EinFach Deutsch. Die Verwandlung / Brief an den Vater und andere Werke. Mit Materialien - Kafka, Franz

Franz Kafka 

EinFach Deutsch. Die Verwandlung / Brief an den Vater und andere Werke. Mit Materialien

Erarb. u. m. Anmerk. vers. v. Elisabeth Becker
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Die Verwandlung / Brief an den Vater und andere Werke. Mit Materialien

Unterrichtsmodell: Schöningh BN: 022289

Ziel der Reihe ist es, Schülerinnen und Schülern möglichst benutzerfreundliche Ausgaben traditioneller und neuer Schullektüren vorzulegen.
Die Textausgaben enthalten den Primärtext mit Zeilenzählern und einen ausreichend breiten Rand für Notizen; Worterklärungen befinden sich jeweils unten auf den Seiten.
An den Primärtext schließen sich einige ausgewählte, im Unterricht einsetzbare Sekundärtexte an, die den Schülerinnen und Schülern das Verständnis des Primärtextes erleichtern. Zum Teil werden auch methodische Hilfen gegeben, zum Beispiel zu Möglichkeiten der Textanalyse, zu Charakterisierungen und anderen Aufsatzformen.


Produktinformation

  • EinFach Deutsch
  • Verlag: Schöningh Im Westermann
  • 2011
  • Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2011. 206 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 206
  • EinFach Deutsch
  • Best.Nr. des Verlages: 022290, 222902, 4022290
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 120mm x 13mm
  • Gewicht: 193g
  • ISBN-13: 9783140222907
  • ISBN-10: 3140222904
  • Best.Nr.: 07960953
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.05.2004

Du bist der neue Lehrling, oder?
Neues über den Galanteriewarenhändler Hermann Kafka: Der „Brief an den Vater” erhält einen Rivalen
„Ich zerreiße Dich wie einen Fisch”, hatte er gedroht. Und auch wenn nichts Schlimmeres folgte, wenn der Vater vielleicht nicht einmal daran gedacht hatte, den Sohn tatsächlich zu strafen, war die Vorstellung, wie er, Franz, vom Vater zerrissen wurde, unauslöschlich da. Die einmal ausgesprochenen Worte waren das Allerschlimmste, sie machten den Vater nicht nur zum Richter, sondern auch zum möglichen Vollstrecker der Strafe, der zuhause – ein Spiel scheinbar nur – um den Tisch lief, um den kleinen Sohn zu fassen oder nur so tat, bis er die Mutter den Jungen retten ließ. Durch seine Gnade blieb der Kleine eine weitere Weile lang am Leben.
Der grausam-gnädige Vater, das war Hermann Kafka. Oder war er es nicht? Hat der unerbittliche Tyrann aus dem „Brief an den Vater” vielleicht gar nicht so viel mit seinem realen Vorbild zu tun, wie man immer glauben wollte? War der Patriarch in Wahrheit eine milde Person, streng zwar, aber doch kein Monster?
Für Franz Kafka war er eins, und das zählt. Ganz gleich, wie …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.04.2004

Das Drama des begabten Vaters
Die Welt kennt Hermann Kafka nur, wie sein Sohn Franz ihn sah. Nun ist ein Dokument aufgetaucht, das ihn viel freundlicher zeigt

Am schlimmsten war diese eine Nacht. Und wer einmal von ihr gelesen hat, wird sie lange nicht vergessen. Die eine Nacht, in der der kleine Franz Kafka immer und immer wieder um ein Glas Wasser gerufen hatte. Wahrscheinlich nicht aus Durst, wie wohl fast alle Kinder, die wieder einmal keine Lust auf Schlafen haben und mit billigen Tricks den Moment des Einschlafens hinauszögern wollen und damit den Eltern auf die Nerven gehen. Nein, aus Übermut, schreibt Franz Kafka selbst. "Um mich zu unterhalten." - "Um zu ärgern." Das machte er so lange, bis der Vater kam. Hermann Kafka. Er nahm den Sohn aus dem Bett, trug ihn auf die Pawlatsche und ließ ihn im Nachthemd draußen stehen. Weiter nichts. Es ist die Schlüsselszene einer Kindheit. Kafkas Kindheit. Und eine der Schlüsselszenen seines späteren Schreibens. In seinem "Brief an den Vater", den er über dreißig Jahre später, im November 1919 verfaßte, heißt es: "Das für mich Selbstverständliche des sinnlosen Ums-Wasser-bittens und das …

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Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloß, trat Kafka 1908 in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt" ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.

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