Deutsche Demokratieförderung in den palästinensischen Gebieten
Seit dem Wahlsieg der Hamas im Frühjahr 2006 befinden sich die
Palästinensischen Gebiete in einer doppelten Konfliktlage. Der
Nahost-Konflikt dauert an, während nun auch der Bruderkrieg
zwischen Fatah und Hamas die Hoffnung auf einen lebensfähigen und
demokra-tischen Staat Palästina untergräbt. Deutschland unterstützt
den palästinensischen Demokratisierungsprozess seit Jahren, wobei
die deutschen politischen Stiftungen unter anderem Menschenrechts-
und Demokratieprojekte palästinensischer
Nicht-Regierungsorganisationen fördern und somit zur
(zivil-)gesellschaftlichen Demokratisierung beitragen.
In einem Forschungsprojekt im Westjordanland wurden politisch
aktive Jugendliche interviewt, die entweder an diesen
Bildungsprojekten teilnahmen oder der Fatah-, Hamas- oder
PFLP-Partei angehören. Der Vergleich der Aussagen zu
Menschenrechten und Demokratie gibt einen ersten Einblick,
inwieweit das Demokratie-verständnis der palästinensischen Jugend
durch die Projekte gestärkt wird. Die Politische Kultur der jungen
palästinensischen Gesellschaft steht hier im Mittelpunkt, da deren
demokratische Einstellungen wesentlich sind für die
Entwicklungschancen und Lebensfähigkeit der Demokratie.
Karolina Merz (geb. 1979 in Tübingen) studierte Politikwissenschaft in Berlin. Für die Alumna der Studienstiftung waren besonders ihre Erfahrungen im Ausland (Peru, England, Frankreich) und in verschiedenen Branchen (Medien, Politik und Kultur) Quellen der Inspiration. Zurzeit arbeitet sie an einer Dokumentation zum Thema "Deutsche in Israel".
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