Wege für das Berliner Schloss / Humboldt-Forum

Wege für das Berliner Schloss / Humboldt-Forum

Wiederaufbau und Rekonstruktion zerstörter Residenzschlösser in Deutschland und Europa (1945-2007)

Hrsg. : Guido Hinterkeuser
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Wege für das Berliner Schloss / Humboldt-Forum

Die Planungen zur Teilrekonstruktion des Berliner Schlosses bzw.zum Bau des Humboldt-Forums laufen. Auf der Basis erfolgreicherund weniger gelungener Wiederaufbauprojekte nach 1945 diskutierenauf Einladung der Gesellschaft Berliner Schloss e.V. renommierteKunsthistoriker und Historiker, Denkmalpfleger undArchitekten, welche Gefahren die vorgesehene moderne Nutzunghinter den historischen Fassaden birgt.Präsentiert die Beiträge der gleichnamigen Tagung vom Mai 2007 in Berlin


Produktinformation

  • Verlag: Schnell & Steiner
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 280 S. m. 145 SW- u. 100 Farbabb.
  • Seitenzahl: 280
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 173mm x 20mm
  • Gewicht: 800g
  • ISBN-13: 9783795421205
  • ISBN-10: 3795421209
  • Best.Nr.: 23879007

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Dass die Schlossmanie allumfassend ist, daran fühlt sich Dieter Bartetzko erinnert bei der Lektüre dieses von Guido Hinterkeuser herausgegebenen Bandes. Die hier dokumentierte im April 2007 abgehaltene Tagung zum Thema Schlossrekonstruktionen lässt den Rezensenten die Berliner Schlossrekonstruktion herbeisehnen. Dafür sorgen Beiträge über die Geschichtsvergessenheit der DDR und über all die erhalten gebliebenen, nach Wiederverwendung schreienden Reliefs und Ziergitter. Ein für eine Kombination aus Rekonstruktion und Interpretation werbender Beitrag von Hans Kollhoff imponiert dem Rezensenten zwar durchaus. Gegen die allgemeine Obsession, meint er leise trauernd, kommt er aber nicht an.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.12.2008

Der unbeugsame Wille zur Rekonstruktion

Manche weniger brave Lösung hätte es gegeben, doch das Berliner Stadtschloss soll wieder auferstehen. Ein Sammelband vergleicht es mit anderen Wiederaufbauten.

Es habe nichts gegen den Entwurf Franco Stellas zu sagen gegeben, merkte der Juryvorsitzende Vittorio Magnago-Lampugnani an, als kürzlich der Sieger im Wettbewerb um den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses präsentiert wurde. In seiner bekannten Diskretion könnte Lampugnani, selbst Architekt und Vertreter einer traditionsbewussten Moderne, damit auch angedeutet haben, dass man nichts Besseres gefunden habe als diesen braven Nachbau mit rationalistischen Einsprengseln.

Im Berliner Kronprinzenpalais (eine äußere Komplettrekonstruktion aus den sechziger Jahren der DDR) kann man derzeit sehen, wie viele Vorschläge es gab. Es finden sich darunter durchaus bedenkenswerte Lösungen. Die von Jan Kleihues etwa, der die rekonstruierten, fulminanten Barockschwünge Andreas Schlüters mit der sonoren Markanz seiner gut proportionierten Werkstein-Kuben kombiniert. Stephan Braunfels wagte es, die geschlossene Form des einstigen Schlosses - von dem …

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Guido Hinterkeuser, geboren 1967 in Nürnberg, Studium der Kunstgeschichte, Italianistik und Geschichte in Köln, Bonn, Berlin und Florenz. Tätigkeit für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, heute tätig in der Stiftung Schloss und Park Benrath in Düsseldorf.

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