Sie ist erst 21 Jahre jung und steht doch schon seit 13 Jahren auf
der Bühne. Als Stephanie gewann sie mit acht Jahren in Österreich
den ORF-"Kiddy Contest" und als Zwölfjährige den Grand
Prix der Volksmusik zusammen mit dem Nockalm Quintett und dem Song
"Dort auf Wolke 7". Jetzt legt Sarah-Stephanie mit
"Herzkommando" (Koch Universal) unter ihrem ganzen
Vornamen zwölf neue Songs vor, produziert von David Brandes.
"Schon als Kind habe ich fünf Alben gemacht", erzählt
Sarah-Stephanie Markovits im Gespräch mit MusikWoche. Doch seitdem
hat sich viel verändert. Die Sängerin ist erwachsen geworden.
"Ich habe jetzt andere Texte. Als Kind kann man natürlich noch
nicht über die große Liebe singen oder wie weh es tut, wenn man
verlassen wird." Auch die Musik sei viel moderner geworden.
"Darauf habe ich großen Wert gelegt - ich habe mich ja auch
äußerlich verändert." Die kleine Stephanie, die vor allem das
volkstümliche Publikum mit Liedern wie "Mein schönster
Traum" (2000) oder "Ich heiße Stephanie" (2001)
entzückte, entwickelte sich zu einer modernen Frau, die weiß, was
sie will. "Schon als Kind wollte ich Sängerin werden, zunächst
gegen den Willen meiner Eltern. Die waren am Anfang strikt dagegen,
weil sie meinten, dass ich meine Kindheit ausleben sollte. Aber
nach langer Überredungskunst haben sie einen Vertrag mit Koch
unterschrieben." Natürlich sei es manchmal schwer gewesen,
Schule und Auftritte zu verbinden. "Ich habe oft in der Schule
gefehlt und musste viel nachlernen, einmal sogar einen Jahresstoff
in vier Wochen. Aber die Bühne war immer meine Motivation. Ich bin
durchgekommen, das ist die Hauptsache", betont sie. An die
Zeit als Kinderstar denkt sie gern zurück - nicht als Belastung,
sondern als "super Schule". "Als Kinde bin ich von
einer Bühne auf die nächste gehopst und habe vom Hintergrund des
Showgeschäft wenig mitbekommen. Wenn ich noch einmal wählen könnte,
würde ich aber alles genauso machen." Nach Abschluss der
Schule belegte Sarah-Stephanie Kurse für Medienkommunikation in
Wien und nahm danach ein Jahr lang in Miami Unterricht in Gesang,
Tanz und Bühnenperformance. "Alles, was mit Musik zu tun hat,
habe ich dort gelernt", sagt die Sängerin. In den USA
trainierte sie vor allem ihre Stimme und hat seitdem einige
englischsprachige Songs im Repertoire, darunter
"Fallin'" von Alicia Keys. Aber singen will sie
weiterhin in ihrer Muttersprache, so könne sie am besten ihre
Gefühle transportieren. Als Sarah-Stephanie 2009 zurück nach
Österreich kommt, machte ihr Manager Joseph Trojer sie mit dem
Produzenten David Brandes bekannt, der zuletzt mit Christian Lains
Erfolge feierte. Sie verstanden sich auf Anhieb gut, erzählt die
Sängerin, der Rest ergab sich wie von selbst. Unter Brandes Ägide
entstanden zwölf moderne Schlagerballaden mit Hilfe von Textern wie
Heinz Rudolf Kunze ("Sie liebt sie"), Udo Brinkmann
("Herz übernimmt Kommando"), Heike Fransecky ("Nebel
in Rom") und Bernd Meinunger ("Der bittersüße
Geschmack"), die auf ihrem Comebackalbum
"Herzkommando" bei Koch Universal erscheinen. "Ich
möchte gern ich selbst bleiben und nicht in die Fußstapfen von
jemand anderen treten", betont Sarah-Stephanie. Das glaubt man
der selbstbewussten Österreicherin, die jetzt auf eine zweiwöchige
Promotiontour durch Deutschland und Österreich geht. Am 25. Februar
stellt sie ihr Album bei "Willkommen bei Carmen Nebel"
(ZDF) vor. Birgit Schlinger
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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