Über Volkssouveränität - Maus, Ingeborg

Ingeborg Maus 

Über Volkssouveränität

Elemente einer Demokratietheorie

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Über Volkssouveränität

Das gegenwärtige Wiederaufblühen basisdemokratischer Forderungen verleiht einer Theorie der Volkssouveränität besondere Aktualität. Ingeborg Maus' Konzeption einer »Demokratisierung der Demokratie« verteidigt die gesetz- und verfassunggebende Gewalt des Volkes gegen Staatsapparate, die sich zunehmend aus der Gesetzesbindung befreien und so jeder demokratischen Kontrolle entziehen. Darüber hinaus vertritt sie eine weitgehende Übertragung von Gesetzgebungskompetenzen an die gesellschaftliche Basis. Das Prinzip der Volkssouveränität wird im Hinblick auf heutige Bedingungen konkretisiert: Eine Analyse der Parzellierung der Gesellschaft und der Fragmentierung des politischen Entscheidungssystems zeigt, daß für eine Realisierung von Volkssouveränität neuer Bedarf und neue Chancen bestehen.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 427 S.
  • Seitenzahl: 427
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.2007
  • Best.Nr. des Verlages: 29607
  • Deutsch
  • Abmessung: 176mm x 108mm x 28mm
  • Gewicht: 255g
  • ISBN-13: 9783518296073
  • ISBN-10: 3518296078
  • Best.Nr.: 33379253
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.07.2012

Verfassung? Welche Verfassung?

Für die Rechtstheoretikerin Ingeborg Maus gibt es Demokratie nur in einem parlamentarischen System: Den Einfluss höchster Gerichte lehnt sie ab.

Radikale Demokratietheorie hat es in einem Land, in dem die Angst vor dem Parlamentsabsolutismus älter ist als der Parlamentarismus selbst, nicht leicht. Die Republikaner, die Rousseauisten, die Jakobiner - in Deutschland haben sie kaum eine Rolle gespielt. Bis heute fällt das Wort Demokratie selten, ohne durch die Nennung von Institutionen oder Kategorien, die diese in ihre Grenzen weisen sollen, beruhigend ergänzt zu werden: vom Sozialstaat bis zur Verfassungsgerichtsbarkeit, von der Werteordnung bis zur vernünftigen Deliberation. Die Einsicht darin, dass jede demokratische Gemeinschaft auf sich selbst zurückgeworfen ist, selbst wenn sie Grenzen des Demokratischen bestimmen will, mag andere Völker mit Pathos erfüllen, hierzulande herrscht eher das Gefühl normativer Obdachlosigkeit.

Nicht so bei Ingeborg Maus, deren Projekt einer Theorie der Volkssouveränität, die diesen Namen verdient, bis heute folgerichtig einsam in der deutschen Theorielandschaft steht. Der …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Der Rechtswissenschaftler Christoph Möllers setzt sich gründlich mit den zwischen 1991 und 2009 entstandenen gesammelten Beiträgen von Ingeborg Maus zur Volkssouveränität auseinander und macht dabei aus seiner Skepsis angesichts deren Rigorismus in demokratietheoretischen Fragen keinen Hehl. Die emeritierte Rechtstheoretikerin pocht darin auf ein parlamentarisches System, das demokratische Gesetze schafft, denen sich Verwaltungen und Gerichte zu beugen haben, und zieht dafür als Begründung Kant und Rousseau hinzu, erklärt der Rezensent. Er ist sich nicht sicher, ob er der Autorin da in ihrer Deutung Kants folgen will, außerdem kritisiert er unter anderem, dass Maus "ihre eigenen institutionellen Vorraussetzungen" nicht gründlich genug hinterfragt. Trotzdem weiß er die Beiträge als "starkes Gegengift gegen demokratietheoretischen Defätismus" zu schätzen und attestiert der Autorin in ihren Analysen immerhin Scharfsinn und "gedankliche Konsequenz".

© Perlentaucher Medien GmbH

»Ingeborg Maus' starkes Gegengift gegen demokratietheoretischen Defätismus wird man ... der politischen Theorie ohne Bedenken verschreiben können.«

"Ingeborg Maus' starkes Gegengift gegen demokratietheoretischen Defätismus wird man ... der politischen Theorie ohne Bedenken verschreiben können."
Christoph Möllers Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ingeborg Maus' starkes Gegengift gegen demokratietheoretischen Defätismus wird man ... der politischen Theorie ohne Bedenken verschreiben können.«
Ingeborg Maus ist emeritierte Professorin für politische Theorie und Ideengeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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