Das Philosophieren von Deleuze ist verführerisch, es sprengt die
Grenzen der Wissenschaft, der Universität und des akademischen
Stils. Es sympathisiert mit den Künsten und ist zugleich ein großer
Versuch, die Philosophie zu erneuern, sie aus der Gewalt der
Meinungen, der Propositionen und Funktionen zu befreien. Deleuze
nennt Kunst einen Empfindungsblock aus Perzepten und Affekten und
die Künste, an denen er das exemplifiziert, sind Literatur,
Malerei, Film, Theater, Oper, Architektur und die Fernsehspiele
Becketts. Der Band spürt dem Verhältnis von Deleuze zu den Künsten
in den verschiedenen Bereichen nach und enthält Originalbeiträge u.
a. von Raymond Bellour, Jean-Clet Martin, Hannes Böhringer, Thomas
Hirschhorn, Michaela Ott, Joseph Vogl und Martin Stingelin.
Peter Weibel. Geboren 1944 in Odessa. Studierte Literatur, Film, Mathematik, Medizin und Philosophie in Wien und Paris. 1981-84 Gastprofessur für Gestaltungslehre und bildnerische Erziehung an der Universität für angewandte Kunst Wien. 1981 Gastprofessur am College of Art and Design in Halifax, Kanada. 1982-85 Professor für Fotografie an der Gesamthochschule Kassel. 1984-89 Associate Professor for Video and Digital Arts, Center for Media Study, State University of New York at Buffalo, N.Y. 1989-94 Direktor des Instituts für Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt/Main. Seit 1984 Professor für visuelle Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien. 1986-95 künstlerischer Berater und Leiter der Ars Electronica in Linz. 1993-99 Österreich-Kommissär der Biennale von Venedig. 1993-99 künstlerischer Leiter der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz. Seit 1999 Vorstand des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Peter Weibel ist sowohl als Kurator nationaler und internationaler Ausstellungen wie auch als Autor zahlreicher herausragender Publikationen eine anerkannte Kapazität.
Inhaltsangabe
Peter Gente: Vorwort Michel Tournier: Gilles Deleuze Raymond Bellour: Das Bild des Denkens: Kunst oder Philosophie, oder darüber hinaus? Henning Schmidgen: Begriffszeichnungen. Über die philosophische Konzeptkunst von Gilles Deleuze Jean Clet Martin: Zur Dramatisierung von Bildern Joseph Vogl: Was ist ein Ereignis? Marcus Steinweg: Das Unendliche retten. Kunst und Philosophie im Denken von Deleuze Martin Stingelin: Deleuze, Bartleby und Wakefield, Spinoza Michaela Ott: Virtualität in Philosophie und Filmtheorie von Gilles Deleuze Jean Luc Godard: Le Grand Escroc Der große Betrüger Danielle Cohen Levinas: Deleuze als Musiker Hannes Böhringer: Fehlendes Volk. Über den Begriff des Ritornells in >Tausend Plateaus und Was ist Philosophie?
2 Marktplatz-Angebote für "Deleuze und die Künste" ab EUR 10,60
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