Rene Descartes - Poser, Hans

Hans Poser 

Rene Descartes

Eine Einführung

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
5 ebmiles sammeln
EUR 5,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Rene Descartes

1 Empirismus und Rationalismus

2 Leben und Werk

3 Die Methode der Analyse und Synthese

4 Der Aufbau der Erkenntnis

5 Die neuen Wissenschaften

6 Ausblick

Descartes' Versuch einer Synthese von Metaphysik und Wissenschaft markiert den Beginn der neuzeitlichen Philosophie. Diese Einführung gliedert sich in folgende Abschnitte: Die Begriffe Rationalismus und Empirismus - Descartes' Leben und Werk - Die Methode der Analyse und Synthese - Der Aufbau der Erkenntnis - Die neue Wissenschaft - Ausblick.


Produktinformation

  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 183 S.
  • Seitenzahl: 185
  • Reclam Universal-Bibliothek Nr.18286
  • Best.Nr. des Verlages: 18286
  • Deutsch
  • Abmessung: 151mm x 95mm x 11mm
  • Gewicht: 107g
  • ISBN-13: 9783150182864
  • ISBN-10: 3150182867
  • Best.Nr.: 11830880

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Diese kleine Einführung zu Leben und Werk von Rene Descartes hat dem mit "lx" zeichnenden Rezensenten ausgesprochen gut gefallen. Denn der Philosophieprofessor Hans Poser hinterfrage die übliche Darstellung Descartes als "Denker an der Nahtstelle von Rationalismus und Empirismus", mit dem die "philosophische Neuzeit" einsetze. Denn warum gelte gerade der "cartesische Rationalismus" als "Zäsur" in der Ideengeschichte? Das "cogito" zum Beispiel finde sich schon in ähnlicher Art bei Augustinus. In Wirklichkeit sei es Descartes' "grundlegend antiautoritäre Haltung", die neu sei, weil sie konsequent auf die "Kunstgriffe der nominalistischen Scholastik" verzichte. Dies lege Poser "auf dem Hintergrund eines soliden Wissens" dar, so der lobende Rezensent, dem auch gefällt, dass Poser am Ende zu keiner pathosgeladenen "Großgeste" ausholt, sondern sich mit den Problemen beschäftigt, die Descartes, seinem "ordre de raison" zum Trotz, hinterlassen hat.

© Perlentaucher Medien GmbH
Hans Poser, geb. 1937, studierte in Tübingen und Hannover. Er legte 1964 das Staatsexamen in Mathematik und Physik ab, 1969 wurde er in Philosophie promoviert und habilitierte sich 1971. Seit 1972 ist er Professor für Philosophie an der TU Berlin. Er ist Vizepräsident der G. W. Leibniz-Gesellschaft; 1994­96 war er Präsident der allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Seine Arbeitsgebiete sind: Geschichte der Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Wissenschafts- und Technikphilosophie. Er hat u. a. folgende Bücher veröffentlicht bzw. herausgegeben: Zur Theorie der Modalbegriffe bei G. W. Leibnitz (1969), Philosophie und Mythos (Hrsg., 1978), Formen teleologischen Denkens (Hrsg., 1981), Ontologie und Wissenschaft (Mithrsg., 1984), Leibniz in Berlin (Mithrsg., 1990) Cognitio humana (Mithrsg., 2 Bde, 1996), Wissenschaft und Weltgestaltung (Mithrsg., 1999), Nihil sine ratione (Mithrsg., 4 Bde, 2001 f.), Wissenschaftstheorie (2001).

Leseprobe zu "Rene Descartes" von Hans Poser

5 Die neuen Wissenschaften (S. 112-113)

Nach der Beantwortung der Begründungsfrage wird es möglich, sich einem Leitgedanken zuzuwenden, den Descartes in den Principia in einem Bilde ausdrückt. In dem der französischen Übersetzung vorangestellten Schreiben an Claude Picot heißt es: »Die ganze Philosophie ist einem Baume vergleichbar, dessen Wurzel die Metaphysik, dessen Stamm die Physik und dessen Zweige alle übrigen Wissenschaften sind, die sich auf drei hauptsächliche zurückführen lassen, nämlich auf die Medizin, die Mechanik und die Ethik« (AT IXII. 14).

Schon mit seinem Discours beansprucht Descartes keineswegs, eine bloße Methodenlehre entwickelt oder gar den vollen Umkreis des zu Begründenden abgeschritten zu haben, wohl aber so etwas wie eine »Nachricht« von seinem Vorgehen zu geben, die den Wert der Methode zu erkennen erlauben soll (an Mersenne, März 1637; AT I.349 / Briefe 77). Das Ziel wird an einem Arbeitstitel deutlich, den er in einem früheren Brief nennt, nämlich: »Projekt einer universellen Wissenschaft, die unsere Natur zu ihrem höchsten Vollkommenheitsgrad zu erheben vermag« (an Mersenne, März 1636; AT I.339 / Briefe 75); den Beleg für die Fruchtbarkeit sollten bereits die dem Discours beigefügten Anlagen als Beispiele liefern.

In den Meditationes tritt dies scheinbar zurück, tatsächlich aber schreibt Descartes: »diese sechs Meditationen enthalten alle Grundlagen meiner Physik« (an Mersenne, 18. Januar 1641; AT III.297 f. / Briefe 233). Doch der An- spruch geht darüber hinaus; selbst die Principia erfüllen ihn noch nicht, weil nur Teile – von der Grundlegung der Physik und Mechanik über Vorstellungen des Kosmos bis hin zu den besonderen Mischungsformen der Materie – zur Darstellung kommen; was aber ausgespart bleibt, ist die Besonderheit lebender Körper, die einerseits ausgedehnt, andererseits der Empfindungen fähig sind. Descartes hatte seit der Zeit des Discours immer angekündigt, diese Problematik behandeln zu wollen; in den Passions de l’Âme wird ein Teil eingelöst, während ein anderer, die Fortführung des Traité de l’Homme in der Description du Corps Humain, nicht vollendet werden sollte.

Dennoch bilden alle Teile des Werks, von der Mathematik und Physik über die Medizin bis zur Ethik, eine Einheit, die erst das Anliegen Descartes’, seine Stoßrichtung und letztlich auch die nachfolgende Wirkungsgeschichte verständlich machen: Wurzel, Stamm und Geäst bilden nicht je für sich, sondern nur zusammen den lebensfähigen Baum der Erkenntnis.

Inhaltsangabe

1 Empirismus und Rationalismus

2 Leben und Werk

3 Die Methode der Analyse und Synthese

4 Der Aufbau der Erkenntnis

5 Die neuen Wissenschaften6 Ausblick

2 Marktplatz-Angebote für "Rene Descartes" ab EUR 3,20

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 3,20 1,80 Banküberweisung maibachzoll 97,1% ansehen
Wie neu 4,70 1,50 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von