Lieder voll "positiver Energie", das ist das Motto der
österreichischen Band die Seer um Gründer Alfred Jaklitsch.
"Nicht jammern, sondern etwas Positives beitragen, das ist uns
sehr wichtig", sagt er. Und diese Philosophie verfolgt
Jaklitsch seit dem ersten Seer-Album, das 1996 erschien. Zum
Markenzeichen der Band gehört zudem die Kombination von
Volksmusikelementen mit Rock- und Popsounds. "Das macht das
Musikmachen nach wie vor spannend, wenn man nicht auf einer Schiene
bleiben muss, sondern auch experimentieren kann." 18 Titel
präsentieren die Seer auf ihrem neuen Album
"Wohlfühlgfühl" (Ariola/Sony Music), das am 2. Juli
erscheint, darunter die erste Single- Auskopplung, "Bist
dus's?", sowie "Zruck in die 80iger". Mit diesem
Song erinnert sich Jaklitsch an seine frühere Band Joy, mit der er
Mitte der Achtziger mit Songs wie "Touch By Touch"
Erfolge feierte. Doch mit den Seern grenzt er sich ganz bewusst von
diesem Stil ab und setzt stattdessen auf Mundart und Heimatgefühl.
"Ich glaube, dass Musik, die man auf die Bühne bringt, mit dem
eigenen Lebensgefühl, mit der eigenen Heimat und mit den eigenen
Werten zu tun haben muss, weil man sie erst dann glaubhaft und
authentisch rüberbringen kann. Wenn man nur Musik kopiert, wird sie
nie dieselbe Glaubwürdigkeit erreichen wie Nummern, die man sich
selbst ausgedacht hat." Und diesem Vorsatz wolle er auch treu
bleiben. "Unser Publikum weiß, was es von uns erwarten kann.
Wenn wir mit jedem Album experimentieren würden, nur um des
scheinbaren Erfolgs willen, kann das nur schiefgehen." Dass er
mit der Mundart die Zielgruppe für seine Musik räumlich begrenzt,
nimmt er in Kauf. Die neuen Songs probieren die Seer bereits bei
ihren Live-Auftritten aus, bis dann am 31. Juli das Highlight eines
jeden Seer-Jahres folgt: das Open Air am Grundlsee, zu dem
Jaklitsch 15.000 Besucher erwartet. Birgit Schlinger
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