Suhrkamp BasisBibliothek (34). Unterm Rad - Hesse, Hermann

Hermann Hesse 

Suhrkamp BasisBibliothek (34). Unterm Rad

Text und Kommentar

Kommentar v. Heribert Kuhn
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Unterm Rad

Ein Schulmeister hat lieber zehn notorische Esel als ein Genie in seiner Klasse, und genau betrachtet hat er ja recht, denn seine Aufgabe ist es nicht, extravagante Geister heranzubilden, sondern gute Lateiner, Rechner und Biedermänner. Wer aber mehr und Schwereres vom anderen leidet, der Lehrer vom Knaben oder umgekehrt, wer von beiden mehr Tyrann, mehr Quälgeist ist, und wer von beiden es ist, der dem anderen Teile seiner Seele und seines Lebens verdirbt und schändet, das kann man nicht untersuchen, ohne bitter zu werden.


Produktinformation

  • Suhrkamp BasisBibliothek (34)
  • Verlag: SUHRKAMP
  • 2002
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 274 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Suhrkamp BasisBibliothek (SBB) Nr.34
  • Best.Nr. des Verlages: 18834
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 115mm x 20mm
  • Gewicht: 192g
  • ISBN-13: 9783518188347
  • ISBN-10: 3518188348
  • Best.Nr.: 10292175
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.01.2005

Band 46
Griechisch pauken in Streuobstwiesen
Hermann Hesses Roman „Unterm Rad”
Nach Pisa und den Morden von Erfurt haben manche „Unterm Rad” wieder hervorgekramt, denn hier zerbricht am Ende ein Schüler am Leistungsdruck der strengen Klosterschule. Als Rüstzeug
für Reformen unseres Bildungssystems taugt Hesses Schulroman aber kaum - nicht nur, weil er schon vor hundert Jahren entstanden ist. Sicher, Hesse beklagt auch eine inhumane Schule, an welcher der sensible Hans Giebenrath scheitert. Doch mehr noch scheint er das idyllische Leben im kleinen Städtchen zu beschwören, aus dem auszubrechen gefährlich ist - eine Welt, die Sehnsüchte weckt und zugleich erschrecken lässt angesichts eines heute schwer erträglichen Fatalismus.
Kaum ein deutscher Schriftsteller ist im Ausland so bekannt wie Hesse, dennoch verschmähen die Germanisten ihn. Er gilt als altmodisch. Man verschlingt „Siddhartha” oder „Steppenwolf” mit siebzehn, vielleicht noch zweiundzwanzig Jahren, später wundert man sich darüber wie über den ersten Jugendschwarm. Dass Hesse dennoch bei jungen Menschen so gut ankommt, muss an den …

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Hermann Hesse, geb. am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Kundenbewertungen zu "Unterm Rad" von "Hermann Hesse"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(2)
***** schlecht
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Bewertung von Jule aus Krefeld am 25.04.2011 ***** weniger gut
Hans Giebenrath ist eine psychisch kranke Person, die Rache an allen Menschen nehmen will, die ihn mal geärgert haben. Sein Rachezug beginnt mit Lehrern, die ihn unterdrückt oder gestresst haben. Er ist ein Genie, aber er hatte nie den Stress gewollt und erst recht nicht, ignoriert zu werden. Er ist sich noch nicht so ganz sicher, wie er es seine Lehrer bestrafen will und meldet sich an der Klosterschule Maulbronn an. Dort mimmt er den eifrigen Schüler, um herauszufinden, was die Lehrer besonders gerne haben, freundet sich aber schnell mit einem Gleichgesinnten namens Hermann Heilner an. Gemeinsam schmieden sie Rachenpläne, doch diese werden vereitelt, als ein Lehrer Heilner tätlich angreift. Heilner läuft daraufhin weg und Hans muss sich neue Rachepläne ausdenken. Tag und Nacht beschäftigt er sich nun damit und die Lehrer sehen ihn ständig gedankenversunken vor. Dies geht so weiter bis er schließlich vom Kloster verwiesen wird und in sein Dorf zurückkehren muss. Dort besinnt er sich und verlegt seine Rache auf seine alten Schulkameraden, die ihn immer ausgegrenzt haben. Dafür schleimt er sich bei einem Handwerksjungen ein und stirbt aber, bevor er jemanden schaden konnte, als er sich, betrunken wie er war, sein Gesicht waschen wollte.
Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, weil Hans zwar von seinen Rachegedanken überzeugt war, aber letzendlich zu wenig dafür getan hat. er hat immer nur nachgedacht und wenig gehandelt.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Tiffy aus Bensheim am 17.04.2012
    Also ich sehe einen ganz anderen Inhalt und interpretiere das Buch
    total anders als Jule aus Krefeld. Das mit den Rachegedanken ist
    absolut absurd. Da wurde wohl das Buch falsch verstanden!!!!! Siehe …mehr

    (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von Anna-Nellie13 aus Krefeld am 21.04.2011 ***** weniger gut
In dem Buch "Unterm Rad" von Hermann Hesse geht es um Hans Giebenrath.
Hans lebt mit seinem Vater in einem kleinen Dorf, seine Mutter ist bereits gestorben. Doch Hans ist kein normaler Junge: Hans ist ein Genie. Und genau aus diesem Grund muss er lernen. Morgens besucht Hans die Schule und mittags hat er entweder Lehrstunden beim Pfarrer oder er lernt selbst bis weit in den Abend hinein.
Denn das Ziel von all den Lehrstunden und geplagten Tagen soll das Landexamen in Stuttgart sein, zu welchem Hans hinreist und bei welchem er ganz überraschend zweiter wird.
Doch anstatt, dass Hans seine Sommerferien gegönnt werden, muss er weiter und weiter lernen. Er bekommt zunehmend Kopfschmerzen und fühlt sich nicht mehr wohl bei den ganzen Lehrstunden.
Nach den Sommerferien kommt Hans in das Kloster Maulbronn. Dort hat er keine Freunde, doch er ist sehr von dem Junden Hermann Heilner begeistert, der wie es ihm vorkommt, in einer anderen Welt lebt. Hans und Hermann unterhalten sich das ein oder andere Mal bis Hermann aus dem Kloster abhaut, weil er keine Lust mehr auf das ständige Lernen hat. Seit diesem Vorkommnis fühlt Hans sich wieder allein und er wird zunehmend krank. Er wird aus dem Kloster nach Hause entlassen,wo er eine Mechanikerlehre beginnt. Doch dies gefällt im auch nicht sehr.
An einem weiteren Tag wird Hans morgens tot in einem Bach in der Nähe der Stadt gefunden.
Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, weil es erstens in einer alten und schwer zu verständlichen Sprache geschrieben wurde und weil es zweitens einfach zu wenig vorkam und das Buch so immer langweiliger wurde.
Außerdem gefäält mir an dem Buch nicht, dass das Ende des Buches offen gelassen wird: Man erfährt nicht ob Hans sichjetzt selbst umgebracht hat oder ob es nur ein Versehen gewesen ist.

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Bewertung von Charlotte96 aus Krefeld am 05.04.2011 ***** sehr gut
In Unterm Rad wird das Schicksal eines begabten Jugendlichen erzählt, der von ihn überfordernden Lehrern zugrunde gerichtet wird.
In einem kleinen Dorf lebt Hans mit seinem Vater. Seine Mutter ist tot. Seit langem besteht sein Leben nur noch aus lernen, weshalb er keine Freunde und keine Freude mehr am Leben hat.
Als er ins Kloster Maulbronn kommt, erleidet er einen Nervenzusammenbruch.
Er kehrt als "Verlierer" ins Dorf zurück. Von seinem Vater aus soll er einen Beruf erlernen. Bei diesem lernt er Emma kennen, die allerdings nur mit ihm spielt.
Als er mit Kollegen feiern geht, kommt er nicht nach Haus und wird tot in einem Fluss gefunden.
Ich stand dem Buch zuerst skeptisch gegenüber, da es 1. eine Schullektüre ist und 2. schon etwas älter. Allerdings habe ich gemerkt, dass mich das Buch anspricht und das Alter des Erscheinungsjahres keine Rolle spielt.
Ich würde es weiterempfehlen.

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