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| Bewertung von Maria Elena aus Essen am 03.06.2009 | |
| Es ist mir schwer gefallen, dieses Buch durchzulesen. Ich wollte immer wieder damit aufhören. Es ins Regal stellen und vergessen. Es ging nicht. Es ist unglaublich gut geschrieben. Erschreckend realistisch. Ich musste immer wieder weinen und werde nicht eine Kleinigkeit vergessen. Ich habe es gelesen, als mein älterer Sohn 12 Jahre alt war. Jetzt ist er 15 und ich werde es ihm erst jetzt zum Lesen geben. Ich fand den Inhalt einfach zu hart für einen zwölfjährigen, aber vielleicht bin ich bei diesem Thema einfach zu empfindlich. |
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| Bewertung von C. Jordan aus Barsinghausen am 02.11.2008 | |
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Denk nicht, wir bleiben hier Deutscher Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner, geschrieben von Anja Tuckermann Jugendliteraturpreis 2006 Die Autorin Anja Tuckermann ist 1961 geboren, lebt in Berlin und schreibt Romane, Theaterstücke und Libretti für Jugendliche und Erwachsene. Die Autorin und Hugo Höllenreiner lernten sich durch die Vorsitzende des Vereins Bergen-Belsen kennen und er erzählte ihr seine Geschichte über einen Zeitraum von 14 Monaten. Hugo Höllenreiner wurde 1933 geboren und lebte mit seiner Familie in München, wo die Großfamilie lebte, mit Pferden handelte, ein Fuhrwerksbetrieb hatten. Er beschreibt seine „glückliche“ Kindheit, mit Freiheit, Wiesen, den Tieren, vielen Geschwistern und Verwandten. Sein Vater meldete sich als Soldat, trotzdem wird ihnen ihre Existenz (Pferde, Fuhrwerke) weggenommen. Seine Schwester ist sogar kurzzeitig im Bund deutscher Mädchen. Aber dann beginnen schon die Hänseleien und Schläge gegenüber seiner Schwester. Hugo kommt in die Schule und dort wird es auch für ihn immer schlimmer. Er hatte dann keine Freunde mehr, die Lehrer beachteten ihn nicht mehr, er wurde geschlagen, geärgert, gedemütigt. Doch der Vater sagte zu ihm, dass er sich nicht wehren darf, bloß nicht mehr auffallen. Dazu kommt dann schon der ewige Hunger, die Familie kann nichts mehr verdienen, wird gemieden und andere Schulkinder essen vor Hugos Augen, geben nichts ab. Dann eines Nachts plötzlich das Haus der Familie gestürmt, alle werden weggebracht, sie können nichts mit nehmen und sie werden mit vielen anderen Sinti und Roma bei der Polizei in Zellen gesperrt. Nach Tagen werden sie dann alle in Massen wie Vieh, oder schlimmer, in dunkle Zugwaggons gesperrt, wo sie drei Tage und Nächte stehend aushalten mussten. Ohne Essen und Trinken, die Luft wurde knapp und erleichtern mussten sich die Menschen dort, wo sie standen. Die Oma fällt um und stirbt, viele Kinder und Jugendliche ebenfalls. Bei der Ankunft in Ausschwitz will jemand zu schnell raus, wird erschossen. Wer zu langsam ist, wird mit dem Gewehrkolben geschlagen. Im Lager müssen sich alle ausziehen, bekommen irgendwelche Lagerkleidung und werden dann kahl rasiert. Absolut demütigend. Alle werden in Baracken untergebracht, totale Enge, auf dem Boden in sogenannten Buchsen. Das Lagerleben ist geprägt von Hunger, Angst, stundenlangem Appell stehen, Krankheiten, Parasiten und Toten. Die Lagerinsassen bekommen mit, wie tausende zum vergasen und verbrennen gebracht werden. Es gibt dann auch kein Wasser mehr. Hugo und sein Bruder kommen zu Dr. Mengele, der ohne Betäubung etwas in ihrem Unterleib macht. Der Vater wird Soldat, in der Hoffnung, damit seiner Familie zu helfen. Der ein Jahr ältere Bruder wird auch von der Familie getrennt. Dann wieder Transporte, unter denselben schlimmen Bedingungen in Waggons. Erst nach Ravensburg, Mauthausen und zum Ende nach Bergen-Belsen. Um etwas zu Essen zu bekommen, müssen alle arbeiten, wer sich aufgrund des Hungers überhaupt noch fortbewegen kann. Auch Hugo, als Kind, muss Gruben für die Toten ausheben und diese hinein schaffen, drauf stehen. Dafür können sich abends sieben Leute eine Rübe teilen! Irgendwann geht gar nichts mehr, vor Unterernährung, Hugo kriecht auf allen Vieren, gehen kann er nicht mehr, er sieht nur noch verschwommen. Dazu weiterhin das Wahrnehmen, wie andere sterben, umgebracht werden, immer die Angst. Nur der Gedanke an die Familie hält ihn irgendwie aufrecht. Dann kommt die Befreiung durch die Engländer, Hugo wäre wohl sonst auch in den nächsten Tagen gestorben. Die Lagerinsassen bekommen was zu essen, doch viele sterben dann auch daran. Später gehen sie zurück nach München, kommen bei Verwandten unter. Alle sind weiter schwach, schlafen viel. Das Ersparte, alles ist weg. In ihr Haus können sie erst wieder, als der Vater (verletzt) zurück kommt und die Leute, die in ihrem Haus wohnten, vertrieb. Auch der Bruder kommt wieder nach Hause, er wurde zwei Mal sterilisiert und bekam |
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