Alles auf Zucker, DVD
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Alles auf Zucker, DVD

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis 2005 für den Besten Film in Gold. 92 Min.

Regie: Levy, Dani; Darsteller: Hübchen, Henry; Busch, Inga; Adamik, Antonia; Werner, Axel; Krößner, Renate; Hammoudah, Ghada; Blacher, Tatjana; Rosstalnyi, Jurij; Stegemann, Bernd; Lau, Tino; Voß, Ulrich; Elsner, Hannelore; Franke, Holger; Möck, Manfred; Deutschmann, Victoria; König, Peter; Altaras, Adriana; Markholz, Sven; Klaffke, Jakob; Müller, Klaus; Hahn, Rolf; Vogt, Susanne; Samel, Udo; Wowereit, Klaus; Sprick, Kirsten; Levy, Dani;
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Alles auf Zucker, DVD

Dem schlitzohrigen Zocker Jaeckie Zucker (Henry Hübchen) steht das Wasser bis zum Hals - seine Frau (Hannelore Elsner) droht ihm mit der Scheidung, der Gerichtsvollzieher mit dem Knast. Letzte Hoffnung des Ex-DDR-Sportreporters: das Erbe seiner Mutter. Doch die verlangt in ihrem Testament, dass Jaeckie sich mit seinem Bruder Samuel (Udo Samel) versöhnt, einem orthodoxen Juden. Welten prallen aufeinander, als Samuel mit seinem ganzen Familienclan in Jaeckies chaotischem Haushalt anrückt - doch die beiden verfeindeten Sturköpfe haben keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen...

6 x ausgezeichnet mit dem DEUTSCHEN FILMPREIS 2005

Jaecki Zucker steckt in der Klemme. Der Gerichtsvollzieher steht vor der Tür, seine Frau will ihn verlassen, die Tochter leiht ihm keine Knete und der Sohn schämt sich für ihn. Da kündigt sich auch noch der verhasste erzkonservative Bruder samt Familie und Mutterns Sarg aus Israel an. Der Grund: entweder die Brüder versöhnen sich und halten samt Familie eine jüdische Trauerwoche ein - oder das Erbe ist perdu!

Folglich entbrennt hektische Betriebsamkeit im Hause Zucker - koscher Kochen und Schabbes einhalten inklusive. Dani Levy ("Väter") wagt mit seiner für deutsche Verhältnisse sehr mutigen Mischung aus jüdischem Witz und Berliner Schnauze viel - und landet dabei den größten Erfolg seiner Karriere.

Knapp eine Million Kinogänger amüsierten sich in dieser mit Hannelore Elsner, Henry Hübchen und Udo Samel top-besetzten Komödie, bei der Erzähltempo, schauspielerische Leistungen und das von Holger Franke ("RobbyKallePaul") und Levy verfasste Drehbuch wunderbar harmonieren. Ausgezeichnet mit sechs deutschen Filmpreisen! Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag



Bonusmaterial

Audiokommentar: von Regisseur Dani Levy Biographies: Making Of: Film und Musik Trailer:


Produktinformation

  • Hersteller: WARNER HOME VIDEO GERMANY
  • EAN: 7321921990915
  • Best.Nr.: 13852493
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 29. September 2005
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 92 Min.
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"6 x Deutscher Filmpreis", prahlt der Sticker auf dem Cover. Dafür gibt sich die DVD der Komödie dann reichlich zurückhaltend. Außer einem sympathisch-introspektiven Audiokommentar von Dani Levy und einem Feature über die Musik findet sich nur ein 45-minütiges Making-of. Das allerdings ist angenehm zu gucken. Zwar wird viel gelobt, aber die Schauspieler kommen erfreulich oft zu Wort. Das Bild ist klar und konrastreich, die Farbpalette wartet jedoch mit einem Weiß auf, das fast schneeblind macht. Unverständlich, dass sich keine Outtakes oder nicht verwendete Szenen finden. Erklärt Levy doch, dass er mit zwei Kameras drehte, um viel Material zu haben, damit er den Film rasant schneiden konnte. Wo ist all das hin? Schönster Satz des Extras: "Lachen ist eine Tür zu Erkenntnis und Selbstliebe." Wichtigste Erkenntnis: Dani Levy braucht eine neue Brille - er sieht aus wie Heinz-Rudolf Kunze auf einer Wim-Wenders-Verkleidungsparty. (vs)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.01.2005

Nun ist er auch noch Jude
Unter Spielern: Dani Levys Berlin-Komödie "Alles auf Zucker!"

Lachen kann Eisschichten zum Schmelzen bringen. Oder von übertriebener Ehrfurcht befreien. In Dani Levys neuem Film darf und muß das Publikum viel lachen, damit die Maschinerie der Handlung funktioniert. Sie wird mit Witzen geschmiert wie dem Satz, den ein mitleidiger Hausbewohner der Hauptfigur Jakob (Jaeckie) Zucker nachredet: "Nach der Wende hat er nur Pech gehabt, und nun ist er auch noch Jude." Welcher nichtjüdische Filmemacher in Deutschland würde es wagen, solche Dialogsätze zu schreiben? Dani Levy, 1957 in Basel geboren, seit 1980 in Berlin ansässig, kann es riskieren, über Zuckers vermeintlichen Tanz ums Geld spöttisch, aber nicht ohne Liebe herzuziehen, als gelte es, geradewegs an die Berlin-Komödien von Ernst Lubitsch anzuknüpfen.

Noch ist es geraten, nachzufragen, ob und wie über Juden in Deutschland gelacht werden darf. Noch muß befürchtet werden, daß der Anblick einer jüdischen Familie, wie sie der Film bietet, dem antisemitischen Vorurteil zum Vorteil gereicht: Jakobs kleiner, untersetzter Bruder Samuel aus Frankfurt (Udo Samel), …

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Eigentlich will Zucker (Henry Hübchen) nichts mit "diesem Club" zu tun haben, der jüdischen Mischpoke samt Rabbi und religiösen Ritualen. Der einstige DDR-Sportreporter ist auf den Hund gekommen, der Gerichtsvollzieher will Geldschulden eintreiben, seine Frau hat ihn verlassen.

Einziger Hoffnungsschimmer für den routinierten Billardspieler: ein mit 100 000 Euro dotiertes Turnier.

Doch statt mit ruhiger Hand die Kugel zu stoßen, muss er sich mit Bruder Samuel (Udo Samel) samt Frau, nymphomaner Tochter und Sohn herumschlagen, die zur Beerdigung der Mutter und siebentägiger Totenwache angereist sind und auf Tradition inklusive koscherer Küche bestehen.

Versöhnte Erben

Noch schlimmer: Die verfeindeten Brüder müssen sich versöhnen, sonst ist das Erbe dahin. Beim Spagat zwischen Trauer und Billard gerät Zucker immer tiefer in einen Sumpf aus Lügen und Laster.

Dani Levys Kömodie strotzt nur so vor Ironie und Aberwitz - ein großes Vergnügen!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Hannelore Elsner, geb. 1942 in Burghausen/Oberbayern, begann nach ihrer Schauspielausbildung in München Ende der Fünfziger Jahre ihre Karriere mit ersten Filmauftritten. In den Sechzigern folgten Engagements an Theatern, Rollen in Unterhaltungsfilmen, auch die deutschen Autorenfilmer wurden früh auf sie aufmerksam. Ab den Siebziger Jahren feierte Hannelore Elsner Erfolge mit Kino- und Fernsehfilmen, große Popularität erlangte sie ab 1994 als Titelfigur der ARD-Serie 'Die Kommissarin'. Ihr Aufsehen erregendes Kino-Comeback erlebte sie im Jahr 2000 mit Oskar Roehlers 'Die Unberührbare'. Für ihre Verkörperung der Schriftstellerin Hanna Flanders wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis. Neben dem Bundesvervienstkreuz, der Goldenen Kamera, dem Telestar und dem Grimme-Preis erhielt sie zahlreiche Auzeichnungen und Ehrungen für ihre Rollen in 'Mein letzter Film' (2002), 'Alles auf Zucker' (2005), 'Kirschblüten Hanami' (2007) und 'Das Blaue vom Himmel' (2011). Im selben Jahr erhielt sie den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises.

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