen Jugendbuch von Do van Ranst nach Meinung der Rezensentin Caroline Roeder etwas flüchtig und "hingehuscht" wirkt - letztlich stellt sich ein "atmosphärisch klar konturiertes Bild" ein. Das liegt daran, dass van Ranst mit stimmungsvollen Szenen arbeitet, die in ihrer Skurrilität schon fast magisch-realistisch wirken und einen starken Eindruck hinterlassen. Der Rezensentin gefüllt auch die Leichtigkeit, mit der Ranst selbst die komplizierten Gefühlswelten der pubertierenden Protagonistin darstellt, ob nun "Einsamkeit" oder "Begehren".

© Perlentaucher Medien GmbH

Andere Kunden interessierten sich auch für

Kundenbewertungen zu "Wir retten Leben, sagt mein Vater" von "Do van Ranst"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.3 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen **** gut
(aus 3 Bewertungen)

Bewertung von Themistokeles am 06.01.2012 ***** sehr gut
Inhalt:
Sie wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihrer Großmutter am Ende der Welt, zumindest scheint es so, denn nach ihrem Haus, dass an der einzigen Kurve der Straße liegt, kommt nur noch die halbe Brücke.
Die Kurve ist so scharf, dass regelmäßig Autos in das Haus krachen und sie träumt davon, auch einmal anwesend zu sein, wenn das passiert, denn vielleicht ist es ein gutaussehender Junge, den sie gesund pflegen kann und mit dem etwas Neues anfängt, denn bisher hat sie nur die halbe Brücke und ihre Freundin Sue.

Meinung:
Das Buch ist mal etwas ganz anderes, denn die eigentliche Handlung ist letztendlich ziemlich irrelevant und viel wichtiger ist, was hinter dieser steht und gesagt wird.
Vor allen Dingen geht es darum sich selbst zu finden und zu lernen, zu erkennen, was man selbst wirklich will. All das im Kontext des langsamen Erwachsenwerdens. Durch die Vorfälle in der Geschichte lernt die Protagonistin nämlich genau dies.
Zudem scheint es mir um den Aufbruch zu gehen, dass altes verlassen werden muss, um neues zu entdecken. Denn um aus ihrem Leben etwas neues zu machen, muss die Protagonistin Wege beschreiten, die sie vorher noch nie gegangen ist.
Interessant ist, dass man als Leser oft von der Protagonistin direkt eingebunden wird, indem sie eine Frage stellt oder einen direkt anspricht, wodurch man der Geschichte eindeutig ein ganzes Stück näher kommt und sie ein wenig wie eine neue Freundin fühlt, der sie das alles erzählt oder wie ein Tagebuch in das sie schreibt.
Was auf mich eindeutig sehr verrückt wirkt, ist der Ort an dem die Protagonistin lebt, denn dieser wirkt extrem abgelegen, so dass man sich wundert, dass sie überhaupt andere Menschen kennt, außer ihrer Familie.
Auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch, das mal etwas ganz anders ist.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von R.E.R. am 16.12.2011 ***** ausgezeichnet
Do van Ranst ist mir durch sein Buch “Mütter mit Messern sind gefährlich” in Erinnerung geblieben. Unter diesem Titel erzählt ein zwölfjähriger Junge sein ungewöhnliches Schicksal. Sein Lieblingsort ist das Glasflaschenfeld, das er oft mit seiner stummen Schwester besucht. Diesmal haben wir es mit einem fünfzehnjährigen Mädchen zu tun. Ihr Lieblingsplatz ist die halbe Brücke über dem Fluss. Ein seltsamer und vor allem einsamer Ort. Der Autor beweist, dass man einen solchen Ort mit einer äußerst lebendigen Geschichte füllen kann.

Die fünfzehnjährige (leider namenlos bleibende) Ich-Erzählerin wohnt an einem “Ort, an dem alles aufhört”. Eine schnurgerade Straße macht gerade am Haus des Mädchens eine scharfe 90° Kurve, die nicht vorherzusehen ist. Was so manchen Autofahrer (als ersten der langen Serie den eigenen Vater des Mädchens) in das Wohnzimmer der Familie katapultiert hat. Weswegen ein Teil des Hauses nun auch geräumt ist. Die sogenannte Risikozone mit Sicherheitsspielraum. Die Familie zwängt sich auf engstem Raum zusammen. Und wenn wieder ein Unfall geschieht, werden die Verletzten auf dem heimischen Sofa gesund gepflegt.

"Der erste Unglückliche, der unser Haus gerammt hat, war mein Vater". Beim Pflegen hat sich die Mutter verliebt und zwei Jahre später war die Familie komplett. Der Vater ist geblieben, die Liebe allerdings nicht. Die Eltern verstehen sich nicht mehr und selbst die Tochter meint "meint Vater taugt nicht". Dazu kommt eine Großmutter, die seit dem Unfall des Vaters im Rollstuhl sitzt und seit dem Tod des eigenen Mannes nicht mehr spricht.

Ein unwirklicher Ort für ein junges Mädchen, weshalb die Heldin auch einen großen Teil ihrer Zeit in der Stadt (die mit dem Fahrrad immerhin eine Stunde entfernt ist) bei ihrer Freundin Sue verbringt. Sue ist lesbisch und möchte unbedingt intim werden. Schmusen ist für die Erzählerin in Ordnung. Mehr aber nicht, denn selber lesbisch zu sein, kann sie sich nicht vorstellen. Zumindest nicht, bevor sie nicht ausprobiert hat, wie es mit einem Jungen wäre.

So träumt sich das Mädchen lieber eine Geschichte zusammen. Das der Vater nicht etwa faul und arbeitslos ist, sondern ein fähiger Architekt, der die wiederaufgenommenen Arbeiten an der Brücke leitet. Sie selber als tüchtige Sekretärin im familieneigenen Baubetrieb und ihr blonder Verlobter als Bauingenieur und rechte Hand ihres Vaters. Ein solcher Traumjunge scheint mit Wagen Nummer acht ins Haus der Familie gekracht zu sein.

Knapp, doch sehr anschaulich, berichtet die Erzählerin von ihrem Heimatort (der nur aus dem Haus der Eltern besteht), von der halben Brücke die nie fertig gebaut wurde, dem mysteriösen Tod des Großvaters, der Hellsichtigkeit der stummen Oma und den nervenaufreibenden verbalen Kämpfen der Eltern.

Do van Ranst “Wir retten Leben” ist ein kleines Buch über das “Großwerden”. Die Schwierigkeiten auf der Suche nach der sexuellen Identität. Die Problematik sich von den Eltern abzugrenzen, ohne die Bindung an sie preiszugeben oder die eigenen Überzeugungen zu verleugnen. Der drohende Verlust einer Freundschaft aufgrund von Eifersucht und Neid und die Suche nach Lösungen.

Das Buch ist gut geschrieben und überzeugt durch die authentische Sprache und den einfühlsamen Blick in die verletzliche, aber letztlich starke, Seele eines heranwachsenden Mädchens, das mit sich selbst und dem Leben ins Reine kommt.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von unbekanntem Benutzer am 08.08.2008 ***** schlecht
Dieses Buch regt einen einfach nur auf.
Dieses Mädchen in dem buch lügt die ganze zeit rum und träumt.
Das buch ist einfach total schlecht.
Ich möchte keinem dieses buch empfehlen und ihc verstehe auch wirklich nicht wieso dieses buch einen jugendpreis bekommen hat.

0 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Wir retten Leben, sagt mein Vater" von Do van Ranst ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

13 Marktplatz-Angebote für "Wir retten Leben, sagt mein Vater" ab EUR 2,88

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; sehr gut 2,88 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Medienversandhandel UG (haftungsbeschrän 98,8% ansehen
2,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Davids Antiquariat + catch-a-book 99,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung SimbaCat 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,10 Banküberweisung tali91  % ansehen
wie neu 3,00 1,10 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung zwilli96 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,50 1,50 Banküberweisung fantik 100,0% ansehen
wie neu 3,85 1,40 Banküberweisung buchleopard 99,3% ansehen
gebraucht; sehr gut 3,99 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Medienversandhandel UG (haftungsbeschrän 99,0% ansehen
4,00 2,00 Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Rudloff 100,0% ansehen
wie neu 4,50 1,10 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) goefan 100,0% ansehen
6,95 2,00 offene Rechnung Davids Antiquariat + catch-a-book 99,3% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,00 1,20 Banküberweisung akamaru 100,0% ansehen
wie neu 8,80 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema