Mit seinem neuem Studioalbum arbeitet Michael Wendler weiter an
seiner Mission, den deutschen Schlager an die Spitze der Charts zu
bringen. Dafür bedient er sich einer modernen Produktion, die
bereits das Interesse eines namhaften Produzenten aus der
Technoszene geweckt hat. "Weil ich manchmal ein paar Sprüche
raushaue, heißt es immer gleich, der Wendler sei eingebildet,
arrogant oder durchgeknallt", erklärt Michael Wendler im
Gespräch mit MusikWoche. "Dabei will ich gar nicht so
verstanden werden. Ich möchte nur, dass die Leute merken, dass ich
eine ganz klare Botschaft habe - nämlich den deutschen Schlager so
erfolgreich zu machen wie internationale Popmusik." Und
bislang sieht es so aus, als sei er auf dem besten Weg dahin. Im
vergangenen Jahr verkaufte Sony Music Ariola 500.000
Wendler-Tonträger, der Vertrag wurde um fünf Jahre verlängert, und
nach nur einem Jahr steht mit "Respekt" nun wieder ein
neues Album im Handel. "Ich schreibe über 60 Songs im Jahr.
Meine Plattenfirma weiß manchmal gar nicht, wie sie das alles
umsetzen soll." Nur das Tempo sei vorgegeben - mindestens ein
Album pro Jahr. Auf die neue CD hält der selbstbewusste Künstler
große Stücke: "Ich wollte auf ,Respekt' einen neuen Weg
für den deutschen Popschlager einschlagen, an dem sich sicherlich
viele Kollegen in den nächsten Jahren orientieren werden. Das sind
neue Maßstäbe, die wir da gesetzt haben." So habe er mitunter
härtere Beats eingesetzt und gemeinsam mit seinem Studiopartner
Hermann Niesig Einflüsse aus Dance-, Trance- und Chill-out-Musik
verarbeitet. Mittlerweile genieße er im Studio Narrenfreiheit.
"Das Album bietet eine Palette von Titeln im typischen
Discofox-stil über Balladen bis hin zu Technoschlagern. Das wird
vielen den Schweiß auf die Stirn treiben." Zu den
interessantesten Stücken auf "Respekt" gehört
"Lemminge", in dem Michael Wendler den Mythos mit neuem
Inhalt füllt: "Ich erfinde als Märchenonkel für meine
siebenjährige Tochter immer Gute-Nacht-Geschichten. Die Lemminge
wurden bislang immer so dämlich dargestellt. Deswegen machte ich
nun süße Knuddeltiere aus ihnen." Der Track habe dann auch
prompt das Interesse des Produzenten Alex Christensen geweckt, der
mit ihm zusammenarbeiten will, berichtet Wendler. Dietmar
Schwenger
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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