Aus über 150 Liedern hat die Königin des deutschen Schlagers
persönlich den zweiten Teil ihrer sensationell erfolgreichen
Best-Of-CD zusammengestellt. In der Karriere eines Künstlers gilt
das vielbeschworene "zweite Album" immer als die größte
Herausforderung. Wird man es noch einmal schaffen, so gute Songs
wie beim ersten Mal zusammen zu bekommen? Wenn man jedoch eine
Hitzusammenstellung hat, von der man nun einen zweiten Teil auf den
Markt bringen will, müsste das doch einfach sein, könnte man
denken. Im Falle Andrea Berg ist das jedoch anders. Denn ihre CD
"Best Of", die im Herbst 2001 auf den Markt kam, wurde
ein Sensationserfolg, der etliche Charts-Rekorde knackte. Von der
Erscheinungswoche bis zum April 2007 war die CD bis auf wenige
Wochen ununterbrochen in den offiziellen Top 100 (insgesamt über
280 Wochen!) und verkaufte seitdem über eine Million Einheiten. Für
diesen Triumph einfach eine Fortsetzung zu finden, dürfte für
Andrea Berg und ihren Produzenten, Songschreiber und Spiritus
Rector, Eugen Römer, nicht leicht gewesen sein. Denn das Urteil von
Fans wie Kritikern, dass hier lediglich eine alte Masche neu
geknüpft würde, liegt nahe. Dennoch haben es Berg und Römer gewagt
und sich ans Werk gemacht. Die neue Zusammenstellung, die 16 Lieder
aus den Jahren 1997 bis 2007 und einen neuen, instrumentalen
Dance-Mix ihres Hits "Du hast mich tausendmal belogen"
enthält, wurde ganz schlicht "Die neue Best Of" genannt
und kommt damit ganz gut auf den Punkt. Denn der Katalog von Andrea
Berg hat wirklich noch viele Schlagerperlen zu bieten, wie diese CD
eindrucksvoll beweist. Auf allen Stücken hört man, warum Andrea
Berg zur Königin des neuen deutschen Schlagers wurde. Denn die
Stücke sind zwar modern und tanzbar produziert, aber eben nicht
billig, wie das leider auf viele andere Künstler der aktuellen
Schlagerszene zutrifft. Und natürlich ist Andrea Berg eine
großartige Sängerin, die den emotionalen Gehalt eines Liedes bis
zur Schmerzgrenze und darüber hinaus transportieren kann. Man höre
nur ihre Version von Lale Andersens "Ein Schiff wird
kommen", dessen sehnsuchtsvolles Verlangen die Sängerin
hervorragend vermittelt. Und mit den aufreizenden Fotos im Booklet
verhöhnt sie die Redakteure eines öffentlich-rechtlichen
Fernsehsenders, die sie einmal nicht in einer bekannten
Hitparaden-Sendung auftreten lassen wollten, weil sie zu hässlich
sei.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag