Die Benennung der Teilbände folgt der historischen Entwicklung der
Landgrafschaft Hessen, die ihren Ausgang im Raum Kassel nahm und
sich erst im späten Mittelalter durch die katzenelnbogische
Erbschaft in den heutigen südhessischen Raum ausweitete. Durch
eingehende Bauforschungen, dendrochronologische Untersuchungen,
Restaurierungsmaßnahmen, Archiv- und archäologische Forschungen
wurden von Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen in den
letzten 40 Jahren viele Neuerkenntnisse über Daten, Fakten und
Hintergründe sowie Künstler-, Architekten- und Bauherrennamen
ermittelt, die nun kurz und knapp für das Handbuch gebündelt
wurden. Neuaufnahmen betreffen wesentlich Baudenkmale vom
Historismus über die Klassische Moderne bis hin zur Architektur der
1950er und 1960er Jahre sowie herausragende Gartendenkmale und
Zeugen der Industriekultur.
Ausstattung/Bilder: Aktualis. Ausg. 2008. XVI, 904 S. m. Ktn. u. Grundr.
Seitenzahl: 1200
Deutsch
Abmessung: 186mm x 134mm x 36mm
Gewicht: 625g
ISBN-13: 9783422031173
ISBN-10: 3422031170
Best.Nr.: 23023499
Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension
Wie von seinem besten Freund schwärmt der Rezensent Christian Thomas vom jetzt erschienenen "Dehio"-Band für die Region Hessen II, dem sich ein jeder, der in Darmstadt unterwegs ist, bedenkenlos anvertrauen möge. Der "Dehio", vor gut hundert Jahren begründet vom Kunsthistoriker Georg Dehio, ist der Reiseführer fürs deutsche Kunstdenkmal. Er ist umfangreicher geworden im Laufe der Jahre, regional immer weiter ausdifferenziert, offizieller auch, denn inzwischen sind an der Auswahl der in ihm dargestellten Denkmäler nicht nur die "Dehio-Vereinigung" beteiligt, sondern auch die Landesdenkmalpflege und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. An der Qualität der Beschreibungen und der Informationen hat Thomas im Grunde nichts auszusetzen - allerdings wird es, wie er leicht bedauernd feststellt, je näher man der Gegenwart kommt, desto dünner. Aber dies ist ein kleiner Einwand angesichts der Leistungen dieses Standardwerks.
Georg Dehio (1850 - 1932) wechselte Anfang der 1870-er Jahre - nach dem Studium der Geschichte bei Waitz und Sybel in Göttingen und Bonn zur Kunstgeschichte über. Er war Privatdozent in München und später Ordinarius in Königsberg und bis 1918 in Straßburg. In seinen letzten Tübinger Lebensjahren (ausschließlich gewidmet der "Geschichte der Deutschen Kunst") wurden ihm zahlreiche hohe Ehrungen zuteil.