Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Leggewie, Claus; Welzer, Harald

Claus Leggewie Harald Welzer 

Das Ende der Welt, wie wir sie kannten

Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie

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Das Ende der Welt, wie wir sie kannten

Über Klimakultur und die Erneuerung der Demokratie.
Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, schwindende Ressourcen und der Raubbau an der Zukunft der kommenden Generationen bilden einen beispiellosen sozialen Sprengstoff. Die Analyse der sich auftürmenden Krisen zeigt, wie Demokratien dabei unter die Räder kommen, wenn sie nicht radikal erneuert werden und den Weg aus der Leitkultur der Verschwendung finden.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 288 S.
  • Seitenzahl: 283
  • Fischer Taschenbücher Bd.18518
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 127mm x 20mm
  • Gewicht: 230g
  • ISBN-13: 9783596185184
  • ISBN-10: 3596185181
  • Best.Nr.: 29909155

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Eine politisch, ja existentialistisch aufgeheizte Atomsphäre herrscht nach Ansicht von Rezensent Uwe Justus Wenzel bisweilen in Claus Leggewies und Harald Welzers Buch über "Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie". Doch auch wenn für ihn manche Diagnose alarmistisch klingt, schätzt er die beiden Autoren nicht als Apokalyptiker ein. Er versteht sie eher als "gut informierte Krisenhermeneutiker", die kritisch mit dem technokratischen Krisenmanagement ins Gericht gehen, Handlungsblockaden analysieren und für einen Wandel der Lebensführung, der Marktwirtschaft sowie für mehr Demokratie plädieren. Die Rede von einer "APO 2.0", wie die Autoren die ersehnte neue große Bürgerbewegung nennen, scheint Wenzel freilich etwas plakativ. Er sieht in diesem Kontext eine inzwischen in Mode gekommene "politische Psychologie der Selbstaufforderung und Selbstermunterung" am Werk. Für Wenzels Geschmack ist das ein wenig zu überschwänglich. "Man ist entschlossen", analysiert er nüchtern die Begeisterung der Autoren, "weiß aber noch nicht so genau, wozu."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.09.2009

Sachbücher des Monats Oktober
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. MAGGIE BLACK / JANNET KING: Der Wasseratlas. Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens. Aus dem Englischen von Heidi Krohn, Europäische Verlagsanstalt, 126 Seiten, 19,90 Euro.
2.-3. PAUL COLLIER: Gefährliche Wahl. Wie Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde gelingen kann. Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt, W. J. Siedler Verlag, 272 Seiten, 19,95 Euro.
VOLKER ZASTROW: Die Vier, Rowohlt Berlin, 416 S., 19,90 Euro.
4. WALTER FRANZ: Charismatiker und Effizienzen. Porträts aus 60 Jahren Bundesrepublik, Suhrkamp Verlag, 405 Seiten, 15,00 Euro.
5. CLAUS LEGGEWIE / HARALD WELZER: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie, S. Fischer, 288 S., 19,95 Euro.
6. ARNO BORST: Meine Geschichte. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Gustav Seibt, Libelle Verlag, 128 Seiten, 16,90 Euro.
7. NORBERT MILLER: Die ungeheure Gewalt der Musik. Goethe und seine Komponisten, Carl Hanser Verlag, 448 Seiten, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.11.2009

3. Warum machen wir so weiter?

Im vergangenen Jahr gab es Menschen, die behauptet haben, dass die Insolvenz der Lehman-Brothers-Bank im September 2008, sie nannten es das "9/15", für die Welt einen schwereren Schock bedeutet habe als "9/11", der Anschlag auf das World Trade Center als Symbol des westlichen Finanzkapitalismus. In Harald Welzers und Claus Leggewies Buch "Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie" taucht diese Behauptung auf den ersten Seiten jetzt wieder auf. Lehman Brothers stehe für das keineswegs überwundene System organisierter Verantwortungslosigkeit, das nach irrwitzigen Hoffnungen auf Superrenditen Millionen Menschen die Arbeit und ihren Lebensunterhalt koste, Kinder und alte Leute in eine neue Armut stürze und die Handlungsfähigkeit von Staaten einschränke. Und man fragt sich natürlich, was solche Vergleiche überhaupt sollen; wem damit gedient ist, das eine inkommensurable Ereignis, immerhin ein Massaker, gegen das andere auszuspielen. Der Erkenntnis dienen solche Vergleiche ja meistens nicht, eher handelt es sich um rhetorische Argumentationstricks.

Allerdings wäre es ein Fehler, …

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Claus Leggewie (Dr. disc. pol.) ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.

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