Die Dekonstruktion der Demokratie durch die Kultur - Weiberg-Salzmann, Mirjam

Mirjam Weiberg-Salzmann 

Die Dekonstruktion der Demokratie durch die Kultur

Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka

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Die Dekonstruktion der Demokratie durch die Kultur

Konflikte und Gewalt stehen seit jeher im Fokus der internationalen Politik. Seit den 90er Jahren wird versucht, die Gewaltneigung von Staaten mit deren politischem Regimetyp zu erklären. Demokratische Systeme scheinen dabei besonders gut geeignet, nach innen und außen eine pazifizierende Wirkung zu entfalten. Aber wie funktions- und leistungsfähig sind demokratische Institutionen in multiethnischen und -religiösen Staaten außerhalb der Ersten Welt tatsächlich?
Am Beispiel Sri Lankas wird gezeigt, dass die Annahme einer "zivilisierenden Demokratisierung" zu kurz greift, da sich hier lokale Vergemeinschaftungsformen und Ordnungsstrukturen nicht auflösen, sondern mit demokratischen Institutionen zu hybriden Systemen amalgieren, in denen Krieg und Gewalt als ein probates Mittel der Konfliktbearbeitung und -lösung gilt. Die Liberalisierungs- und Egalisierungsideologie der Demokratie lässt bisher latente, unterdrückte oder neu konstruierte Konflikte ausbrechen. Viele dieser Konfliktesind langlebig und lassen sich friedlich kaum beilegen. Die internationale Einflussnahme bleibt dabei begrenzt und anstatt Friedensprozesse zu befördern, trägt sie eher zur weiteren Eskalation bei.


Produktinformation

  • Verlag: Nomos
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 475 S.
  • Seitenzahl: 474
  • Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung Bd.10
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 154mm x 30mm
  • Gewicht: 705g
  • ISBN-13: 9783832958626
  • ISBN-10: 3832958622
  • Best.Nr.: 32056868