Trudi muss eine niederschmetternde Diagnose verdauen: Ihr Mann Rudi
leidet unter Krebs im Endstadium. Sie verschweigt dem Kranken das
Schreckliche, überredet ihn zu einem Besuch bei Kindern und
Enkelkindern in Berlin, zu ein paar stillen Tagen an der Ostsee.
Doch das Schicksal schlägt eine unerwartete Kapriole, nicht Rudi
stirbt, sondern Trudi. Erst da erfährt der Witwer von den
vergessenen Sehnsüchten seiner Frau, die gerne nach Japan gereist
wäre. Er sieht sie mit anderen Augen, macht sich auf nach Nippon.
Eine der großen Kinoerfolgsgeschichten des ersten Quartals, Doris
Dörries unwiderstehliches Drama über Leben und Sterben, über Lieben
und Entdecken, die Elmar Wepper spät in seiner Karriere endlich zum
Kinostar macht. Die wohl persönlichste Arbeit der Filmemacherin
vereint ihre wichtigsten Themen und ihre Liebe für Japan, ist aber
auch eine bewegende Zwischenbilanz einer mehr als 20 Jahre
währenden Laufbahn. Entwickelte sich im Kino zum Langläufer und hat
auf DVD dank seiner Qualität trotz unbequemem Sujet
Außenseiterchancen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Das Leben: Nur Trudi weiß, dass ihr Mann Rudi schwer krank ist. Und
es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Der Arzt
schlägt eine letzte gemeinsame Unternehmung vor, etwas, was die
beiden schon länger vorgenommen, aber nie getan haben. Trudi
beschließt, die Erkrankung geheim zu halten und den Rat zu
befolgen. Sie überredet Rudi, mit ihr die Kinder und Enkelkinder in
Berlin zu besuchen. Doch dort angekommen, müssen die beiden
feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu
beschäftigt sind, um sich um die Eltern zukümmern. Die beiden
beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort
stirbt Trudi - Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß
nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der
Freundin seiner Tochter erfährt, dass Trudi das Leben, das sie
leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er
seine verstorbene Frau mit neuen Augen. Er beginnt, ihr verpasstes
Leben wieder gut zu machen ...
Bonusmaterial
" Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte " 2 Kinotrailer "Kirschblüten-Hanami"
Trudi (Hannelore Elsner) weiß nach einem Gespräch mit dem Arzt, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) bald sterben wird. Sie verschweigt es ihm jedoch und plant stattdessen eine gemeinsame Reise zu den Kindern und Enkelkindern nach Berlin. Die haben aber alle mit ihrem eigenen Leben mehr als genug zu tun.
Das Paar gönnt sich noch ein paar stille Tage an der Ostsee, dann schlägt das Schicksal eine Kapriole: Es ist Trudi, die plötzlich stirbt. Nach dem ersten Schock macht sich der Witwer auf ins ferne Japan, in das Land, von dem seine Frau immer geträumt hat.
Momente des Glücks
Im Verlauf der poetischen Reise ins Innerste seiner Seele beginnt er, auch Trudi besser zu verstehen. In ihrem Gedenken entdeckt er Nippon und die Kirschblüte auf ganz persönliche Weise und lässt sich von einem Mädchen in die Geheimnisse des Butoh-Tanzes einweihen. Vor der Kulisse des Fuji erlebt der Kranke ein letztes Mal intensive Nähe zu seiner Frau, Momente des Glücks, die sie in ewiger Liebe vereinen.
Augenblicke der Kraft und Befreiung. Doris Dörrie ("Männer", "Nackt", "Bin ich schön?") gelingt ein mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnetes Meisterwerk mit Mut zum ganz großen Gefühl.
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Doris Dörrie, geb. 1955 in Hannover, war nach dem Abitur längere Zeit in den USA, studierte Theaterwissenschaften und Schauspiel in Kalifornien und New York, entschloss sich dann aber nicht vor, sondern hinter der Kamera zu stehen. Ihre Abschlussarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen 'Der erste Walzer' wurde auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, 'Männer', ihr dritter Kinofilm, in der ganzen Welt. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Ihr erster Roman 'Was machen wir jetzt?' war monatelang auf den Bestsellerlisten. Doris Dörrie lebt in München.
Meine Augen sind jedenfalls bei diesem Film nicht trocken geblieben, und das von Anfang an!
Ein tragisch-komischer Film mit sehr vielen Wahrheiten aus unserem Alltag. Hannelore Elsner und Elmar Wepper als hervorragende Könner ihres Fachs. Besser hätte man es nicht darstellen können!
Tragische Geschichte mit guten deutschen Schauspielern. Inhaltlich ist der Film gut, aber eben nicht unbedingt ausgezeichnet. Trotzdem würde ich den Film weiterempfehlen.
Bewertung von kathi aus kreis bamberg am 05.04.2010
ausgezeichnet
Ein Film der wahrhaft "sein Herz vor sich her trägt"!!
Liebevoll und einfühlsam schildert Doris Dörrie die Geschichte einer Familie sowie das Schicksal zweier Menschen. Mag sein, dass dieser Film auf den ersten Blick nicht für ein "breites Publikum" zugänglich scheint und man sicherlich noch intensiver mitfühlt, wenn man schon eigene ähnliche Lebenserfahrungen mitbringt. Nichts desto trotz bewegt er, durch manchmal schonungslose Ehrlichkeit, die zu einem ironischen Schmunzeln anregt. Elmar Wepper und vor allem Hannelore Elsner, die diesmal einen komplett anderen Typus von Frau darstellt, brillieren in Ihren Rollen. Auch Kameraführung und Filmusik tragen zu einem Filmerlebnis bei, das zum Nachdenken anregt und bei dem sicherlich kein Auge trocken bleibt. Einer meiner Lieblingsfilme, der einen Platz im DVD-Regal und meinem Herzen bekam!!!
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