Otl Aicher. Gestalter - Moser, Eva
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Eva Moser 

Otl Aicher. Gestalter

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Otl Aicher. Gestalter

- Erste Biografie des visionären Gestalters

- Pionier der visuellen Kommunikation und Erfinder des Piktogramms.

Otl Aicher, (1922 -1991) war der wohl einflussreichste Gestalter der Nachkriegszeit in Westdeutschland. Mit dem Erscheinungsbild für die Olympischen Spiele 1972 in München und seinen Sportpiktogrammen wurde er weltbekannt. Er schuf die Erscheinungsbilder wichtiger deutscher Unternehmen wie Braun, Lufthansa, ERCO und zahlreicher Banken. Als Mitbegründer und Rektor der wegweisenden Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) war er Lehrer einer ganzen Generation von Grafik-Designern. Prägend für sein lebenslanges politisches Engagement war Aichers Verbindung mit dem Widerstandskreis Weiße Rose; die Schwester der hingerichteten Geschwister Scholl, Inge Aicher-Scholl, wurde seine Lebensgefährtin. Für diese erste kritische Biografie sprach Eva Moser mit Weggefährten, Familienmitgliedern, Auftraggebern, Freunden. Ihr Text wird ergänzt um Fotos aus dem familiären und beruflichen Umfeld sowie um ausgewählte Beispiele von Aichers Gestaltungsideen.


Produktinformation

  • Verlag: Hatje Cantz Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 448 S. m. 150 SW- u. 20 Farbabb. 240 mm
  • Seitenzahl: 456
  • Best.Nr. des Verlages: 317/03201
  • Deutsch
  • Abmessung: 248mm x 176mm x 38mm
  • Gewicht: 1205g
  • ISBN-13: 9783775732017
  • ISBN-10: 3775732012
  • Best.Nr.: 33397041

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Dass der Mann mehr war als ein Grafiker, dass er mit seinen Sportpiktogrammen, Schriften und Entwürfen von Firmenlogos und Corporate Identities Designgeschichte schrieb, weiß Andrea Reidt spätestens nach Lektüre dieser ersten Otl-Aicher-Biografie. Der Autorin Eva Moser bescheinigt sie ein überraschend kritisches Verhältnis zu dem in mannigfachen Zeugnissen überlieferten Leben und Schaffen Aichers, zu seinem Stolz und seinen inneren Widersprüchen. Kindheit, Ausbildung, Arbeitsalltag des international gefragten Designers - Reidt wird darüber erschöpfend informiert. Nur die achtziger Jahre, die Spätphase des Meisters, kommt ihr etwas zu kurz in diesem Band.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.05.2012

Eine alemannische Saftwurzel
Großes Gefühl und sachliches Machen: Eva Moser erkundet in ihrer kritischen Biografie die Widersprüche im Leben des Gestalters und Moralisten Otl Aicher
Bereits beim ersten Blättern fällt ein bezeichnendes, geradezu verräterisches Foto aus dem Jahr 1953 ins Auge. Es zeigt den 31-jährigen Gestalter Otl Aicher als unrasierten Künstlertyp mit entschlossener Miene, wuscheligen Haaren und über der Brust gekreuzten Armen. Vor ihm auf dem Tisch aber liegen leere Blätter weißen Papiers, akkurat im rechten Winkel angeordnet wie die beiden Geräte auf ihnen, ein Stift und eine Schere. Man sieht, dass hier einer vor sinnlicher Kraft strotzt und zugleich bei seiner Arbeit auf penibler Ordnung besteht. Dass dieses ambivalente Foto ein Schlüsselbild für Aichers Auffassung von Gestaltung als Lebensweise darstellt, bestätigt im letzten Kapitel des Buches ein Zitat des Münchner Philosophen Wilhelm Vossenkuhl, der Aicher in dessen späten Jahren intensiv begleitet hat: „Es gibt für ihn nichts, was nicht entworfen, gestaltet und entwickelt werden sollte. Das eigene Leben, das Leben mit anderen und mit der Natur, die Gegenstände …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.05.2012

Ein Gestalter, der sich zwischen alle Stühle setzte

Er lebte für die Ästhetik der Richtigkeit: Otl Aicher zählt zu den einflussreichsten Designern der Nachkriegszeit. Seine Biographin Eva Moser korrigiert nun das Bild, das er selbst von sich schuf, mit der Wirklichkeit.

man wird zum bild, das man von sich macht." - Ein programmatischer Satz, in Kleinschreibung formuliert in einem Essay über visuelle Erscheinungsbilder. Er könnte ein Motto jenes Mannes sein, der die ganze Welt als Entwurf betrachtete, für den sich Dichtung und Wahrheit vermischten, ganz im Sinn des Diktums des Soziologen Ralf Dahrendorf: "Autobiographien sind Lebenslügen." Die Konstanzer Kunsthistorikerin Eva Moser nahm diese Herausforderung an und verfasste die erste Biographie über den Graphiker Otl Aicher, dessen Meisterstück das Münchner Olympia-Design von 1972 und die Sportpiktogramme waren.

Aicher wurde am 13. Mai 1922 in Ulm geboren, er verunglückte 1991 auf dem eigenen, zur "autonomen republik" stilisierten alten Mühlengelände im Allgäuer Weiler Rotis tödlich. Ein Leben, das an Fülle, Begabungen, Widersprüchen, Begegnungen und Außenwirkung kaum hätte …

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